Liebe Freunde des OSM,
beim letzten Mal kam es schon zu dramatischen Höhepunkten dieser Serie. Die Erde erhielt eine Invasionsdrohung der All-Hüter, das QUANTAGORN und die Ultrasav-Station gingen zugrunde. Alle irdischen Kolonialwelten verstummten.
Aber das ist leider erst der Anfang. Was einst mit dem Leichtsinn zweier terranischer Prospektoren begann, entwickelt sich zunehmend zu einer kosmischen Bedrohung, die nicht allein die Menschheit mit der Auslöschungsgefahr konfrontiert, sondern auch zahlreiche weitere Weltraumvölker in der Milchstraße.
Den meisten Protagonisten ist dabei nicht einmal im Ansatz klar, dass sie hiermit lediglich das leichte Vorbeben einer ausgewachsenen kosmischen Katastrophe erleben, dafür sind die durchlittenen Schrecken schon zu umfassend.
Doch der KONFLIKT naht mit großen Schritten.
In den folgenden fünf Episoden, deren Inhalte ich wie üblich skizzieren möchte, werdet ihr die ersten zentralen Weichenstellungen dazu entdecken:
Episode 41: Das zweite Reich der Terraner
(1985, digitalisiert 2009)
Schauplatz: Syl-System
In relativer Nähe zum solaren System haben die All-Hüter eine neue Zivilisation aus dem Boden gestampft. Fußend auf den Überresten einer sehr viel älteren Kultur (über die ich in der Serie leider nicht viel sagte, das ist mutmaßlich ein Themenfeld für einen späteren Roman Aus den Annalen der Ewigkeit) ist die Kultur der humanoiden Sylons entstanden.
Dass es sich um Humanoide handelt, dass sie mit Raumschiffen der All-Hüter fliegen und diese Roboterwesen als Wohltäter und Beschützer verstehen, ist kein Wunder – die Sylons sind die gründlich manipulierten und gehirngewaschenen Terraner von den überrumpelten Kolonialwelten.
In diesem Band werden sie allerdings unerwartet mit einem Schwarm von kleinen Tropfenraumschiffen konfrontiert und in verheerende Gefechte verwickelt. Selbst als die All-Hüter mit massierten Kräften einschreiten, ist dieser Angriff nur schwer abzuwehren. Und schlimmer noch – einer der Angreifer flüchtet in den Halo der Galaxis. Hier landet er auf einer eisigen Welt, auf der er Tausende von Artgenossen trifft … monströse Kreaturen, die nahezu unzerstörbar sind und die als Invasionsarmee TOTAMS herangezüchtet worden sind.
Sowohl die Terraner in der Strahlenhölle Deneb IV als auch im QUANTAGORN haben mit diesen Ungeheuern im Einzelfall schon Kontakt gehabt – den Micaroii.
Aber sie selbst verstehen sich nur als Vorhut dessen, was nach ihnen kommen wird.
Ein grauenhafter Begriff taucht auf: DIE SCHWARZE MAUER.
Die Galaktiker ahnen von alledem noch nichts, und selbst die All-Hüter halten die Micaroii für die größte Bedrohung …
Episode 42: Kugelriesen über Terra
(1985, digitalisiert 2009)
Schauplatz: Sol-System, September 2092
In der Raumüberwachungszentrale Terra Central werten die Analysten mit Hilfe der uuranischen Kristall-Translatoren, die sie von den Hekaronern erhalten haben, die bislang kryptischen Funksprüche aus den Weiten der Milchstraße aus … und ihr Entsetzen wächst stetig.
Da ist die Rede von Welten, die spurlos verschwinden.
Da ist die Rede von Raumschlachten, bei denen ganze Völker ausgelöscht werden.
Und da ist immer wieder die Rede von den All-Hütern.
Und schließlich kommt ein Klarspruch in Terranisch. Er stammt von den unheimlichen All-Hütern und ist direkt an die terranische Regierung gerichtet: „HIER SPRECHEN DIE ALL-HÜTER! DIE TERRANER HABEN UNSERE WARNUNGEN MISSACHTET. DAFÜR WERDEN SIE JETZT BESTRAFT! DER ANGRIFF AUF TERRA ERFOLGT UM 17.35 UHR TERRA-WELTZEIT!“
Über den Hauptstädten der Erde heulen die Alarmsirenen.
