Liebe Freunde des OSM,

heute kommen wir zum Abschluss der Romantrilogie von Ivy Paul um den Götterstreit zwischen Ares und Aphrodite, welches nun die bezwingende Kraft der Welt ist – der Krieg oder die Lie­be. Und diesmal wird ein waschechter Geheimagent auf eine zickige Whistleblowerin mit rätselhaftem Hintergrund treffen.

Das klang im Grunde nicht uninteressant. Dass sich die Lektüre am Ende als etwas ernüchternd für mich herausstellte, ist viel­leicht der Tatsache meiner Belesenheit zuzuschreiben oder eventuell auch darauf zurückzuführen, dass ich nun einmal un­weigerlich die Handlungsdramaturgie durchleuchte … wenn da massive Defizite zutage treten, setzt das meiner Lesefreude doch einen gewissen Dämpfer auf.

Aber ich denke, das letztendliche Urteil überlasse ich in diesem Fall wie stets besser euch. Schaut euch mal an, wie die dritte und letzte Runde im Götterschach ausschaut:

Aphrodites Söhne 3 – Unsterbliche Leidenschaft

Von Ivy Paul

Plaisir d’Amour

308 Seiten, TB (2015)

ISBN 978-3-86495-187-9

Preis: 12,90 Euro

Und damit kommen wir also zum Finale der Trilogie um „Aphro­dites Söhne“. Wir erinnern uns zunächst einmal daran, wie das alles angefangen hat: die antiken Götter Ares und Aphrodite lie­gen im schwelenden Zwist – während der Kriegsgott natürlich davon fest überzeugt ist, dass Kampf und Krieg die Welt regie­ren und der Konflikt die stärkste Kraft ist, die es überhaupt gibt, hat er in der Göttin der Liebe eine strikte Gegnerin. Sie ist der Ansicht, nein, es sei die Macht der Liebe, die über alles herr­sche, die alle Widerstände überwinde, alle Grenzen einebne und selbst den wildesten Krieger in einen Sklaven der Begierde ver­wandelt.

Um diesen Disput zu klären, entscheiden sich die beiden Un­sterblichen vom Olymp dazu, die Menschen zu ihren Spielbällen zu machen und jeweils einen Mann und eine Frau so vom Schicksal zueinander zu führen, dass die gegensätzlichen Prinzi­pien zur Wirkung kommen.

Im Fall von Lorelai Grabinger und Antimachos von Kolophon hat Ares versagt, die Liebenden fanden zueinander (Bd. 1). Ebenso geschah es im krisenhaften Fall des schottischen Highland-Krie­gers Coinneach MacScott und der süßen Madeleine-Rose Ca­prelli (Bd. 2).

Die Götter haben noch einen Versuch offen, und diesmal ist Ares fest überzeugt davon, dass er siegreich bleiben wird. Warum? Weil er Jake Harper ausgewählt hat – und Harper ist nun einmal ein knallharter Geheimagent, der bei seinen Jobs skru­pellos über Leichen geht. Das merkt man gleich beim ersten Kontakt in der Bronx 1920, wo er ein ganzes Rudel Mafia-Waf­fenhändler massakriert. Aber da ist er bereits unsterblich.

Eigentlich liegt sein Ursprung in Indien, wo Harper als Sohn ei­nes britischen Offiziers und einer einheimischen Frau geboren wird. Als er hier während eines Kampfes stirbt, ist es der indi­sche Kriegergott Karttikeya (alias Ares), der ihn wiederbelebt und mit der Gabe der Unsterblichkeit ausstattet. Gut 150 Jahre später, im Jahre 2014, ist Harper als Agent für den britischen Geheimdienst tätig und wird nun hier mit einer eher ungewöhn­lichen Aufgabe betraut.

Er soll Personenschützer in einem Zeugenschutzprogramm wer­den – das geschieht, nachdem er selbst eher wirkungslos den reichen Finanzier Anthony Pelka ausspioniert hat, dem als dis­kretem Kriminellen das Handwerk gelegt werden soll. Das Pro­blem besteht nur darin, Pelka nachzuweisen, dass er tatsächlich in den internationalen Waffenhandel verstrickt ist. Der Zufall will es, dass dem britischen Geheimdienst ein Whistleblower ver­trauliche Informationen zuspielt und noch mehr in Aussicht stellt, mit denen Pelka aus dem Verkehr gezogen werden soll.

