Liebe Freunde des OSM,
wer angesichts des Titels denkt, es werde jetzt apokalyptisch, der befindet sich ganz in der richtigen Seelenhaltung für das, wovon ich heute berichten möchte. Das ist ein wirklich ganz frischer Gedanke, der mir erst vor etwa einer Stunde aufgegangen ist, am frühen Morgen des 31. Oktober 2025, während ich am Glossieren der DDj-Episode 91 war. Da ich diese Episode Ende des Jahres 1991 ursprünglich verfasst habe, kann man davon sprechen, dass der jetzt auszuführende Gedanke eine mentale Reifezeit von rund 35 Realjahren hinter sich hat.
Ja, ich weiß, manchmal habe ich eine sehr lange Leitung. Oder, wie es kürzlich das Mädchen Rhonda im Archipel ausdrückte, das von Leitungen notwendig keine Ahnung hat: Ich stand lange auf dem Seil.
Doch fangen wir mal langsam an.
Es ist lange her, dass ich einen Eintrag in dieser Rubrik schrieb. Genauer genommen war das – für diejenigen unter euch, die das gern nachlesen möchten – der Blogartikel 593, den ich am 15. Dezember 2024 veröffentlichte. Damals ging es um neue Strukturgedanken des OSM, heute kümmere ich mich um etwas, was zwar auch zum modernen Konzept des Oki Stanwer Mythos gehört, was mir aber – siehe Einleitung – so bislang nicht klar wurde.
Woran mag es gelegen haben, dass ich so lange auf dem Schlauch stand? Das ist ziemlich simpel zu erklären: Die Thematik ist im Grunde ungeheuerlich, und ich habe mich lange dagegen innerlich gesträubt. Sie hat, vorsichtig gesprochen, Chaos im Gefolge. Und sie führt mich zugleich in Bereiche des Planeten TOTAM hinein, die ich wirklich nicht gut kenne. Alle Ansätze, hier zu agieren, habe ich bislang nervös vorzeitig abgeblockt … zu viel Glatteis, vorsichtig gesprochen, zu viele Unwägbarkeiten. Es hat mit der Genese des Planeten TOTAM ebenso zu tun wie mit den dunklen Seiten der TOTAM-Hierarchie, mit der Evolution der Dämonen, den subatomaren Schichten des Planeten und einigem mehr … und fürwahr, da ist noch vieles vage, unklar und dunkel, und sonderliches Licht ist in diese Bereiche bislang nicht gefallen.
Wann immer ich diese Bereiche gestreift habe, war ich, ehrlich gesagt, durchaus froh, sie schnell wieder verlassen zu können, immer nur hastige Blicke zu werfen und dann den Deckel schnell wieder solide zu verschließen.
Wer immer von euch denkt, und dafür gibt es fürwahr gute Gründe, dass der traditionelle Oki Stanwer Mythos schon „kompliziert“ sei, der wird vielleicht ahnen können, dass noch ein Mehr an Komplexität euch Leser völlig verstören könnte. Gleichwohl … wir wagen heute mal einen ersten Schritt in diese Richtung, und ihr könnt davon ausgehen, in den Folgejahren sicherlich noch mehr Details zu hören.
Schauen wir uns erst einmal das fundamentale Problem an, das mich überhaupt heute erst auf dieses Thema gebracht hat. Das ist an sich schon unheimlich genug.
Alles fängt (scheinbar) im KONFLIKT 23 an, an dem ich zwischen 1988 und 1994 schrieb und der schlussendlich mit der Serie „Oki Stanwer – Der Dämonenjäger“ mit 147 Episoden die längste aller abgeschlossenen OSM-Serien bis heute bildete. Wie ihr merkt, bin ich inzwischen im Band 91 im Digitalisat angekommen, was bedeutet, dass ich in spätestens anderthalb Jahren auch diese Serie vollständig digital vorliegen haben werde.
