Liebe Freunde des OSM,
es juckte mich schon in den Fingern vor ein paar Tagen, diesen Beitrag zu schreiben … genau genommen schon vor dem 1. August, als ich den aktuellen Work in Progress-Artikel (Nr. 660, erscheint am 29. März) verfasste. Ich war im Monat Juli 2025 sehr tief in die modernen Horrorwelt-Episoden versunken und musste tatsächlich tief graben, um festzustellen, wann und wo ich das letzte Mal über diese Serie geschrieben hatte. Ich erspare euch mal mühsames Recherchieren in den gesammelten Blogartikeln: Es war der Blogartikel 497, erschienen am 20. September 2022.
Ja, das ist wirklich lange her. Der Grund ist der Klassiker: Der Bilderstrom erlosch, und ich wandte mich anderen kreativen Baustellen zu, namentlich natürlich des OSM. Also musste ich euch mit dem Stand von Band 189 der Horrorwelt-Serie erst mal auf dem Trockenen stranden lassen.
Inzwischen befinde ich mich in der Arbeit am Band 200, und im Juli sind die Episoden 194-199 entstanden, die zum Teil zwischen 40 und 60 Seiten geradezu atemberaubend lang und hochkomplex wurden. Da sind goldige Szenen und großartige Dialoge entstanden, heimtückische Pläne offenbar geworden, dass es durchaus an der Zeit ist, hiervon an dieser Stelle zu erzählen. Ich kann noch nicht recht sagen, wie schnell die Serie über Band 200 hinaus wachsen wird, das hängt von vielen Faktoren ab … aber ich muss da nur an heute früh denken, als ich mit faszinierenden Gedankenblenden zu Band 200 aufwachte, um zu wissen, dass das schneller gehen mag, als ich mir das vielleicht gerade ausmale.
Ihr merkt: Auch wenn ich allmählich stramm aufs 60. Lebensjahr zugehe, ist von einem Erschlaffen der Kreativität wirklich so gar nichts zu spüren. Und immer wieder merke ich, wie wahr der Spruch eines leider schon toten Freundes ist: Die beste Droge ist ein klarer Kopf. Da hat er eine quasi ewige Wahrheit gelassen ausgesprochen.
Schauen wir also mal, wie sich die Serie jenseits von Band 189 weiterentwickelt hat. Ich setze direkt dort an, wo ich mit Blogartikel 497 damals aufhörte. Aber es ist wohl besser, damit ihr wieder in den Handlungsstrom hineinfindet, wenn ich ein wenig früher ansetze:
Was zuletzt geschah:
Nach dem Titanenkampf im Inselreich der Fehrer ist die Höllenwolke über die Horrorwelt gezogen und hat auf offenbar irreversible Weise die Toten zu neuem Leben erweckt und in Form einer Zombie-Apokalypse über die Lebenden kommen lassen. Die Welt versinkt in Finsternis, Chaos, Mord und Totschlag. Und jeder, der stirbt, wird automatisch zu einem Untoten und folgt den Toten im unerbittlichen Feldzug gegen die Lebenden.
Es kann also nicht verblüffen, dass ich das, als ich anno 1998 mit dem Schreiben an der Serie aufhörte, glaubte, das sei es jetzt gewesen, es gebe keinerlei Lichtblick mehr, und ich war wirklich nicht bereit, in einer „Resident Evil“-Welt weiterzuarbeiten. Ich mag so ein Setting gar nicht und war unglücklich, dass sich hier wirklich alles auf schlechteste Weise verändert hatte, scheinbar ohne Aussicht auf Besserung.
Diese Sichtweise veränderte sich, als ich zwischen 2019 und 2021 die Serie komplett digitalisierte. Denn auf einmal tauchten da Elemente auf, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Im Inselreich der Fehrer wurde beispielsweise der Echsendämon YTHOKAAN und eine seiner Schwarzen Hexen angespült und hatte eine Begegnung mit einer unheimlichen Feuerwesenheit, die ihn schwer verwundete.
