Liebe Freunde des OSM,

es ist schon ein paar Wochen her, dass ich den ersten Teil dieser kleinen Sub-Ar­tikelreihe für euch online stellen konnte. Das war in Wochen-Blog 62, der am 11. Mai erschien, am 80. Geburtstag meines Vaters Johannes Lammers, der die­sen Tag leider nicht mehr erleben konnte. Ihr wisst, dass er am 3. Dezember 2013 verstarb.

Im ersten Teil dieser Artikelreihe habe ich erläutert, wie ich in den späten 70er Jahren, also im Alter von etwa zwölf, dreizehn Jahren, dazu kam, neben der da­mals in Arbeit befindlichen Serie „Die Abenteuer der Galax“ auch noch so genannte „Galax-Sonderbände“ zu konzipieren. Und diese waren unbewusst dann Jahre später auch die Inspiration der alten Reihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“.

Diese lose Geschichtenreihe begann, das schrieb ich bereits, mit der Story „Die Dunkle Macht“ (OSM 392), in der Oki Stanwer, beauftragt von einem Baumeis­ter, im späten KONFLIKT 9 eine Falle TOTAMS entschärft. Diese Geschichte ent­stand 1986. Vorausgegangen war ein etwas unausgegorener Versuch in vier Schritten, mehr vom Finalzyklus des KONFLIKTS 9 „Der Kaiser der Okis“ umzu­setzen. Das musste natürlich schiefgehen, weil ich einfach noch nicht gedank­lich und stilistisch soweit war, dass das hätte funktionieren können.

Die Rede ist von vier kurzen Werken, die alle 1983 entstanden und alle im oki­schen Imperium spielen. Die drei zusammenhängenden Werke „Geheimdaten verweigert!“, „Die leblosen Doppelgänger“ und „Revolte der Okis“(OSM 75, 76 und 77) gruben sich gleich in einen zentralen Komplex des KONFLIKTS 9. Dort entsteht, wie erinnerlich, Oki Stanwers Imperium in der Galaxis Milchstraße, zentral gesteuert vom ZYNEEGHAR 11, dem so genannten „Okiplaneten“ (op­tisch durchaus angelehnt an den „Todesstern“ aus STAR WARS 1). Das Zentralge­hirn BURTSON erschafft die humanoide Roboterrasse der Okis und installiert sie als Ordnungs- und Wachtruppe in der Galaxis.

Dieses Robotervolk ist imstande, die ewigen Bruderkriege in der Galaxis zu be­enden und ein Vielvölkerimperium zusammenzuschmieden, das von Oki Stan­wer als „Kaiser der Okis“ geleitet wird. Da Oki Stanwer aufgrund seiner hohen Primärenergieaufladung extrem langsam altert, braucht er so etwas wie etwa einen Zellaktivator nicht.

Der Vorteil der Okiroboter wird allerdings durch einen tiefgreifenden Defekt des ZYNEEGHAR 11 zu einem Problem. Die Baumeister haben Oki Stanwer schon davor gewarnt, BURTSON jemals einzusetzen, er sei grundlegend gestört. Jahr­hundertelang scheint das überhaupt nur eine substanzlose Behauptung zu sein… bis es dann, und damit kommen wir zu den oben erwähnten drei Ge­schichten, zu einer innenpolitischen Krise kommt.

Oki Stanwer wird Zeuge, wie ein Wesen, das wie ein Oki aussieht, eine Konfe­renz nahezu final sabotiert. Er kann dieses Wesen, einen so genannten „Plus-Oki“, gerade noch rechtzeitig vernichten. Auf der Suche nach den Hintermän­nern dieser Entwicklung gelangt er wenig später zu einer Vielvölkerwelt, wo zwischenzeitlich eine gefährliche Entwicklung begonnen hat – die Plus-Okis gibt es nicht nur in der humanoiden Version, sondern hier beginnen sie nach und nach, hochrangige Politiker verschiedener Völker zu ermorden und deren Stelle einzunehmen. Die Folge ist zunehmende Konfusion… zumal dann, als in weite­ren Teilen des Reiches Raumschlachten ausbrechen und Welten bombardiert werden – offensichtlich von Okis.

Die Fährte führt direkt bis zum Okiplaneten, wo Oki Stanwer in die Gefangen­schaft eines Wesens gerät, das sich „Stimme der Plus-Okis“ nennt. Und dann… ja, dann endet der dritte Teil dieses Mehrteilers, und mehr habe ich dazu nicht geschrieben.

Warum nicht?

Weil die Materie entschieden zu kompliziert wurde. Das Plus-Oki-Problem, das ich beizeiten auch in der Neufassung des KONFLIKTS 9 „Oki Stanwer – Der Kai­ser der Okis“, begonnen 2011, erörtern werde, ist selbst heute noch nicht voll­ständig durchleuchtet. Ich musste 1983 daran einfach scheitern.

Wenig später versuchte ich mich dennoch an einem weiteren Stück des KON­FLIKTS 9. Mit „Sturm aus der Sternenballung“ ging ich direkt die Finalphase des KONFLIKTS 9 an. Eine sehr flüchtige, nicht wirklich ernst zu nehmende Skizze, die kaum mehr als ein erster Entwurf ist… und natürlich wieder viel zu früh kam.

Ebenfalls im Jahr 1986 schrieb ich, kurz nach „Die Dunkle Macht“, eine weitere Story, die in die Annalen-Reihe eingehen sollte. Es handelt sich um die Ge­schichte „Fragment der Ewigkeit“ (OSM 404). Auch sie ist noch unausgegoren. Sie spielt in der Galaxis Breeth-Fgahn am Rande des Universums (genaue Lokali­sierung derzeit nicht möglich). In KONFLIKT 13 „Oki Stanwer Horror“ (1982-1985) hatte ich ebenso wie in KONFLIKT 14 „Oki Stanwer – Feldherr der Cranyaa“ (1983-1988) den ursprünglich in KONFLIKT 15 Oki Stanwer (1981-1984) aufgetretenen Fremden namens Soffrol erwähnt. In KONFLIKT 13 erhielt er den Beinamen „Rächer von Breeth-Fgahn“. Wohl ebenfalls dort erzählte er, er habe einst den „Weisen von Bhertjo“ das Versprechen gegeben, älter zu werden als TOTAM. Und den Untergang von Breeth-Fgahn zu rächen.

Die Story „Fragment der Ewigkeit“ sollte nun also Klarheit über diese Ereignisse bringen, aber das geschah nicht wirklich. Ja, Soffrol tauchte auf. Ja, Breeth-Fgahn und seine Zivilisationen erschienen auf dem Plan. Aber es wurde eben­falls deutlich, dass dies Soffrols ZWEITES Auftauchen in der Galaxis war, und die Ereignisse, auf die er sich bezog, lagen offensichtlich Jahrtausende zurück. Zudem gab es in der Geschichte einige Logikfehler.

Früher datierte ich sie auf KONFLIKT 6, heute bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher. Sie muss in einem bislang unrealisierten KONFLIKT des OSM spielen, das ist einwandfrei. Aber wenn ich sie nicht grundlegend umschreibe – es tauchen an sehr wichtiger Stelle der Geschichte Dämonen von TOTAM auf, die erstmals in KONFLIKT 7 „Oki Stanwer – Held der Hohlwelt“, begonnen 2006, in Erschei­nung treten – , kann sie so nicht in den modernen Annalen veröffentlicht wer­den. Sie ist bis heute noch nicht abgeschrieben, das ist eine Arbeit, die ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe.

Dann verging eine Weile an Zeit, ehe ich wieder die Notwendigkeit sah, einen weiteren Annalen-Band zu verfassen. Diesmal war es noch eigenartiger. Mit „Das Mysterium“ (OSM 437) entstand Ende 1986 die nächste Geschichte. Sie hat wieder keine klare kosmologische Zuordnung und Lokalisierung. Es geht hierin um eine archäologische Expedition, die in den Ruinen einer untergegan­genen Kultur ein rätselhaftes Artefakt findet, eine Tafelrunde aus weißgolde­nem Kristall. Es handelt sich dabei um die Tafelrunde der Ritter vom Goldkris­tall, und der zentrale Anlass, diese Geschichte zu verfassen, ist wohl darin zu se­hen, dass ich zu dieser Zeit eine Namensliste der Ritter anlegte und sie hier zu Wort kommen lassen und charakterisieren wollte.

Natürlich könnt ihr mit Fug und Recht einwenden, man solle Geschichten nicht so eindimensional instrumentalisieren. Heute geschieht das auch nicht mehr. Aber 1986 war mein Gespür in dieser Richtung ziemlich unterentwickelt, und da hielt ich das, was ich vom OSM-Hintergrundinteresse für spannend hielt, auch für spannend für potentielle Leser.

Ihr merkt, auch diese Geschichte wird gründlich reformiert werden müssen, ehe ich sie auf die Menschheit loslasse. Ab dieser Zeit jedoch, also ab Anfang 1987, berappelte ich mich allmählich und begann, klarer durchdachte und vor allen Dingen klarer lokalisierte Geschichten für die frühen Annalen-Ordner zu schreiben. Darum kümmern wir uns voraussichtlich im dritten Teil dieser Reihe (oh, ihr spürt schon… es werden deutlich mehr als drei Teile. Aber ich hoffe zu­versichtlich, dass ich euch nicht langweile).