In dieser Serie, kurz DDj genannt, kommt es im Verlauf der Handlung zu einem unheimlichen Phänomen. Ihr wisst aus den kosmologischen Lektionen, dass es traditionell 32 Dämonen von TOTAM gibt. Nun, dem ist in dieser Serie nicht mehr so. Hier tauchen nämlich mehr von ihnen auf. Sehr viel mehr.
In Band 48 der Serie müssen Oki Stanwer und seine Tochter Sarai so genannte „Dämonenschatten“ bekämpfen und vernichten, die sich als menschenfressende Ungeheuer herausstellen. Sie sind an sich vergleichsweise schwach, ballen sich aber zu bizarren Konglomeraten zusammen, die man nahezu nicht mehr zerstören kann.
Die Vernichtungsaktion gelingt. Die Dämonenschatten ist man damit auf der Tahuantinsuyu-Welt dieses Multiwelten-KONFLIKTS los. Aber dummerweise gibt es zahlreiche parallele Erden, auf denen man verschiedene Zeitstufen differenzieren muss. Eine dieser Welten ist die Naziwelt von 1954. Hier trifft der Helfer Klivies Kleines mit dem Dämonenschlächter zusammen, der vollmundig behauptet, er habe hier alle vom Wesen TOTAM auf diese Welt entsandten Dämonen vernichtet.
Toll, denkt sich der verwirrte Leser, aber wenn er sie vernichtet hat, woher kamen dann die Dämonenschatten auf der Tahuantinsuyu-Welt von 1531, mit denen zuvor Oki und Sarai zu kämpfen hatten?
Noch schwieriger wird es durch die Tatsache, dass es auch von den Helfern des Lichts Duplikate en masse gibt. So taucht auf der Tahuantinsuyu-Welt auch ein Doppel von Klivies Kleines auf. Kleines II, dort Gefährte von Oki Stanwer und Sarai, entschließt sich, nach Europa zu gehen und taucht hier mitten ins Mittelalter ein.
Und trifft auf … Dämonen von TOTAM!
Moment, denkt der Leser, die sind doch jetzt schon ZWEIMAL vernichtet worden?! Wie geht das zu?
Um die Dinge noch komplizierter zu machen, erwähne ich ein weiteres chaotisches Detail dieser Serie, das zeitgleich auftritt. Normalerweise gibt es sechzehn Dämonenwaffen von TOTAM, langzeitige Leser meiner Blogartikel konnten ihr Wüten schon in den Close Up-Beiträgen zu KONFLIKT 16 „Oki Stanwer – Der Mann aus dem Nichts“ verfolgen … das sind fürwahr keine Wesen, von denen man sich wünscht, sie würden Guten Tag sagen. Das endet in der Regel mit Mord und Totschlag. Sie sind noch sehr viel unverwüstlicher als Dämonen und stehen in der TOTAM-Hierarchie ja auch eine Stufe höher.
Nun, mit den Dämonenwaffen haben Oki Stanwer und die Helfer des Lichts in diesem KONFLIKT 23 von Anfang an viel zu kämpfen, nämlich auf der so genannten Schildwelt, wo sie als „Feuerfürsten“ die nuklear verseuchte Erde bzw. deren verschonten Teil rings um das Mittelmeer beherrschen. Hier wurde ein magischer Schutzschild errichtet, der dieser Multiwelt ihren Namen verleiht.
Oki Stanwer und der hier unabhängig von ihm materialisierende Klivies Kleines I können von hier entkommen. Oki landet auf der Tahuantinsuyu-Welt und zieht versehentlich Dämonenwaffen mit sich, als die Schildwelt bald darauf untergeht. Die Details tun hier nichts zur Sache.
Kleines I gelangt schließlich zur Naziwelt von 1954 und trifft hier auf den Dämonenschlächter … und auf Dämonenwaffen!
Äh, aber die sind doch auf der Welt von 1531 gelandet, also der Tahuantinsuyu-Welt … ja, sind sie. Aber das hier sind ebenfalls Duplikate, was verständlicherweise zu einiger Verwirrung führt.
