Liebe Freunde des OSM,

einmal tief durchatmen. Es gilt, ein Abenteuer zu schildern, wie es selbst mir selten widerfahren ist… vielleicht niemals zuvor. Ich kann mich jedenfalls spon­tan nicht daran entsinnen. Ich sagte im vergangenen Teil dieser Artikelserie, in dem ich das Jahr 1999 fertig besprach (Wochen-Blog 72), dass das Jahr 2000 beinahe jenes Jahr war, wo alles entgleiste, was ich gegenwärtig in Arbeit hatte: die in Planung befindliche Magisterarbeit, mein Studium, haarscharf auch der OSM selbst. Wer Letzteres für eine arge Übertreibung hält, dem kann ich jetzt schon verraten, dass ich anno 2000 lediglich 13 OSM-Werke schrieb! Das ist der historische absolute Tiefststand bis dahin gewesen (aber die Talsohle, die ich mir noch nicht mal vorstellen konnte, sollte im Jahr 2001 kommen).

Also, wie ich schon andeutete… alles begann ganz harmlos.

Das Jahr 2000 fing damit an, dass ich mir von irgendwoher eine üble Erkältung einfing, die mich mit wahnsinnigen Kopfschmerzen plagte und dazu zwang, ein paar Krankheitstage einzulegen. Am 14. Januar beschloss ich, weil ich nicht mal mehr klar denken konnte, Zuflucht in einem heißen Bad zu suchen. Und wie das meist so bei mir ist, nehme ich da was zu lesen mit.

Nur was sollte ich bei so einem schmerzenden Schädel wohl mitnehmen? Auf keinen Fall etwas Anspruchsvolles, soviel war mir klar, darauf konnte ich mich nicht konzentrieren. Aber vielleicht etwas leichte, romantische Kost… ich hatte im vergangenen Jahr auf dem Wühltisch den ersten Band der so genannten „Highland-Saga“ von Diana Gabaldon zu fassen bekommen, in der es im Kern darum ging, dass eine Ärztin des 20. Jahrhunderts ins 18. Jahrhundert ver­schlagen wird und dort in eine abenteuerliche Liebesgeschichte verwickelt wird.

Klang entspannend genug, dachte ich. Das Buch „Feuer und Stein“ hatte zwar fast 800 Seiten Umfang und war – im Gegensatz zu den heutigen dickleibigen Schinken – wirklich eng bedruckt mit Text, aber vielleicht war es ja tatsächlich leichte Kost. Dicke Bücher haben mich noch nie geschreckt…

In Wahrheit war es weniger leichte Kost als vielmehr Sprengstoff.

Sprengstoff und Suchtstoff.

Ich übertreibe nicht einen Moment lang, wenn ich sage, dass ich ungeachtet meines physischen Zustandes an diesem Roman regelrecht festklebte. Ich über­treibe auch nicht, wenn ich sage, dass ich 50 Seiten am Stück las. Und ich übertreibe erst recht nicht, wenn ich zugebe, dass dabei das Badewasser kalt wurde und ich es kaum spürte. Das war mir noch nie passiert.

Ich las dieses Buch in fünf Tagen rasant durch. Und es war echt mein Glück, dass ich den zweiten Teil „Die geliehene Zeit“ (knapp 1000 Seiten! Wieder engbe­druckt!) bereits geschenkt bekommen hatte. Ich las sofort am 19. Januar darin weiter und war am 22. Januar (!) fertig. Dummerweise hatte dieses Buch einen wirklich üblen Cliff-hanger, der es unbedingt erforderlich machte, dass ich den dritten Teil, „Ferne Ufer“ (knapp 1100 Seiten!) am 24. Januar kaufte, auch wenn ich kaum Geld hatte. Das war, klares Junkie-Verhalten, ein absolutes Muss. Und am 27. Januar (!) war das Buch ebenfalls verschlungen. Anders kann man das nicht nennen.

Und ich denke, es war „Ferne Ufer“, das meinen Kreativdynamo dann wirklich auf Touren brachte. Warum? Nun, die Ingredienzen stimmten einfach: Claire Beauchamp (bzw. Randall bzw. Fraser… die Leser werden verstehen, warum alle diese Namen stimmen) reist darin ein weiteres Mal in die Vergangenheit, und es verschlägt sie unter anderem auf ein Schiff der britischen Marine und in die Karibik.

Karibik.

Archipel.

Man erinnere sich daran, dass ich zu dieser Zeit in dem dritten Archipel-Roman „Christinas Schicksal“ steckte und irgendwie das dumpfe Gefühl hatte, er wür­de sehr viel länger und emotional wesentlich heftiger werden als alle bisherigen Werke, die ich geschrieben hatte.

Gabaldons Zyklus war wie ein Ölguss ins Feuer, das bestreiten zu wollen, wäre albern. Mit einem Mal begriff ich nämlich, dass auch lange, ja, auch sehr lange Geschichten einfach phantastisch mitreißend sein konnten. Die 300-Seiten-Be­schränkung der bisherigen Archipel-Romane war also durchweg künstlich. Sie konnten auch länger werden. Damit fiel die erste Schranke, und „Christinas Schicksal“ erwies sich als die Nagelprobe.

Zudem wurde mir klar, dass es durchaus möglich war, mit einer Liebesgeschich­te einen Roman zu füllen, und dass mir das nach der aktuellen Lektüre auch nicht mehr unmöglich sein würde. So begann der erwähnte Archipel-Roman zu wuchern und zu wuchern. Bis Juli 2000 steht darum die Arbeit an diesem Werk stets im Zentrum meiner kreativen Aktivitäten für das Jahr 2000 (und das, obwohl ich im Mai von einer üblen Sehnenscheidenreizung geplagt wurde!). Tatsächlich fertig stellen konnte ich den Roman dann erst am 19. Juli 2000… bei Seite 1134.

Kein Witz.

Und es gab dabei zwei Probleme, die ebenso wenig ein Witz sind und mich wirklich völlig aus der Spur warfen: zum einen war die Handlung des Romans nicht fertig. Ich hatte „Christinas Schicksal“ in der Aporie enden lassen müssen, weil ich einfach fix und alle war, kreativ völlig ermattet. Die Geschichte musste noch weiter erzählt werden, aber ich hatte echt keine Kraft mehr. Das war mir so noch nie widerfahren.

Zweitens aber, und das war noch verheerender: am 3. Juli 2000, also gut zwei Wochen, ehe ich „Christina“ abschließen konnte, wurde ich völlig unerwartet von einem neuen Bilderstrom heimgesucht. Diesmal fand ich mich in einem Ur­wald wieder und war anfangs ziemlich desorientiert… das wurde noch schlim­mer, als ich den Weg eines kleinen Mädchens von vielleicht zehn oder elf Jahren verfolgte, das in atemloser Panik durch den Wald stürmte und durch irgendei­nen Schock die Sprache verloren zu haben schien.

Ich hatte noch nie eine Geschichte aus einer Kinderperspektive geschrieben, aber hier war sie… unaufhaltsam wie ein Erdrutsch. Und ich steckte mittendrin. Binnen weniger Tage begann ich zu verstehen, wo ich mich befand und wer das Mädchen war, aber das machte die Sachlage absolut nicht einfacher. Seither pflege ich zu sagen, die Kleine habe mich einfach über den Haufen gerannt, und das ist nicht so weit von der Realität entfernt, wie es vielleicht klingt.

Ich war – fast ist man versucht zu sagen: natürlich – wieder einmal im Archipel. Der Handlungsort war das wilde Hinterland der Archipel-Hauptinsel Coorin-Yaan, an deren Küste ich die legendäre Metropole Asmaar-Len wusste. Und das Mädchen trug den Namen Rhonda.

Ihr mögt jetzt vielleicht sagen – inwiefern soll ein kleines Mädchen von 11 oder 12 Jahren imstande sein, meine Welt zum Entgleisen zu bringen (und genau das sollte haarscharf im Jahre 2001 vermieden werden, aber wirklich nur haar­scharf)… tja, aber wer so redet, kennt dieses Mädchen eben nicht. Rhonda ist echt eine vollkommen vereinnahmende kleine Naturgewalt, ein cleveres Kind mit fantastischen Kenntnissen und einer unersättlichen Neugierde auf genau die Dinge, die mich am Archipel früher immer schon interessiert hatten… und nun hatte ich sie auf dem Hals. Sowohl Rhonda als auch all diese Rätsel, sie hatten mich am Haken, wenn man so will.

Ich kam also, wiewohl ziemlich ermattet, aus dem Archipel dennoch nicht her­aus. Da erwies es sich als regelrechter Segen, dass ich Anfang 2001 wenigstens den Chefredakteursposten des SFCBW abgeben konnte. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich (Ende 2000) schon 610 Seiten tief in dem Roman „Rhondas Weg“ und mitten in Asmaar-Len, im so genannten Garten der Neeli und in der­art konfusen sozialen Netzwerken, dass ich genau wusste: was mir bei „Christi­na“ noch leicht gefallen war, würde hier so nicht zu bewältigen sein. „Rhonda“ würde ein Roman werden, gegenüber dem „Christina“ zu einer Art von Präludi­um verkümmerte.