Da war die Waldhexe Firona, die designierte neue Königin der Feen, die mitsamt ihrer Feenfreundin Berielle vom Zauberland Trirach zurückgekehrt und in die Hände von Berserkern gefallen war … und nun von auftauchenden Kristallgeistern, so genannten Viyiini, zu einer Audienz mit einer uralten Bergwesenheit namens HOOGHYL gerufen wurde.
Und schließlich gab es auch noch den Handlungsstrom um den Hexendämon TOOWATAER und ihre wenigen überlebenden Amazonen von Cayyon, die im hohen Nordwesten des Nordkontinents der Horrorwelt das Werwolfheer des neuen Paladins des Roten Dämons, Graf Corian vom Schwarzen Blut, aufzuklären versuchten und dabei überraschend über den Geister sehenden Werwolf Jonesh stolperten … und dann in ein Reich der Geister gelangten, in dem TOOWATAER ihren alten und lange toten Geliebten, Fürst Anawandaal von Salgoorin, wieder traf.
Und ich lernte mit Doris vom Schattenstein eine jugendliche Protagonistin kennen, die die Adelsschule von Qualtaar verteidigen half. Schließlich musste ich verdutzt entdecken, dass die Totengeister einen gewissen Einfluss auf die Zombies und anderen Untoten in Wertan besaßen und den Amoklauf auf atemberaubende Weise stoppten.
Nein, dachte ich, die Serie ist absolut nicht am Ende! Sie fängt gerade erst an, so richtig aufzudrehen! Und deshalb schrieb ich 2021 und 2022 intensiv daran weiter. 2023 entstand dann zwar nur noch eine Episode (Band 193), aber im Unterbewusstsein arbeitete es weiter. Und die nächste Kreativeruption ereignete sich dann im Juli 2025 und sah folgendermaßen aus:
Band 190: Das versunkene Königreich
Dieser und die beiden Folgebände thematisieren TOOWATAERS Erlebnisse im Totenland des Fürsten von Salgoorin. Sie sind insgesamt eher spannungsarm, bringen aber eine interessante Hintergrundklärung. Die traumatisierte Waldhexe Mira, die mit Firona und Berielle in den Berserker-Bergen mit den Berserkern konfrontiert wurde und die Werwölfe zu Hilfe rief, in deren Gewalt sie dann geriet und als Werwolfhure missbraucht wurde, hatte lange Zeit geglaubt, ihre magischen Fähigkeiten seien erloschen … spätestens mit Band 195 sollte sie dann erkennen, dass das ein Irrtum war. Und die Liebe zu dem Werwolf Jonesh half ihr natürlich zusätzlich, wieder Bodenhaftung und Hoffnung zu finden.
Band 191: Lebendige Vergangenheit
TOOWATAERS Amazonen sind voller Skepsis, was die geheimnisvolle Vergangenheit des Hexendämons angeht, den sie immer für eine Magierin namens Tanja hielten. Erst Anawandaals Namensnennung machte klar, dass sie in Wahrheit eine Dämonin ist. Auch Jonesh, der glaubt, dass TOOWATAER einst Tausende von Hexen in den Untergang trieb und sie deshalb für ein Ungeheuer hält, muss bewiesen werden, dass das nicht stimmt. Dieser Band thematisiert das zentral und zeigt besonders die tiefe Vergangenheit um TOOWATAER und ihr Hexenheer, ihren Kampf gegen TOETAAR vor über 20 Jahren (1984/85 geschrieben). Und es wird deutlich, dass sie diese Verluste bis zur Gegenwart immer noch nicht verarbeitet hat.
