Blogartikel 670: Close Up: Der OSM im Detail – Teil 75

Posted Juni 7th, 2026 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

in der letzten Artikelfolge dieser Serie habe ich euch ganz schön was zugemutet, ich weiß. Das war allerdings unvermeidlich, da die Geschichten des KONFLIKTS 17 „Drohung aus dem All“ anno 1985 nun mal so wenig erheiternd und dramatisch ausgesehen haben.

Commander Terry Jones und seine gemischte Crew aus irdi­schen TERAB-Agenten und den Weelon-Agenten unter ihrem An­führer Raskorw alias Harald Kronberg sind mit dem übernomme­nen Rontat-Schiff, dem sie den Namen STAR gegeben haben, in den Halo der Galaxis verschlagen worden, inzwischen aber in heimatliche Gefilde zurückgekehrt. Hier fanden sie neue Fähig­keiten des Raumschiffs heraus, das unter anderem in begrenz­tem Maße durch die Zeit reisen kann. Auf diese Weise springt das Schiff in die Serienvergangenheit und erzeugt – wenn auch eher unabsichtlich – den ARES-Zwischenfall vom Anfang der Serie (vgl. Bd. 2).

Es wird nun immer deutlicher, dass ihre Zeitsprünge Teil eines festen Netzwerks von Fixpunkten in der Zeit sind. Dennoch hofft Terry Jones noch immer darauf, auf die Fährte der verschollenen Rontat zu stoßen. Das nächste Reiseziel ist die Dschungelwelt Zolog, die Welt der Rrumbs, wo sie ja einen anfliegenden Ron­tat-Raumer erlebt haben …

Episode 51: Galaktisches Schweigen

(1985, digitalisiert 2010)

Schauplatz: Planet Zolog, jüngste Vergangenheit

Terry Jones, der im inzwischen vernichteten Thewooh-System die Bedeutung des immer wieder aufgefangenen Funkspruchs „Whog julhy Rontat!“ verstanden hat – nämlich ein klarer Tö­tungsaufruf an alle Galaxisvölker, die wieder aufgetauchten Rontat zu vernichten – steuert den Planeten Zolog an, wohl wis­send, dass mit dem Funkruf niemand Geringeres als er selbst und die Besatzung der STAR gemeint ist. Ihre entropischen Triebwerksemissionen locken ständig Feinde auf ihre Fährte. Sie müssen also im Zolog-System sehr flink sein.

Als sie hier ankommen, wird ihr Auftauchen von einer Automatik registriert, die sich im kleinen Mond Zologs befindet. Auch dies ist eine Automatik der Rontat … aber die Tatsache, dass die STAR, die hier als „alter Zentralraumer“ rubriziert, nicht so­gleich den Fünf-Planeten-Wall angeflogen hat, wie es in den Pro­tokollen steht, überzeugt die geheime Automatik davon, dass das Schiff in fremde Hände gefallen ist (was ja stimmt).

Beim Atmosphärenflug der STAR wird Terry Jones jählings klar, dass er – wie schon im Thewooh-System – einem Gedankenfeh­ler aufgesessen ist: Der beobachtete Rontat-Kastenraumer, der für Wahnsinn gesorgt hat, war die STAR selbst … und gleich dar­auf wird auch deutlich, weshalb sie die Wahnsinn induzierenden Schilde aktivieren MUSSTEN.

Ein Geschwader Kugelraumer der All-Hüter materialisiert und geht sofort zum Angriff über. Der SELAG verwandelt das Schiff in eine mörderische Kampfmaschine und löscht das Geschwader kurzerhand aus … und dann erfasst eine fremde Gewalt die STAR und reißt sie aus dem Raumzeit-Kontinuum und schleudert sie immer weiter in die Vergangenheit. Die so genannte „Zeit­spindel“ der Rontat, die im Mond Zologs verborgen ist, hat sie erfasst und verbannt sie so weit in die Vergangenheit, dass das Schiff aus eigener Kraft niemals mehr in die Gegenwart zurück­kehren kann.