In der nächsten Woche reisen wir an dieser Stelle wieder zurück in meine krea­tive Biografie mit dem nächsten Teil der Serie „Was ist eigentlich der Oki Stan­wer Mythos (OSM)?“ Lasst euch überraschen, worum es da diesmal geht.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

wenn ihr diesem Blog schon länger folgt, werdet ihr euch sicherlich an den kurz­weiligen Blogeintrag Nr. 29 erinnern, den ich unter dem Titel „Reparaturbetrieb OSM – Auch hier kommen Fehler vor“ am 22. September 2013 veröffentlicht habe. Nun, hiermit habt ihr den zweiten Teil der „Fehlerlese“ vor euch, diesmal gehe ich nur einen einzigen davon an, ein völlig abstruses Ding, bei dem ich mich immer noch frage, wie ich so bescheuert hatte sein können – und vor al­len Dingen, wie ich die Handlungslogik dieser Episoden erhalten soll, wenn ich sie einst mal überarbeite.

Worum geht es? Im Wochen-Blog 41 „Jagdfieber“ (15. Dezember 2013) schrieb ich davon, dass ich mich gerade im KONFLIKT 18 aufhielte und dort alte Episo­den abschrieb. In diesen Episoden der 40er-Bände ging es um die Jagd auf die so genannte „TOTAM-Bibel“, das legendäre BUCH. Die Jagd endete mit einem Patt und zugleich mit einem allseitigen Blutbad.

Während dieser Jagd kam es zu einer obskuren Allianz, die ich wirklich als „Dep­penpolitik“ betrachten muss, weil sie hinten und vorne keinen Sinn macht. Die­se Allianz entwickelte sich zwischen dem ägyptischen Helfer des Lichts, Altain Silberhaar, und dem Mumiendämon Hortass von TOTAM. Beide sind sich eigent­lich spinnefeind. Hortass überrascht Altain mit der Nachricht, dass Oki Stanwer derzeit im Koma liege und seine Seele im BUCH gefangen sei (Bd. 44: „Die TO­TAM-Bibel“, November 1986). Wenn das BUCH in fremde Hände gerate, sei Oki Stanwer binnen weniger Stunden tot. Aber, und nun begannen die Absurditä­ten, er sei bereit, sich mit Altain zu einem Zweckbündnis zusammenzuschlie­ßen. Sie sollten zusammenarbeiten. Altains Nutzen: Oki Stanwers Seele würde wieder freikommen und er weiterleben. Hortass solle dafür das BUCH bekom­men.

Schlechter Tausch? Kann man so sehen. Aber das war nicht das Schlimmste.

Altain schlägt ein und wird samt seiner starken Waffe, dem schwarzen Kristall­schwert Ss’hanor, vom Dämon zunächst nach Den Haag transportiert und von dort aus nach München. Denn zwischendurch haben zwei weitere Fraktionen das BUCH, das per Schiff nach Den Haag transportiert wurde und von hier per Flugzeug weiter in Richtung München geschickt werden sollte, verfolgt und in den Niederlanden bereits ein Massaker angerichtet (Bd. 45: „Schädel-Zauber“, November 1986).

Altain und Hortass teleportieren weiter nach München, direkt in die Wohnung Ray Brauns, des dortigen Leiters der WEOP (der „Weltgemeinschaft zur Erfor­schung okkulter Phänomene“, für die Oki Stanwer arbeitet). Warum dies? Nie­mand kann das genauer sagen, schließlich wollen sie zum Flugplatz.

Hortass sagt das auch noch selbst: „Das Flugzeug muss schon angekommen sein. Wir müssen zum Flughafen. Ich weiß gar nicht, warum ich hierher gekom­men bin.“ (Bd. 45!)

Man bemerke außerdem: Altain wird einfach nur so mitgeschleift, zu sagen und zu tun hat er gar nichts. Warum Hortass nicht einfach alleine handelt, erschließt sich nicht (ich als Verfasser wollte offenbar Altain einfach mal wieder ins Spiel bringen, aber auf eine denkbar depperte Weise). Das macht schon mal keinen Sinn. Es wird sogar noch schlimmer.

Das schwarze Schwert Altains ist nämlich nicht nur eine magische Waffe gegen Dämonenkreaturen, sondern – zu dumm aber auch – eine noch nicht aktivierte Dämonenwaffe, eben Ss’hanor. Und eine der Fraktionen, die auf der Suche nach dem BUCH ist, ist die Dämonenwaffe GOLEM, die zudem noch nicht aktivierte Dämonenwaffen sucht. Und Dämonenwaffen sind grundsätzlich stärker als Dä­monen.

Ahnt ihr, was dann passiert?

Genau: am Ende von Band 45 taucht ein Diener GOLEMS auf, genau dort, wo sich Ray Braun, Altain und Hortass aufhalten. Und wie zum Hohn beantwortet er Hortass´ rhetorische Frage, die ich oben zitiert habe, mit der Bemerkung: „Du bist gekommen, um zu sterben!“

Schmierenkomödie, ick hör dir trapsen, aber echt. Ich konnte das gar nicht mehr glauben, als ich diese Zeilen im September und Oktober 2013 abschrieb… aber das war natürlich immer noch nicht das Schlimmste.

Der Kampf, der sich entwickelt, ist höchst ungleich. Gegen die von der Dämo­nenwaffe beseelte Kreatur kann die normale Bewaffnung der WEOP-Leute nichts ausrichten. Altain greift darum folgerichtig nach seinem Schwert, was man ja erwarten kann.

In Band 46, „Knochenvögel“, endet also der Kampf, indem er Ss’hanor zieht und einsetzen will. Was dann kommt, sollte ich in voller Länge zitieren, so dämlich ist es:

Altain reagierte völlig logisch. Silberkugeln waren nutzlos, also musste Ss’hanor eingesetzt werden.

Neeeeiiiin!“, brüllte Hortass entsetzt, aber es war zu spät. Das Schwert war aus der Scheide und funkelte im Licht unwirklich bläulich-schwarz.

Der Schädel lachte irr und flüsterte drei unverständliche, kryptische Worte, aber die Wirkung war die einer Explosion. Der Dämon brüllte nur noch, für Ray Braun schien alles mit einem Mal die Farbe zu wechseln wie ein Negativ, Altain brach mit schmerzverzerrtem Gesicht in die Knie, während ihm etwas das Schwert aus der Hand riss.

Und sie alle hörten eine gespenstische Stimme.

ICH BIN SS’HANOR. MEIN EINZIGER HERR IST TRONNATH.

Dann gellte ein gespenstischer Todesschrei…

Nun, um es kurz zu machen: GOLEM hat hiermit Ss’hanor als Dämonenwaffe aktiviert, so dass Altain das Schwert nicht mehr einsetzen kann. Zugleich ver­nichtet Ss’hanor daraufhin Hortass und verschwindet mit GOLEM. Völliges Cha­os bleibt zurück.

Und ich fragte mich dann nach der Abschrift natürlich: Was lernen wir daraus? Abgesehen davon, dass Hortass ein Volldepp war, um den es wirklich nicht schade ist? Er hat ganz offensichtlich gewusst, dass Ss’hanor eine Dämonenwaf­fe ist und er von ihr vernichtet werden könnte. Außerdem muss er gewusst ha­ben, dass die Gefahr bestand, sie könne durch GOLEM aktiviert werden.

Warum also ist er so bescheuert gewesen, seine eigene Vernichtungswaffe auch noch als Anhängsel von Altain mit sich herumzuschleppen und sich so der eige­nen Hinrichtung auszuliefern?

Also, intelligente Handlung sieht anders aus, da pflichtet ihr mir sicherlich bei. Dass ich die Gelegenheit wahrnahm, Ss’hanor zu aktivieren und so auf die Feindseite Oki Stanwers zu schicken, kann man mir schlecht zum Vorwurf ma­chen, das war schon irgendwie folgerichtig. Aber die Art und Weise, in der das durchgeführt wurde, war an Stumpfsinnigkeit kaum zu toppen.

Ihr merkt – der mittlere OSM, wie ich ihn mal nennen möchte (dies sind Episo­den um Nr. 440 herum), ist durchaus gesättigt mit so verrückten Handlungssze­narien, die die Handlungslogik munter mit Füßen treten und beim Leser eigent­lich nur Gekicher auslösen. Da muss ich noch gründlich nachfeilen, damit dar­aus eine wirklich plausible, spannende Geschichte wird. Derzeit ist die obige Handlung das nicht… aber ich arbeite dran!

Weitere solche Passagen werden euch zweifellos in Bälde zugänglich gemacht werden, wenn ich wieder mal Fehlerlese im OSM betreibe. Und keine Sorge, da finde ich schon noch eine Menge. Es gibt Aberhunderte noch nicht abgeschrie­bene und daraufhin abgeklopfte Episoden. Je älter sie sind, desto irrwitziger sind die Fehler.