Dafür muss der Whistleblower allerdings geschützt werden.

Die Whistleblowerin, um genau zu sein: eine offenbar schnippi­sche, störrische und im Verhalten völlig unmögliche Göre von 23 Jahren, die sich nur mit Melody ansprechen lässt.

Melody Matušek ist allerdings die Kandidatin der Liebesgöttin Aphrodite, und auf diese Weise kommen die beiden Auserwähl­ten miteinander in Kontakt – ein Kontakt wie bei Hund und Kat­ze. Jake findet dieses ordinäre Mädchen einfach unmöglich und kommt sich ein wenig so vor wie ein gewisser Professor Higgins, der eine Eliza Doolittle zu zähmen hatte (ja, man ist klar im Vor­teil, wenn man „My fair Lady“ kennt, eindeutig!).

Schnell entdeckt Jake allerdings, dass die von Rätseln umwitter­te Melody sich gründlich verstellt, wenngleich er den Grund nicht begreift. Sie ist von Anfang an auf für sie unbegreifliche Weise in Jake verschossen, hält ihn aber notorisch für stock­schwul. Das sorgt für nicht wenige, manchmal allerdings reich­lich klischeebehaftete Situationen und für einiges Gekicher sei­tens des Lesers. Selbst als ihr klar wird, dass er durchaus nicht vom anderen Ufer ist, hält Melody ihn, den es aufgrund des Lie­beszaubers nicht minder stark zu ihr hinzieht, auf Abstand. Im­merhin weiß sie aus ihrer (für den Leser noch nicht einsehba­ren) Vergangenheit nur zu gut, dass Anthony Pelka alles zerstört und geraubt hat, was ihr lieb und teuer war. Und mehr als alles andere möchte sie nicht für Jakes Tod verantwortlich sein.

Doch das Schicksal geht nun einmal andere Wege …

Der Abschlussband der Trilogie hatte nach dem Durchhänger des zweiten Bandes dann wieder das, was ich Biss nennen möchte. Das hatte zum einen mit dem Charakter des Jake Har­per zu tun, der zu gefallen wusste, zum anderen aber auch mit so vielen süßen Anspielungen, die die Autorin auf neckische Weise in die Handlung einflocht.

So ist es doch einigermaßen kokett, wenn Jake Harper 1943 in der Karibik einen gewissen Ian Fleming besucht. Und noch witzi­ger, wenn Melody Jake später spöttisch mit „James Bond“ anre­det. Ivy Paul suggeriert mit voller Absicht, dass es Jake gewesen sein könnte, der Fleming die Inspiration für den legendären Ge­heimagenten eingegeben hat. War zwar so nicht der Fall, wir kennen die wahre Geschichte … aber es ist frech, ein wenig kontrafaktisch zu spekulieren, das hat seinen Reiz.

Schwierig ist hingegen die Figur der Melody. Solange sie zickig und sperrig ist, nimmt man ihr die Haltung durchaus ab, aber als es dann ans Eingemachte geht, also an die Geheimnisse, die sie birgt, wird es unglaubwürdig.

Ich greife nur mal einen Punkt heraus: angeblich ist sie seit frü­hen Teenager-Tagen vollkommen von Anthony Pelka abhängig gewesen und ganz von der Umwelt abgeschottet worden. Wo und wie soll Melody dann erotische Erfahrungen gemacht ha­ben? Der Leser erfährt es nicht – aber als Jake und sie erstmals miteinander schlafen, ist offenkundig, dass sie keine Jungfrau mehr ist. Was natürlich die Vermutung aufkommen lässt, dass Pelka … nun, man kann sich den Rest denken. Aber die Autorin bestärkt diesen Punkt nicht, sondern lässt ihn völlig offen. Das ist doch eine sehr auffallende Leerstelle. Das war Ivy Paul dann wohl doch ein wenig zu heikel, selbst wenn es die Geschichte an einer zentralen Stelle plausibler gemacht hätte.