Band 192: Der Jenseitspakt
Anawandaal von Salgoorin hat eine Lösung für das Problem, wie er denkt: Er will, dass TOOWATAER und Mira den Hexenspiegel im Kellergewölbe seines Palastes wieder aktivieren. Das vermögen nur magische, lebende Wesen, und das sind er und Seinesgleichen nun mal eben nicht mehr. Außerdem schlägt er einen atemberaubenden Lösungsplan für das Werwolf-Armee-Problem vor. Die traumatisierten und von Untoten gejagten Wertaner seien dazu zweifellos außerstande, gescheit Gegenwehr zu leisten … aber er schlägt nun vor, dass er und seine Geisterkrieger die Untoten beseelen und sie in den Kampf gegen die Werwölfe führen! Dass so etwas möglich ist, haben die Bände 188 und 189 der Serie schon gezeigt.
Aber die Lebenden fühlen sich bei der Vorstellung durchaus unwohl, ein erneutes Gemetzel in Szene zu setzen. Sie sind absolut kampfmüde. Doch es gibt offenbar keine Alternative.
Zumindest keine, die sie kennen …
Band 193: Das Juwelenmädchen
Im Herzogtum Ogis haben verzweifelte Wertaner Zuflucht in einem bizarren Urwald aus Blutdschungelpflanzen gesucht. Die Untoten halten scheue Distanz zu diesem Urwald, sodass die Siedler sich allmählich wieder beruhigen … aber den Wald wieder verlassen können sie nicht, ohne sofort wieder in Lebensgefahr zu sein.
In diesem Zusammenhang findet das kleine Außenseitermädchen Ginala offenbar einen Schatz und taucht bei seinen Eltern mit einem unglaublich kostbaren Juwelenarmband auf. Ginala behauptet, eine neue Freundin, das „Juwelenmädchen“, habe ihn ihr geschenkt. Natürlich glaubt ihr niemand, denn der Wald ist ja selbst von Tieren verlassen. Von anderen Menschen gibt es erst recht keine Spur. Alle denken deshalb, sie habe diesen Schatz irgendwo in den Ruinen gefunden, die im Blutdschungel entdeckt wurden. So bricht Schatzfieber aus … und Ginala ist beleidigt, weil man ihren Worten mal wieder nicht traut. Und sie sucht ihre Freundin, das „Juwelenmädchen“ Nayila, das es durchaus gibt. Es ist nur nicht von dieser Welt, sondern lange tot und quasi ein Geist. Und dann verschwindet Ginala spurlos.
In Wertans Hauptstadt Yrgaal erlebt derweil der an einem Herzinfarkt verstorbene Regent Hlymor Cur in seinem Regierungssitz, wie sein treuer Adlatus Ageenor vor seinen Augen von einem Zombie geradewegs erschlagen wird. Als Geist hilflos dabei stehend kann Hlymor Cur daran nichts ändern … und auch nicht daran, dass sowohl sein Leichnam als auch der seines Freundes anschließend zu untotem Leben erwachen und sich an dem weiteren Morden beteiligen.
So ist es also, tot zu sein, sagt er sich deprimiert … als er einen seltsamen Laut aus den Kellergewölben vernimmt und ihm folgt. Er und sein geisterhafter Gefährte finden ein geheimes, vermauertes Gewölbe, in dem ein Feenkristall magisch funkelt – ein so genannter Brückenkristall. Er versetzt sie, wenn auch nicht in Nullzeit, direkt in einen geisterhaften Kristallpalast, der sich im Herzogtum Ogis dort befindet, wo der Blutdschungel existiert.
Und sie werden von einem juwelengeschmückten Mädchen namens Nayila begrüßt, das vor dreitausend Jahren gestorben ist und sich nun anschickt, wiedergeboren zu werden …
Band 194: Jahrtausendpläne
Fortsetzung von Band 194. Hlymor Cur wird klargemacht, dass er Zeuge eines jahrtausendealten Planes wird. Nayila, die einst ein langes Leben von rund dreihundert Jahren führte und vergebens bis zum Lebensende hoffte als Tochter HOOGHYLS nach Trirach berufen zu werden, um die neue Feenkönigin werden zu können, verfolgt nun einen neuen Plan. Der Blutdschungel ist eine direkte Schöpfung der aktivierten alten Magie des Ortes, und er ist zugleich eine Schnittstelle zwischen der realen Welt und der Sphäre der Geister. Indem die Siedler wie Ginala die magischen Früchte des Waldes genießen, entsteht eine immer stärkere Affinität zwischen Menschen und Feengeistern, und Nayila verschmilzt als erstes mit Ginala. Die anderen Ogis-Wertaner im Wald sollen diesem Schicksal folgen.