Demnächst mehr dazu an dieser Stelle. Nächste Woche findet ihr hier den Teil 2 der Artikelreihe „Aus den Annalen der Ewigkeit – alt und neu“. Ich hoffe, ihr seid dann wieder mit von der Partie!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos,

im vergangenen Monat konntet ihr endlich wieder auf die Wüstenwelt Hushhin reisen und herausfinden, was denn nun die yantihnischen Forscher tief im In­nern der Nekropole „Siedlung Nummer 24“ entdeckt hatten… und mit so etwas habt ihr wohl eben sowenig gerechnet wie die reichlich verdatterten Forscher: eine wundersame, märchenhafte Enklave von unglaublicher kristalliner Hightech, resistent gegen die Zeit, und nach der unfassbaren Zeitspanne von 200.000 Jahren immer noch aktiv – geradezu bedrohlich aktiv.

Der Missionskommandant Jeshtar verbot denn auch aus böser Vorahnung her­aus allen seinen Untergebenen bis auf weiteres, sich diesem Raum wieder zu nähern.

Er hat seine Rechnung allerdings ohne den jüngst eingetroffenen, ruppigen Wis­senschaftler Noshtoy von der Wissenschaftswelt Shoylon gemacht. Noshtoy, von unstillbarem Wissensdurst getrieben, setzt sich über dieses Verbot hinweg und sucht den neuen Kontakt mit dem „ewigen Gedächtnis“ der uralten Rasse der insektoiden Zhonc. Und was er an Ungeheuerlichem erfährt, das ist Inhalt des vorliegenden zwölften Bandes der Serie Oki Stanwer und das Terrorimperi­um (TI), der ab sofort zum Download auf Amazon.de bereitsteht. Allerdings stößt er damit eine Entwicklung an, die dramatische Konsequenzen zeitigt… ihr werdet es erleben.

Das E-Book kostet wie üblich 0,99 Euro. Der Gratisdownloadtag wird der 14. Juli 2014 sein. Ich wünsche euch angenehme Lesestunden!

Ansonsten lesen wir uns morgen früh wieder, wo ich an dieser Stelle im Rah­men meines Wochen-Blogs wieder Fehlerlese im OSM betreiben möchte, um euch ein wenig zu amüsieren. Ich glaube, meinen Beitrag „Deppenpolitik oder Wie ich wieder Fehler im OSM fand…“ solltet ihr euch nicht entgehen lassen.

Bis morgen dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

der Monat März wartete mit ein paar Überraschungen auf, die meine Kreativi­tät gründlich strangulierten, um es einmal ein wenig dramaturgisch auszu­drücken. Wenn ich statt mehr als 800 kreativen Seiten unter 600 bleibe, hat das Gründe, die einer Erklärung bedürfen.

Zwei Geschehnisse führten in diesem Monat dazu, dass ich nicht so wirklich kreativ vom Fleck kam. Zum einen erhielt ich mehrere Lektoratsaufträge, die mich wochenlang gründlich vom Schreiben abhielten. Und niemand sollte glau­ben, dass Lektoratstätigkeit mal eben so nebenbei erledigt werden kann, wenn man dabei einen gewissen Perfektionsanspruch an sich selbst stellt. Erst aus der Rückschau wurde mir präsent, wie viel Zeit die Lektorate tatsächlich gefüllt ha­ben. Da kam ich zeitweise wirklich nur auf sechs bis zehn Seiten Text am Tag (oft für Mails oder Briefe)… nicht wirklich befriedigend, um es mal sehr zahm auszu­drücken.

Und dann war da natürlich die Leipziger Buchmesse. Der 15. März fiel als Schreibtag vollständig aus, und direkt davor und danach war ich dann mit dem Buchmesse-Blog einerseits und dem Buchmesse-Bericht andererseits beschäf­tigt, der im Fanzine „Baden-Württemberg Aktuell“ (BWA) Nr. 367 Anfang April erschienen ist. Niemand sollte glauben, dass sich 17 Seiten Erinnerungsproto­koll schnell oder unkompliziert schreiben lassen.

Familiäre und berufliche Turbulenzen sowie gesundheitliche Einschränkungen gaben mir dann gewissermaßen den Rest. Daneben galt es natürlich auch noch, mich um meine E-Books zu kümmern… und das kam dann schließlich dabei noch heraus:

Blogartikel 64: Work in Progress, Part 15

Blogartikel 80: Logbuch des Autors 8: Mäusepiraten

Erläuterung: Ihr wisst nicht, was Mäusepiraten sind? Ach, lasst euch überra­schen. Das sind possierliche Kerle. Und gefährlich sind sie leider obendrein. Nä­heres erfahrt ihr dann am 14. September, wenn der Blogartikel auf Sendung geht.

18Neu 52: Das Kristall-Grab

(18Neu 55: Mysterium um Oki Stanwer)

(DM 63: Gekapert!)

(Glossar der Serie „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“)

NK 3: Die Schuttwelt (Abschrift)

(OSM-Wiki)

(IR 24: Projekt 700.000)

Erläuterung: Dieser Band wird OSM-Band 1700 werden. Und wie schon im Falle von OSM 1675, mit dem ich mich im Dezember 2013 und Januar 2014 „herum­schlug“ und der mich blockierte, weitere Geschichten zu Papier zu bringen, so ähnlich verhält es sich hierbei auch. Schwierigkeiten bereitet mir das Innere des EXILS Uuridan… es ist einigermaßen knifflig, eine Kultur lebender Boviste zu be­schreiben… wenn das den Kern trifft. Da bin ich mir noch nicht völlig sicher. Bei­zeiten werde ich mehr dazu sagen.

(18Neu 56: Der Dämonenschmied von Babylon)

Erläuterung: Mit diesem Band sind wir mitten im phantastischen Zeitreise-Zy­klus „Das Inferno von Babylon“ (vgl. dazu auch den Blog-Artikel 75, der am 10. August online gehen wird). Die Episode stammt von 1987 und ist folgerichtig natürlich stilistisch und in puncto Vollständigkeit der Storyline absolut veraltet… aber packend immer noch. Und sie enthält eine Menge Kristallisationskerne für die eigentliche Handlungsstruktur. Ich muss mich bei der Abschrift und Kom­mentierung dieser Episode sehr zurückhalten, nicht gleich mit der Überarbei­tung zu beginnen… ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr es mich in den Fingern juckt…

(E-Book 16: Das Archiv der Hushhiner)

18Neu 53: Der Antichrist

14Neu 12: Düsterwelt

(E-Book-Glossar)

(12Neu 23: Der dritte Helfer)

Annalen 2: Ian und der Stein der Götter

(14Neu 13: Die Todessonne)

(14Neu 14: Die Geburt der Todeswelt)

Erläuterung: Damit war natürlich TOTAM gemeint. Die Häufung des Begriffes „Tod“ in den frühen Episoden des KONFLIKTS 14 „Oki Stanwer – Feldherr der Cranyaa“ (1983-1988) ist mir heute selbst ein wenig peinlich. Sieht so einfallslos aus. Aber auf der anderen Seite darf man nicht vergessen: ich war ja auch gera­de mal süße 17 Jahre alt. Da kann man dann schon ein Auge zudrücken…

(Mutproben – OSM-Story)

(E-Book 17: Sternenlegenden)

(18Neu 54: Glusems Spur)

Erläuterung: Mit diesem Band beginnt der „Babylon-Zyklus“.

(NK 4: Gefahr aus dem Nichts)

Erläuterung: In dieser Episode beginnt 1994 etwas, was bis heute erdbebenarti­ge Nachwirkungen erzeugte – die Spur zu HANKSTEYN wird glutheiß und erlischt fortan nicht mehr. Die armen Tassiner, die in diesem Band eine erste Begegnung mit einer ungeheuerlichen energetischen Lebensform namens BOYDIA haben, haben keinen blassen Schimmer, wem sie da eigentlich begegnet sind. In gewis­ser Weise ist das ihr Glück…

Tja, und damit war ich völlig überraschend schon wieder am Ende des Monats angekommen. Hat mich selbst verdutzt. Ich sagte ja, es war nicht wirklich viel los. Wie es im Monat April weiter gegangen ist, das berichte ich demnächst im Wochen-Blog 73, der am 27. Juli erscheinen wird. In der nächsten Woche an dieser Stelle könnt ihr euch wieder mal auf ein wenig humorige Fehlersuche im OSM freuen – ich habe da während meiner Abschriften des KONFLIKTS 14 so einen dermaßen amüsanten Bock gefunden, dass ich darüber schreiben muss­te. Das ist Blog-Artikel Nr. 70, dessen Titel schon tief blicken lässt: „Deppen­politik oder Wie ich wieder Fehler im OSM fand…“

Ich würde mich freuen, euch als Leser dafür wieder hier begrüßen zu können.