Ich behielt Recht – doch davon berichte ich dann, wenn ich über das Jahr 2001 schreibe.

Natürlich arbeitete ich im Jahr 2000 auch noch am OSM, allerdings, wie oben schon angedeutet, mit sehr gedrosselter Leistung. Den Anfang machte KON­FLIKT 28 „Oki Stanwer – Der Siegeljäger“, wo ich mit Band 26 „UFO-Alarm in Nevada“ den nächsten Abenteuertopos in die Serie einbrachte. Da tummelten sich also schon Kreuzritter, Zeitreisende, Gestaltwandler, und nun also auch noch Außerirdische? Wildes Garn, musste ich konstatieren. Das wurde noch sehr viel haarsträubender. Im Februar landete ich bereits in Band 30 der Serie, „Mysterium der MASKEN“ und erlebte mit, wie Klivies Kleines buchstäblich atomisiert wurde.

Brachte ihn das um? Nein.

Hey, wir reden hier von KLIVIES KLEINES!

Es passierte etwas sehr viel Haarsträubenderes, er stieß nämlich bei der sich nun anschließenden Odyssee auf ein sehr vertrautes Wesen, das sich aber unglaublich verwandelt hatte, auf „DIE GRALSHERRIN“ (DSj 32, März 2000).

Parallel dazu tauchten Bruchstücke weiterer Archipel-Geschichten auf, die aus Nebeninformationen des Rhonda-Romans kondensierten. Ich sah im Mai den alten Historiker des Archipels, Olongis Na-Kere, der versucht haben sollte, die Rätsel der Us’sheleyaa-Kultur aufzuklären, deren Ruinen die Archipel-Inseln sprenkelten. Eine Idee waberte durch meinen Kopf, die mit der Liebesgöttin des Archipels, Neeli, zu tun hatte. Aber nichts davon ließ sich gescheit über die Fragmentversion hinaus konkretisieren. Rhonda riss mich immer wieder fort. Ich kam daher auch im OSM nicht auf einen grünen Zweig.

Ich versuchte im August noch, an KONFLIKT 24 „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“ weiterzuschreiben, doch eher halbherzig. Das OSM-Fragment „Neu-Babylon“ wurde etwas ausgedehnt… und ich begann endlich mit den ersten Arbeiten an meiner Magisterarbeit (September), für die ich umfangreiche, monatelange Archivrecherchen anstellen musste. Doch auch hier erwies sich Rhonda als vollkommener Bremsschuh. Ich kam auf keinen grünen Zweig, weil mir ständig dieses unglaubliche Mädchen durch die Gedanken fuhr, ganz zu schweigen von ihren Freundinnen und dem Haushaltspersonal im Garten der Neeli.

Im Prinzip steckte ich in mehreren Fulltime-Jobs fest… und derjenige, der mich am stärksten beanspruchte, war nicht die Magisterarbeit, auch nicht der OSM, sondern tatsächlich „Rhondas Weg“. Und wohin das dann im Jahr 2001 führte, davon erzähle ich beim nächsten Mal.

Ich glaube, ihr könnt gespannt darauf sein, Freunde.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos,

vielleicht wart ihr verdutzt, wenn ihr bislang noch nicht die Gelegenheit hattet, meinen Veröffentlichungen im Mobipocket-Format zu folgen und habt euch im Juli 2014 gefragt: wieso macht der Uwe nicht weiter mit der Handlungslinie der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI)? Nun, ich dachte mir einfach, ich lege ein wenig die Grundlage für die Weiterungen des Oki Stanwer Mythos und stelle euch schon einen Ort vor, der für den Fortgang auch der TI-Serie bei­zeiten noch sehr wichtig sein wird.

Aber ihr musstet ja nur einen Monat warten. Was schon fast 900 Leser im MO­BI-Format längst wissen, wird nun auch für euch zugänglich, nämlich der zweite Band der TI-Serie.

Mit „Das ausgeplünderte System“, das ich heute früh auf der Plattform www.beam-ebooks.de sowohl im bisherigen MOBI-Format wie auch im EPUB-Format hochgeladen habe, erlebt ihr den Start des neuen yantihnischen Tiefen­raumschiffs GHANTUURON mit und lernt dabei eine Reihe interessanter, bis­weilen wirklich amüsanter Charaktere kennen, die die Serie noch sehr lange prä­gen werden. Ihr werdet dabei entdecken können, wie sich eine zarte Romanze zwischen der euch schon bekannten Sternenforscherin Nayeen und dem Raum­piloten Alyechin entwickelt, ihr werdet in den fernen Sternenraum Twennars vorstoßen, zur legendären, geheimnisumwitterten „Bebengrenze“. Und ihr ent­deckt auch die ersten Spuren des finsteren Terrorimperiums, von dem im Serien­titel die Rede ist.

Der Band ist wie immer für 0,99 Euro erhältlich – und ich wünsche euch hiermit viel Vergnügen und hoffe, dass ihr neugierig werdet, zu erleben, wie es weiter­geht. Die Fortsetzung der Serie folgt am 15. September.

Und wer nicht solange warten kann oder möchte – für den gibt es selbstver­ständlich immer noch meinen wöchentlichen Blog, das nächste Mal am 17. Au­gust an dieser Stelle. Schaut einfach wieder rein!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde meiner E-Books, werte Leser des OSM,

man pflegt ja landläufig in der Werbung gern zu sagen „Sex sells“, und ich geste­he, heute hatte ich das ironische Gefühl, dass da durchaus was dran ist – auch bezogen auf den Oki Stanwer Mythos.

Ihr wisst ja höchstwahrscheinlich, dass gestern mein aktuelles E-Book „Aus den Annalen der Ewigkeit 3: Die schamlose Frau“ im Gratisdownload war. Und da Amazon nun einmal ein amerikanisches Unternehmen ist und die amerikani­sche Tageszeit zugrunde gelegt wird, was die Terminierung der Gratisaktionen angeht, so ging die natürlich erst heute früh zwischen 9 und 10 Uhr zu Ende, wie üblich. Den Endstand konnte ich also danach erst ermitteln.

Nun, die ungewöhnliche und von mir als bittersüße, durchaus tragi­sche Liebesgeschichte zwischen dem anfangs einfachen Landarbeiter und spä­teren Patron des Anwesens Devorsin-Tasson, Anton Devorsin auf der einen Sei­te und seiner Gattin Bernadette Tasson auf der anderen, auf der dritten aber ganz zentral mit der göttlichen Geliebten, der er den Namen Gloria gegeben hat, wusste ganz offensichtlich Neugierde zu wecken. 356 Neugierige haben sich bis zum Ende des Gratisdownloads das E-Book gesichert und damit immer­hin gut 350 Seiten Lesestoff.

Ich freue mich sehr über diese Resonanz und hoffe, dass daraus vielleicht in na­her Zukunft noch mehr Neugierde erwachen wird… nicht nur auf Sternenfeen, die Galaxis Beltracor oder die Welt Zhailon, sondern auch auf andere Welten, Völker und Personen des Oki Stanwer Mythos.

Gerade aktuell schreibe ich an zwei solchen Geschichten, die euch in den kom­menden Monaten vorgestellt werden können. Zum einen bin ich dabei, an den turbulenten weiteren Geschehnissen um die Crew des yantihnischen Expediti­onsschiffes GHANTUURON zu schreiben (E-Book 20: „Die Macht der Liebe“), wo ich eine sehr ungewöhnliche Welt beschreibe und wichtige kosmologische Weichenstellungen für die nahe Zukunft der Serie vornehme.

Zum zweiten arbeite ich an „Aus den Annalen der Ewigkeit 4: Heiligtum der Shonta“, diese Geschichte, für die ich noch kein Titelbild gefunden habe, wird Anfang Februar 2015 an den Start gehen. Und ja, es ist durchaus eine Folge­handlung, die an TI 10: „Das Maschinenvolk“ aus dem Frühjahr 2014 an­schließt… aber nicht nur. Mehr noch knüpft sie an TI 16: „Abenteurerherz“ im kommenden Januar an… ich sage zu gegebener Zeit noch mehr dazu.

Die nächsten Termine auf eurer Agenda, bezogen auf den Oki Stanwer Mythos, könnten folgende sein:

15. August 2014: Veröffentlichung von TI 2 „Das ausgeplünderte System“ im EPUB-Format auf „www.beam-ebooks.de

17. August 2014: Nächster Wochen-Blog-Artikel (Nr. 76), in dem ich diesmal darauf eingehe, wie im Jahr 2000 beinahe mein Studienleben und der OSM syn­chron völlig entgleist wären… und nein, das ist keine Übertreibung! Bei Neu­gierde: nachlesen!

Ansonsten bleibt mir zu sagen: das neueste E-Book bleibt natürlich weiterhin zum jetzt regulären Preis von 4,99 Euro bei Amazon zu erwerben. Und wem die Geschichte um die Sternenfee Gloria gefallen hat, der mag das Werk gern wei­ter empfehlen. Ich freue mich darüber ebenso sehr wie über Kommentare und Leserurteile.

