EPUB-Blog: The OSM goes EPUB

Posted Juni 2nd, 2014 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

heute möchte ich eine Neuerung für die nahe Zukunft ankündigen und viel­leicht ein Geheimnis aufdecken, über das manch einer von euch im Verlauf der vergangenen Woche gestolpert sein könnte. Dafür gilt es eine kleine Vorge­schichte zu erzählen, sie führt ziemlich genau anderthalb Jahre zurück. Ja, ganz genau bis zu den Anfängen meiner E-Book-„Karriere“, wie ich das ironisch nen­nen möchte.

Im Frühjahr 2013 wurde ich mit einer unerwarteten Frage konfrontiert. Ihr mögt euch daran erinnern, dass ich E-Books ja nicht im Alleingang realisiere. Ja, ich schreibe die Texte und kontrolliere und korrigiere sie auch, selbstverständ­lich, aber für die Cover sind die Künstler verantwortlich, die beispielsweise ihre Werke in der Bilddatenbank FOTOLIA einstellen. Für die Schriftzüge gewann ich den befreundeten Grafikdesigner Lars Vollbrecht, für das Konvertieren der E-Book-Texte in fertige E-Books dann Corinna Rindlisbacher von www.ebokks.de.

Tja, und genau von ihr kam dann die Frage der Fragen: welches Format ich nämlich für meine E-Books wählen wolle. MOBI oder EPUB. Mir war als Newco­mer auf dem Sektor bis dahin nicht mal bekannt, dass es unterschiedliche Lese­formate für unterschiedliche Readertypen gab. Meine Ahnungslosigkeit endete schnell. Standardgemäß gibt es zwei Formate, einmal MOBI für den KindleRea­der und die von Amazon angebotene KindleApp. Und für die buntscheckige und inzwischen recht breite Vielfalt anderer Lesegeräte gibt es das EPUB-Format.

Nun, und je nachdem, wie man seine Marketingstrategie ausrichten möchte, galt es nun natürlich, eine Grundsatzentscheidung zu treffen. Da ich zunächst den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen bereit war und Corinna schon einschlägige Erfahrungen mit Amazon und damit dem MOBI-Format gemacht hatte, entschied ich mich dazu, das MOBI-Format zu wählen.

EPUB kann man ja nachher immer noch machen“, dachte ich mir. Wichtiger kam es mir vor, zunächst einmal überhaupt E-Books anbieten zu können, und so kaprizierte ich mich aufs MOBI-Format.

Ich denke, die Tatsache, dass ich inzwischen mehr als eintausend E-Books auf diese Weise verkauft und mehr als zehnmal soviel über Gratisdownloadaktio­nen verteilt habe, spricht für sich.

Dann kam das Jahr 2014, zwischendrin war mein armer Vater verstorben, hier herrschte ziemliche Konfusion. Ein Interview mit mir war erschienen (auf www.ebokks.de), ein zweites für www.buchbesprechung.de war in Arbeit, das jetzt am 20. Mai 2014 ebenfalls erschienen ist.

Und meine ökonomische Situation hatte sich nun ein wenig stabilisiert. Der Ge­danke also, endlich auch das EPUB-Format zu nutzen, intensivierte sich. Ich nahm schon vor etlichen Wochen Kontakt mit der Internet-Plattform beam-eBooks auf und unterzeichnete einen Vertriebskontrakt. Dann, und das mag dann für einige Neuleser bei mir für Verwirrung gesorgt haben, ging ich daran, die Voraussetzungen für die Erweiterung auf das EPUB-Format zu schaffen.

Ja, es ist eine Erweiterung.

So, wie ich beispielsweise sehr, sehr langsam bin in der Verbindung mit sozialen Netzwerken, so geht auch alles andere hier etwas gemächlicher, als man glau­ben sollte. Ich stürze mich nicht Hals über Kopf in irgendwelche publizistischen Abenteuer, sondern das muss alles schön ruhig wachsen. Ich möchte da schon gern noch die Übersicht und die Kontrolle behalten. Bei inzwischen 17 E-Books wird es allmählich ein wenig knifflig.

Ich habe also zum Ende Mai die ersten Exklusiv-Bindungen meiner E-Books an Amazon gelöst. Das bedeutete dann leider auch, dass ich die entsprechenden Bände aus dem Kindle-Leihprogramm zu entfernen hatte. Und deshalb könnte es manchen unter euch Lesern geben, die gern mal via Leihprogramm etwa in TI 1 „Das Erbe der Forscherin“ oder in „Annalen 1: In der Hölle“ reingeschnup­pert hätten, dass sie sinnbildlich vor verschlossener Tür jenseits der Textprobe standen.