In diesem Sinne – macht es gut und bis bald, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Wochen-Blog 68: Logbuch des Autors 6: Jubiläumsstimmung

Posted Juni 22nd, 2014 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

die Situation war absolut denkwürdig, doch vermutlich ist mir das als einzigem von uns an jenem Abend des 2. Januar 2014 aufgefallen. Es war der erste Abend des traditionellen monatlichen SF-Stammtisches in Braunschweig, und wir wa­ren im Café DIALOG am Rebenring unter anderem zusammengekommen, um die Feinplanung für den Convention „Raum & Zeit Continuum III“ festzuklopfen. Zu unserer erfreulichen Überraschung wurde die traditionelle Gruppe von Clau­dia Hagedorn, Wolfgang Czichos und mir um einen Gast bereichert, der sich uns via Mail schon angekündigt hatte – Tobias Tantius, seines Zeichens gebürtiger Wolfsburger, Mitglied in der Literaturwerkstatt Gifhorn und Autor von Science Fiction-Geschichten, u. a. im E-Book.

Es kann nicht verwundern, dass ich da natürlich ganz besonders neugierig war, sozusagen endlich mal „auf Augenhöhe“ eine kreative Diskussion zu pflegen. Und selbst wenn ich zugeben muss, dass der Zeitpunkt familiär für mich etwas ungünstig war (mein Anfang Dezember verstorbener Vater sollte am kommen­den Nachmittag beerdigt werden), versuchte ich, das Beste daraus zu machen.

Wenn zwei Literaten zusammenkommen, ist es einfach völlig natürlich, dass un­weigerlich das Gespräch auf die eigenen und die Werke des Gegenübers kommt. Das geschah auch an diesem Abend. Und erwartungsgemäß war es dann so, dass ich ein breiteres Oeuvre hatte und auch auf sehr viel mehr „Par­ties“ unterwegs war, wenn man damit jetzt kreative Projekte betrachtet, die parallel laufen. Regelmäßige Leser meines Blogs werden das natürlich wissen.

So kam irgendwann im Laufe dieser gut drei Stunden währenden, extrem ange­nehmen und unglaublich aufmunternden Unterhaltung die Frage auf, woran ich denn gerade so arbeitete. Und der Moment war selbst aus der Rückschau ver­gnüglich. Etwa sinngemäß meinte ich: „Ich arbeite hauptsächlich am 1.675.      OS­M-Werk…“

Die Verblüffung war ziemlich gelungen. So etwas hört man schließlich nicht alle Tage. Zu erläutern, was ich in dieser Geschichte hingegen SCHRIEBE, wäre mir einigermaßen schwer gefallen. Aber hier und heute, wenn ihr diese Zeilen zu le­sen bekommt, könnt ihr mit dem Handlungsort dieses „kleinen Jubiläumsban­des“ etwas mehr anfangen, als es Tobias und die anderen Versammelten im Ja­nuar gekonnt hätten.

Ich habe OSM-Band 1675 dann tatsächlich am 3. Januar 2014 beendet. Er trägt den Titel „Fluchtziel Koloron“ und umfasst 107 Manuskriptseiten. Dabei han­delt es sich allerdings um Teil 2 eines Zweiteilers, nämlich um die Episode 53 der Serie „Oki Stanwer – Der Missionar“ (KONFLIKT 19), mit dem ich 1991 be­gonnen habe. Ja, manche Serien brauchen etwas länger, wie ihr wisst.

Der Planet, auf dem das alles anno 2081 irdischer Zeitrechnung spielt, ist eine Welt, die euch seit Anfang Mai 2014 wohl vertraut sein könnte… man erreicht sie vom solaren System durch ein schwarzes Baumeisterportal über die Venus, und anno 2057 ist hier ein junger Ire namens Ian Perry hindurchgegangen, der alles aus seiner Vergangenheit nur vergessen wollte. Stattdessen fand er eine neue Welt und schließlich eine neue Liebe und eine neue Bestimmung.

Ihr wisst, von welcher Welt, von welcher Geschichte ich rede – die Rede ist von jenem Planeten, den Ian „Swamp“ nannte und der bei den humanoiden Kleinis als „Shoneei“ bekannt sein wird. Aktueller Name lautet unter den terranischen Siedlern „Dawson“. Erstmals von dieser Welt gehört habt ihr (jenseits des Blogs) in dem OSM-Roman „Ian und der Stein der Götter“, also dem zweiten Band der Reihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“.

Nun, und der Band 1675 des OSM greift die Gegenwart dieser Welt auf, oder jene schreckliche Zeit, in der der KONFLIKT nach Dawson überschwappt und Mord und Totschlag, Intrigantentum, Verrat und Leiden mit sich bringt. Eine Zeit, in der terranische Siedler, terranische Interventionssoldaten, berinnyische Gestaltwandler, Klonwesen, mörderische Grauhäutige, ein leibhaftiger Bau­meister und ein Zeitreisender ein höllisches Stelldichein geben.

Vielleicht ist es ganz gut so, dass es noch geraume Zeit dauern mag, ehe ihr die­se Geschichte zu sehen bekommt. Denn wann ich den KONFLIKT 19 publiziere, steht noch in den Sternen. Derzeit habe ich nicht mal genügend Finanzmittel, um allzu lange mit KONFLIKT 2 durchzuhalten, so gern ich das auch möchte.

Doch am 3. Januar, als ich diese Geschichte beendete, da durchströmte mich dieses wunderbare Gefühl, endlich wieder einen wirklichen, wichtigen Meilen­stein des OSM solide verankert und fertig formuliert zu haben. Es war auch höchste Zeit, besonders für dieses Werk. Schließlich hatten die Schreibarbeiten an DM 53 bereits am 27. November 2010 begonnen.

Ja, man kann auch an einzelnen OSM-Episoden jahrelang schreiben, das ist die reine Wahrheit.

Wie ich neulich schon einmal schrieb (Wochen-Blog 56), war dieser Jubiläums­band OSM 1675 auch eine Form von Blockade, die mich daran hinderte, weitere Werke zu verfassen. Dass ich es im Dezember nicht mehr vollständig schaffte, die Episode unter Dach und Fach zu bringen, war schade, aber irgendwie nicht anders zu erwarten – zu viel Weihnachtspost, zu viel Kondolenzpost wegen mei­nes Vaters, zu starker Zeitdruck. So kann ich bei wichtigen, hochkomplexen Ge­schichten nicht arbeiten.

Jetzt lässt diese „Jubiläumsstimmung“ allmählich nach, und ich kann mich, wo das ganze Jahr 2014 frei vor mir liegt (ich verfasse diese Zeilen schließlich be­reits am 9. Januar, drum wundert euch nicht), voll auf all die faszinierenden langfristigen Projekte konzentrieren, die hier angefangen schlummern und in Bälde verwirklicht sein sollen.

Zu diesen Projekten gehört natürlich an erster Stelle die Arbeit an den zur Ver­öffentlichung anstehenden E-Books. Sodann kommen aber auch ein paar Dinge an die Reihe, die lange darauf warten mussten. Eine kleine Auswahl gefällig?

KONFLIKT 4: In der Serie „Oki Stanwer – Der Insel-Regent“ gibt es ein paar Lücken zwischen den realisierten Episoden, die ich dieses Jahr gern füllen möchte. Darin geht es um so interessante Dinge wie die legendären „Matrixfeh­ler“ und um die Befragung des „Träumers“ Torkeron, der von Krieg und Zerstö­rung träumt, die auf die INSEL zukommen… aber Träume sind doch etwas völlig Substanzloses, nicht wahr? Zu dumm, dass das in diesem Fall nicht stimmt. Der Feind rüstet schon zum Angriff, und Leser, die den ersten Annalen-Band „In der Hölle“ gelesen haben, ahnen, was da auf die INSEL zukommt…

KONFLIKT 7: In der Serie „Oki Stanwer – Held der Hohlwelt“ möchte ich gern die Abenteuer der Helferin des Lichts Theamin weiter beschreiben, die auf dem Weg zur Metropole Shallakhon ist, um hier ein so genanntes Helles Orakel zu befragen. Sie kann nicht glauben, dass angeblich alle Hellen Orakel schon lang tot sind… und ganz so verhält es sich ja auch wirklich nicht…

KONFLIKT 9: In der Serie „Oki Stanwer – Der Kaiser der Okis“ muss ich unbe­dingt den Pfad des Alli-Rebellen Reshtaar weiter verfolgen, der herausfinden will, ob es mit dem Untergang des Kaiserreichs von Trandin mit rechten Dingen zugegangen ist (ist es nicht, wie ich längst weiß, aber mein Wissen würde dem armen Reshtaar den letzten gesunden Schlaf rauben)…

KONFLIKT 19: Auch in der Serie „Oki Stanwer – Der Missionar“ sollen die Fäden in der „spezialstrukturierten“ Galaxis Milchstraße weitergesponnen werden. Es geht um so genannte „Vergeltungskonvois“, die ganze Sternsysteme einebnen, es geht um Simulacra des Planeten TOTAM, um eine Verschwörung der Bau­meister, und in der NISCHE, in die es Oki Stanwers „Flaggschiff“, den Raddamp­fer MISSOURI (nicht verlesen! Es ist ECHT ein Raddampfer!) verschlagen hat, wird nach einer Kaperung Kurs auf den mysteriösen „Raumzeit-Gletscher“ ge­nommen werden…

KONFLIKT 21: In der Serie „Oki Stanwer – Fürst von Leucienne“ greifen die Wo­gen des KONFLIKTS nach der Galaxis Leucienne. Auf der rätselhaften anderen Seite bricht derweil der Krieg der Totenköpfe aus. Und das ist erst der Anfang, denn es ist ein Totenkopf-Bote zum Anführer der Rebellen unterwegs, zum To­tenkopf-Propheten, um ihm ein ungeheuerliches Bündnisangebot zu unterbrei­ten…