Macht es gut und bis bald, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

selten hörte sich ein Abschluss einer OSM-Episode so finster und bedrohlich an wie jener, den ich Ende Januar 2014 abschrieb, um von der nämlichen Episode eine digitale Kopie zu besitzen. Das Textstück, von dem ich hier spreche, lautet nämlich folgendermaßen:

In Malsena saßen Untote an Messgeräten, die nicht von dieser Welt stammten. Es waren Gebilde der TOTAM-Technologie, und mit ihnen maß man Zeitbrüche.

Die versammelten Dämonenwaffen befanden sich in diesem Raum. Sie starrten auf die Monitore, wo sich die Linien allmählich in Bewegung setzten. Sie falte­ten sich zu Wellenlinien und wurden schon bald zu regelrechten Liniengebirgen.

GOLEMS Zeitdeformation hatte begonnen…

Diese Zeilen schrieb ich ursprünglich im späten Februar des Jahres 1987 in der Episode 53 „Der Antichrist“ des KONFLIKTS 18 „Kampf gegen TOTAMS Dämo­nen und Schergen“ (1984-1989).

Zu den Hintergründen der obigen Szene muss man folgendes freilich als Voraus­setzung wissen: Man schreibt das Jahr 2035 auf der Erde, und Oki Stanwer hat gerade mit schweren Verlusten das legendäre Schädelorakel erobert, das ihm die Zukunft zeigt – hier eine grässliche Zukunft, die sein Intimfeind, die Dämo­nenwaffe GOLEM, zu entwerfen im Begriff ist. Oki Stanwer hält das noch für eine Angelegenheit, die man nicht sofort bereinigen muss, aber wie die letzten Zeilen dieser Episode zeigen, ist das ein fataler Irrtum. Das Verhängnis ist bereits auf dem Weg. GOLEM hat sich schon in die Vergangenheit aufgemacht und ist dabei, die Menschheitsgeschichte in seinem Sinne neu zu formen, um eine Schreckenswelt zu erschaffen, in der für Demokratie und Menschenrechte kein Platz mehr ist.

Schon seit mehreren vorherigen Episoden ist Oki Stanwer und seinen engsten Freunden klar geworden, dass alle Pfade zu einem legendären Ort hinführen – nach Babylon im einstmaligen Zweistromland und heutigen Irak. Okis bester Freund Klivies Kleines hat herausgefunden, dass sich dort in direkter Nähe zu Bagdad eine geheimnisvolle Zeitgruft befindet, die einen Tunnel durch die Raumzeit bildet. Man kann dort, wenn man Oki Stanwers (in Babylon!) ver­schollenem Vater Marconius Stanwer und seinen hinterlassenen Dokumenten trauen kann, direkt in die Frühzeit des babylonischen Großreiches vorstoßen.

Es gibt dafür in diesem KONFLIKT einen sehr wichtigen Grund… nun, mehrere eigentlich. Einer ist darin zu suchen, dass seit längerer Zeit das Gerücht kursiert, TOTAM selbst, die Macht des Bösen sei „einst in Babylon getötet worden“. Et­was, was alle in die KONFLIKT-Interna Eingeweihten für völlig ausgeschlossen halten. Aber wie alle Gerüchte enthält auch dieses irgendwie einen wahren Kern. Nur welchen?

Und dann gibt es aus jüngster Vergangenheit die Bemerkung, sinnigerweise aus dem Mund der Dämonenwaffe GOLEM, in Babylon hätte TOTAM einstmals die 16 Dämonenwaffensärge deponiert. Es klingt also gar zu verlockend: wer einen Zeitsprung nach Babylon riskiert und die Öffnung der Särge verhindern kann – die angeblich die Vernichtung Babylons zur Folge hatte – , der kann die Mensch­heitsgeschichte neu schreiben und verhindern, dass die Dämonenwaffen, die inzwischen unzählige Menschenleben auf dem Gewissen haben und in der Ge­genwart unbesiegbar erscheinen, überhaupt als Gegner in Erscheinung treten.

Und GOLEM erzählte ferner, Oki Stanwer müsse sich doch an Babylon erinnern, denn „er sei doch dabei gewesen“.

Es ist also offensichtlich, dass kein Weg an der altmesopotamischen Metropole vorbei geht. Es scheint Oki Stanwers Bestimmung zu sein, die Zeitgruft zu finden und das Verhängnis aufzuhalten.

Aber ihr kennt das natürlich auch: Zeitexperimente sind eine wagemutige Sa­che, das ist in der Science Fiction immer so, auch im Oki Stanwer Mythos – man kann unter Umständen weitaus mehr zerstören, als man an Gutem tut. Das tut man dann nicht mal aus bösem Willen, sondern schlicht, weil man die Konse­quenzen seiner Handlungsweise nicht zu überblicken versteht. Und ohne zuviel zu verraten… Oki Stanwer ergeht das ganz genauso. Er hat noch zwei weitere Schwierigkeiten.

Zum einen bewegen wir uns im Oki Stanwer Mythos. Das bedeutet, Zeitreisen sind mit der OSM-Physik verknüpft. Und die sagt unzweideutig aus: Zeitreisen fördern die Entropie (vgl. hierzu auch den Wochen-Blog 46!). Entropie aber zer­rüttet nachhaltig die weiße Matrix, auf der alle baryonische Materie basiert. Und das wird von dem „Immunsystem“ der Matrix, dem undurchschaubaren wie gnadenlosen Matrixfehlerkorrektursystem (MFKS) nicht einfach so hinge­nommen, sondern verheerend geahndet.

Wenn Oki also den Zeitsprung wagt, sieht er sich Konsequenzen ausgesetzt, die er sich nicht in seinen kühnsten Alpträumen auszumalen versteht. Das ist die Konsequenz, die OSM-endemisch ist. Dagegen verblasst die andere eher zur Be­deutungslosigkeit. Doch der Faktor 2 ist natürlich für die Reise in den Irak kon­stitutiv, nämlich die politische Lage in der Region:

Die Angehörigen der WEOP, der Weltgemeinschaft zur Erforschung okkulter Phänomene, für die Oki Stanwer inzwischen arbeitet, und die vor Ort im Nahen Osten ihre Büros haben, warnen eindringlich vor Reisen in diese Region, sie sei politisch äußerst labil und könne jederzeit in einen Bürgerkrieg abgleiten (wer da heutzutage an Syrien denkt, kommt den dortigen Verhältnissen im KONFLIKT 18 des OSM sehr nahe). Folgendes schrieb ich damals schon in der oben er­wähnten Episode 53:

Pater Ghastor, der die Stellung gehalten hatte, wurde von der katholischen Kir­che immer noch für tot gehalten, gestorben beim Inferno von Prag. Er hatte Thor benachrichtigt. Und bei ihm war der Hüne von Garos auch gewesen, denn es gab Anzeichen, dass dort, wohin sie demnächst zu fliegen bereit waren, sich eine Katastrophe anbahnte. Schiitische und drusische Milizen bekämpften sich in Beirut, die Hisbollah, die ‚Partei Gottes‘, blieb nicht unparteiisch, und die Sy­rer griffen ihrerseits schlichtend in den Kampf ein. Kurzum: es war das völlige Chaos.

Das WEOP-Center in Beirut unter Tamir Allahaos war geschlossen, und der WEOP-Chef selbst ausgewandert nach Jerusalem, das zwar auch zeitweise un­ter Artilleriebeschuss stand, aber nie massiert angegriffen wurde. Dazu waren die Aufständischen zu schlau.

‚Ich rate Ihnen dringend ab, nach Babylon zu fliegen‘, hatte Allahaos gesagt. ‚Die Fanatiker sind unberechenbar, sie greifen nahezu alles an, besonders An­lagen des ‚Satans Amerika‘, wie sie die Vereinigten Staaten nennen, obwohl be­stimmte Schichten der Rebellenorganisationen auf Umwegen mit amerikani­schen Waffen versorgt werden.‘

Kurzum: es war Wahnsinn. Und Thor hatte vor, Oki zu überreden, die Reise zu verschieben, mindestens, bis sich die Lage am Zielort wieder einigermaßen ent­spannt hatte…“

Doch dazu kommt es nicht. Einmal wegen GOLEMS schon angelaufenem Zeitex­periment – wenn sie warten, kann es gut sein, dass sie kurzerhand aufhören zu existieren, ehe sie irgendetwas tun können! – , zum anderen, weil wenig später im Irak die Dämonenwaffe Glusem entdeckt wird, die hier reihenweise Diener­kreaturen erschafft und offensichtlich dabei ist, den Irak komplett zu unterwan­dern. Wenn dieser Staat aber erst einmal unter der Kontrolle der Dämonenwaf­fen steht, ist der Gedanke, Babylon zu erreichen, völlig illusorisch.

Sie müssen also handeln, und zwar sehr schnell.

Zudem bekommt Oki Stanwer heraus, was Glusem vorhat – die Dämonenwaffe, die mit der Dämonenwaffe GOLEM verfeindet ist, hat vor, ebenfalls eine alter­native Welt zu erschaffen, in der sie die Oberhand hat. Auch dies wäre das To­desurteil für die Menschheit in der bekannten Form. Das können Oki und seine Mitstreiter also ebensowenig zulassen.