Hlymor Cur hält das für entsetzlich, aber Nayilas tote Feenratgeberin Tisina erklärt ihnen geduldig, dass diese Sicht provinziell und kurzsichtig ist. In Wahrheit werden die so entstehenden Hybriden die Untoten auf Distanz halten … und sie werden magische Wesen sein, deren Lebensspanne mehrere hundert Jahre währt. Auf diese Weise soll das Feenvolk neu erstehen. Wer allerdings – wie Hlymor Cur und Ageenor – schon ein Geist ist, kann die Nahrung der Feen nicht zu sich nehmen und wird darum von der Wiedergeburt ausgeschlossen sein. Wie Nayila es offen sagte: Hlymor Cur kommt offenbar dreitausend Jahre zu spät.
Doch das ist ihr Plan.
Dummerweise haben die Feen aber schon eine neue Regentin – die Waldhexe Firona, die als Königin Firona-Fisch in HOOGHYLS Audienzsaal angekommen ist. Sie hat ebenfalls einen Plan, der nun in die Realisierungsphase strebt. Und die Pläne der beiden Frauen scheinen sich definitiv auszuschließen …
Band 195: HOOGHYLS Audienz
In HOOGHYLS reisendem Audienzsaal, der magisch durch die Horrorwelt gleitet und von außen nicht erkennbar ist, treffen nun zunächst die Zwerge um Chunetz ein, zusammen mit der Waldhexe Franca und NANERAEK. Dann schaltet der Feengeist Zhyani eine magische Bildverbindung ins Totenreich des Fürsten Anawandaal von Salgoorin, wo Firona zu ihrem Entzücken Mira und TOOWATAER wieder sieht – und dann den Geist ihrer verstorben Mutter Janina, was sie völlig fassungslos macht.
Als nach einer Lageklärung Anawandaal seinen Plan offenbart, wie die Werwolf-Armee unschädlich gemacht werden soll, verwirft Zhyani diesen Gedanken sofort kategorisch: Dies seien Methoden des Feindes, und der Feind erwarte diese Art von brutaler Gewalt. Der Plan werde auf der Stelle sterben! Es gäbe eine bessere Methode der Bekämpfung.
Dann wird auch Verbindung zum Geisterreich der Feen in ihrem Kristallpalast aufgenommen, der sich im magischen Blutwald von Ogis befindet. Nayila, Tisina und Hlymor Cur werden nun Zeugen der Tatsache, dass die Feen eine neue Regentin haben … und Nayila weigert sich sofort, das anzuerkennen – und wird umgehend von HOOGHYL höchstselbst brutal gemaßregelt. Da sie schon mit Ginala verschmolzen ist, könnte sie das töten … aber Firona bittet den uralten Berggeist um Einsehen, und die Bestrafung endet sogleich. Damit ist offenkundig, wer hier die Regentin der Feen ist und wer nicht.
Nayila ist am Boden zerstört.
In der Folge wird in der Audienz der Plan konkretisiert, dass die Zwerge zusammen mit den Kristallgeistern, den Viyiini, und HOOGHYL eine analoge Barriere aus Labyrinthpfaden anlegen sollen, wie sie die Berserker-Berge zu einem Gefängnis für die derben Krieger gemacht haben. Als Ort werden die Teufelsberge ausgewählt, eine lange horizontale Bergkette, die das Königreich Wertan gen Norden vom Rest des Nordkontinents abriegelt.