Damit haben wir das Problem: Woher kommen diese Duplikate? Und: Sind das die einzigen, die es gibt, oder könnte es noch mehr davon geben, gewissermaßen eine Schwemme von Hierarchiewesen TOTAMS?
Es ist notwendig, sich darüber klar zu werden, das ist ja wohl offensichtlich. Das sehen die Protagonisten genauso, sind aber außerstande, sich einen Reim darauf zu machen. Ihnen fehlen wesentliche Fakten zum Verständnis.
Als ich den Band 91 vor kurzem digitalisierte und kommentierte, fiel mir dieser Punkt natürlich auch auf, und ich notierte in eine Fußnote, dass das ja wohl „Matrixfehler“ sein müssten.
Tja, den Gedanken kann ich inzwischen vergessen, denn es ist viel komplizierter. Aber dazu muss ich begründen, warum ich schon nach wenigen Tagen diesen Lösungsansatz ad acta legte, ja, legen musste. Dafür erinnere ich an eine ältere Lektion. Dort erläuterte ich ein wenig, was Matrixfehler sind und was ihr Ursprung ist.
Matrixfehler sind, platt gesprochen, „Dinge, die es nicht mehr geben darf“. Weil sie eben vollständig vernichtet worden waren, in der Regel in einem früheren Universum. Das war selbst den Baumeistern in KONFLIKT 4 „Oki Stanwer – Der Insel-Regent“ schon klar, und dieses Universum liegt 19 Universen von KONFLIKT 23 entfernt, über den wir gerade diskutieren. Wir haben hier also einen Zeitabstand von annähernd 100 Milliarden Handlungsjahren. Das Thema der Matrixfehler, das auch in KONFLIKT 23 noch akut ist, ist also alles andere als neu.
Inzwischen ist klar, dass Matrixfehler durchaus keine sinistren Scherze TOTAMS sind, wie die Baumeister sehr lange glaubten. Es sind vielmehr sorgsam geplante Strukturen der Spezies der TUURINGER, die jenseits des RANDES (der in KONFLIKT 28 „Oki Stanwer – Der Siegeljäger“ angesiedelt ist) im transuniversalen OSM-Zeitkrieg geschaffen und implantiert werden. Matrixfehler werden von den TUURINGERN als Stabilisierungselemente in frühere KONFLIKT-Universen eingebaut.
Wichtig daran ist Folgendes: Matrixfehler sind grundsätzlich immer Strukturen der weißen Matrix.
Dämonen und Dämonenwaffen entstammen aber der schwarzen Matrix TOTAMS, die ich im Verlaufe des KONFLIKTS 23 anno 1993/94 erst entdeckte. Ob und inwieweit TUURINGER aus ihrem Heimat-Kontinuum Einfluss auf die schwarze Matrix TOTAMS haben, ist zurzeit unbekannt. Es ist zumindest denkbar, dass die Dämonen- und Dämonenwaffenschwemme mit ihnen zu tun haben könnte. Aber das ist nicht die am ehesten nahe liegende Erklärung. Auf die kam ich vielmehr heute erst. Sie lässt schlimme Vermutungen zu bezüglich des noch in Arbeit befindlichen KONFLIKTS 24 „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“. Ich komme dazu weiter unten.
Kehren wir zum vorherigen Ausgangspunkt zurück – wenn also das Matrixfehler-Konzept nicht tauglich ist, die Erklärung für dieses Verdopplungs-Phänomen zu liefern, was gibt es dann für einen Ansatz?
Einen schrecklichen … und dazu muss ich nochmals in die Historie des OSM zurücktauchen, diesmal wirklich weit.
In KONFLIKT 13, den ich von 1982-1985 schrieb und der in der OSM-Serie „Oki Stanwer Horror“ niedergelegt ist, taucht ein Dämon namens Zuduma auf. Ihr werdet beizeiten von ihm lesen.