Anthony Pelka, der „Bösling“ der Geschichte hingegen, bleibt reichlich blass und unklar. Mehr als eine böse Hintergrunddro­hung ist er kaum, selbst seine Handlungen gegenüber Melodys Großmutter sind doch ziemlich friedfertig, um es mal charmant zu formulieren. Sogar die Konfrontation am Schluss wird so schnell über die Bühne gebracht, dass die anfangs aufgebaute Drohkulisse doch ziemlich unrealistisch entschärft genannt wer­den muss.

Das generelle Problem vieler deutscher Autorinnen, die im Ver­lag „Plaisir d’Amour“ für erotische Romane zuständig sind, die Schwierigkeit also, ernsthafte Konflikte zu provozieren und plau­sible Gefahrenmomente darzustellen, greift hier mal wieder in voller Stärke und verzerrt den Roman ins Unglaubhafte. Gerade an dieser Stelle seufzte ich dann und dachte: Okay, mal wieder das „amerikanische Rezept“ – man setzt auf „Kopf ab, Problem erledigt“.

Jeder weiß, dass das nicht funktioniert (man schaue sich dazu bitte nur mal den „Krieg gegen den Terror“ seit 2001 an – hat der Terror aufgehört, als man Osama bin Laden hinrichtete? Nein, natürlich nicht. Es wachsen eben ständig Finsterlinge nach). Speziell dann klappt das Simpel-Rezept nicht, wenn man es mit einer kriminellen Organisation zu tun hat, die in toto be­droht ist wie in diesem Fall. Dann ist es wohl kaum damit getan, wenn man den Kopf abschlägt. Üblicherweise gibt es a) eine zweite Reihe von Feinden, die dann zumeist brutal nachsetzen oder b) mindestens Verwandte, die sich in einem solchen Fall zu rächen versuchen. Hier findet man nichts dergleichen, und das ist dann doch etwas zu simpel gedacht.

Schlussendlich funktioniert zwar die Liebe zwischen Jake und Melody gut, und in den Liebesszenen ist die Verfasserin definitiv zuhause. Aber die Story an sich klappt nicht wirklich. Wie sollte sie auch?

Ich meine, wenn man in jedem Roman den penetranten Rosen­duft spürt, wenn sich Aphrodite mal wieder einmischt, oder die­ser Riesenhund auftaucht, der Symbol für Ares´ Intervention ist, dann ist ziemlich deutlich, dass der freie Wille der Protagonisten doch eine kläglich geringe Rolle spielt. Und wer mag schon Schachfiguren? Da sind doch, bei allem Respekt, die handeln­den Personen von Anfang an in einer völlig unterlegenen Positi­on, und den olympischen Göttern kann man eh nichts anhaben. Das ist ein strukturelles Problem, das sich durch alle drei Roma­ne zieht und den Lesegenuss bei genauem Nachdenken durch­aus beeinträchtigt.

Und der hilflose Versuch, gegen Ende noch eine Verbindung zum Zyklustitel „Aphrodites Söhne“ herzustellen, der ist auch eher absurd zu nennen. Ich habe die Romane also ganz gerne gelesen, aber das Experiment an sich, Menschen als Schachfi­guren im olympischen Götterschach darzustellen, scheint mir im Kern misslungen zu sein. Schade – vielleicht sollte man die Olympier wieder in ihre Wolkenfestung zurückschicken und die Geschichten zwischen Menschen hienieden den Menschen selbst überlassen. Ich bin sehr dafür.

© 2018 by Uwe Lammers

Ihr merkt deutlich, dass ich nicht gänzlich abgeneigt war und mich an zahlreichen Stellen des Buches gut unterhalten fühlte. Lediglich der Gesamtkontext konnte mich dann wirklich so gar nicht überzeugen. Vielleicht wird das ja beim nächsten Zyklus erotischer Romane besser, ihr werdet davon in zwei Wochen an dieser Stelle Näheres erfahren.