Ich denke, die Kompensation, die demnächst ansteht, wird euch für diese Ent­täuschung durchaus entschädigen. Natürlich werden die genannten Werke – und in der Folge alle weiteren TI-Episoden und Annalen-Werke – auch weiterhin zum Kauf bei Amazon verfügbar bleiben, im MOBI-Format.

Darüber hinaus wird es aber dieselben Werke in wenigen Wochen auch im EPUB-Format geben. Und dann können auch Besitzer etwa eines Kobo-Readers oder vielleicht auch eines Tolino oder welche Endgeräte es auch immer noch so geben mag, imstande sein, diese Geschichten zu erwerben und zu lesen.

Es hat schon von Anfang an entsprechende Leseranfragen an mich gegeben, und ich musste immer seufzend den Kopf schütteln und die Neugierigen ver­trösten. Das wird also in Bälde ein Ende haben.

Wie genau muss man sich das jetzt vorstellen? Denn ihr könnt euch sicherlich denken, dass ich über den Punkt der Preisgestaltung und der Erscheinungsfre­quenz gründlich nachgedacht habe. Das war wirklich der Fall. Nun, ich bin zu folgendem Entschluss gekommen:

Der Preis wird so bleiben wie bisher, d. h., die OSM-Episoden werden auch wei­terhin 0,99 Euro kosten. Falls sich an diesem Preis irgendwann mal etwas än­dert – aber sicherlich nicht vor 2015 – , dann werden die Preise sowohl für die MOBI-Versionen bei Amazon wie auch die EPUB-Versionen analog angepasst werden.

Die bisher publizierten zwei Annalen-Werke kosten auch in der EPUB-Version 2,99 Euro. Zum Preis des dritten, das Anfang August erscheinen soll, sage ich zu gegebener Zeit noch Genaueres.

Die Erscheinungsfrequenz wird ein Werk pro Monat betragen, genau wie bei den MOBI-E-Books auch. Hier hinkt halt die TI-Serie, mit der ich starten werde, gegenwärtig um 10 Ausgaben hinter der MOBI-Ausgabe her.

Ich würde sagen, dies alles ist dennoch eine gute Nachricht für alle meine Leser, die bisher den OSM besuchen und lesen wollten und es – mangels KindleRea­der oder weil aus irgendeinem Grund die KindleApp bei ihnen nicht funktionier­te (ich kenne solche Freunde!) – einfach nicht konnten.

Der Leserkreis kann sich nun also ausdehnen, sobald der Oki Stanwer Mythos (OSM) den Bereich des EPUB-Formats erreicht hat. Und wie ihr euch vorstellen könnt, gibt es natürlich weitere Ideen, die hier auf kleiner Flamme so langsam schmoren.

Welche Ideen?

Na, ich deute mal zwei davon an, und ich kann jetzt schon versichern, dass bei­de nicht mehr sehr weit entfernt sind:

Mein ursprünglicher Traum, und das ist vermutlich auch einer, den viele meiner Leser und potentiellen Leser hegen, sah es vor, zu den E-Books irgendwann auch eine gedruckte Ausgabe in den Händen zu halten, mir die Werke schön ins Regal stellen zu können. Und ich kann euch heute sagen, dass ich diesbezüglich schon an der Arbeit bin. Wenn wir Glück haben, könnte es im August schon ein erstes gedrucktes E-Book von mir geben… welches? Ach nein, das mag ich noch nicht verraten. Aber das erfahrt ihr noch.

Und zweitens brachte mich jüngst ein Gespräch mit einem kreativen Phantas­ten, der auf einem völlig anderen Sektor arbeitet als ich, auf die Idee, so etwas wie Merchandising-Artikel zum OSM zu entwickeln. Das hat jetzt mit einem weiteren Plan zu tun, der sich um Crowdfunding dreht… aber dazu mehr zu er­zählen, wäre wirklich zu zeitig.

Ihr seht hieran aber ganz klar: das Füllhorn kreativer Ideen, die sich hier aufge­staut haben, ist – ebenso wie die Themenvielfalt und Geschichtenmasse des Oki Stanwer Mythos – noch lange nicht an seinen Grenzen angelangt. Da kommen noch eine Menge an Überraschungen auf euch zu… es bedarf freilich etwas eu­rer Geduld.

Zunächst jedoch brechen wir ins EPUB-Zeitalter auf! Ich freue mich darauf, hier neue Leser zu gewinnen und wünsche euch allen eine angenehme und span­nende Lektüre!

Macht es gut und bis nächsten Sonntag!

Mit Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Wochen-Blog 65: Der OSM im Bild, Teil 3

Posted Juni 1st, 2014 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

tja, da sind doch tatsächlich schon wieder wie viele Wochen ins Land gestri­chen, seit ich mich das letzte Mal mit euch über die Illustrationen des Oki Stan­wer Mythos (OSM) unterhalten habe? Elf! Am 16. März 2014 verließ ich euch im Blogartikel 54, nachdem ich mich über die ersten Brieffreunde unterhalten hatte, die in der Frühzeit des OSM-Schreibens dazu beigetragen hatten, den Ge­schichten ein visuelles Antlitz zu verleihen – deutlich besser übrigens, wie ich finde, als ich das damals wie heute selbst konnte.