Zuduma ist ein Dämon, den es eigentlich nicht geben sollte. Er ist der 33. Dämon von TOTAM! Das hat mich damals ziemlich verwirrt, wie ich gern eingestehe. Das galt auch für den Ort, von dem er von der Macht CLOGGATH befreit wurde, um auf der Erde wirken zu können.
Dieser Ort ist das „Land der verdammten Dämonen“.
Falls ihr noch nie davon gehört habt, was sehr gut sein kann, erläutere ich einiges dazu. Das ist ein wichtiger Handlungsort, der gleichwohl nur sehr selten in den OSM-Serien thematisiert wurde. Dazu gibt es gute Gründe, wie mir inzwischen klar geworden ist.
Das „Land der verdammten Dämonen“ befindet sich irgendwo im Innern der schwarzen Kristall-Hohlwelt TOTAM, unerreichbar für physische Besucher. Vielleicht ist es so weggeschlossen im submolekularen Bereich wie etwa die monströse Vier-Stunden-Welt der Shopping-Mall von Tushwannet, in die es den Totenkopf Shylviin in dem Roman „Die Totenköpfe 1: Die Alte Armee“ (in Fortsetzungen publiziert im Fanzine Baden-Württemberg Aktuell, BWA), verschlagen hatte. Aber die Lokalisierung des Landes ist nicht so wichtig.
Viel bedeutsamer ist, worum es sich dabei handelt und warum es das überhaupt gibt.
Das „Land der verdammten Dämonen“ stellte für mich früher einen Erklärungsansatz dar, der mir zu begründen half, warum Dämonennamen sich mitunter von KONFLIKT zu KONFLIKT ändern. Es tauchten von Serie zu Serie immer wieder Dämonennamen auf, die mir unbekannt waren. Und ich überlegte: Wenn es Dämon XY in der Hierarchie, die ja nun mal auf 32 Ränge begrenzt ist, nicht gibt, wo zum Teufel BLEIBT der Kerl?
Antwort: Im „Land der verdammten Dämonen“. Das schien mir irgendwie plausibel. Das legte aber langfristig auch nahe, dass es irgendwie mehr als nur 32 Dämonen von TOTAM geben müsste.
Das wurde immer plausibler, als mir im Zuge der Arbeiten am OSM deutlicher wurde, was Dämonen eigentlich sind: gefallene Baumeister. Das erklärte auch die frappierenden Namensähnlichkeiten zwischen Baumeistern früher KONFLIKTE und Dämonen späterer Universen.
Da gab es in KONFLIKT 4 beispielsweise die Baumeister Zomar und Naam. Und später tauchten die Dämonen Zomar und Naamie auf. In KONFLIKT 2 gab es den Baumeister Nogon, der manchen von euch schon in der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ begegnet ist. Später transformiert er nach seinem Tod auf TOTAM in den Dämon Hogon … und so weiter. Auch Dämonenwaffen sind auf diese Weise zu ihrer Seelenessenz gelangt, fußen also auf dem Intellekt gefallener Baumeister, die bei ihrer Transformation in dem Planeten TOTAM zu dämonischen Wesenheiten wurden.
Noch etwas später wurde mir deutlich, dass Dämonen gewissermaßen Multipersönlichkeiten sind, in denen sich die dominante Persönlichkeit durchzusetzen versteht. Damit schwächte ich das Konzept des „Landes der verdammten Dämonen“ deutlich ab. Aber es ging nie völlig verloren.
Nun könnte man also einen Lösungsansatz für das obige zentrale Problem formulieren: Offenbar sind die Duplikate der Dämonen und Dämonenwaffen in KONFLIKT 23 abgespaltene und damit automatisch schwächere Bestandteile von Dämonen und Dämonenwaffen.
Dass Dämonenschatten und sonstige Duplikate schwächer sind, ist ein Faktum, das in KONFLIKT 23 häufig thematisiert wird. Das würde also schon passen.