Derweil soll Nayila ihren Plan des hybriden Menschen-Feenvolkes in Ogis weiter verfolgen. Wenn die Werwolf-Armee eingefangen ist, heißt es, wird Wertan einige Jahrzehnte haben, um einerseits das hybride Mensch-Geister-Untotenreich des Königs Wertan I. zu stabilisieren, zum anderen um Ginalas neuer Hybridengeneration Gelegenheit zum Wachstum zu geben. Der Walddämon NANERAEK und seine Geliebte Franca sollen zudem Hexenwälder in Wertan neu begründen und erhalten dafür von HOOGHYL gehortete Ewigkeitssamen.
Doch noch weiß niemand, ob der Plan mit der Barriere gelingen wird. Wenn das fehlschlägt, wird ein schreckliches Chaos die Folge sein, und die Werwölfe vermutlich den ganzen Kontinent erobern …
Band 196: Im Reich der Fehrer
Blende ins Reich der Fehrer. Hier hat, wie erinnerlich, der Rote Dämon mit dem jungen entlaufenen Sklaven Satajon einen neuen Vasallen gefunden, den er über magische Dolche kontrolliert. Die in einer Kultstätte gefundene Schwarze Hexe Carina, die aufgrund von YTHOKAANS Handlungen ihre magischen Fähigkeiten verloren hat, wird vom Roten Dämon Satajon als willige Hure zur Verfügung gestellt.
Sie haben inzwischen in einem Dorf der Chaoskinder den verletzten Echsendämon YTHOKAAN gefunden, der mit den Keimlingen der Feuergöttin Shalaa aneinander geriet und all seine Gefährten und Diener verlor. Der Rote Dämon plant nun, den Kontakt mit dieser Feuergöttin wieder aufzunehmen, und zu diesem Behuf stellt er eine kleine Eskorte von Kindern zusammen, zu der YTHOKAAN, seine Pflegerin Yesira, Satajon und Carina gehören.
Er ahnt nicht, als sie in sehr langsamem Marsch in Richtung Küste der Insel Ciryo II aufbrechen, dass Carina schreckliche Alpträume hat, über die sie nicht redet. Im ersten träumt sie, im Meer zu versinken und mit einer rätselhaften Gestalt in roter Kutte und Perlmuttmaske konfrontiert zu werden.
Im zweiten Traum, am Ende dieser Episode, betritt in einem weiteren Traum diese Gestalt die Lichtung, auf der die Gruppe gerade ruht und kündigt ihr an, ihre Rolle sei morgen beendet. Sie solle jetzt ein letztes Mal schlafen, was sie dann auch tatsächlich tut.
Das Erwachen im nächsten Band ist von schrecklichster Sorte.
Band 197: Magische Metamorphose
Auf der Lichtung taucht am kommenden Morgen eine Gestalt in roter Kutte auf und behauptet gegenüber Satajon, aus dem der Rote Dämon spricht, überaus selbstsicher, sie würden die Küste nicht erreichen. Es dauert aber eine Weile, bis der Rote Dämon begreift, dass aus dieser Kuttengestalt sein Bruder MOEDERAAN spricht, der Intrigantendämon … und er enthüllt den schreckensstarren Versammelten, dass sie erstens die magisch abgeschirmte Lichtung nicht mehr verlassen können. Zweitens ist Carina beim Untergang der Schlangenkopf-Armada ertrunken (daraus resultierte ihr erster Traum), und es war MOEDERAAN selbst, der sie in der Kultstätte des Roten Dämons wiederbelebte und zurückließ.
Außerdem gibt er kaltblütig zu, dass er nach Graf Corians Transit aus dem Arsenal des Roten Dämons zum Nordkontinent das Arsenal von außen versiegelt hat, woraufhin alle Verbindungen des Dämons nach außen wirkungsvoll gekappt wurden. So blieb ihm nur die Möglichkeit, die magischen Dolche in der Kultstätte zu beleben … und damit und mit Satajons Unterwerfung und der von Carina tat er genau das, was MOEDERAAN die ganze Zeit geplant hatte.
Dann beginnt sich Carina in ein monströses Wurmwesen zu verwandeln – und wird vom Roten Dämon umgehend mit seinem Dolch vernichtet.