Geleitet durch die Visionen des Schädelorakels finden sie nahe Bagdad die Zeit­gruft, durch die ein Einstieg in die Vergangenheit des Jahres 1596 vor Christus möglich ist. Denn Okis Vater Marconius hat ihm hier einen Brief hinterlassen: Oki fände seinen verschollenen Vater in Babylon. Er solle hier „nach Mursilis fragen“ – also nach dem Herrscher der Hethiter, die zu diesem Zeitpunkt gerade Babylon erobert haben!

So wagt Oki Stanwer also den Sprung in die Vergangenheit, begleitet von seinen Freunden und Helfern des Lichts Klivies Kleines, Altain und Thor Gordenbeyl. Ihm ist dabei aber nicht klar, dass ihn in Babylon nicht nur sein Vater erwartet und die Hethiter – sondern auch ein monströses Wesen, das man den „Dämo­nenschmied von Babylon“ nennt. Es ist verantwortlich dafür, dass ein magisches Artefakt erschaffen wurde, das seit Anbeginn der Serie für stetiges Chaos und jede Menge Tote gesorgt hat – der Babylonische Stab, in den ein Dämonenzep­ter von TOTAM eingearbeitet worden ist…

In der Tat, dieser rund 70 Seiten umfassende, sehr schnell geschriebene Zyklus ist ein thematisches Highlight des mittleren OSM, und als ich ihn gestern Abend noch einmal durchschmökerte, packte er mich wieder ganz so wie damals vor rund 27 Jahren, als ich ihn niederschrieb.

Ach, Freunde, ich wünschte, ich könnte euch diese Geschichten schon als ferti­ge E-Books vorlegen, damit ihr ganz dasselbe erleben könnt wie ich. Doch das wird noch geraume Zeit brauchen. Ihr könnt euch allerdings über meine „Work in Progress“-Einträge stets auf dem Laufenden halten, wie weit meine Aktuali­sierungsarbeiten am OSM gediehen sind.

Ich sage nicht umsonst, dass das eine Menge Holz ist, das ist die reine Wahr­heit. Und es gibt da so vieles zu entdecken, was noch niemand kennt… davon kann ich nur einen schwachen Abglanz in den Blogeinträgen vermitteln. Aber ich tröste mich natürlich mit der Einsicht, dass zum einen meine E-Book-Aktivi­tät gerade erst begonnen hat und ich zum anderen einfach geduldig daran wei­terarbeiten will und muss – um euch letzten Endes in die Tiefen des Oki Stan­wer Mythos zu entführen.

Auch 75 Blogartikel sind nun wirklich erst ein vorsichtiges Kratzen an der Ober­fläche der komplexen Inhalte – aber es ist eine sehr schöne Möglichkeit, nach und nach in kleinen Dosen (fast bin ich versucht, „homöopathisch“ zu schrei­ben, aber das wäre vielleicht etwas garstig) einen umfassenden Eindruck mei­nes Lebenswerks zu vermitteln.

Dazu dienen auch die „Was ist eigentlich der OSM?“-Einträge, dessen Teil 20 ich in der kommenden Woche an dieser Stelle präsentieren werde. Und dann gilt es davon zu erzählen, wie mir ein kleines, struppiges Mädchen im Urwald von Coorin-Yaan über die Füße lief und beinahe mein Leben entgleisen ließ… wer sich das jetzt nicht vorstellen kann, sollte in einer Woche wieder reinschauen.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

von Anbeginn an waren diese Wesen reine Poesie, märchenhafte Geschöpfe jenseits der Vorstellungskraft, und sie rissen mich einfach mit sich, als ich ihrer ansichtig wurde, wie ein frisch Verliebter… und wer weiß, vielleicht war ich da­mals ja auch frisch verliebt in diese ewigen Reisenden zwischen den Sternen des Universums. Es verblüfft mich heute noch, zu lesen, wie schnell ich mit Ge­dichtzeilen zur Hand war, als es darum ging, sie zu beschreiben. Lest selbst:

Aus der Sterne Glut geboren,

zu leben, um zu geben,

zu genießen, um zu finden,

zu sterben, um zu erfreuen.

Asche zu Asche wie Stern zu Stern,

eure Kraft reicht äonenweit,

die Schöpfer des Alls waren eure,

Lieblinge der Sternengötter.“

Das Zitat stammt aus Band 6 des KONFLIKTS 12 „Oki Stanwer – Bezwinger des Chaos“ (1987-1993), der im August 1987 als 490. OSM-Band entstand und den Titel „Saan, die Sternenfee“ trug. Sie war die erste von diesen wunderbaren Frauen, die aus den Tiefen des Oki Stanwer Mythos auftauchte und mich sofort durch ihre Schönheit, Schamlosigkeit und Grazie bezauberte.

In dieser Episode wird der reptiloide Tasvaner Sketahr, eigentlich ein in die Grü­ne Galaxis Bytharg (die kennt ihr, nicht wahr? Wenn auch nur, zugegeben, aus dem Hörensagen eines Berinnyers namens Shaslacanyoorid – nachzulesen im Annalen-Band 2 „Ian und der Stein der Götter“, der seit Anfang Mai 2014 als E-Book erhältlich ist) verschlagener Raumfahrer, in einer Station im Hyperraum mit einer Gefangenen konfrontiert, die ihm fremdartig, aber doch auch erotisch anmutet. Und ich finde noch immer, dass diese Begegnung bis heute einen gewissen Reiz ausstrahlt, auch wenn das fast 30 Jahre zurückliegt:

Der erste Eindruck war meist der entscheidende. So war es auch bei dem We­sen, das hier in dem kugelförmigen Raum war. Es hing in blauen Energiefeldern, stand dort reglos, verbunden durch ein Dutzend Kabel mit einigen Schaltpulten und Oszillatoren. Diese Konstruktionen sahen zum Teil recht bedrohlich aus.

Und das Wesen war, so fremd es dem Tasvaner auch war, doch eindeutig weib­lich. Die Brüste und die schmale, von schwarzem Flaum bedeckte Hüftregion sprachen beredte Worte Schwarzes Haar fiel dicht und wallend bis tief in den Rücken, die Haut war goldbraun das konnte man selbst durch die schwach bläu­lich leuchtenden Energiefelder sehen.

Und die Fremde war bei Bewusstsein, sah ihn merkwürdig an. Sketahr war von dieser Person erstaunlich fasziniert.

HILF MIR, klangen Worte in seinem Geist auf. HILF MIR, UND DU HILFST DIR…“

So stieß Sketahr – und durch ihn ich selbst auch – auf ein rätselhaftes neues Volk im Oki Stanwer Mythos, auf die Sternenfeen. Ein Volk voller Geheimnisse, dessen Herkunft ich vergleichsweise bald entschleiern konnte, ohne indes da­mit sehr viel gewonnen zu haben.

Die Sternenfeen sind von der Rasse der Baumeister geschaffen worden, vor Ur­zeiten. Den Legenden zufolge waren sie einst wesentlich daran beteiligt, die Ga­laxis Arc zu strukturieren, die Heimat der Baumeister, als sie Arc gegen die Be­drohungen TOTAMS armierten und abriegelten. Wer einstmals die Serie „Oki Stanwer – Bezwinger des Chaos“ liest, wird erfahren, dass das Ziel letztlich nicht erreicht wurde. Als Oki Stanwer viele Jahrtausende, wahrscheinlich eher Jahr­zehntausende später, nach Arc kam, musste er das auf schreckliche Weise er­kennen. Doch als die Baumeister die Sternenfeen erschufen, war das noch nicht absehbar.

Als Sketahr in Bytharg im Sonnengarten dem Legendenbericht der Sternenfeen lauscht, erfährt er außerdem, dass die Baumeister, nachdem das Werk von Arc vollendet war, ihre Hilfsvölker frei ließen und ihnen jede nur erdenkliche Hilfe angedeihen ließen, um ihre eigenen Leben zu realisieren.

Die Sternenfeen, und nur um sie geht es hier ja, waren in dieser Hinsicht leicht zufriedenzustellen – alles, was sie sich wünschten, war eine feste Heimstatt, in der sie leben konnten und von der aus sie ihre Reisen durch das Universum un­ternehmen könnten.

Diese Heimstatt war der legendäre Sonnengarten.

Gelegen hinter dem mörderischen Horizont eines Schwarzen Loches und für Sterbliche quasi völlig unerreichbar, hatten die Baumeister ihnen eine göttliche Heimstatt eingerichtet, in die niemand gelangen konnte, wenn die Sternenfeen es selbst nicht wünschten. Es stand ihnen indes frei, Gäste mitzubringen, wenn ihnen danach war… oh, und ihnen war häufig danach, wie ich lächelnd ergänzen möchte.

Denn die Sternenfeen, samt und sonders gestaltet wie wunderbare menschli­che Frauen, begabt mit unglaublicher Liebesglut, alterslos und unsterblich, hat­ten… ja, man könnte sagen… ein Hobby: die Liebe selbst. Außerstande, Nach­wuchs in die Welt zu setzen, reisten sie durch den Kosmos und erfüllten arglo­sen, einsamen Herzen unterschiedlichster Völker im Universum die wildesten, heißesten Liebeswünsche. Und es kann nicht verblüffen, dass sie in die Legen­den der Völker eingingen.