Sie stranden schließlich rund vier Milliarden Jahre vor der Ge­genwart … aber diese Zeitepoche sieht völlig anders aus, als sie sich das vorgestellt haben …

Episode 52: Treffpunkt Wega-System

(1985, digitalisiert 2010)

Fortsetzung der STAR-Handlungsschiene:

Das übernommene Rontat-Raumschiff STAR befindet sich, von der Zeitspindel hierher ausweglos katapultiert, rund vier Milliar­den Jahre vor der Gegenwart in einem seltsam amorphen Raum, aus dem sie sich aber durch Einsatz ihrer Bordsysteme befreien können … nur führt dies dazu, dass sie sich nun im Halo der kaum minder amorphen Galaxis Milchstraße wieder finden.

Zu ihrem steigenden Schrecken erweisen sich die Sonnensyste­me und die Messdaten, die sie vorfinden und empfangen, als völlig unbegreiflich … Planetensysteme verändern sich, Sonnen nehmen jählings ganz andere Strukturen an … und dann taucht dieses silberne Pfeilschiff auf mit dem kugelförmigen Zentral­körper.

Wer sich von euch an den KONFLIKT 16 „Oki Stanwer – Der Mann aus dem Nichts“ erinnert, der wird hier eine Reminiszenz an diese Serie erkennen. Oder dies zumindest glauben. In Wahr­heit verhält es sich umgekehrt: Diese Episoden wurden lange vor den Zeitreisefolgen des KONFLIKTS 16 geschrieben, damit ist dies hier die Blaupause für jene Abenteuer, auch wenn sie – OSM-chronologisch – fünf Milliarden Jahre früher stattfanden.

Terry Jones und seine Gefährten treffen nun auf leibhaftige Bau­meister! Und werden als Feinde eingestuft!

In der Gegenwart registriert derweil eine Gruppe von verzweifel­ten Wesen in der Zwischenzeit einen unverwechselbaren Primärenergie-Impuls. Er sagt aus: Oki Stanwer ist erschienen, damit steht augenscheinlich der Endkampf mit TOTAM unmittelbar bevor!

Die Verzweifelten schicken eine Gruppe von Raumschiffen ins Wega-System. Es handelt sich um drei Kastenraumer der Ron­tat!

Die Rontat wollen aus ihrem Versteck heraus Kontakt mit Oki Stanwer aufnehmen! Aber kaum sind sie im Wega-System er­schienen, materialisieren hier ganze Scharen von großen schwarzen Dreieckskreuzern TOTAMS – und elegante Tropfen­raumschiffe der Micaroii. Auch ihr Ziel ist Oki Stanwers Exilwelt im Wega-System (siehe Bd. 46). Ein haarsträubender Wettlauf beginnt…

Episode 53: Vorstoß nach Terra

(1985, digitalisiert 2010)

Fortsetzung der STAR-Handlungsschiene:

In der tiefen Vergangenheit überraschen die Terraner Terry Jones und der Weelon Raskorw die Baumeister – sie sind problemlos in der Lage, in die ursprüngliche primärenergetische Matrix zu se­hen, ohne zu erblinden. Damit erweisen sie sich als eindeutige Helfer des Lichts.

Nun wird es möglich, dass sie den vorherigen Ruf, Saboteure im Auftrag TOTAMS zu sein, die den KONFLIKT 17 torpedieren soll­ten, abschütteln können. Nach Klärung der Situation, die für die STAR-Besatzung schwer genug zu verdauen ist (schließlich müs­sen sie begreifen, dass die Baumeister 4 Milliarden Jahre vor der Gegenwart derzeit dabei sind, das gesamte Universum zu er­bauen!), statten die geheimnisvollen kosmischen Wesen die STAR mit einem Peilgerät aus, das Oki Stanwers Primärenergie­aura anmessen soll. Terry, Raskorw und ihre Gefährten sollen so schnell wie möglich Oki Stanwer helfen und gegebenenfalls ret­ten.