Aus rechtlichen Gründen kann ich euch das Bildmaterial selbst nicht zugänglich machen, das ist vielleicht einer ferneren Zukunft vorbehalten. Wenn ich denn dann mal die Erlaubnis der Beteiligten eingeholt habe… aber nahezu alle sind heutzutage aus meinem Dunstkreis entschwunden, so dass ich nicht einmal weiß, ob sie noch leben oder phantastisch tätig sind. Schade eigentlich.

Ich erwähnte im Blogartikel 54 die Brieffreunde Paul Abert und Bernd Held. Heute kümmern wir uns um weitere interessante Personen. Fangen wir gleich mal an:

Wir befinden uns im Jahr 1983. Mein kreativer Elan ist stramm damit beschäf­tigt, den stilistisch völlig ungenügenden OSM zu publizieren, namentlich die Epi­soden des KONFLIKTS 13 „Oki Stanwer Horror“ (OSH, 1982-1985). Ich erwähnte neulich schon, dass mein damaliger Brieffreund Götz Nennstiel die Episoden abzuschreiben begann, um sie in einer Mikroschrift-Edition, etwa im Din-A8-Format (kein Witz!) herauszugeben. Diese Bände, Doppelbände jeweils, brauch­ten natürlich Titelbilder.

So schrieb ich auch meinen österreichischen Brieffreund Hans Walter Hendler an, und er steuerte tatsächlich ein Cover bei, nämlich das für OSH 1, „TOTAMS Knochensaat“. Heutzutage würde man sagen, man erkennt daran, wie un­kritisch ich gewesen bin, wie sehr der Enthusiasmus meine ästhetische Rationa­lität verdrängte.

Hans´ Illustration zeigt einen fensterlosen Raum mit dunklen Vorhängen, der Boden ist offenbar mit Parkett ausgelegt, darauf ist ein Pentagramm gezeichnet, umringt von schwarzen, hohen Kerzen. Im Vordergrund sieht man von hinten einen Mann mit seltsam deformiert wirkendem Kopf (das lag an Hans´ Zeichen­künsten, der Mann in der Episode hat keine Deformationen), und in der oberen Bildmitte ist ein – ebenfalls eigentümlich zerknautschter – menschlicher Toten­schädel mit Strahlenglanz ringsum zu erkennen.

Die Szenerie ist für OSM-Eingeweihte offenkundig: es handelt sich um die „Be­schwörung“ der Dämonenwaffe GOLEM, eines glühenden Totenschädels. Son­derlich überzeugend ist diese Darstellung heute freilich nicht mehr.

Hans steuerte ein weiteres Bild bei, das mir im Original noch vorliegt. Auf der Rückseite hat er akribisch vermerkt: „Oki Stanwer Horror Nr. 3, 17. Jänner 1984“. Es handelt sich bei dieser Episode um das Werk „Der Horror-Garten“, und da es zu der Episode zwei Titelbilder gibt (die beide nicht verwendet wor­den sind, bekanntlich ist Götz Nennstiels Publikation der Serie nach dem ersten Doppelband schon eingestellt worden), sollte ich an dieser Stelle ein wenig über den Inhalt erzählen und dann die beiden Bildmotive genauer beschreiben.

Der Horror-Garten“ spielt im Hamburg des Jahres 2123. Oki Stanwer kommt hier einem gewissen „Mr. Mor“ auf die Spur, hinter dem sich nachher ein Dä­mon von TOTAM enttarnen lässt. Mor betreibt in seinem „Horror-Garten“ ein magisches Metamorphosegeschäft, wo er Menschen und Tiere in Ungeheuer transmutiert. Heutzutage mutet das etwas obskur an, weil „Magie“ im strengen Sinn im OSM nicht mehr existent ist. Aber ich erwähnte früher schon, dass ich 1982 und 1983 noch munter mit diesem Begriff hantierte – Ausfluss meiner da­maligen Horror-Heftromanlektüre.

In diesem „Horror-Garten“ geht also erst eine Katze verloren, anschließend macht sich ihr Besitzer, ein alter Seemann namens Mark Garsen, auf die Suche nach ihr. Mor fängt sie beide ein. Die Katze Cathy wird in eine erotische Katzen­frau verwandelt, Garsen in einen Werlöwen. Doch Garsen übersteht scheinbar den Verwandlungsschock nicht und stirbt. Später erwacht er während seines Begräbnisses zu neuem Leben und läuft Amok… und kehrt in den „Horror-Gar­ten“ zurück, um schließlich gegen Mor zu opponieren. Oki Stanwer und seine Freunde kommen ihm dabei in die Quere.