KONFLIKT 22: In der Serie „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“ habe ich lange kurz nach Band 50 stagniert, unmittelbar nach Oki Stanwers Wiederauferstehung. Nun ist die Serie vollständig digitalisiert und beinahe vollkommen glossarisch erfasst, jetzt kann ich daran gehen, die verworrenen Pfade dieses chaotischen KONFLIKTS zu verfolgen – hinab in das legendäre GRALSREICH, hinab in die Raumzeitblase der Veskoy, mitten zwischen die Fronten eines transtemporalen Krieges, der die Grenzen des Universums sprengt…

KONFLIKT 24: Die Serie „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“ ist noch eine Bau­stelle für 2014. Hier muss ich noch rund 30 Episoden abschreiben und alle vor­handenen gut 50 Episoden glossieren. Aber ich wünsche mir schon, den Band 54 „Tödliche Entscheidung“ endlich in diesem Jahr in Angriff zu nehmen… ah, fertigzustellen. Denn begonnen ist er schon lange. Es handelt sich um den Ab­schlussband des HANKSTEYN-Zyklus, und diese Episode wird sicherlich wenigs­tens den Umfang von OSM 1675 erhalten. Es wäre ein würdiger Band für OSM 1700 oder 1725. Letzteres klingt plausibler, sehr viel zeitiger werde ich damit bestimmt nicht zu einem Ende kommen.

Von KONFLIKT 28 erzähle ich erst mal nichts weiter. Das kommt vielleicht in Bäl­de noch.

Ihr seht jedenfalls: es gibt zahllose Baustellen im OSM, wo die Handlungssträn­ge geduldig darauf warten, von mir fortgeführt zu werden. Von den zahllosen Kurzgeschichten oder begonnenen Romanen will ich an dieser Stelle schwei­gen… obwohl ich hoffe, dass ich einige davon in diesem Jahr abschließen kann. Sehr gerne würde ich das mit dem Roman „Eine scharf geschliffene Waffe“ tun.

Ob ich das schaffe? Wer weiß? Aber wenn sich das OSM-Projekt in diesem Jahr stabilisiert, werdet ihr davon gewiss hören.

Soviel zu meinen Plänen für 2013. Bis zum kommenden Sonntag!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde meiner E-Books, werte Leser des OSM,

allen Menschen unterlaufen Fehler, mir natürlich auch, und aufrichtige Leute bekennen das dann auch freimütig. Da ihr mich als solch aufrichtigen und ge­radlinigen Zeitgenossen seit rund anderthalb Jahren kennengelernt habt, bricht mir hier auch kein Zacken aus der Krone, wenn ich heute gleich eingangs mal einen Fauxpas meinerseits zugebe.

Die Werbung für das E-Book „Das Archiv der Hushhiner“ ist eigentlich auf gan­zer Linie fehlgeschlagen. Teilweise war das meiner eigenen Tranigkeit zuzu­schreiben. Mir gingen die Flyer aus, ich vergaß, eine sehr wichtige Person als Multiplikator mit Informationen zu versorgen, und andere haben meine Hinwei­se schlicht nicht aufgegriffen.

Die Konsequenz bestand dann darin, dass das E-Book eigentlich nur in meinem Blog, auf der Homepage also, und im Fanzine „Baden-Württemberg Aktuell“ (BWA) sowie im Internetblog ESPost des SF-Stammtisches „Ernst Ellert“ in Mün­chen beworben wurde. Ärgerlich? Ja, aber so etwas kann leider vorkommen, wenn man mit vielen verschiedenen Projekten befasst ist, wie ich es derzeit bin.

Die Korrekturlesung von TI 12 „Sternenlegenden“ stand an, es gab Lektorats­aufträge, ich arbeitete an TI 13 „Gefangen auf der Dschungelwelt“, feilte an ei­ner Neuauflage meiner E-Book-Flyer und an OSM-Visitenkarten, kontaktierte ein Existenzgründerzentrum in Braunschweig, bereitete mich darauf vor, mein erstes EPUB-E-Book in einem neuen Online-Shop einzustellen, wofür ich mich ein wenig in das Programm Calibre einzuarbeiten hatte…

Da kann man schon mal wichtige Dinge aus den Augen verlieren. Es ist gleich­wohl unverzeihlich, und ich glaube, die Quittung, die ich dafür bekam, war nur folgerichtig – TI 11 hat wohl besonders aus diesen Gründen die niedrigste Gra­tisdownloadrate gezeitigt, die ich bislang erlebte. Dennoch, trotz all dieser oben erwähnten Einschränkungen, haben bis zur Rückkehr in den kostenpflichtigen Bereich insgesamt 257 Leser mein neuestes Werk downgeloaded.

Vielen Dank, meine Freunde, für diese dennoch rege Aufmerksamkeit – und ich wünsche euch sehr viel Vergnügen damit, den spleenigen Technikforscher Noshtoy und das Chaos kennen zu lernen, das er auf der Wüstenwelt Hushhin anrichten wird. Am 5. Juli 2014 erlebt ihr dann den Schluss dieser Geschichte, und da werdet ihr sehr viel mehr über das Volk der Hushhiner erfahren… ah, der ZHONC, sollte ich sagen. Denn nach der Lektüre des Bandes 11 der TI-Serie ist dies ja kein Geheimnis mehr.

Warum das nicht? Lesen, Freunde, lesen…

Und wie ich oben übrigens auch andeutete, hat das Hochladen des ersten EPUB-E-Books im Shop „www.beam-ebooks.de“ geklappt. Es haben sich sogar schon Käufer gefunden, was mich sehr erfreut. Wie ich am Sonntag bereits schrieb, habe ich vor, hier zu jedem 15. eines Monats ein neues E-Book im EPUB-Format hochzuladen, damit all jene Neugierigen, die bislang nur meinem Blog folgen konnten, aber mangels KindleReader die Werke selbst nicht zu lesen vermochten, das nun nachholen können. Sieben E-Books werden hier bis zum Jahresende erscheinen. Die Nummer 2 bildet am 15. Juli 2014 der erste Band „Aus den Annalen der Ewigkeit“, also „In der Hölle“, der ja bislang bereits 417 Leser zum Download bewogen hat. Wer also noch nicht die Gelegenheit hatte, die schwarze Welt TOTAM persönlich kennen zu lernen, der hat hier einmal mehr die Chance.

Wir sehen uns sonst am kommenden Sonntag, dem 22. Juni 2014, an dieser Stelle wieder. Dann erzähle ich euch etwas über den ziemlich verstörenden „Ju­biläumsband“ Nr. 1675 des Oki Stanwer Mythos, über die Geschichte „Flucht­ziel Koloron“. Und wem dieser Name seltsam vertraut vorkommt… schaut nur in den OSM-Roman „Ian und der Stein der Götter“, und ihr werdet fündig wer­den.

Mehr dazu in fünf Tagen. Nicht verpassen, meine Freunde!

Bis dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos,

vermutlich hat der eine oder andere von euch Lesern schon mal die Frage ge­hört, von Bekannten oder Leuten, die auf meine Flyer und damit auf meine E-Books aus dem Oki Stanwer Mythos (OSM) aufmerksam geworden sind, warum es denn diese Werke nur und ausschließlich für Amazon-Geräte zu lesen gäbe. Warum konnte man die OSM-Werke nicht etwa mit einem Tolino-Shine oder ei­nem Sony-Reader oder seinem Smartphone herunterladen und bequem lesen?

Nun, dieses Rätsel ist schnell gelöst: ich entschied mich Anfang 2013, als ich damit anfing, die OSM-Werke einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, zunächst dafür, sie auf Amazon.de zu veröffentlichen (vgl. hierzu auch meinen EPUB-Blog neulich).

Heute, am 15. Juni 2014, ändert sich das grundlegend.

Ab sofort können alle, die meinem Blog bislang folgten, aber keine Möglichkeit fanden, meine E-Books zu lesen, damit beginnen. Ich habe heute das erste mei­ner Werke auf der Plattform www.beam-eBooks hochgeladen und werde damit nach und nach fortfahren. An jedem 15. eines Monats soll ein weiteres Werk, das bislang schon im MOBI-Format auf Amazon.de käuflich zu erwerben war, für alle anderen Readertypen im EPUB-Format erhältlich sein.

Bis Jahresende hoffe ich, auf diese Weise sieben E-Books zu veröffentlichen und so sukzessive die Leserbibliothek auch im EPUB-Bereich solide auszubauen. Die Planung sieht dafür folgendermaßen aus:

15. Juni: TI 1 – „Das Erbe der Forscherin“

15. Juli: Annalen 1 – „In der Hölle“

15. August: TI 2 – „Das ausgeplünderte System“

15. September: TI 3 – „Vhentars Schicksal“

15. Oktober: „Im Zug“

15. November: TI 4 – „Der Schiffbrüchige“

15. Dezember: TI 5 – „Wenn der Sternenhammer fällt…“

Ihr seht, vorläufig wird auf die meisten Non-OSM-Werke verzichtet. Das hat mit ihrer Beliebtheit in der Leserwertung seitens der Amazon-Käufer zu tun, und man soll mir nicht vorhalten, ich sei nicht lernfähig. Warum habe ich bei „Im Zug“ eine Ausnahme gemacht? Weil dieses Non-OSM-E-Book zum einen mit mehr als 1700 Downloads sehr starken Zuspruch gefunden hat, einerseits, und zum anderen auch, weil es mir sehr wichtig ist.