Das werde nichts bringen, erklärt MOEDERAAN ruhig. Immerhin hätten sie ja bekanntlich alle die Nahrungsmittel gegessen, die Carina in den letzten Tagen zubereitet habe … und so alle den Wurmkeim MOEDERAANS aufgenommen.
In der Tat beginnen sich nun nacheinander alle Anwesenden in Monsterkreaturen zu verwandeln, und der Rote Dämon ist gezwungen, sie nacheinander zu vernichten, bis nur noch er und YTHOKAAN am Leben sind … und schon die magische Metamorphose in sich wühlen spüren.
Vor die grässliche Wahl gestellt, Wurmwesen unter MOEDERAANS Kontrolle zu werden oder sich selbst zu vernichten, wählen beide schweren Herzens letztere Variante. Doch während YTHOKAAN endgültig vergeht, kehrt der Geist des Roten Dämons ins Arsenal zurück und sucht nun zornentbrannt den Kontakt zu seinem Vasallen Corian.
Er soll MOEDERAAN umgehend bestrafen!
Band 198: Unter dem Wolfsbanner
Blende zu Corian und dem Reich der Werwölfe im Nordwesten des Nordkontinents. Hier hat der Graf des Schwarzen Blutes derweil ganz fremdartige Sorgen – er wird von höllischen, immer gleichen Alpträumen schier in den Wahnsinn getrieben. Er erlebt wieder und wieder, wie sich der Rote Dämon im Reich der Fehrer mit seinem besten Freund, dem Beraterdämon COORAET, duellierte. Und wie COORAET in seiner Rüstung in magischer Glut bei lebendigem Leib verbrannte.
Und nun macht Corian eben dieser Geist COORAETS unablässig Vorhaltungen, nennt ihn einen rückgratlosen Feigling … und in diesen Alpträumen gebärdet er sich wie wahnsinnig und findet beim Erwachen die in Raserei zertrümmerte Einrichtung seines Schlafgemachs wieder.
Seine Geliebte Chagarthe ordnet daraufhin an, dass sie sich in die Werwolfmetropole Whookart begeben sollen, um einen Werwolf-Zauberer zu konsultieren … und zu ihrem Schrecken stellt sich heraus, dass Corian von einem Geist besessen ist – von COORAETS Geist! Und erst die schmerzhafte Brandmarkung mit einem magischen Mal vereitelt ein für allemal, dass diese Heimsuchung Corian in den Wahnsinn treiben kann.
Er und Chagarthe kehren zum Werwolf-Heer zurück, um es für den Aufbruch nach Wertan bereit zu machen. Sie ahnen nicht, dass der Werwolf-Zauberer Krandur nach ihrem Aufbruch einen magischen Verbindungspfad konsultiert und seinem „Meister“ berichtet, er habe das Mal aufgebracht. Sein „Meister“ ist damit außerordentlich zufrieden – es handelt sich dabei um den Intrigantendämon MOEDERAAN, der hiermit seinen nächsten Schachzug beginnt. Und damit beginnt das eigentliche Verhängnis.
Band 199: Irrgarten aus Kristall
Fortsetzung von Band 198. Corian und Chagarthe sind zurück im Werwolflager. Das Heer wird mobilisiert, als der Rote Dämon Kontakt mit Corian aufnimmt und ihm ultimativ befiehlt, die Richtung des Heereszuges zu ändern. Er soll gen Nordosten marschieren und das Wurmreich seines Bruders MOEDERAAN angreifen! Nach der schmachvollen Niederlage im Reich der Fehrer (Bd. 197) ist das sehr begreiflich.
Corian weigert sich, weil er das für ein taktisch nicht verantwortbares Risiko hält.
Als der Rote Dämon ihn daraufhin über den magischen Spiegel mit einem Loyalitätsbann belegen möchte, perlt er wirkungslos ab – wegen des Males, das den Grafen vor der Geisterbesessenheit schützt. Auf diese Weise kann ihn nun auch der Rote Dämon nicht mehr beeinflussen.