In der kommenden Woche springen wir zurück in den Abenteuerkosmos von Clive Cussler und seinen Epigonen. Das ist dann sehr viel dramatischer als das Geplänkel von heute, das kann als sicher gelten.

Bis dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

(BS, 18. Oktober 2025)

Die Whistleblowerin, um genau zu sein: eine offenbar schnippi­sche, störrische und im Verhalten völlig unmögliche Göre von 23 Jahren, die sich nur mit Melody ansprechen lässt.

Melody Matušek ist allerdings die Kandidatin der Liebesgöttin Aphrodite, und auf diese Weise kommen die beiden Auserwähl­ten miteinander in Kontakt – ein Kontakt wie bei Hund und Kat­ze. Jake findet dieses ordinäre Mädchen einfach unmöglich und kommt sich ein wenig so vor wie ein gewisser Professor Higgins, der eine Eliza Doolittle zu zähmen hatte (ja, man ist klar im Vor­teil, wenn man „My fair Lady“ kennt, eindeutig!).

Schnell entdeckt Jake allerdings, dass die von Rätseln umwitter­te Melody sich gründlich verstellt, wenngleich er den Grund nicht begreift. Sie ist von Anfang an auf für sie unbegreifliche Weise in Jake verschossen, hält ihn aber notorisch für stock­schwul. Das sorgt für nicht wenige, manchmal allerdings reich­lich klischeebehaftete Situationen und für einiges Gekicher sei­tens des Lesers. Selbst als ihr klar wird, dass er durchaus nicht vom anderen Ufer ist, hält Melody ihn, den es aufgrund des Lie­beszaubers nicht minder stark zu ihr hinzieht, auf Abstand. Im­merhin weiß sie aus ihrer (für den Leser noch nicht einsehba­ren) Vergangenheit nur zu gut, dass Anthony Pelka alles zerstört und geraubt hat, was ihr lieb und teuer war. Und mehr als alles andere möchte sie nicht für Jakes Tod verantwortlich sein.

Doch das Schicksal geht nun einmal andere Wege …

Der Abschlussband der Trilogie hatte nach dem Durchhänger des zweiten Bandes dann wieder das, was ich Biss nennen möchte. Das hatte zum einen mit dem Charakter des Jake Har­per zu tun, der zu gefallen wusste, zum anderen aber auch mit so vielen süßen Anspielungen, die die Autorin auf neckische Weise in die Handlung einflocht.

So ist es doch einigermaßen kokett, wenn Jake Harper 1943 in der Karibik einen gewissen Ian Fleming besucht. Und noch witzi­ger, wenn Melody Jake später spöttisch mit „James Bond“ anre­det. Ivy Paul suggeriert mit voller Absicht, dass es Jake gewesen sein könnte, der Fleming die Inspiration für den legendären Ge­heimagenten eingegeben hat. War zwar so nicht der Fall, wir kennen die wahre Geschichte … aber es ist frech, ein wenig kontrafaktisch zu spekulieren, das hat seinen Reiz.

Schwierig ist hingegen die Figur der Melody. Solange sie zickig und sperrig ist, nimmt man ihr die Haltung durchaus ab, aber als es dann ans Eingemachte geht, also an die Geheimnisse, die sie birgt, wird es unglaubwürdig.

Ich greife nur mal einen Punkt heraus: angeblich ist sie seit frü­hen Teenager-Tagen vollkommen von Anthony Pelka abhängig gewesen und ganz von der Umwelt abgeschottet worden. Wo und wie soll Melody dann erotische Erfahrungen gemacht ha­ben? Der Leser erfährt es nicht – aber als Jake und sie erstmals miteinander schlafen, ist offenkundig, dass sie keine Jungfrau mehr ist. Was natürlich die Vermutung aufkommen lässt, dass Pelka … nun, man kann sich den Rest denken. Aber die Autorin bestärkt diesen Punkt nicht, sondern lässt ihn völlig offen. Das ist doch eine sehr auffallende Leerstelle. Das war Ivy Paul dann wohl doch ein wenig zu heikel, selbst wenn es die Geschichte an einer zentralen Stelle plausibler gemacht hätte.