Hans Hendlers Bild zeigt nun, und das war mir deutlich zu ereignisarm, einige aufgespießte Skelette und Schädel in blütenreichem Ambiente vor einer Stein­mauer. Garten, ja, Horror auch, ja… aber wo war die Handlung geblieben? Ver­schwunden.

Nein, sagte ich mir, Hans, nein, das kann ich so nicht verwenden. Und so wan­derte es in die Ablagemappe. Ich sah mich nach einem alternativen Zeichner um, und Götz Nennstiel erbot sich, seine Zeichenkünste unter Beweis zu stel­len.

Seine Version sieht so aus: man sieht einen Blick auf einen Friedhof, im Hinter­grund eine hohe Mauer, davor schattig Grabsteine. Rechts erhebt sich ein recht verwahrloster, bröckeliger Turm, dahinter krallt sich ein schwarzes, kahles Geäst in den fahlen Himmel. Hinter den Grabsteinen reckt sich eine Monstergestalt, die den Werlöwen Mark Garsen darstellen soll. Links versucht eine Männerge­stalt in Schwarz, aus dem Bild zu flüchten. Garsen schleudert allerdings – das steht tatsächlich so in der alten Episode – einen seiner ausgerissenen Fangzäh­ne als Geschoss, mit der Wirkung, dass der arme Fliehende in den Hals getrof­fen wird.

Man sieht eine schwarze Blutfontäne, und sogar eine sehr plakative Sprechbla­se, in der das Opfer mit „Ahhh“ seinen dramatischen Todesschrei von sich gibt. Heutzutage klingt das natürlich nicht minder albern… dramatisch ist es, ja. Aber auch theatralisch völlig überzogen.

Ihr ahnt es – ich war nicht überzeugt.

Hans schien von einer weiteren Geschichte dieser Serie angetan zu sein, und er zeichnete ein Alternativcover zu dem Band 4 der Serie, „Das schleichende Grauen“, zu dem bereits Bernd Held ein Titelbild geschaffen hatte (ah, vielleicht war es zeitlich auch umgekehrt, ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher). Über Bernds Version habe ich in der zweite Folge der Reihe „Der OSM im Bild“ ge­schrieben, also im Wochen-Blog 54. Das Bild von Hans, das er später – und im übrigen wohl falsch – im Bezug geändert hatte, sollte sich dann angeblich auf OSH 30: „Ghoul-Fische“ beziehen… das passte dann aber überhaupt nicht mehr. Die Skizze ist auf den 14. Feber 1984 datiert.

Was zeigt sie? Nun, da sie ursprünglich auf Band 4 Bezug nahm, in dem die quallengestaltige Dämonenwaffe Glusem ein Geschäftsgebäude im Innern von London auflöst, sieht man tatsächlich ein riesiges, quallenartiges Etwas, das im Bildhintergrund rechts ein Gebäude zu verdauen scheint und dann nach vorne auf einen Platz fließt. Es erinnert dabei ein wenig an eine Nacktschnecke. Links davon sieht man einen kahlen Fahnenmast und eine angedeutete Rasenfläche. Im Bildvordergrund flüchten drei Menschen, ganz rechts eine durchaus nicht unhübsche Lady.

Leider ermangelt das Bild nahezu jeglicher Perspektive, und mit dem Inhalt der Episode 30 der OSH-Serie hat sie wirklich nicht viel zu tun. Das Bild blieb darum auch nur eine eher flüchtige Skizze, die keine weitere Verwendung fand. Und damit endete dann Hans Hendlers grafisches Gastspiel für die Serie.

Was nicht endete, war die Zeichnerleidenschaft von Götz Nennstiel. Er entwarf nämlich eifrig schon ein Titelbild für OSH 8: „Der Todesfahrer“, dem er den pla­kativen „Untertitel“ gab: „Als Okis Doppelgänger mordete“. Wobei er dies falsch „Oki’s“ schrieb… aber ich bezweifle, dass das der zentrale Grund war, warum es gar nicht dazu kam, dass dieses Bild jemals der Öffentlichkeit bekannt wurde.

Was sieht man darauf? Nahezu vollständig finstere Nacht, links zwei futuristi­sche Straßenlaternen, die etwas bizarre Lichtkegel projizieren, auf einen Glei­ter, der von rechts nach links durchs Bild schießt. Und im Vordergrund wird ein argloser und wehrloser Passant kopfüber von dem Aufprall auf den Betrachter zugeschleudert.

Inhaltlich vollkommen passend, eindeutig. Indes, es half nichts… ich sagte schon, die Serie kam gar nicht bis an diesen Punkt, was die Publikation anging. Stilistisch war das sehr von Vorteil.