Leider ist die Geschichte so einfach doch nicht.
Denn es gibt eben, speziell bei den Dämonenwaffen-Duplikaten die vollständige Namensidentität. Und die Dämonenwaffen haben keine Kenntnis ihrer Doppelgänger, alle halten sich für „die echten“.
Also, ganz so einfach kann das nicht sein.
Kommen wir zu einem weitergehenden Faktum, das ich noch nicht erwähnte, das aber für den Verlauf des KONFLIKTS 23 konstitutiv ist – in dieser Auseinandersetzung kommt es zum Zerfall des Planeten TOTAM, der diesmal NICHT vom so genannten Magnet-Effekt aufgefangen wird, wie das früher der Fall war … zur Fassungslosigkeit der Bediensteten des Lichts führt dies dazu, dass schließlich das neue KONFLIKT-Universum 24, in dem die Serie „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“ spielt, gesprenkelt wird von Milliarden so genannter HEIMATSTÜCKE.
Ihr habt davon etwas nähere Kenntnis, wenn ihr das zweiteilige E-Book „Mein Freund, der Totenkopf“ gelesen habt.
Dies alles fängt also im chaotischen KONFLIKT 23 an.
Und im Zuge dieses Zerfalls werden verschiedenste Dinge freigesetzt, die zum Teil unbekannt waren – wie die vier Reiter der Apokalypse – , zum Teil aber auch bereits bekannt waren. Zu letzteren Dingen zählt ein uraltes Wesen, das man den Totenkopf-Propheten nennt, der schon in den KONFLIKT-Universen 20 („Oki und Cbalon – Das Ewigkeitsteam“) und 21 („Oki Stanwer – Fürst von Leucienne“) sein Unwesen trieb.
Und was, das fiel mir HEUTE ein, ist dann eigentlich mit dem „Land der verdammten Dämonen“??
Das, kam mir klar zu Bewusstsein, ist eigentlich die wirkliche Lösung. Aber das kapiert natürlich zurzeit niemand im Verlauf des eskalierenden KONFLIKTS 23. Ich hatte ja selbst bis heute Tomaten auf den Augen.
Erinnern wir uns des Obigen:
Dämonen sind aus vielfachen Komponenten gestorbener Baumeister zusammengefügte Wesenheiten.
Sie wechseln von Universum zu Universum Namen und Identitäten.
„Überschüssige“ Persönlichkeiten werden im „Land der verdammten Dämonen“ gewissermaßen zwischengelagert und kommen nur unter extremen Bedingungen von dort frei.
Dasselbe scheint für Dämonenwaffen von TOTAM zu gelten – denn auch ihre Dämonenwaffensärge nebst den Insassen werden traditionell genau dort kaserniert.
Das „Land der verdammten Dämonen“ ist mithin eine Art von Gefängnislandschaft für die hochgefährlichen Entitäten der TOTAM-Hierarchie.
Wenn aber der Planet selbst auseinanderbricht und dies auf Dauer, kann man sich kaum denken, dass dies das „Land der verdammten Dämonen“ unbeschadet lässt.
Eigentlich ist die Sachlage sogar noch schlimmer.
Im Zuge der Ausarbeitung des KONFLIKTS 23 stoßen Oki Stanwer und andere KONFLIKT-Teilnehmer in einen subatomaren Raum im Innern von TOTAMS Atomen vor, den so genannten „Röntgenraum“. Und hier existiert bizarres Leben, das den Urgründen von TOTAMS schwarzer Matrix entstammt. Man nennt es „wahres Leben“, und es ist ähnlich „unkaputtbar“ wie Dämonen und Dämonenwaffen, eigentlich sogar noch robuster.
In dem im KONFLIKT 24 spielenden Roman „Kämpfer gegen den Tod“ hat es solches „wahres Leben“ in das baryonische Universum, das erste Netzuniversum, geschafft und breitet sich auf grässliche Weise als Geißel des Kosmos aus.