Invasionsalarm.
Dies ist keine Übung!
Doch was ist das für ein sonderbarer Angriff? Drei unscheinbar wirkende Kastenschiffe fliegen in aller Seelenruhe ins System ein … allerdings assistiert von einem Schwarm von 900-Meter-Kugelschiffriesen, die augenscheinlich als Begleitschutz fungieren.
Die terranischen Verantwortlichen stellen verstört fest, dass jeder Stützpunkt und jeder Planet, den die Kastenschiffe passieren, kurzerhand funktechnisch verstummt.
Abfangschiffe drehen um und schließen sich den Invasoren an!
Raumtorpedos werden von den Kugelraumern abgeschossen.
Die Kastenschiffe sind so genannte Gehirnschiffe der All-Hüter, die massive paramentale Beeinflussungswellen ins System schicken und alle Schutzbarrieren und Abschirmungen durchdringen, als wären sie nicht vorhanden.
Als die Menschheit durch die Gehirnschiffe geradewegs paralysiert worden ist, landen die riesigen Kugelschiffe auf den Raumhäfen der Erde.
Und dann beginnen die All-Hüter damit, die willenlosen Menschen zu kommandieren.
Sie sind nicht gekommen, um ein Volk auszulöschen.
Sie haben viel Schlimmeres im Sinn.
Und es ist niemand mehr da, der sie davon abhalten kann …
Episode 43: Unter dem Augenstern
(1985, digitalisiert 2009)
Schauplatz: Tiefen der Milchstraße, 67.900 Lichtjahre von Terra entfernt – Terraner-Hekaroner-Mission
Neun Raumschiffe sind annähernd zur gleichen Zeit ohne Kontakt mit der Heimat unterwegs in den Weiten der Galaxis, um den überlebenden Hekaronern unter ihrem Kommandanten Halum Ceselar die Heimkehr nach Hekaron zu ermöglichen.
Doch wie zu befürchten war, gibt es Probleme. Der geheimnisvolle „Augenstern“, jene Supersonne, von der aus man den Heimweg nach Heka finden kann, ist nicht auszumachen. Technische Schwierigkeiten legen zudem einige der Schiffe lahm.
Unter diesen Umständen entschließen sich die Kommandanten Colonel Wolf Dietrichs an Bord der FOX und Colonel Ben Jackson an Bord der MÜNCHEN, sich zwei Sternkandidaten in relativer Nähe im Alleingang anzuschauen. Während Jackson mit seinem Stern eine Niete zieht, registrieren sie in nicht einmal dreitausend Lichtjahren Distanz eine massive Raumschlacht und fürchten, dass die flüchtenden Schiffe die Riesensonnen, in deren Nähe sie sich aufhalten, als Sammelpunkte nutzen könnten.
Parallel dazu stößt die FOX in ein bizarres System vor, in dem fünf Sauerstoffwelten auf derselben – stabilen! – Umlaufbahn ihren Heimatstern umkreisen. Eindeutige Zeichen einer hochtechnischen Zivilisation, was sie alarmiert.
Sie haben den Fünf-Planeten-Wall gefunden, und auch wenn alle Ortungen nach Leben vergeblich bleiben, ist das System alles andere als unbewohnt. Unter der Oberfläche der Welten existiert lauernde Intelligenz.
Als Dietrichs auf einer der Welten landet, auf der zahlreiche Stadtkomplexe entdeckt worden sind, kommt es an Bord seines Schiffes zu verheerenden Fehlschaltungen, die so zerstörerisch sind, dass das Schiff keine Hyperraumflüge mehr absolvieren kann. Sie sind in diesem System gefangen!
Als Jackson von der Entdeckung des Fünf-Planeten-Systems erfährt, befiehlt er den wartenden Einheiten, unverzüglich den Standort zu wechseln und fliegt Dietrichs hinterher.
Dort hat ein Hekaroner inzwischen herausgefunden, dass die Sonne des Fünf-Planeten-Systems identisch ist mit dem so genannten Augenstern seines Volkes, der Sonne Cirud (was freilich etwas sonderbar ist, da das vorher nicht festgestellt werden konnte). Von hier seien es nur noch 283 Lichtjahre bis Heka, bis zu ihrer Heimat.