Da kamen sie dann vor, göttliche Geschöpfe von wundervoller, graziöser Nackt­heit, die mit unendlicher Gunst und leichtem Herzen ihre Liebeswonnen schenkten und sich dann, wann immer sie ruhelos weiterzogen, in Energiefun­ken auflösten und von Welt zu Welt reisten.

Man nannte sie „Hyperraumgängerinnen“, weil sie es vermochten, vermittels ihres reinen Willens durch die Weiten des Weltraums zu reisen, nicht angewie­sen auf technische Krücken wie Raketen oder dergleichen. Indes war mir, als ich sie erstmals beschrieb, diese Art und Weise der Fortbewegung nicht recht klar. Heute sehe ich das deutlicher und präziser: Die Sternenfeen besitzen eine di­rekte parapsionische Verbindung in die universale Matrix und eine Art von Spürsinn, der sie direkt mit den Matrixfäden interagieren lässt, die das Univer­sum durchziehen.

Wenn man so will, sind sie Gestalt gewordene, lebende Matrixraumschiffe, und welcher Baumeister auch immer sie erschaffen hat, hat mit ihnen ein wahres Wunderwerk realisiert, das noch weit mehr ist als nur die wollüstige, alterslose Liebesdienerin der Götter, die man üblicherweise in Sternenfeen sieht.

Sonnengärten gibt es viele im Kosmos – ich bin über die genaue Zahl nicht ori­entiert. Doch wenn man bedenkt, dass es zweifellos Millionen von Sternenfeen gibt, muss man von Tausenden von Sonnengärten ausgehen, vielleicht in jeder Galaxis des Universums einen, ein regelrechtes Netzwerk von Stützpunkten, in dem die Liebesbotinnen sich ausruhen können, wenn sie einmal vom Herz­schmerz im Kontakt mit den Sterblichen Ruhe unter Ihresgleichen suchen.

Denn machen wir uns nichts vor: Sternenfeen sind nicht nur Botschafterinnen der Liebe, sie sind auch in einem gewissen Sinne Verdammte ihres Schicksals. Stets müssen sie dem Welken ihrer sterblichen Erwählten zusehen, wenn sie es ertragen… niemals sehen sie Nachwuchs, die letztliche Erfüllung der Liebe bleibt ihnen versagt… für ewige Geschöpfe wird dies zunehmend zu einer Last, so göttlich können sie überhaupt nicht sein, um dies nicht zu fühlen.

Und so kann es auch nicht verwundern, dass im Laufe der zahllosen Milliarden von Jahren, die seit der Erschaffung der Sternenfeen vergangen sind, die Son­nengärten immer leerer werden. Denn die Macht des Bösen nagt ebenso an diesem Dienervolk der Baumeister wie die Qual des Herzens selbst. Viele Ster­nenfeen werden Opfer TOTAMS, andere suchen von sich aus den Tod, aus Lie­besqual, aus Lebensüberdruss… die Gründe sind vielfältig. Sternenfeen sind nicht unverletzlich, ihre Herzen schon gar nicht, sie sind nur alterungsresistent.

Deshalb ist der Sonnengarten in der Galaxis Beltracor im KONFLIKT 25 ein einsa­mer, trauriger Ort voller bitterer Erinnerungen. Die Sternenfee, die den Namen Gloria erhält, weiß das wohl. Ihrem aktuellen Geliebten, einem einfachen Land­arbeiter namens Anton Devorsin, ist das freilich völlig fremd. Doch er wird das erleben… und ihr auch, wenn ihr wollt. Denn dies ist das Thema des dritten Bandes der Reihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“, der gestern als E-Book auf Amazon-KDP erschienen ist.

Die schamlose Frau“ behandelt die Lebensgeschichte des Landarbeiters Anton Devorsin auf dem Planeten Zhailon, der zum Herren des Landsitzes Devorsin-Tasson aufsteigt und dabei zwischen zwei leidenschaftlichen Frauen steht, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

Hier könnt ihr in einer Nahaufnahme eine der legendären Sternenfeen beob­achten und ihre Besonderheiten, ihre Liebesfertigkeit und ihren Seelenschmerz in gleichem Maße kennen lernen… und dass es noch eine Menge mehr über diese Geschöpfe zu berichten gäbe, weiß ich wohl. Doch soll dies nur eine erste Näherung sein, die euch zugleich vorbereiten vermag auf spätere Begegnungen mit den Sternenfeen.

Ich denke da an die Sternenfee Viviane, die Oki Stanwer auf dem Raddampfer MISSOURI in der NISCHE des KONFLIKTS 19 (Serie „Oki Stanwer – Der Missio­nar“, begonnen 1991) als Pfadfinderin dient. Ich denke auch an die Sternenfee Nayina, Klivies Kleines´ schöne und tödliche Attentäterin im Krieg in der Galaxis Calat im KONFLIKT 22 (Serie „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“, begonnen 1989) oder auch an das chaotische Geschehen, das die Sternenfeen auslösen, als sie den Alli-Planeten Draat in den Vorwehen des Final-KONFLIKTS 20 erreichen (Se­rie „Oki und Cbalon – Das Ewigkeitsteam“, 1984-1997), wo sie „Kasernen und Siedlungen in Bordelle verwandeln“, wie der verzweifelte Ratsherr Zhallid das nennt…

Fürwahr, wer im OSM auf Sternenfeen stößt, der tut gut daran, seine Moralvor­stellungen über Bord zu werfen – ich denke, ihr werdet es erleben… und beizei­ten kann ich euch dann auch erzählen, warum der Ursprung der Sternenfeen in KONFLIKT 2 zu finden ist, in jener Serie, mit der die reguläre Publikation des OSM begonnen hat – „Oki Stanwer und das Terrorimperium“.

Ihr werdet überrascht sein, denke ich.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein angenehmes Abenteuer mit der Sternen­fee Gloria und verlasse euch bis zur kommenden Woche.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos,

diesmal begeben wir uns in die ferne Zukunft des Oki Stanwer Mythos. Längst sind solche Personen wie Oki Stanwer oder seine göttliche Tochter Sarai zu my­thischen Wesen im Gedächtnis der Lebenden entrückt, der furchtbare KON­FLIKT, die Welt TOTAM und die grässlichen Dämonen von TOTAM nur noch vage Schatten aus Märchen.

Das alles glaubt auch der junge Rechtsanwaltsgehilfe Tasvon Salgarin auf dem Planeten Zhailon in der Galaxis Beltracor, wo ferne Menschenabkömmlinge ohne die Kenntnis der entwickelten Raumfahrt leben. Hier liegt sein verehrter Großvater Anton Devorsin, der Herr von Devorsin-Tasson, einem herrschaftli­chen Gut, in den letzten Zügen seines Lebens. Und eine seltsame, fixe Idee scheint ihn umzutreiben, manisch geradezu – seine Bediensteten sollen rück­sichtslos das Gut umgraben, was völlig sinnlos erscheint.

So sieht es aus, bis Tasvon auf eine metallene Kassette stößt und auf seinen rät­selhaften, skandalösen Inhalt… und so wird der Enkel hineingesogen in die Ver­gangenheit seines Großvaters Anton, der fünfzig Jahre lang mit der schönen Bernadette Tasson verheiratet war und eine vorbildliche Ehe geführt hat.

Doch dann erfährt Tasvon von der geheimen Vergangenheit Antons und wird in ein Geheimnis eingeweiht, das geradewegs über die Welt Zhailon hinausführt und einem unvorstellbaren Wesen neues Leben einhaucht – der schamlosen Frau…

Dies ist für euch ein weiterer Schritt in die großen Mysterien des Oki Stanwer Mythos und zugleich eine Liebesgeschichte voller Sinnlichkeit und Tragik, wie ich sie bisher noch nie veröffentlicht habe. Mit rund 350 Seiten Länge ist dies das bislang umfangreichste veröffentlichte E-Book und zugleich Band 3 der lo­ckeren Reihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“. Die Geschichte lässt sich ohne Vorkenntnis der bisherigen OSM-Geschichten lesen und verstehen. Aufgrund ih­res Umfanges kostet das Werk 4,99 Euro und ist ab sofort auf Amazon-KDP im MOBI-Format erhältlich.

Der Gratisdownload ist am 12. August 2014 möglich.

Ich wünsche euch eine angenehme Lektüre und freue mich jederzeit über Kom­mentare und Bewertungen des Werkes auf Amazon-KDP.

Ansonsten sehen wir uns morgen wieder an dieser Stelle, wo ich in meinem Wochen-Blog aus gegebenem Anlass – Annalen 3! – etwas zu legendären We­sen im OSM erzählen werde… zu so genannten Sternenfeen.

Ich würde sagen, das solltet ihr nicht verpassen.