Schade war es freilich um ein weiteres Cover dieser Serie, das Götz auch schon in den vorgefertigten Rahmen einfügte. Zu dem Cover sollte ich vielleicht noch etwas mehr erzählen: Man sieht dort oben groß und zentriert den „Horror“-Schriftzug, links davon einen Totenschädel mit einem Auge, der sozusagen hin­ter dem „H“ hervorlugt. Unter dem Schriftzug steht „Oki Stanwer“, rechts davon in einem weißen Kasten die Bandnummer. Der Titelschriftzug wurde in Form ei­ner liegenden Schriftrolle am unteren Seitenende gebracht, wobei die Schrift­form des Titels munter variierte.

Man merkt letzteres besonders an dem letzten mir vorliegenden Titelbild dieser Serie: Götz´ Freund Peter Felsch, der sehr viel mehr von Perspektive und Anato­mie verstand, zeichnete ein Cover zu OSH 7: „Der glühende Schädel“, das von Götz auch gleich in einen Rahmen montiert wurde. Auch hier muss ich sagen, herrscht strikte Übereinstimmung zwischen Motiv und Inhalt der Episode.

Was sieht man hier? Nun, diese Episode spielte in Frankreich und war der zwei­te Teil eines auch räumlich geteilten Zweiteilers. Oki Stanwers Freunde, die so genannten „Stanwer-Agenten“ Richard Winer und Leonard Telkow, beide vom britischen Militär zur Unterstützung des Stanwer-Teams abgestellt, folgten hier in Frankreich dämonischen Spuren und liefen in einen Hinterhalt der Dämonen­waffe GOLEM, die ein ganzes Dorf unterwandert hatte. In den dramatischen Schlussszenen waren die beiden Agenten wie an Marterpfähle gefesselt, und GOLEM erschien in der Gestalt eines Skeletts mit brennendem Schädel.

Just dieses Motiv sieht man auf diesem Titelbild. Die beiden Agenten an den Pfählen stehen im Bildhintergrund, vorne rechts ist das Skelett sehr schön ge­zeichnet, mit dem Blick nach vorne links gerichtet und gereckter Knochenhand. Der Totenschädel starrt finster den Leser an, umlodert von Flammen… schön gezeichnet, muss ich selbst heute noch konstatieren. Dass über GOLEMS Hand dann eine Flamme lodert, in der eine Art von Teufelsgestalt auftaucht, ist wohl künstlerische Freiheit.

Damit möchte ich für heute auch schon wieder den Reigen der OSM-Künstler schließen. In der nächsten Folge geht es dann noch ein Stück weiter damit, da werde ich wohl mit der OSH-Serie soweit abschließen können. In der nächsten Woche kümmern wir uns – wieder einmal – um das Thema Tod im OSM. Worum im Detail? Lasst euch überraschen. In sieben Tagen an diesem Ort.

Bis dann, mit Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

PS: Und ehe ich das vergesse – morgen werden wir uns an dieser Stelle auch noch einmal sehen, außerplanmäßig sozusagen. Schaut doch einfach rein.

Liebe Freunde des OSM,

und schon wieder ist ein Monat Vergangenheit… es ist wirklich atemberaubend, wie schnell die Zeit dahintickt. Vielleicht ist es ganz normal, dass nach dem wirklich sehr umtriebigen und aufregenden Monat Januar nun ein recht ruhiger Monat folgte.. anfangs sah es wirklich nicht danach aus, aus folgenden Grün­den:

In der ersten Monatshälfte hatte ich mit einigen privaten Komplikationen zu kämpfen, mit denen ich euch an dieser Stelle nicht behelligen will. Und es stand die Rückkehr in die Literaturwerkstatt Gifhorn an, die mir der im Januar kennen gelernte Literat Tobias Tantius ermöglichte. Eine Rückkehr nach 15 Jahren der „Abstinenz“… eine schöne Sache, und ein sehr warmherziger Empfang. Ob ihr das glaubt oder nicht, mir kam es fast so vor, als sei ich kurz vor die Tür gegan­gen und dann wieder zurückgekehrt. Wunderbar. So voller allseitiger Freude, Respekt, und mit einer Menge Scherzen und Gelächter. So soll sie sein, die Ge­meinschaft der Literaten.

Positive Effekte waren dann drei Pressekontakte in der Folge, ein Artikel in der Aller-Zeitung, vielleicht – bis dieser Blogbeitrag erscheint – einer im Isernhage­ner Kreisblatt und ein Interview auf einem Literaturportal im Netz… (damit ist das Interview auf www.buchbesprechung.de gemeint, von dem ich im letzten Eintrag auf der Seite schrieb. Es ist seit dem 20. Mai 2014 online und durchaus die Lektüre wert) doch, es passierte hier schon einiges. Und für März steht neben dem neuen E-Book auch noch ein Besuch der Leipziger Buchmesse an, auf den ich schon mächtig ge­spannt bin.