Die Baumeister schicken sie in die Gegenwart zurück, und die mit ihnen gesandte Temporalfront erreicht in der Realzeit den Mond Zologs und löscht ihn ebenso wie die Zeitspindel aus. Die STAR transistiert derweil aus dem System heraus und aktiviert das Suchgerät – das Oki Stanwers Impuls im Wega-System an­misst … aber ebenfalls eine mörderische Raumschlacht zwi­schen Micaroii-Raumern, All-Hüter-Kontingenten und … Rontat-Schiffen!

Dennoch wagen sie den Direktvorstoß ins System und können gerade noch Oki Stanwer an Bord nehmen, ehe die drei Rontat-Emissäre mit ihren Schiffen von den geballten Feindstreitkräften in die Enge getrieben und vernichtet werden.

Bei der Begegnung mit Oki Stanwer werden Terry Jones, Ras­korw und Meltrag als Helfer des Lichts von ihm aktiviert.

Auf dringenden Wunsch der TERAB-Agenten und auch der Wee­lon, die die Erde inzwischen nach der Vernichtung des Juulok-Systems als legitime zweite Heimat ansehen, fliegt die STAR ins Solsystem weiter. Terry Jones mahnt aber, dass ihnen dabei klar sein müsse, von Feindschiffen verfolgt zu werden … aber dieser Einwand verpufft.

Im Solsystem eintreffend finden die schockierten Freunde eine Trümmerwüste ohnegleichen vor. Die Micaroii haben die Res­te der menschlichen Zivilisation ausgelöscht. Dass die All-Hüter zuvor Millionen von Menschen umgesiedelt und in Sylons um­funktioniert haben, wird den Besuchern nicht bewusst.

Sie haben auch keine Zeit, genauere Nachforschungen anzustel­len – TOTAM-Schlachtschiffe folgen ihnen als Späher. Als Terry Jones voller Ingrimm die Feindeinheiten rachsüchtig zum Kampf stellen will, befiehlt Oki Stanwer kurzerhand die allumfassende Besatzungs-Paralyse und ordnet an, dass der SELAG jenes Ziel ansteuern soll, an dem sie womöglich den Pfad zum Versteck der Rontat entdecken können …

Derweil rollt auch weiterhin TOTAMS ATEM, die „schwarze Mau­er“, gnadenlos auf die Galaxis zu. Und es sieht ganz danach aus, als würde TOTAM alle relevanten Trümpfe halten, auch wenn Oki Stanwer knapp entkommen ist …

Episode 54: Chaos im Fünferraum

(1986, digitalisiert 2010)

Schauplatz: Fünferraum

Während in der Galaxis die Micaroii und die All-Hüter in verhee­rende Gefechte verwickelt sind, scheint im so genannten Fün­ferraum, in den das HENN zahlreiche besiedelte Welten von ga­laktischen Völkern evakuiert hat, Sicherheit zu herrschen. Selbst nach dem desaströsen Einsatz der Streitkräfte der HENN-Union hat niemand den Fünferraum aufgespürt oder direkt angegrif­fen.

Das ändert sich nun auf dramatische Weise – denn der im Hy­perraum gelagerte so genannte Fünferraum wird durch einen unheimlichen Effekt beeinflusst, der auf verschiedenen Welten einen unfassbaren Temperatursturz herbeiführt, der nicht kom­pensiert werden kann. Lebewesen erfrieren buchstäblich in der Bewegung, dann gefriert die Luft, und die Materie zerfällt zu Staub.

Die SCHWARZE MAUER hat die Randausläufer des Fünferraums erreicht und beginnt gnadenlos damit, nicht nur die baryoni­schen Strukturen im Normalraum zu vernichten, sondern löst auch ein beispielloses Chaos im Fünferraum aus.

Schlussendlich bleibt dem HENN, dem Ctaran und Camber, dem dreigliedrigen Lenkungswesen der HENN-Union, nichts anderes übrig, als alle Sonnensysteme wieder in den Normalraum zu entlassen und ihnen die schnelle Flucht zu empfehlen, während das HENN sich für sie alle aufopfert.