Ich denke auch, dass ich Anfang 2015 dann in die Zykluslücken weitere „Anna­len“-Bände und die Kurzgeschichtensammlungen stellen werde, deren erste, „Beide Seiten der Medaille und andere phantastische Geschichten“ sich sehr solide verkauft und einiger Beliebtheit erfreut.

Ich wünsche euch jetzt also mit meinem ersten EPUB-E-Book viel Spaß. Es ist für den Preis von 0,99 Euro ab sofort zum Download bereit.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

ich gebe zu, ich war auf das Jahr 1999 nicht wirklich vorbereitet. Als es endlich am 31. Dezember endete, blickte ich auf ein Jahr zurück, das, was den OSM an­geht, außerordentlich desolat ausgefallen war. Weshalb? Nicht unbedingt, weil ich OSM-müde war oder weil es nichts mehr zu erzählen gegeben hätte… ah, weit gefehlt, meine Freunde. Der Oki Stanwer Mythos ist grundsätzlich ein Werk, das aus sich selbst heraus immer neue faszinierende Themen gebiert, ei­nem stetig aktiven Vulkan nicht unähnlich. Und ihm gleich legt der OSM bzw. der ihn steuernde „Fluss der Bilder“ eben manchmal Ruhepausen ein und lenkt dann meine Aktivität in andere Bahnen.

Da es hier indes primär um den OSM gehen soll, halte ich meine Ausführungen zu anderen Aktivitätsgebieten dann aber eher kurz. Eine Ausnahme stellen die Aktivitäten im Rahmen des Archipels dar, von dem ich jüngst schon ausführli­cher berichtete. Und er war es auch, der mich in diesem Jahr auf recht überra­schende Weise gefangen nahm. Zusammen mit anderen Tätigkeiten führte er dazu, dass ich lediglich 20 Werke des OSM in diesem Jahr schreiben konnte. Wer das für ein sehr betrübliches Ergebnis hält, kann mir die Hand schütteln, ich sehe das ganz genauso. Leider – und das war ebenfalls unvorstellbar für mich – sollte das noch nicht der Tiefpunkt meiner Aktivitäten für den OSM sein, der ist vielmehr im Jahr 2001 zu verorten, zu dem ich noch kommen werde.

Doch der Reihenfolge nach.

Ich begann das Jahr 1999 mit KONFLIKT 22 „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“, wo ich mit Band 36 „Universale Manipulateure“ den Vierteiler um das Reich von Veskoy begann und ein faszinierendes Volk kennenlernte, das ich dem Namen nach schon seit Jahren kannte. Aber wenn man einem solchen vollkommen künstlich erschaffenen Volk mit undurchschaubarer Psyche und geradezu monströsem Äußeren erstmals begegnet – mir wenigstens ging es so – , dann stockt einem schon der Atem. Ich ließ mich davon aber nicht beirren…

Das Beirren erfolgte dann am 9. Januar, als meine Schreibmaschine überra­schend ausfiel. Solche Scherze des Schicksals behindern mich regelmäßig nach­drücklich. Als der Januar mit 5 geschriebenen Werken abgeschlossen wurde (darunter zwei Gedichte und eine Fanzineredaktion), war ich alles andere als er­baut.

Im Februar verharrte ich bei KONFLIKT 22, machte aber auch einen Sprung in den bereits beendeten KONFLIKT 12 „Oki Stanwer – Bezwinger des Chaos“ (1987-1993), indem ich die Story „Wächter wider Willen“ schrieb. Nur eine Fingerübung, würde ich heute sagen. Außerdem begann ich am 20. Februar mit der etwas voreiligen Umarbeitung des KONFLIKTS 18 „Kampf gegen TOTAMS Dämonen und Schergen“ (1984-1989) in das BUCH „Der SIEGEL-KONFLIKT“. Es kann aber nicht überraschen, dass ich daran bis heute nicht sehr viel weiter gekommen bin.

Warum das nicht? Na ja… der KONFLIKT 18 ist, wenn man genau sein möchte, die Weiterung des KONFLIKTS 13 „Oki Stanwer Horror“ (1982-1985). Ich holte dort – auch stilistisch etwas trittsicherer geworden – vieles nach, was ich in KONFLIKT 13 nicht hatte schreiben können, weil ich darüber einfach nicht Be­scheid wusste. Und ihr wisst ja, KONFLIKT 13 befand sich seit 1988 in der Romanumarbeitung („DER CLOGGATH-KONFLIKT“), war aber nach wie vor nicht fertig.

Solange ich aber den kurz CK genannten KONFLIKT 13 nicht fertig umgearbeitet hatte, musste jede Romanüberarbeitung des direkt darauf folgenden KON­FLIKTS 18 einfach fehlschlagen. Da stockte und stagnierte die Arbeit also, und dem Fluss der Bilder ging das ganz genauso. Außerdem wurde ich durch meine leider sehr ambitionierten Pläne für das Fanzine „Baden-Württemberg Aktuell“ (BWA) behindert, dessen Chefredakteur ich ja geworden war.

Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, statt nichtssagender Vorworte ausführliche, gut durchdachte und inspirierende Editorials zu schreiben. Außerdem begann ich damit, eine Artikelserie zu verfassen, die in lockerer Folge erscheinen sollte und „Bausteine der Kreativität“ genannt wurde. Und ich wollte die Veröffentlichung der Edward-Norden-Saga (ENS) fortsetzen. Doch während vorher nur der Ro­man „Odyssee in Arc“ in einer 1:1-Kopie meines anderthalbzeiligen Skripts von 1987 den Weg ins BWA gefunden hatte, begann ich den Folgeroman „Der Herr­scher von Arc“ nun gründlich nachzubearbeiten (immer gemessen am Standard von 1999). Und das kostete ebenfalls Zeit.

Im März grub ich mich weiter durch den CLOGGATH-KONFLIKT, schrieb ein we­nig an KONFLIKT 22 weiter und sprang dann in KONFLIKT 21 „Oki Stanwer – Fürst von Leucienne (FvL)“, wo ich in den zurückliegenden 10 Jahren (!) erst bis Band 11 gekommen war. Mit Band 12 „Jagd nach einem Alassor“ und dem Fol­geband „Der Tiefschläfer“ kam nicht viel mehr Logik in die ganze Serie, leider.

Am 11. April beendete ich die sehr zeitintensive Hausarbeit über die Volksdeut­schen in Polen 1918-1939, und fünf Tage später gelang es mir endlich, mit „Evi und Petra“ den zweiten Archipel-Roman abzuschließen.

Ihr kennt mich – natürlich ging gleich ein weiteres Projekt los. Und wieder war es kein OSM-Projekt, sondern eins… für BWA. Diesmal hatte ich mir zur Stimu­lierung der eher etwas clubmüden Stimmung eine mehrteilige Kurzgeschichte ausgedacht, die Rufus Argoyle genannt wurde. Daran sollten schließlich mehre­re andere SFCBWler mitarbeiten. Sie war auf sechs oder sieben Teile limitiert (ich bin mir aus dem Stegreif nicht mehr ganz sicher, ob es sieben waren).

Gegen Monatsende kehrte ich dann auch in den KONFLIKT 28 zurück, also in die Serie „Oki Stanwer – Der Siegeljäger“. Mit den Bänden 21-23 konnte ich inner­halb des Mais 1999 immerhin den Schluss eines faszinierenden Vierteilers schreiben, in dem der Helfer des Lichts und Jesuitenpater Joseph Ghastor (der keine Ahnung von seinem Helferstatus hat) durch ein Zeitportal mit christlichen Fundamentalisten ins 12. Jahrhundert zurückversetzt wird – mitten in die von muslimischen Armeen belagerte Stadt Akkon. Die Aktionisten von PAX CHRISTI hatten allen Ernstes vor, Saladins Belagerungsarmee zu schlagen, die Eroberung von Akkon ungeschehen zu machen und durch ein Zeitparadoxon ein christli­ches Mittelalter zu neuer/alter Blüte zu führen.