Leider nutzt ihnen das wenig, weil sie hier festsitzen.
Und es wird noch schlimmer, denn mit der Landung der FOX erwachen weitere Wesenheiten unter der Oberfläche des Planeten – sie nennen sich „Eliminatoren“ und wollen kontrollieren, ob die Gelandeten Diener TOTAMS sind. Dann werden sie ihrem Auftrag gerecht werden und sie auslöschen.
Die Leser kennen diese Wesen bereits – identische humanoide Roboter, die ursprünglich auf die Bezeichnung OKIS hörten …
Episode 44: Jungfernflug der STAR
(1985, digitalisiert 2009)
Schauplatz: Zolog, die Dschungelwelt
Nachdem der verheerende Parasturm beendet werden und der verrückte Rontat getötet werden konnte, ist das Rontat-Raumschiff in die Hand des Commanders Terry Jones gefallen.
Als die überlebenden Terraner der TERAB und die Weelon, die unter dem Kommando von Raskorw alias Harald Kronberg stehen, wieder erwachen, erläutert Jones ihnen, dass sie durch den Parasturm allesamt ins Koma gefallen und dem Tode nahe gewesen sind. Nur mit massiver medizinischer Hilfe des Schiffes konnte er sie retten.
Er hat noch bessere Neuigkeiten: Das Kommandogehirn des Schiffes, der so genannte SELAG, hat ihn und die Gefährten als neue Kommandanten des Schiffes akzeptiert. Damit haben sie nicht nur ein außerordentlich schlagkräftiges Raumschiff in ihrer Hand, auch ihrer Rückkehr nach Terra steht – wie sie glauben – nicht mehr viel im Weg.
Sie sollen sich irren.
Nachdem der Start von Zolog, mit einigen verblüffenden technischen Überraschungen, mühelos gelingt, schlägt Dr. Ramirez aus der Astrozentrale vor, ein Sonnensystem anzusteuern, das 32 Lichtjahre entfernt ist und über 12 Planeten verfügen soll.
Terry Jones hält das für ein sinnvolles nahes Flugziel und weist den SELAG an, sie dorthin zu bringen. Er ahnt nicht, dass der Rontat zuvor noch ein anderes Vorrangflugziel programmiert hatte und der SELAG sie nun dorthin fliegt.
Sie transistieren über 154 Lichtjahre und werden sofort nach Erscheinen von einem Verband von All-Hüter-Kampfschiffen ohne Vorwarnung attackiert.
Im nächsten Moment sind die Raumfahrer hilflos – der SELAG blockiert alle Schaltungen … und eröffnet gnadenlos das Feuer auf die All-Hüter-Schiffe, die er brutal vernichtet.
Aus der Funkzentrale kommt die Info, dass ständig der Alarmspruch „Whog julhy Rontat!“ ins All gehämmert wird.
Raskorw begreift, was das bedeutet, und er spricht es entsetzt aus: „Man hält uns für die Rontat! Dieser Computer spricht unser Todesurteil!“
Er spricht vom SELAG, der gnadenlos die Kugelraumer aus dem Universum pustet.
Und nach der abgewehrten Attacke fliegt die STAR, wie Terry Jones das Schiff genannt hat, auch weiterhin unter automatischer Kontrolle.
Niemand an Bord hat eine Ahnung, dass das Sonnensystem, in das sie einfliegen, einst das Heimatsystem der stabgestaltigen Lokes war. Ein Volk, das vor kurzem erst durch die All-Hüter ausgerottet wurde.
Dummerweise existiert auch hier eine Automatik, die auf rigorose Abwehr programmiert ist – der Wächter von Loon II lauert nur darauf, dass Schiffe einfliegen, die auf die Feindmuster passen.
All-Hüter.
Weelon.
Rontat.
TOTAM.
Als die STAR den entscheidenden Radius überschreitet, schlägt der Wächter von Loon II zu und aktiviert DEN WEG.