E-Book-Autor zu sein, heißt eben auch immer: umtriebig sein, Werbung ma­chen und dergleichen. Das fällt mir als eher unscheinbarem Literaten grund­sätzlich schwer, aber vielleicht lerne ich es allmählich… es sieht sehr danach aus.

Aber heute wollen wir uns auf das konzentrieren, was ich im Februar 2014 fer­tig stellen konnte oder zumindest im Rahmen des OSM bearbeitete. Das war seitenmäßig nicht so überwältigend viel, aber summarisch sieht es nach einer Menge aus:

Blogartikel 75: Logbuch des Autors 7: Brennpunkt Babylon

Blogartikel 60: Work in Progress, Part 14

14Neu 10: Unbekannter aus Sternentiefen

18Neu 51: Ekkons Geheimnis

Erläuterung: Das ist leider mal wieder der typische Fall eines sehr vollmundigen Titels, der nicht im Mindesten das hielt, was er versprach. Wie gern hätte man tatsächlich die Geheimnisse des Ritters vom Goldkristall, Ekkon, hier erfahren! Und wie enttäuscht müssten Leser sein, die die Episode dann schließlich zu Ge­sicht bekommen… denn Ekkon stirbt in diesem Band, sein Geheimnis nimmt er indes mit ins Grab. Es versteht sich von selbst, dass das in der Überarbeitung beizeiten gründlich geändert werden wird. Tja, aber sterben muss er in dem Band auch dann noch.

(Glossar der Serie „Kampf gegen TOTAMS Dämonen und Schergen“)

NK 1: Auf der Spur der Legende (Abschrift)

Erläuterung: Mit diesem Band habe ich endlich begonnen, den wichtigen KON­FLIKT 24 „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“ (noch in Arbeit seit 1994) abzu­schreiben. Wie ihr aus früheren „Work in Progress“-Einträgen wisst, sind die hö­heren Episoden ab Band 32 schon fertig digitalisiert. Aber die 31 ersten halt nicht. Und da es sich um einzeilig maschinengeschriebene Geschichten handelt, die recht umfangreich sind, kann diese Abschrift noch dauern. Mein Plan ist gleichwohl, bis Jahresende 2014 damit fertig zu werden. Mal schauen, ob ich das einhalten kann.

(NK 4: Gefahr aus dem Nichts (Abschrift))

(OSM-Wiki)

(NK 5: BOYDIA (Abschrift))

Erläuterung: BOYDIA ist eigentlich ein tragischer Charakter, ungeachtet ihrer unglaublichen Machtfülle. Eine Späherin, ausgesandt, um ein rätselhaftes Phä­nomen zu erforschen, das den Namen HANKSTEYN trägt. Sie wird eingefangen und transformiert, um viele Jahrtausende später, die ihr wie ein Lidschlag vor­kommen, als HANKSTEYN-Späher wieder ausgesandt zu werden und in die alte Heimat zurückzukehren, Seite an Seite mit einer tassinischen Expedition. Tja, und von da an geht alles auf eine so unglaubliche Weise schief, dass ihr das irgendwann wirklich mal nachlesen müsst.

12Neu 20: Operation Takarion

Erläuterung: Takarion ist eine Gebirgsfestung auf dem Planeten Tasvaan in KONFLIKT 12 „Oki Stanwer – Bezwinger des Chaos“ (1987-1993). Tasvaan ist er­obert und von den so genannten Neuen Herren besetzt, und in Takarion sitzt die gefangen genommene Regierung ein. Bis zu diesem Tag, wo sich tasvanische Terroristen mit der in den Untergrund abgetauchten Militärführung der Tasva­ner zusammentun und den Sturmangriff auf die Festung einleiten. Zu dumm nur, dass ihre Gegner, die Neuen Herren, eigentlich auf den Namen „Berinnyer“ hören und Gestaltwandler sind… und wer den Roman „Aus den Annalen der Ewigkeit 2: Ian und der Stein der Götter“ gelesen hat, der weiß leider etwas mehr über Berinnyer als die arglosen Tasvaner. Gruseln ist erlaubt.

(12Neu 22: Die Bytharg-Partisanen)

Erläuterung: Und wo wir gerade eben bei den Berinnyern waren… hier sind sie dann schon wieder.