Wenn aber, so dachte ich heute früh weiter, schon „wahres Leben“ aus dem subatomaren Bereich TOTAMS sich befreien kann, dann sollte das für die gefangenen Dämonen im „Land der verdammten Dämonen“, die ja physiologisch auf einer sehr viel oberflächennäheren Ebene TOTAMS angesiedelt sind, noch deutlich leichter sein.
Damit wird recht eigentlich klar, was im Verlauf von KONFLIKT 23 „Oki Stanwer – Der Dämonenjäger“ tatsächlich passiert ist.
Das Auftauchen von Duplikaten von Dämonen, Dämonenschatten und Dämonenwaffen ist nicht auf Matrixfehler zurückzuführen.
Es ist ein weiterer Indikator für den Zerfall von TOTAMS Integrität.
Dass der Planet TOTAM zerfällt, wurde mir tatsächlich erst deutlich nach Band 100 der DDj-Serie klar. Aber wenn man mal klarsichtig auf die Fakten schaut, hätte mir schon vor Band 20 der Serie klar sein müssen, dass sich der Zerfall des Planeten TOTAM dort bereits ankündigt.
Und niemand hat davon eine Ahnung.
Stattdessen kämpfen die Protagonisten auf verschiedenen Multiwelten auf geradezu bemitleidenswerte Weise gegeneinander und sehen die Hauptgefahren einfach nicht. Mir kommen sie heute vor wie Leute, die sich auf einem steuerlosen Supertanker mit Kollisionskurs auf eine Steilküste darum zanken, was es morgen zum Mittagessen geben soll … auch wenn es kein Morgen gibt, weil der Tanker dann längst untergegangen sein wird.
Ein Alptraum? Definitiv ja.
Aber das ist nicht das Schlimmste an dieser Entdeckung. Ich meine, KONFLIKT 23 fuhr auf übelste Weise gegen die Wand, das ist inzwischen Geschichte (1994 geschrieben). Aber diese Tatsachen, insbesondere der Zerfall des Planeten TOTAM, waren und blieben Faktum und schließlich die Grundlage für KONFLIKT 24.
An KONFLIKT 24 schreibe ich zurzeit noch.
Wenn wir also davon ausgehen müssen, dass sich in KONFLIKT 23 die Tore der Hölle öffneten und die Gefangenen des „Landes der verdammten Dämonen“ frei verstreuten, dann sollten wir Folgendes verinnerlichen: Seit damals sind mit Beginn des KONFLIKTS 24 „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“ mehrere Milliarden Handlungsjahre vergangen.
Mag sich irgendwer vorstellen, was diese Wesen für Schaden angerichtet haben? Wissen wir, wie viele es von ihnen inzwischen gibt oder welche Formen sie angenommen haben?
Die Serie hat längst Band 60 überschritten, aber da das gesamte Universum Kampffeld ist, kann man nicht mal entfernt davon reden, dass die Handlung auch nur in die Nähe des finalen KONFLIKTS gelangt ist … gerade im Licht der jetzigen Entdeckungen warten da wohl noch ziemlich grausige Enthüllungen, die ich mir bislang so gar nicht vorstellen konnte.
Ihr merkt, dass mir das gegenwärtig ziemlich unter die Haut geht. Und das ist auch gut so. Der OSM ist auch mehr als 40 Schreibjahre nach seinem Beginn noch für echte Schocker gut.
Ohne Frage werdet ihr von diesen Dingen beizeiten noch mehr hören. Für den Augenblick möchte ich diese Diskussion aber abschließen.
In der kommenden Woche gibt es zwar auch chaotische, verwirrende, aber lange nicht so tiefgründige Kost, wenn ich euch zurücklenke in den KONFLIKT 17 „Drohung aus dem All“.
Bis dann, meine Freunde, mit
Oki Stanwers Gruß,
euer Uwe.