Bis morgen dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

PS: Und ich empfehle den Neugierigen, die diesen Roman lesen, ihn sinnvoller­weise ZWEIMAL zu lesen… denn bei der Zweitlektüre kann man all die verbor­genen Anspielungen darin noch weit besser verstehen. Mir wenigstens ging es so, wann immer ich ihn zur Hand nahm, dann genau wissend, wohin die Hand­lung steuerte…

Liebe Freunde des OSM,

dieser Monat war erneut eingetrübt von mancherlei traurigen Ereignissen. Gleich zu Beginn des Monats wurde ich mit zwei Todesfällen im Freundes- und Familienkreis und einer weiteren Beerdigung konfrontiert, was natürlich etwas drosselnden Einfluss auf meine Aktivitäten im Rahmen des Oki Stanwer Mythos (OSM) hatte. Hinzu kamen zwei weitere erschwerende Fakten. Neben der Lek­toratsarbeit handelte es sich dabei um einen sozusagen „nicht-endemischen“ Faktor, der also nicht aus dem OSM heraus wirksam wurde, und um einen wei­teren, der sehr wohl dort zu verorten ist. Schauen wir uns erst kurz den zweiten davon an.

Ich erzählte in den Berichten für Dezember 2013 und Januar 2014, dass mich die Arbeit am OSM-Band 1675 ein wenig auf der Stelle treten ließ. Nun, das gilt auch für diesen Monat April, nur ist es diesmal Band 1700 des OSM. Ich arbeite an ihm, aber er ist halt noch nicht fertig, und solange „behindert“ er auf kreati­ve Weise mein sonstiges Vorankommen. Deshalb überwiegen in diesem Monat die angefangenen und nicht vollendeten Werke die fertig gestellten bei weitem.

Der andere Grund, der außerhalb meines kreativen Werkes angesiedelt ist, lässt sich mit einem Begriff zusammenfassen: Raum & Zeit Continuum III! Wie im Flug sind die zurückliegenden zwei Jahre seit dem RZC II vergangen, auf dem die Wurzeln meines E-Book-Programms zu suchen sind. Und da ich heutzutage nicht nur Conhelfer bin, sondern Teil des Vorstandes des Fördervereins Phantas­tika Raum & Zeit e. V. und Conorganisator sowie selbst Programmgestalter mit zwei eigenen Programmpunkten… na ja, ihr könnt euch selbst denken, das wirkt sich in den Wochen direkt vor dem Con schon aus. Und so war es dann auch.

Geschichtenstücke für Lesungen auswählen, einen Vortrag strukturieren, Testle­sung machen, Ausdrucke der Titelbilder anfertigen für den Con, statistische Ge­danken für die Präsentation machen… es gab eine Menge zu tun. Und schwupp­dich, war der Monat rum.

Dennoch, folgendes habe ich dann trotz alledem geschafft, und ich glaube, es kann sich durchaus sehen lassen:

14Neu 13: Die Todessonne

(14Neu 14: Die Geburt der Todeswelt)

(14Neu 15: Angriff der Soogrer)

Erläuterung: Das Volk der Soogrer, das man sich etwa tropfengestaltig vorstel­len muss – beizeiten werdet ihr in einer der Bildergalerien auf der Homepage meine grafische Version eines Soogrers zu sehen bekommen, und ich denke, die ist durchaus gelungen – , ist eines der Hilfsvölker der Dämonenwaffe Rookax in diesem KONFLIKT. Aber die genetischen Ingenieure der Soogrer tauchen später auch in anderen OSM-Serien auf.

(14Neu 16: Stoßtrupp nach Suriloom)

Erläuterung: Suriloom ist eine Siedlerwelt der Soogrer, und das erwähnte Stoß­truppunternehmen dient der Suche nach dem verschollenen Helfer des Lichts Klivies Kleines.

Blogartikel 69: Work in Progress, Part 16

18Neu 54: Glusems Spur

NK 4: Gefahr aus dem Nichts (Abschrift)

(NK 7: Werber des Lichts)

(18Neu 55: Mysterium um Oki Stanwer)

Blogartikel 88: Über den Tod… und darüber hinaus

(18Neu 57: Kampf um das Dämonenzepter)

Erläuterung: Die Dämonenzepter der Dämonen von TOTAM sind unheimliche Dinger und machtvolle Waffen voller Eigensinn und Heimtücke. Ich erzähle dazu beizeiten mehr, wahrscheinlich in den kosmologischen Lektionen, aber das wird noch dauern. Es ist sinnvoller, wenn ihr vorher mal in den publizierten E-Books mit so einem Ding konfrontiert worden seid, dann lassen sich die theoretischen Details besser verinnerlichen. Aber eins ist sicher – ich habe noch lange nicht alle Geheimnisse dieser Zepter gelöst, und wie sie konkret mit den SIEBEN SIE­GELN VON TOTAM zusammenhängen, das muss ich noch erforschen. Eine schwierige, aber sehr spannende und gefährliche Materie…

(Ungleiche Freunde – OSM-Story)

Erläuterung: Ach, Freunde… diese Story würde ich wirklich zu gern in absehba­rer Zeit publizieren. Ich habe jetzt schon die zweite, köstliche Szenenblende dar­aus gesehen und niedergeschrieben. Wenn dieser Beitrag erscheint, wird euch der Name der Hauptperson schon etwas sagen – Senyaali. Ja, ja, das ist das kleine Balg, das in dem zweiten Annalen-Band „Ian und der Stein der Götter“ zur Welt kommt.

In der obigen Geschichte ist das Mädel schon ein wenig älter, in der Szene, die ich diesen Monat sah, etwa sieben bis acht Jahre jung. Und da geht es dann um eine sprechende Schlange, eine lachende Felsenflechte, einen toten Raumfahrer und um allerlei abenteuerliche andere Dinge… aber leider ist der Bilderstrom vorerst wieder versiegt, und ich habe noch kein klares Ziel in der Geschichte ausfindig machen können. Es wird also wohl noch dauern, ehe ihr sie zu sehen bekommt. Aber ich denke schon jetzt, ihr werdet die kleine Yaali und ihren stu­ren Eigensinn lieben lernen.

(18Neu 56: Der Dämonenschmied von Babylon)

NK 5: BOYDIA (Abschrift)

(NK 8: Tiefenstation der Baumeister)

Blogartikel 81: „Was ist eigentlich der OSM?“, Teil 21

Blogartikel 74: OSM-Kosmologie, Lektion 4: Ätherische Wesen – Sternenfeen

Erläuterung: Das ist sozusagen eine kleine Ergänzung zum dritten Annalen-Band „Die schamlose Frau“, wo es ja zentral um eine Sternenfee geht… und nein, mehr wird nicht verraten.

Blogartikel 87: Logbuch des Autors 9: Besuch in Beltracor

(Auf ewiger Mission – OSM-Story)

(18Neu 58: Horrorchor der sterbenden Seelen)

(Auf Sklavenjagd – OSM-Story)

E-Book 17: Sternenlegenden

(OSM-Wiki)

(NK 9: Der Nachtkristall)

Erläuterung: Der Titel ist eigentlich eine dramatische Untertreibung. Man stellt sich darunter dann etwas Possierliches vor, eine Art von Schmuckstück… na ja, ihr solltet euch darunter vielleicht eher eine Art von kristallinem GLETSCHER vorstellen, um die Dimension dieses Gebildes genauer zu veranschaulichen. Und was es ist? Nun, ich würde sagen, Eingeweihte nennen es ein „HEIMATSTÜCK“, und in KONFLIKT 24, wo diese Episode spielt, ist das gewissermaßen das Ein­trittstor in das totale Grauen… und für die armen drachengestaltigen Leet führt dieser Nachtkristall in eine Welt, die man „Hohlringland“ nennt. Ihr werdet noch davon hören.

(NK 6: Die Vernichtungsfelder)

Erläuterung: Tja, und das sind dann schon wieder die kürzlich bereits erwähnten Transversalen-Felder, die den KONFLIKT 24 zu solch einem Minenfeld machen. Stellt sie euch ein wenig wie energetische, unaufhaltbare Tornados vor, die auch durch festes Gestein hindurchgleiten und dabei alle Materie auflösen und ir­gendwo ins Universum transmittieren… so ergeht es hier den in einer Höhlen­welt lebenden Angehörigen des Volkes der „Mörder“.

Fortsetzung folgt…

E-Book 16: Das Archiv der Hushhiner

(12Neu 21: Salketh-en-torion)

(E-Book 28: Auf Götterpfaden)

Erläuterung: Da seid ihr etwas baff, hm? Tja, der OSM im E-Book lässt sich, weil der KONFLIKT 2 „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ bereits so weit vorange­schritten ist, schön vorausplanen. Und als ich mit den obigen beiden E-Books des zweiten Hushhin-Zyklus fertig war, wollte ich natürlich schon mal etwas Vor­arbeiten für die Fortsetzung legen, und das ist just der obige Band. Dort werden die Abenteuer von Noshtoy und seinen Gefährten weiter beschrieben… ich den­ke, darauf könnt ihr euch wirklich freuen. Selbst wenn diese Episode bei der ak­tuellen Publikationsfrequenz erst im Jahr 2015 für euch zugänglich werden wird. Aber wie ich oben schon andeutete: wenn schon zwei Jahre zwischen dem RZC II und RZC III im Fluge vergehen, dann sind die paar Monate, bis ihr das E-Book 28 zu lesen bekommt, nun wirklich kein signifikantes Problem.