Die Raumschiff-Falle, die noch jedes Schiff gepackt und gnadenlos vernichtet hat, schleudert den Kastenraumer der Rontat in die Ewigkeit …
Episode 45: QUERSCHLÄGER
(1985, digitalisiert 2009)
Fortsetzung von Band 44: QUERSCHLÄGER-System
DER WEG, aktiviert vom robotischen Wächter von Loon II, dem kybernetischen Rache-Erben der ausgelöschten Lokes-Zivilisation, hat die STAR in einen Abgrund aus Raumzeit geschleudert, dem noch kein Schiff entkommen ist. Aber DER WEG hat keine Erfahrungswerte mit Rontat-Schiffen … was alle anderen Raumer mit ausgebrannten Triebwerken am Endpunkt des WEGES stranden ließ, schadet der STAR nicht so sehr.
Dennoch sieht das Ende des WEGES auch für die Besatzung der STAR alles andere als witzig aus.
60.000 Lichtjahre außerhalb der Milchstraße fällt das Schiff wieder in den Normalraum zurück, in einem bizarren Sonnensystem, das voll ist mit ausgebrannten All-Hüter-Schiffen, und den Wracks zahlreicher anderer Intelligenzen, die DER WEG schonungslos hierher verfrachtet hat. Niemand von diesen Raumfahrern hat den Transit überlebt.
Kaum materialisiert, stellen die Besatzungsmitglieder fest, dass sie in der Hölle gelandet sind – ein Strahlenschauer, der von der Sonne des Systems ausgeht, stürzt sie geradewegs in geistige Umnachtung und Wahnsinn, wobei sie aufeinander losgehen.
Erst als Terry Jones von einem unauffälligen fahlen Lichtstrahl getroffen wird, lichtet sich seine geistige Umnachtung. Er hat keine Ahnung, dass er durch diesen Lichtstrahl gerade zu einem Helfer des Lichts geworden ist und dessen Primärenergieaufladung ihn gegen die Irrsinnsaura immunisiert.
Zusammen mit Meltrag, dem veränderten Weelon, zu dem nun er eine seltsame Affinität verspürt, gelingt es ihm, das Schiff aus der Irrsinnsstrahlung zu steuern.
Doch die innere Stimme der Helferpersönlichkeit empfiehlt ihm nun, auf einem Planeten zu landen … einer Welt, die wie ein Querschläger durch einen Magnetsturm auf sie zugerast kommt!
Zwar gelingt die Landung, aber sobald der Planet die Zone des Magnetsturms verlassen hat, stürzt unvermittelt der Landeplatz unter der STAR in sich zusammen, die zuvor nach einer massiven Erzfläche aussah. Es handelt sich um ein durch den Magnetsturm an die Oberfläche gerissenes Erzvorkommen … nun stürzt die STAR mehrere hundert Meter tief in eine Erzhalde und ist unverzüglich zwar nicht beschädigt, aber doch so verschüttet, dass ein sofortiger Start unmöglich wird.
Fürs erste sind sie auf der Welt QUERSCHLÄGER gestrandet.
Als sie innerhalb des Rontat-Schiffes „Ghosts“ finden, beschließen sie, während der Havariezeit den Planeten und vielleicht auch das restliche Sonnensystem zu erforschen.
Und als Epilog wird zu einer rätselhaften Flotte geblendet, die 35.000 Lichtjahre außerhalb der Milchstraße angekommen ist und die menschliche Heimatgalaxis zielstrebig ansteuert. Kommandant ist ein hagerer, schwarzhaariger Humanoider, der im Auftrag der Sieben Lichtmächte unterwegs ist, um den Krieg gegen die Schergen TOTAMS zu führen. Und dies möglichst, ehe ein tödliches Verhängnis die Galaxis trifft, das er die „Nullfront“ nennt.
Er ist ein Mann namens KLIVIES KLEINES …
Ihr merkt hieran, dass mit Band 45 der richtige Umschwung in den Oki Stanwer Mythos vollzogen wird. Helfer des Lichts werden namhaft gemacht, TOTAMS Invasionsarmee, die Micaroii, werden mobilisiert, Terra erobert … die Dinge fangen an, richtig schlimm zu werden. Im nächsten Teil werde ich davon weiter erzählen.
In der kommenden Woche kehre ich zu meinem Traumprojekt zurück, zum Autoren-Nachlassarchiv-Projekt, und erzähle euch ein wenig mehr davon.
Bis dann, mit
Oki Stanwers Gruß,
euer Uwe.