Anthony Pelka, der „Bösling“ der Geschichte hingegen, bleibt reichlich blass und unklar. Mehr als eine böse Hintergrunddro­hung ist er kaum, selbst seine Handlungen gegenüber Melodys Großmutter sind doch ziemlich friedfertig, um es mal charmant zu formulieren. Sogar die Konfrontation am Schluss wird so schnell über die Bühne gebracht, dass die anfangs aufgebaute Drohkulisse doch ziemlich unrealistisch entschärft genannt wer­den muss.

Das generelle Problem vieler deutscher Autorinnen, die im Ver­lag „Plaisir d’Amour“ für erotische Romane zuständig sind, die Schwierigkeit also, ernsthafte Konflikte zu provozieren und plau­sible Gefahrenmomente darzustellen, greift hier mal wieder in voller Stärke und verzerrt den Roman ins Unglaubhafte. Gerade an dieser Stelle seufzte ich dann und dachte: Okay, mal wieder das „amerikanische Rezept“ – man setzt auf „Kopf ab, Problem erledigt“.

Jeder weiß, dass das nicht funktioniert (man schaue sich dazu bitte nur mal den „Krieg gegen den Terror“ seit 2001 an – hat der Terror aufgehört, als man Osama bin Laden hinrichtete? Nein, natürlich nicht. Es wachsen eben ständig Finsterlinge nach). Speziell dann klappt das Simpel-Rezept nicht, wenn man es mit einer kriminellen Organisation zu tun hat, die in toto be­droht ist wie in diesem Fall. Dann ist es wohl kaum damit getan, wenn man den Kopf abschlägt. Üblicherweise gibt es a) eine zweite Reihe von Feinden, die dann zumeist brutal nachsetzen oder b) mindestens Verwandte, die sich in einem solchen Fall zu rächen versuchen. Hier findet man nichts dergleichen, und das ist dann doch etwas zu simpel gedacht.

Schlussendlich funktioniert zwar die Liebe zwischen Jake und Melody gut, und in den Liebesszenen ist die Verfasserin definitiv zuhause. Aber die Story an sich klappt nicht wirklich. Wie sollte sie auch?

Ich meine, wenn man in jedem Roman den penetranten Rosen­duft spürt, wenn sich Aphrodite mal wieder einmischt, oder die­ser Riesenhund auftaucht, der Symbol für Ares´ Intervention ist, dann ist ziemlich deutlich, dass der freie Wille der Protagonisten doch eine kläglich geringe Rolle spielt. Und wer mag schon Schachfiguren? Da sind doch, bei allem Respekt, die handeln­den Personen von Anfang an in einer völlig unterlegenen Positi­on, und den olympischen Göttern kann man eh nichts anhaben. Das ist ein strukturelles Problem, das sich durch alle drei Roma­ne zieht und den Lesegenuss bei genauem Nachdenken durch­aus beeinträchtigt.

Und der hilflose Versuch, gegen Ende noch eine Verbindung zum Zyklustitel „Aphrodites Söhne“ herzustellen, der ist auch eher absurd zu nennen. Ich habe die Romane also ganz gerne gelesen, aber das Experiment an sich, Menschen als Schachfi­guren im olympischen Götterschach darzustellen, scheint mir im Kern misslungen zu sein. Schade – vielleicht sollte man die Olympier wieder in ihre Wolkenfestung zurückschicken und die Geschichten zwischen Menschen hienieden den Menschen selbst überlassen. Ich bin sehr dafür.

© 2018 by Uwe Lammers

Ihr merkt deutlich, dass ich nicht gänzlich abgeneigt war und mich an zahlreichen Stellen des Buches gut unterhalten fühlte. Lediglich der Gesamtkontext konnte mich dann wirklich so gar nicht überzeugen. Vielleicht wird das ja beim nächsten Zyklus erotischer Romane besser, ihr werdet davon in zwei Wochen an dieser Stelle Näheres erfahren.

In der kommenden Woche springen wir zurück in den Aben- teuerkosmos von Clive Cussler und seinen Epigonen. Das ist dann sehr viel dramatischer als das Geplänkel von heute, das kann als sicher gelten.

Bis dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

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