(E-Book-Glossar)

(Glossar der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“)

(E-Book 18: Gefangen auf der Dschungelwelt)

(IR 24: Projekt 700.000)

(Annalen 3: Die schamlose Frau)

(Glossar der Serie „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“)

(NK 10: Programmiertes Leben)

(NK 11: Flucht ins Chaos)

(IR 25: ZYNEEGHAR-Krieg)

Maiblog 2014

Blogartikel 90: „Was ist eigentlich der OSM?“, Teil 22

(18Neu 59: Wenn das Schicksal ruft…)

Erläuterung: Dies ist der erste Teil eines neuen Zyklus, der sich an „Das Inferno von Babylon“ anschließt. Es sei nur kurz angedeutet, dass dies alles in einer Welt spielt, die wir uns wirklich nicht als unsere Urlaubskulisse ausmalen wür­den – sie wurde von der Dämonenwaffe GOLEM ersonnen und der menschli­chen Geschichte übergestülpt. Als Oki Stanwer hier erscheint, ist er quasi sofort Gejagter.

(NK 12: Das konstruierte System)

Erläuterung: Ich sage es bei der Abschrift dieser Serie immer wieder… verglichen mit TI ist hier soviel los, dass man es echt kaum glauben kann. Ihr wisst das als Leser von TI ja vermutlich selbst – die Serie geht recht entspannt und vergleichs­weise locker los. In NK, also im KONFLIKT 24, ist mit Band 12 schon die Hölle los. Man merkt das an NK 12 besonders deutlich. Denn der spielt nicht mal mehr im regulären Universum.

Wo dann? In einem so genannten EXIL der Baumeister, das „Astalocon“ genannt wird und ein komplettes Sonnensystem enthält… eins mit einem blauen Riesenstern und vier Begleitsonnen, und jede der Sonnen besitzt ein eigenes Sonnen­system… mit normierten Welten. Das heißt, es gibt quasi jede Welt viermal, in jedem einzelnen dieser Sub-Sonnensysteme.

Natürlich entsteht so etwas nicht auf normalem Wege. Das System wird Cres-lad-vii genannt und ist die Heimat des Volkes der Zhoynn, und die armen, hier­hin entführten tassinischen Raumfahrer haben überhaupt keine Ahnung, was ihnen widerfährt…

Deshalb ist es ja ganz gut so, dass ich mit TI begonnen habe. NK wäre denkbar ungünstig gewesen – zu viele Voraussetzungen, die der Leser kennen muss. Bis NK 12 hättet ihr hier schon Grauhäutige, die Lichtmächte, Oki Stanwer, Bau­meister, Berinnyer, die Galaxis Bytharg, die Dämonenwaffen von TOTAM, TO­TAMS Knochenstraßen, HEIMATSTÜCKE, Primärenergie, Helfer des Lichts, Gold­kristall und vieles andere kennen müssen… und es wäre wohl keine angenehme Lektüre für euch geworden.

Später, Freunde, später… ich bin nach wie vor dabei, sanft die Grundlagen für ein tieferes Eindringen in den OSM zu legen. Und ich glaube, das klappt.

OSM 40: Gehirn-Parasiten (kommentierte Abschrift)

So, und damit war der Monat dann vorbei. Ihr seht, ereignisarm war er nicht eben. In der nächsten Woche nehme ich euch dann mit auf eine Reise zu einem der schönsten OSM-Völker, zu den mythischen Sternenfeen. Ich glaube, das soll­tet ihr euch nicht entgehen lassen.

Bis dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

am 15. Juni 2014 kündigte ich an, dass ich mich heute um den Schluss des Krea­tivjahres 1999 und um ein Wesen kümmern würde, das Shorex’uss heißt und das manche von euch schon kennen könnten. Warum dies? Nun, weil die ersten Rohskripte – wie man das heute nennen muss, wo ich den OSM allmählich in die fertige Form konvertiere und in die Öffentlichkeit bringe – seit ein paar Jah­ren auf der Homepage www.sfcbw-online.de nachzulesen sind. Etwas verbud­delt, zugegeben, aber sie stehen dort. Wer also nicht abwarten will, bis ich die­se Geschichten im Rahmen der „Annalen der Ewigkeit“ mit Titelbild und in gut lesbarer E-Book-Form ans Licht hebe, der kann sich dort schon einen ersten, eher flüchtigen Eindruck von Shorex verschaffen.

Begonnen hat das alles, wie gesagt, schon im Jahre 1999, also vor fünfzehn Jah­ren. Damals bereiste ich, wie ich im Wochen-Blog 67 ausführte, die Galaxis Feu­errad im KONFLIKT 24 „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“, und ich stieß dabei auf eine unglaubliche Existenzform.

Wovon rede ich? Von FEUERQUALLEN.

Das ist natürlich nur so ein Begriff, denn eigentlich ist jedes Wesen, das jemals auch nur in die Nähe einer FEUERQUALLE kam, unverzüglich gestorben, zumeist mitsamt dem Sonnensystem, in dem sie gesichtet wurden. FEUERQUALLEN sind eine von vielen Geißeln, die die sterbende Galaxis Feuerrad heimsuchen. Eine Galaxis, die zugleich von zahlreichen fremden Völkern bewohnt wird, die im­merzu auf der Flucht sind. Vor FEUERQUALLEN, vor SPLITTERN, vor marodieren­den Tay’cuur, vor Raumpiraten, vor Sklavenhändlern… ach, eigentlich fast vor allem.

Und ich dachte, als ich meine armen Tassiner durch diese Galaxis bugsierte, wie sinnvoll es doch wäre, mehr über diese Galaxis zu wissen. Ich wollte nicht schon wieder nur flüchtig durch diese Galaxis durchschießen… wieder? Ja, denn Feu­errad war bereits schon Schauplatz gewesen. Ich habe davon kursorisch berich­tet: Während meiner Arbeiten am KONFLIKT 20 „Oki und Cbalon – Das Ewig­keitsteam“ (1984-1997) fand Oki Stanwer in Feuerrad die geheimnisvollen Dun­kelwelten und die Dämonenzepter (vgl. Wochen-Blog 66).

Aber damals fand ich keine Gelegenheit, darauf intensiver einzugehen. Auch in KONFLIKT 24 sah das eher nicht danach aus… und so quoll der „Strom der Bil­der“ in ein neues Gedankenbett, und ehe ich begriff, was eigentlich passierte, fand ich mich in einem abenteuerlichen, unglaublich fremdartigen Setting wie­der.

Ich erwachte in einer Gravowiege der rätselhaften Xin zu neuem Autorenleben und sah eigentlich… gar nichts. Finsternis ringsum, anheimelnd warm, erfüllt von seltsam quietschendem Leben, ja. Und da war ein kleiner Intelligenzkeim, der blind und ahnungslos heranzuwachsen begann: ein Xin. Ein bizarres Wesen, das eine so seltsame Kindheit hat und eine so eigentümliche Symbiose mit an­deren Xin eingeht, bis ein fassförmiges Symbiontenwesen entsteht, dass der Platz hier nicht reichen würde, um das ausführlich zu erläutern. Das muss spä­teren Einträgen des Blogs vorbehalten bleiben.

Wichtig ist nur folgendes: dieser eine Xin namens Shorex wurde zwar, wie alle Xin, blind geboren, aber er sah DENNOCH. Und zwar spürte er mehr, als dass er es sehen konnte, so genannte Flammen. Er begriff nicht, was das war, und sie fügten ihm Qualen zu… aber er wusste sofort, dass sie Gefahr darstellten.

Was er nicht ahnen konnte, war, dass er aufgrund dieser Fähigkeit – möglicher­weise eine seltene genetische Mutation – zu einem organischen Frühwarnsys­tem für sein Generationsschiff Airexx-330 geworden war. Und ohne richtiges Verstehen der Zusammenhänge verhinderte er die Vernichtung des Schiffes und wurde der mit Abstand wichtigste Xin an Bord der Airexx-330. Das Zentralkol­lektiv des Schiffes ergriff darum auch besondere Sicherungsmaßnahmen und Restriktionen, was die Informationsfreigabe an ihn betraf, um ihn langfristig zu schützen.

Shorex begriff das alsbald als Bevormundung. Und da er sehr viel schneller mental reifte als übliche Xin und sehr viel intelligenter als sie war, begann er ge­schwind, sich in die Geheimnisse von Feuerrad und die seines eigenen Volkes einzuarbeiten. Dass das zu einer Katastrophe führen würde, konnten damals weder ich noch er ahnen.

Der bislang sechsteilige Shorex-Zyklus wird noch deutlich länger werden, und ihr werdet noch von ihm hören. Der erste Roman des Zyklus (heute würde ich ihn quantitativ eher eine Novelle nennen) war „Der Feuerspürer“, der am 6. Oktober 1999 fertig gestellt wurde.