Dummerweise, und das verstand ich wirklich überhaupt nicht (das wird euch ähnlich gehen), spürte ich ganz genau, dass Ghastor KEINE Zeitreise durchge­führt hatte. An der Zielzeit, in der er sich befand, ließ sich gleichwohl nicht rüt­teln. Richtig gruselig waren aber die Allianzen dieser Zielzeit: auf der Seite Sa­ladins kämpften Totenköpfe mit autonomer Intelligenz, gekleidet in schartige, monströse Panzerrüstungen. Und in der belagerten Stadt Akkon herrschten ge­strandete Raumfahrer, die imstande waren, ihre Gestalt zu wandeln: so genann­te Berinnyer. Und zu allem Überfluss gab es auch noch Dämonenwaffen, die die Stadt unterwanderten. Chaos, wohin man schaute, und dem armen Ghastor und seinen Mitstreitern wider Willen von PAX CHRISTI lief die Zeit davon…

Ach ja… und als hätte ich nicht schon hinreichend Sorgen gehabt, mich zu kon­zentrieren, stürzte ich am 16. Mai auch in den dritten Archipel-Roman. Ich er­wähnte neulich ja schon, dass ich im ersten Roman, „Die drei Strandpiratinnen“, auf eine bezaubernde junge Blondine an Bord des Seglers ALWANNEKHOR gestoßen war, Christina. Der Roman „Christinas Schicksal“, an dem ich nun zu schreiben begann, behandelte zunächst die direkte Anschlussgeschichte:

Die ALWANNEKHOR bekam nach dem Versagen von Kapitän Shaloon im Fall der „Strandpiratinnen“ einen neuen Kommandanten, Achmed Nestorius mit Na­men. Er verfügte rigide, dass die beiden Mädchen an Bord auf der nächsten In­sel, die sie erreichten, verkauft werden sollten. Diese Insel hieß Zellaar und war eine triste, dünn besiedelte Dschungelinsel, deren einziger Vorteil in ihrer Nähe zu der legendären Tempelinsel Nooresh bestand.

Hier wurde Christina also verkauft… und der Mann, an den sie geriet, war ein Seemann namens Garez Escobar. Zu dumm: Christina erinnerte ihn an eine ver­flossene Liebe aus einem fernen Inselkönigreich namens Zhiongar, aber er war sich sicher, dass sie vor drei Jahren verstorben war. Noch dümmer: im Laufe des Romans kristallisierte sich sehr schnell heraus, dass Garez sich geirrt hatte – die vermeintlich verstorbene Liebe war jene heutige (erinnerungslose) Christina, und damit befand ich mich mitten in einem Gefühlschaos, wie ich es mir eigent­lich überhaupt nicht hatte ausmalen können. Es warf mich gedanklich ziemlich aus der Bahn und absorbierte ich in der zweiten Jahreshälfte zunehmend. Au­ßerdem stellte ich – bis Jahresende auf Seite 219 vorgedrungen – recht deutlich fest, dass dieser Roman sehr viel umfangreicher werden würde als die Vorgän­gerromane, und das verunsicherte mich natürlich. Ich war so lange Werke nicht gewohnt. Und das war erst der Anfang…

Verwirrt versuchte ich, auf vertrautem Terrain wieder Fuß zu fassen, im Juni etwa in KONFLIKT 24 des OSM, also in der Serie „Oki Stanwer – Der Neutralkrie­ger“ (NK), wo ich mit Band 32 „Kommandounternehmen Calwenor“ ins Reich der gestaltwandelnden Tassiner zurückkehrte. Ich kam nur zwei Bände weit.

Im Juli entstand eine weitere Geschichte für das BWA – ihr kennt sie heute als mein E-Book, das im Dezember 2013 erschienen ist. Genau, „Die Katze, die die Sonne stahl“. Fürwahr keine OSM-Geschichte. Ich schrieb an den langen Wer­ken weiter (Christina, Herrscher von Arc, Rufus Argoyle), machte an den regulä­ren BWA-Ausgaben weiter, schrieb Editorials und Gedichte. Und Ende Juli ent­stand ein neues Fragment des OSM, „Die Tänzer der Wahrscheinlichkeit“. Das ist heute immer noch ein reichlich surreales Fragment.

Der August stand wieder im Zeichen unterschiedlicher Serien. Ich schrieb am KONFLIKT 24 weiter, dann an KONFLIKT 22, am CLOGGATH-KONFLIKT, und schließlich musste ich wieder eine Menge Zeit für die nächste Hausarbeit auf­wenden, diesmal für ein biografisches Thema mit einer Schnittmenge zur Religi­onskritik („Bruno Bauer – Ein Rebell im Biedermeier“). Sie sollte erst am 21. September fertig werden und bis dahin jede Menge Energie binden. Im September kam ich überhaupt auf kaum einen grünen Zweig.

Der Oktober verlief nicht viel schöner, wenn man von einem Highlight absieht: Inspiriert von den NK-Episoden um die Galaxis Feuerrad, die ich im August ge­schrieben hatte, verharrte mein Bilderfluss in dieser Galaxis, und Ende Septem­ber befand ich mich auf einmal in einem Paralleluniversum des KONFLIKTS 24, immer noch in der Galaxis Feuerrad… aber diesmal nicht als Besucher, sondern als Bewohner. Ich blickte durch die Facettenaugen des kleinen und jungen Xin Shorex’uss, der an Bord des Generationsraumschiffs Airexx-330 aufwächst und eine beunruhigende Gabe hat – er ist ein so genannter „Feuerspürer“. Und von ihm und der Geschichte, die sich mit ihm verbindet, erzähle ich im kommenden Teil dieser Serie. Da geht es dann um den Roman „Der Feuerspürer“.

In der kommenden Woche findet ihr hier den Eintrag „Logbuch des Autors 6: Jubiläumsstimmung“. Nicht verpassen, Freunde!

Bis dann, mit Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

wir befinden uns im Oktober des Jahres 1995. Während mein Studium an der Technischen Universität Braunschweig beginnt, mache ich einen erzählerischen Alptraumtrip. Er führt mich in KONFLIKT 20 „Oki und Cbalon – Das Ewigkeits­team“ (1984-1997) in die Galaxis Feuerrad, von der ich verschiedentlich schon erzählt habe, ohne dass ihr bisher die Realsubstanz zu sehen bekommen konn­tet. Das ändere ich heute ein bisschen, um euch auf das einzustimmen, was gleich kommen wird. Nur zunächst eine grobe Skizze dessen, was hier vorgefal­len ist:

Oki Stanwer und seine Gefährten suchen in Feuerrad das geheimnisvolle Impe­rium der Synox und die mysteriösen Dunkelwelten, ein Geheimnis, das sie bes­ser nicht aufgespürt hätten. Denn die Dunkelwelten erweisen sich als Horte der legendären Dämonenzepter, deren Besitz die Kontrolle über die SIEBEN SIEGEL VON TOTAM und damit über Allmacht verspricht. So sieht es wenigstens aus. Leider gibt es Sicherungen, und alle auf der Suche befindliche Dämonen und Dämonenwaffen machen mit ihnen Bekanntschaft, schließlich auch Oki Stan­wer, der in diesem KONFLIKT in einen Robotkörper integriert ist.

Er findet tatsächlich ein Zepter, und was dann geschieht, ist der Schluss des Vierteilers – der Feuerrad-Zyklus wurde freilich fortgesetzt – , d. h. des Bandes 81 „Gerkan und die Siegelbewahrer“. Perspektive Oki Stanwer, Vorhang auf:

Meine Finger näherten sich dem Zepter, und aus den Augenwinkeln sah ich Mi­krosekundenbruchteile, bevor ich den stilisierten Schädel berührte, dass überall Blitze aufflammten, von den Augenhöhlen der Zepter ausgingen, aufeinander übersprangen…

‚Eine Kettenreaktion! Himmel, was um alles in der Welt ist daaaaaa…‘

Berührung.

Überschlag!

Ein feuriger Kokon aus SIEGEL-Energie schlug brachial auf mich zurück, während meine Finger an dem Zepter klebten und es nicht mehr loslassen konnten.

Ich sah, wie meine Handschuhe zerplatzten, wie das Gasgemisch meines Anzu­ges entwich, alles zerkochte, die Kunsthaut sich auf meinem Körper von einem Moment zum anderen verflüssigte und gleichzeitig zu verkohlen begann. Meine Fingerglieder schmolzen zusammen, die Gelenke kochten, überall fraßen sich Flammen und Explosionen in mich hinein.

‚Das ist das Ende…‘, fühlte ich. Es konnte gar nicht anders sein. Ich fühlte, wie immer mehr meines Kunstkörpers zerstört wurde, immer mehr und mehr, wie Glieder zerbarsten, unter den urtümlichen Energien zusammenschmolzen, und wie ich schließlich durch die Explosion meiner Sehzellen jeden Kontakt zur Um­welt verlor.

‚Cbalon! Beim Licht!‘, kreischten meine Gedanken, bevor die absolute Finsternis über mich hereinbrach.

Das war die Vernichtung.

Das Ende des KONFLIKTES.

So schnell, so unerwartet.

Aber am Ende war da noch ein Gedanke.

Und es war nicht der meine:

Dies sind die Dämonenzepter von TOTAM. Sie sind Teil der SIEBEN SIEGEL VON TOTAM. Wer an sie rührt, verändert sich vollkommen. Komm und sterbe, um zu leben.“

Mit diesen Worten endet – scheinbar – Oki Stanwers Existenz, zugleich die Epi­sode und der Vierteiler.

Tja, der Tod… wer kennt ihn nicht? Auch im OSM ist er natürlich ein häufiger und so gut wie niemals gern gesehener Gast. Dummerweise, und darauf wies ich schon hin, ist der OSM ein dualistisches Weltbild, und wenn wir davon aus­gehen (vgl. hierzu die Wochen-Blogartikel 9 und 57), dass unserem Sein eine feinstoffliche Seele zugrunde liegt, dann beginnt im Moment des Todes das Rät­seln.