(Glossar der Serie „Oki Stanwer – Bezwinger des Chaos“)

Blogartikel 54: Der OSM im Bild, Teil 2

(E-Book 16: Das Archiv der Hushhiner)

(14Neu 12: Düsterwelt)

Erläuterung: Die so genannte „Düsterwelt“ ist das Herz des finsteren Reiches der Dämonenwaffe Rookax im Innern der Galaxis Hun’arc. In diesem Band steu­ert der Helfer des Lichts Klivies Kleines diese Welt an und sucht die Konfrontati­on mit Rookax. Sowohl er als auch seine Begleiter erleben eine finstere Überra­schung…

(Glossar der Serie „Oki Stanwer – Feldherr der Cranyaa“)

(18Neu 52: Das Kristall-Grab)

(Annalen 4: Heiligtum der Shonta)

Erläuterung: Wenn sehr aufmerksame Leser nun die Stirne runzeln und meinen „Da hat sich der Uwe doch bestimmt verschrieben, bisher hat er diese Geschich­te immer als ‚Annalen 3‘ angekündigt…“, so kann ich hier lächelnd den Kopf schütteln und euer Wissen auf den aktuellen Stand bringen.

Während der ersten Hälfte des Februars habe ich mich entschieden, das E-Book-Programm für 2014 etwas zu modifizieren. Das sieht so aus, dass ich anstelle der geplanten zweiten Storysammlung Anfang August einen weiteren „Annalen“-Band bringen werde. Und da „Heiligtum der Shonta“ erst Anfang 2015 erschei­nen wird, musste ich natürlich eine Umbenennung der Bände vornehmen. Ich sage dazu gleich noch etwas mehr an gegebener Stelle.

NK 2: Das Ding in der Höhle (Abschrift)

Erläuterung: Auch wenn sich das jetzt wie ein Titel von Howard Phillips Love­crafts Weird Fiction-Stories anhört, das ist es definitiv nicht, und es geht auch nicht um ein Ungeheuer, sondern vielmehr um einen „Gott“… oder um das, was die arglosen Bewohner des Planeten Laitesh in der Galaxis Bool für einen Gott halten. In Wahrheit ist es, welch Wunder, etwas ganz anderes. Und was? Nun, das erste vor meinem geistigen Auge sichtbar gewordene Transversalenfeld. Und was DAS nun wieder ist, dazu kommen wir beizeiten noch.

(NK 3: Die Schuttwelt (Abschrift))

Blogartikel 83: Angelnde Kristallwesen – neue Fehlerlese im OSM

(Annalen 2: Ian und der Stein der Götter)

(Beas Freund – OSM-Story)

14Neu 11: Tod auf Vo’hoccl

Erläuterung: Vo’hoccl ist die Hauptwelt des Volkes der nonhumanoiden Mogol­ker in der Galaxis Hun’arc. Sie sind ein Vasallenvolk der Dämonenwaffe Rookax… jedenfalls bis zu diesem Band, wo ein Genozid sehr halbherzig in Szene gesetzt wird. Vertraut darauf – die Überarbeitung wird sehr viel schlimmer wer­den, als ich das 1983 lapidar beschrieb. Sorry, folks, manche Bildkaskaden kann man einfach nicht aufhalten.

(Ein zukunftsweisendes Verbrechen – OSM-Story)

(18Neu 54: Glusems Spur)

Erläuterung: Glusem ist eine der sechzehn Dämonenwaffen von TOTAM. Selbst wenn ich nach langjährigem Umgang mit diesem Wesen sagen muss, dass man mit Glusem wohl noch am ehesten reden kann, sollte ich nicht verschweigen, dass er ein Ungeheuer ist und auch bleibt. In diesem Band beginnt er, den Irak zu unterwandern und mit seinen „Unbesiegbaren Männern“ Bagdad zu erobern. Zu dumm für Oki Stanwer, denn sein Reiseziel ist zu diesem Zeitpunkt ebenfalls der Irak. Vgl. dazu beizeiten auch den Blogartikel 75.

(Glossar der Serie „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“)

(12Neu 21: Salketh-en-torion)

(Annalen 3: Die schamlose Frau)

Erläuterung: Hier kommt nun also der eingeschobene „Annalen“-Band – mit Ab­stand das längste OSM-Romanwerk, das ich bisher als E-Book vorlegen möchte, und eins der jüngsten dazu. Geschrieben in den Jahren 2010/2011, führt es euch in die ferne Galaxis Beltracor, weit mehr als 100 Milliarden Handlungsjahre von der Galaxis Twennar und dem Sternenreich der Yantihni entfernt, das ihr viel­leicht derzeit in KONFLIKT 2 „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ via E-Book bereisen könnt.

Ich verfiel darauf, diese Geschichte vorgezogen zu publizieren, weil ich erstens dafür jüngst ein wunderbar passendes Titelbild gefunden hatte und ich zwei­tens, als ich spaßeshalber abends mal ein paar Seiten nachlesen wollte, satte drei Stunden in diesem Roman versunken bin und ihn erst auslesen musste.