Doch im Normalraum warten zum einen die Micaroii und die All-Hüter … und die SCHWARZE MAUER …!

Episode 55: Die tückische Welt

(1986, digitalisiert 2010)

Fortsetzung der STAR-Handlungsschiene:

Nachdem Oki Stanwer sich und die restliche Crew vom SELAG hat paralysieren lassen, um Affekt-Racheaktionen der Besat­zung gegen die Mörder der irdischen Bevölkerung zu vereiteln, transistiert die STAR mit Hilfe des Gezeitenwandlers hundert Jahre in die Vergangenheit. Auf diese Weise verlieren die Feind­streitkräfte der Gegenwart den Zentralraumer der Rontat aus dem Blick und halten ihn für vernichtet.

Hier kommen die Paralysierten wieder zu sich und werden nun von Oki Stanwer darüber aufgeklärt, dass eine Racheaktion kurzsichtig sei und höchstens zur Zerstörung der STAR und dem Tod ihrer Besatzung führen würde. Es sei sehr viel sinnvoller – und die Anwesenheit von drei Rontatschiffen zeige das deutlich – , die Fährte der Rontat zu verfolgen und sich mit ihnen zu ver­bünden, um dann den eigentlichen Feind zu attackieren: TO­TAM!

Solcherart mühsam überzeugt schließen sich die Besatzungs­mitglieder Oki Stanwers Argumentation an. Die STAR nimmt nun Kurs auf ein fernes Sonnensystem. Niemand an Bord weiß aller­dings, dass dieses System in der Gegenwart von einem terrani­schen Schiff namens ORPHEUS angesteuert wurde und es für immer festhielt (vgl. Bd. 37).

Unheimlich ist für Oki Stanwer und die STAR-Besatzung, dass die Sonne ihren eigenen ersten Planeten dauerhaft anzuzapfen scheint. Auch sie prägen, unabhängig vom Kommandanten Hyde Relczek von der ORPHEUS, für das System den Begriff Mo­loch-System.

Als sie in die Realzeit vorstoßen, sind die Verhältnisse hier un­verändert. Aber sie sind Zehntausende von Lichtjahren von den Kampfzonen der Galaxis entfernt und messen nun die ORPHEUS an … ein Leichenschiff, wie sie bald darauf bestürzt erkennen.

Die All-Hüter in der Gruum-Station, die sich heimlich auf dem dritten Planeten des Moloch-Systems eingenistet und die Ab­wehrmechanismen unterwandert hat, aktiviert nach Landung der STAR erneut das „blasse Netz“, das schon der ORPHEUS-Be­satzung zum Verhängnis wurde. Doch während die Besatzung zusammenbricht, registriert der SELAG die Gefahr und beginnt mit einem umfassenden militärischen Gegenschlag, mit dem er die subozeanische, bewegliche Gruum-Station aus ihrem Ver­steck lockt und dann direkt attackieren will.

Doch das erledigt auf unheimliche Weise eine andere Kraft – di­rekt aus der Sonne des Systems schießt ein Kampfstrahl, der die Gruum-Station vernichtet! Aber das ist kein Grund zur Er­leichterung – denn die Sonne attackiert unmittelbar darauf die STAR, und sie setzt Schillerfeldwaffen der Rontat gegen den Zentralraumer ein …!

Mit diesem dramatischen Cliff-hanger muss ich euch für dieses Mal alleine lassen, Freunde. Aber keine Sorge, es geht in weni­gen Wochen weiter mit der immer dramatischer werdenden Schilderung der Serienhandlung. Es sind nur noch zehn Episo­den hin bis zu Finalzyklus dieser sehr kurzen Serie.

In der kommenden Woche folge ich einem weiteren Cliff-hanger. In Blogartikel 659 berichtete ich euch vom ersten Romanskript zum Weltraum-Detektiv Mike Cole. Nächste Woche folgt dann der zweite Roman dieser Serie, der direkt die Fäden des ersten Bandes wieder aufnimmt. Was dann genau geschah, erfahrt ihr dann hier.

Bis dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

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