Im weiteren Oktober und November 1999 kam ich an die nächste kreative Klip­pe: ich schrieb im Rahmen des konfusen KONFLIKTS 21 „Oki Stanwer – Fürst von Leucienne“ (FvL) an einem Dreiteiler um das Lyosh-Cevaan-Expeditions­schiff VALATER-GORN, das durch ein rätselhaftes Phänomen offensichtlich in die tiefe Vergangenheit verschlagen wurde. Dummerweise war das nicht mal die halbe Wahrheit – die VALATER-GORN fand sich auf einmal mit ihrer Besatzung in einem kosmischen Krieg wieder, nämlich dem Krieg der TAA PHESKOO Oki Stanwers (angeblich schon seit Tausenden von Jahren ausgelöscht) mit den Truppen des Ewigen Reiches. Und hier trafen sie auf die rätselhaften Wissen­schaftler aus dem Volk der Veskoy…

Ja, ja, ich weiß, ihr kennt die Veskoy aus dem KONFLIKT 22 „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“, aber während ich die obigen Episoden schrieb, musste ich ver­stehen, dass jene Veskoy, die ich 5 Milliarden Jahre SPÄTER kennen gelernt hat­te, eigentlich hier ihren Ursprung hatten. Na ja, und eigentlich auch wieder nicht… genau genommen waren DIESE Veskoy in KONFLIKT 21 Überbleibsel des KONFLIKTS 22… nein, sie waren nicht wirklich durch die Zeit gereist, und eigent­lich waren sie das doch…

Ich war völlig durcheinander, und das geht euch sicherlich genauso. Es kann darum nicht überraschen, dass ich im ersten Teil der Trilogie, FvL 15 „Krisensek­tor Parsal-II“ ins Stocken kam. Als ich im Dezember mit Teil 2, FvL 16 „Das Tor ins Gestern“ weitermachen wollte, war ich schon so durcheinander, dass es bei dem Versuch blieb.

Ich wandte mich lieber dem zweiten Shorex-Roman „Der Feuersucher“ zu, blieb aber auch hier noch an der Oberfläche, und fertig stellen konnte ich ihn schon gar nicht. Das gelang mir nur mit dem Band 25 des KONFLIKTS 28 „Oki Stanwer – Der Siegeljäger“ (Eigentitel: „Operation Ewiges Leben“), in den ich dann wei­ter flüchtete.

Ja, und dann war, mit gerade mal 20 OSM-Episoden, das Jahr schon wieder rum. Ich kam mir frustriert vor… überall nichts als Baustellen, Rätsel, Projekte… und im Grunde genommen wollte ich doch außerdem mit meinem Studium fer­tig werden. Ich hatte es im Herbst 1994 begonnen, die Regelstudienzeit betrug eigentlich 8-9 Semester, also maximal fünf Jahre. Die waren jetzt gerade rum.

Gut, ich hatte durch einige Praktika natürlich Zeit verloren, dennoch suchte ich jetzt, während ich meine letzten Pflichtscheine machte, allmählich nach einem Magisterthema. Ich ging zuversichtlich davon aus, dass ich im Jahr 2000 meine Magisterarbeit unter Dach und Fach bringen würde. Wie sollte ich mir etwas anderes vorstellen können?

Es war beim besten Willen nicht ersichtlich, dass im Jahr 2000 sowohl beinahe mein Studium Schiffbruch erleiden sollte, ferner meine Magisterarbeit in spe, meine Arbeiten für den SFCBW und der OSM an sich…

Wie DAS nun möglich werden sollte? Ach, das hat mit einem wilden, unglaubli­chen Blondschopf namens Christina von Zhiongar zu tun und mit einer neuen Lieblingsautorin namens Diana Gabaldon. Und so unmöglich sich das auch an­hören mag – es begann, wie alle unvorstellbaren Dinge, völlig banal: nämlich damit, dass ich, von argen Kopfschmerzen geplagt, nach leichter Lektüre griff und sie in der Badewanne zu lesen begann. Damit löste ich die größte Kreativ­explosion meines Lebens aus, aber das hätte ich niemandem geglaubt, der mir das vorher zu erzählen versucht hätte. Es hört sich ja auch heute, nach fast 15 Jahren noch ungeheuerlich und wie ein Märchen an.

Ich berichte darüber im kommenden Teil, der am 17. August hier nachzulesen sein wird.

In der kommenden Woche erzähle ich in der Rubrik „Work in Progress“ davon, was ich im April 2014 so geschrieben habe. Ich freue mich auf eure Neugierde. Bis in sieben Tagen.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde meiner E-Books, werte Leser des OSM,

so ist also der Sommer – schweißtreibend, alle Dinge verlangsamend, und vor allen Dingen: gründlich ablenkend. Man denkt an alles Mögliche – an Urlaub, an Eis, an Sonnenbaden, kühles Wasser, in dem man seinen glühenden Körper ver­senken kann, vielleicht auch an Sommerevents wie Sommerfeste, Konzerte und dergleichen…

Eigentlich konnte mich da also gar nicht überraschen, was geschehen ist. Den­noch bin ich etwas betrübt und hoffe, die Dinge entwickeln sich nun, nachdem die Fußball-WM abgeebbt ist und sich der Urlaub sowie die Sommerferien in Bälde ihrem Ende zuneigen, wieder etwas positiver für Selfpublisher wie mich. Denn ihr könnt euch das vorstellen – während ihr euch ausruht und einfach neugierig auf das nächste Werk warten könnt, habe ich hier gut zu tun. Wer meinen Blog regelmäßig verfolgt, namentlich die „Work in Progress“-Einträge, der weiß ein bisschen besser Bescheid.

Doch kommen wir zum Kern der Dinge: heute früh wurde der Gratisdownload meines aktuellsten Werkes abgeschlossen. Es handelt sich dabei um den Band 12 der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI), Eigentitel „Sternenle­genden“. Nebenbei bemerkt: dass es einen gleichnamigen Roman der Serie DIE TERRANAUTEN gab, war mir unbekannt. Das hat mich selbst verdutzt. Aber ir­gendwie ist’s auch witzig.

Wie sieht jetzt der Endstand der Gratisdownloadaktion aus, ungeachtet also der Fußball-WM und der sonstigen Sommerablenkungen? Nun, gerade mal 203 Le­ser fanden den Weg bislang zu diesem aktuellen E-Book, das ist schon betrüb­lich. Aber der Trost bleibt natürlich, dass man „Sternenlegenden“ jederzeit für 0,99 Euro nachkaufen kann.

Es wird freilich noch geraume Zeit dauern, ehe ich dieses Werk dann auch als EPUB anbieten kann. Aber wer mag und kein Amazon-Gerät sein eigen nennt, könnte sich zumindest mit dem gerade heute veröffentlichten zweiten EPUB-E-Book von mir, „In der Hölle“ die Zeit vertreiben. Der Preis dieses Werkes, das auf der Plattform www.beam-ebooks.de zum Download bereitsteht, beträgt 2,99 Euro, also ebenso viel wie bei der MOBI-Version desselben Werkes, das ja schon seit dem vergangenen Sommer erhältlich ist.

Wir sehen uns wieder an dieser Stelle in fünf Tagen, wenn ich euch wieder in meine kreative Biografie entführen werde mit dem nächsten Teil der Blogserie „Was ist eigentlich der OSM?“ Diesmal könnt ihr euch auf eine kleine Abenteu­erreise in die Galaxis Feuerrad einstellen. Wer neugierig ist, der folge mir in die­se Sterneninsel des Niedergangs…

Bis dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos,

wer immer von euch – oder auch künftig von allen Neuankömmlingen, die mei­ne Werke gerade erst entdecken – in die Tiefen des Oki Stanwer Mythos (OSM) und seiner Universen vorstößt, wird an einem Begriff nicht vorbeikommen, der in der Regel unter den Wissenden Schauder und Entsetzen auslöst, mindestens aber Unverständnis und Verstörung.

Der Begriff lautet TOTAM.

TOTAM, das ist nach der Doktrin der Sieben Lichtmächte der finstere Antago­nist Oki Stanwers, jene Macht, deren Ziel angeblich darin besteht, alles zu ver­nichten, was man im baryonischen Universum sehen kann. TOTAM sei etwas, was schlechthin vollkommen unbegreiflich ist und mit dem es keinerlei Konsens gibt, sondern nur den Kampf bis aufs sprichwörtliche Messer.

Doch so gut wie niemals ist jemand dort direkt vor Ort gewesen, auf jener Welt namens TOTAM, dem Zentrum des Bösen.

Nachdem ich im Sommer 2013 dieses Werk, den Band 1 der Reihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“, schon im MOBI-Format für die Besitzer von Amazon-Geräten bzw. Nutzer der KindleApp bereitstellen konnte, gibt es das E-Book „In der Hölle“ jetzt auch im EPUB-Format für alle anderen Endgeräte. Es ist ab so­fort – 15. Juli 2014 – im Shop „www.beam-ebooks.de“ erhältlich und kostet 2,99 Euro. Eine Printversion ist für die nähere Zukunft ebenfalls in Planung.

Wer also immer von euch Genaueres über TOTAM wissen will oder wollte, hat nun die Gelegenheit, eine Gruppe von Entführten aus dem INSEL-Imperium Oki Stanwers im 4. Universum des Oki Stanwer Mythos dorthin zu begleiten – auf eine Welt, auf der Leben und Tod ihre Bedeutung verlieren und Dinge mög­lich sind, die man schlechthin für undenkbar hält…

Ich wünsche euch eine angenehme Lektüre!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.