Zähneknirschend bewilligt er also den ursprünglichen Marschplan. Aber im Anschluss unter die Unterwerfung Wertans soll er MOEDERAAN strafen.
Wenig später setzen sich gut 15.000 Werwölfe und ein paar tausend rusianische Menschensklaven in Marsch gen Süden, wobei sie alte Schauplätze der Horrorwelt-Serie streifen: Die Region, wo TOOWATAERS Hexenheer unterging, dann die Gegend des niedergebrannten Hexenwaldes, wo nun ein unheimlicher magischer Purpurdschungel mit Blutvegetation wuchert (!) … und dann stakt ein Untoter über die Steppe auf sie zu, beseelt mit einem Geisterkrieger des Königreichs von Salgoorin, der Corian nahe legt, er solle mit Anawandaal von Salgoorin ein Gespräch führen.
Der Graf sieht dazu keinerlei Veranlassung. Er vernichtet den Zombie und scheucht den Geist fort. Aber seine Geliebte Chagarthe beginnt sich nun sehr unbehaglich zu fühlen, auch deshalb, weil in den folgenden Tagen immer wieder Geisterkrieger, die Untote beseelen, ihrem Zug auf Distanz folgen. Was unerklärlich scheint, da das Totenreich bekanntlich weit hinter ihnen im Westen zurückbleibt.
Schließlich überredet Chagarthe Corian, die Audienz über den magischen Spiegel doch zu suchen … und hier sieht er an der Seite Anawandaals von Salgoorin COORAETS einstige Frau Mira und … TOOWATAER. Und TOOWATAER erklärt ihm am Ende der Diskussion, sie habe schlechte Neuigkeiten für ihn: Die Invasion Wertans werde nicht stattfinden. Nicht jetzt und nicht im nächsten Jahr, sondern gar nicht. Dann unterbricht sie die Verbindung.
Corian ist außer sich vor Zorn, und als bald darauf die Teufelsberge in Sicht kommen, lässt er sich von einem Werwolf-Zauberer ein Orakel werfen … doch das kommt zu dem Schluss, dass keine feindliche Armee wartet. Alles hier ist verlassen, und augenscheinlich sind die verängstigten Wertaner aus den Bergen alle nach Wertan geflüchtet. Also lässt er grimmig die ganze Armee weiter vorrücken … und läuft mitten in die magische Falle, die Zhyani, HOOGHYL und die Zwerge zwischenzeitlich perfektioniert haben und die sich direkt hinter ihren letzten Soldaten schließt.
Die Teufelsberge erweisen sich als ein verstörendes magisches Labyrinth, aus dem man weder vorwärts noch rückwärts mehr entkommen kann. Corian verflucht zwar TOOWATAER, aber er kann rein gar nichts mehr tun. Er ist rettungslos verloren und auf unabsehbare Zeit mit seiner ganzen Armee in der Bergkette gefangen.
So kann ganz zum Schluss des Zyklus „Die Erben des Chaos“ (Horrorwelt-Band 100-199) die Bedrohung für die noch lebenden Wertaner abgewendet werden, und eine Zeit der Erholung und Konsolidierung beginnt. Nun dämmert mit Band 200 eine neue Epoche der Horrorwelt herauf – das Zeitalter der Feen.
Ich denke, ihr merkt, dass da ganz schön Dampf in der Geschichte ist und könnt jetzt vielleicht ein wenig besser als bisher nachvollziehen, warum mich das im Monat Juli 2025 so vollkommen absorbiert hat, dass ich selbst für den OSM nur minimale Aufmerksamkeit übrig hatte.
In der kommenden Woche switchen wir mal einen Monat zurück – dann erzähle ich euch, womit ich meine Zeit im Monat Juni 2025 verbracht habe. Übrigens auch eine äußerst interessante Zeit.
Mehr dazu erfahrt ihr in sieben Tagen an dieser Stelle.
Bis dann, mit
Oki Stanwers Gruß,
euer Uwe.