Was folgt darauf?

Ich habe schon verschiedentlich darauf hingewiesen, dass der Tod im OSM manchmal nur das Eintrittsportal in eine sehr eigentümliche Form von Dasein und Weiterexistenz ist, und ich möchte die obige Szene dazu nutzen, heute einen kleinen Schritt weiter zu gehen.

Schauen wir uns, wenn wir mal den Blick von dem unglücklichen Oki Stanwer abwenden, dem daraufhin ein Schicksal blühte, das weit schlimmer war als der Tod und das noch sehr viele weitere Intelligenzwesen das Leben kosten sollte, nun eine andere Art von Existenz an, die auch hier auf den Dunkelwelten von Feuerrad aktiv ist.

Ich spreche von den Dämonen von TOTAM.

Vielleicht eher, als ihr glauben mögt, werdet ihr die Bekanntschaft dieser Wesen machen, und ich kann euch an dieser Stelle schon sagen, dass sie ziemlich un­verwüstlich sind. Von der optischen Erscheinung her sind sie Wesenheiten, die wahlweise rauchgraue, schwebende Kugeln von Kopfgröße darstellen – das ist ihre Ursprungsstruktur – oder aber aufrecht gehende, quasi-humanoide Entitäten, deren Aussehen frappierend dem eines Kutte tragenden Mönches gleicht. Das macht letzten Endes keinen großen Unterschied, denn Substanz be­sitzen sie im baryonischen Sinne offensichtlich nicht. Man kann durch sie hin­durchschreiten oder hindurchschießen, verletzlich sind sie in keiner Weise.

Dafür können sie selbst, paramental begabt und Mutanten von enormer Stärke, selbiges sehr wohl. Viele Dämonen sind imstande, Materie zu aktivieren und gegen fremde Wesen einzusetzen. Sie vermögen Substanzen zu entflammen, Häuserwände einzureißen, mit Überschallgeschwindigkeit zu fliegen und vieles weitere mehr. Unter dem Druck ihrer magisch-psionischen Kräfte bersten Blut­gefäße ebenso wie Staudämme, sie können Armeen wie Sturmwind wegfegen.

Und der Tod schreckt sie nicht. Das ist vielleicht das Beunruhigendste, was man von ihnen sagen kann. Es heißt, Dämonen von TOTAM können zwar vernichtet werden, aber tot seien sie deshalb noch lange nicht, und wiederkehren könnten sie selbstverständlich auch.

Für die Dämonen von TOTAM ist der Tod nur so etwas wie eine Ruhepause im Gefecht, ehe sie erneut antreten. Und auch sonst ist der Tod für sie eher… nun, sagen wir… gewöhnungsbedürftig.

Dämonenleichen etwa, die gibt es nicht. Wenn ein Dämon „vernichtet“ wird, entsteht ein so genanntes „Dämonengrab“. Passiert das auf einem Planeten, dann entsteht ein offensichtlich bodenloser Schlund, der ganze Häuserzeilen mit sich in die Tiefe zerren und den man nicht mit Materie auffüllen kann. Seit dem KONFLIKT 13 „Oki Stanwer Horror“ (1982-1985) ist bekannt, dass die Dä­monengräber direkt nach TOTAM führen. Man muss sich darunter also so eine Art von stabilem Wurmlochtunnel vorstellen, dessen Durchschreiten allerdings tödlich ist.

Das einzige Wesen, das eine solche Passage überlebt hat, von dem man weiß, ist im erwähnten KONFLIKT Klivies Kleines gewesen, doch nimmt Kleines immer schon eine Sonderrolle im OSM ein. Für alle anderen Wesen sind die Dämonen­gräber so unzugänglich wie die Schwerkraftschächte von black holes.

Was genau geschieht, wenn eine Seele eines „toten“ Dämons nach TOTAM zu­rückgeschleudert wird? Das ist nicht restlos geklärt. Sicher kann man nur sagen, dass die Dämonen, die auf solche Weise im KONFLIKT Schiffbruch erleiden, frü­hestens nach 5 Milliarden Handlungsjahren, also im kommenden KONFLIKT, wieder erwachen und in den Einsatz gehen. Zumeist sind dann auch ihre Na­men leicht modifiziert. Der Grund dafür ist noch nicht hinreichend erforscht.

Ihr merkt: für die Dämonen von TOTAM hat der Tod an sich, der unsere Existenz fest im Griff hält und unsere Seelen betrübt, wenn wir Gestorbene betrauern, seinen beißenden Stachel verloren. Er ist nur eine Art von temporärer Ruhepau­se, ehe sie sich von neuem in den Kampf stürzen können.

Und wie war das nun mit Oki Stanwer im obigen Zitatfall? Wer hat da zu ihm ge­sprochen, und was bedeutet diese groteske Bemerkung? „Komm und sterbe, um zu leben.“

Nun, er ist dem nächsten Verhängnis anheim gefallen, nämlich den SIEBEN SIE­GELN VON TOTAM, und sein Pech ist es, dass seine Essenz trotz aller Verwüstung erhalten bleibt, während sein Intellekt quasi aufhört zu bestehen. Die 32 Dämo­nenzepter brauchen ihn als Fokus und Gastkörper, und so wird Oki Stanwer zu einem zweiunddreißigarmigen Ungeheuer mit der Macht der 32 Zepter – eine Kreatur, die unbesiegbar ist, Welten einebnet, durch den Hyperraum rast, Raumflotten wie Herbstlaub wegwirbelt und durch ihre schiere Präsenz Leben dahinsiechen lässt.

Von diesem schrecklichen Moment an ist Oki Stanwer der SIEGELLENKER. Und eine Gefahr für das gesamte Universum. Und nein, natürlich war mit Band 81 noch nicht alles vorbei. Die Serie „Oki und Cbalon – Das Ewigkeitsteam“ endete erst mit Band 110. Und bis dahin herrschte gewissermaßen Mord und Tot­schlag.

Von dem Thema des Todes und seinen vielfältigen Facetten im Rahmen des Oki Stanwer Mythos werdet ihr natürlich weiterhin hören… in Bälde. Lasst euch überraschen, welchen Teilaspekt wir dann anschauen werden.

Bis nächste Woche, wo ihr mir in Teil 18 der Artikelreihe „Was ist eigentlich der Oki Stanwer Mythos (OSM)?“ folgen könnt.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos,

das Warten hat ein Ende – nach zwei Monaten, in denen ihr euch in anderen kreativen Welten tummeln konntet, gibt es nun die Möglichkeit einer Rückkehr in die Galaxis Twennar ins Reich der Yantihni. Mit „Das Archiv der Hushhiner“ steht ab sofort der elfte Band der Serie Oki Stanwer und das Terrorimperium (TI) zum Download auf Amazon.de bereit (die EPUB-Version davon erscheint erst im kommenden Jahr).

Worum geht es? Es soll ja Leser geben, die noch nicht Bescheid wissen…

Nun, in den Bänden 4 und 5 der Serie erzählte ich davon, dass das Raumfahrer­volk der Yantihni die Wüstenwelt Hushhin fand und hier überraschend auf die ersten Spuren extrayantihnischen Lebens stieß – die Nekropolen des ausgestor­benen Arachnoidenvolkes der so genannten „Hushhiner“, deren wahren Namen man nicht kannte.

Rund zwanzig Jahre nach der Erstentdeckung war Hushhin dann auch Schau­platz eines dramatischen Erstkontaktes – der tassaiische Späher Gwensh stürzte hier ab, wurde schwer verletzt und verstarb bald nach einem ersten Bericht… was sich daraus weiter entwickelte, kann man in den Bänden 8-10 der Serie nachlesen.

Doch während dieser Ereignisse wurde eine Gruppe von Wissenschaftlern in ei­ner Nekropole verschüttet und machte hier eine beunruhigende Entdeckung, über die ich anno 2013 noch nicht viel sagen konnte. Das ändert sich jetzt.

Eigentlich kommen die Techniker vom Planeten Shoylon nur, um Gwenshs Raumkapsel zu bergen. Aber sie haben einen eher unbequemen Kollegen dabei, den genial-störrischen Wissenschaftler Noshtoy. Und er erfährt von dieser Ent­deckung unter Tage… was sich daraus dann ergibt, erfahrt ihr in diesem Werk, und ich denke, es ist die Lektüre mehr als wert. Wohin die angestoßenen Ent­wicklungen führen werden, das kann sich nicht mal der nicht eben phantasielo­se Noshtoy vorstellen…!

Das E-Book kostet wie üblich 0,99 Euro. Der Gratisdownloadtag wird der 16. Juni 2014 sein.

Ich wünsche euch angenehme Lesestunden!

Ansonsten lesen wir uns morgen früh wieder, wo ich an dieser Stelle im Rah­men meines Wochen-Blogs über ein „wunderliches Ereignis im OSM“ erzählen möchte, nämlich über den Tod. Eine seltsame Bemerkung? Nun, wenn ihr das findet, dann schaut halt vorbei und lasst euch das erläutern…

Bis morgen dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.