Ideale Qualifikation für eine lesbare Geschichte, dachte ich. Und so könnt ihr in ein paar Monaten also in die Galaxis Beltracor und in das geheime, abenteuerli­che Leben des Anton Devorsin versinken, der sein Leben lang ein Rätsel vor sei­ner ganzen Familie verbarg. Bis zu jenem Zeitpunkt, da sein Enkel Tasvon beim Um­graben eines Gartenareals auf eine metallene Kassette stieß… da fing die Ver­gangenheit wieder zu leben an. Mehr sage ich hierzu heute noch nicht, verweise aber auf den Blogartikel 87, wo das geschehen wird.

Blogartikel 79: Aus den Annalen der Ewigkeit – alt und neu (III)

(14Neu 13: Die Todessonne)

Interview für das Internetportal „www.buchvorstellung.de“

(Glossar der Serie „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“)

(NK 6: Die Vernichtungsfelder (Abschrift))

Erläuterung: Und das hier ist dann Kontakt Nummer 2 mit den rätselhaften Transversalen, von denen ich oben schon erzählte. Diese Dinger stellen im KON­FLIKT 24 „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“ eine verdammte Gefahr dar und ein großes Problem. Unter Kontrolle sind sie nach wie vor nicht. Darüber will ich seit Jahren schreiben, aber ehe das möglich ist, muss ich erst mal den gewalti­gen Abschlussband des HANKSTEYN-Zyklus in dieser Serie (Band 54) schreiben. Vielleicht schaffe ich das im Laufe dieses Jahres, das ist jedenfalls mein inniger Wunsch.

So, Freunde, und das war dann der kreative Monat Februar. Wegen der Kom­mentierung habe ich doch wieder mehr Platz gebraucht als erwartet. Aber ich hoffe, ihr seht mir das nach.

In der kommenden Woche kümmern wir uns wieder um die Illustratoren des Oki Stanwer Mythos in dem Beitrag „Der OSM im Bild, Teil 3“. Ich würde mich freuen, wenn ihr dann auch wieder mit an Bord seid.

Soweit für heute – Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM und sonstige Leser meiner Werke,

aus gegebenem Anlass schicke ich mal kurzfristig einen außerplanmäßigen Blogartikel auf die Reise. Was ist geschehen? Nun, folgendes:

Bereits vor ein paar Monaten erhielt ich überrascht, doch auch sehr erfreut, eine Mail von der Redaktion des Portals „Buchbesprechung.de“. Man sei dort auf meine E-Books aufmerksam geworden – so etwas hört man als frischgeba­ckener E-Book-Autor natürlich immer gern! – , und es bestünde Interesse dar­an, ein Interview mit mir zu führen. Ob ich ebenfalls Interesse daran hätte.

Natürlich hatte ich!

Wie ihr euch vielleicht entsinnen mögt (oder auch nachlesen könnt), habe ich im Wochen-Blog 33 am 20. Oktober 2013 zum Thema Interviews einiges ausge­sagt, zu dem ich heute immer noch stehe. Interviews sollte man immer mitneh­men, das gilt für das Interview, das ich mit dem E-Book-Lektorat www.ebokks.de geführt habe als auch vor ein paar Wochen für das Gespräch, das ich anlässlich meines Vortrages auf dem Convention „Raum & Zeit Continu­um III: Die Zukunft der Science Fiction“ in Braunschweig mit einem Journalisten der Braunschweiger Zeitung führte. Was damals daraus geworden ist, kann man höchstwahrscheinlich online immer noch im Archiv der BZ nachlesen (man muss da nach der Ausgabe vom 5. Mai 2014 suchen).

Zurück zum aktuellen Thema.

Ich gab also der Redaktion Buchbesprechung.de grünes Licht und erhielt kurz darauf einen Fragenkatalog, den ich beantwortete. Dann dauerte es allerdings Monate – genauer gesagt, bis heute früh – , ehe ich wieder Antwort bekam. Vorher bekam ich Bescheid, das Interview sei sehr nach Wunsch ausgefallen und sehr interessant… die Veröffentlichung ziehe sich aber noch etwas hin.

Nun, heute ist es also soweit. Auf der Seite „www.buchbesprechung.de“ könnt ihr ab sofort die Fragen und Antworten unter dem Eintrag „Ich bin neugierig darauf, was die Zukunft noch so bringen mag“ nachlesen. Da sich die Veröffent­lichung etwas hingezogen hat, ist der referierte Stand der E-Book-Veröffentli­chungen natürlich ein wenig veraltet, aber nur unwesentlich. Alle drei dort im Text vorgestellten Werke, also „In der Hölle“, „Das Maschinenvolk“ wie auch „Ian und der Stein der Götter“ sind zwischenzeitlich erschienen. Direkt vor der Veröffentlichung steht TI 11: „Das Archiv der Hushhiner“, das am 7. Juni 2014 publiziert werden wird.

Ich bin mal sehr neugierig, ob und was das Interview für Kommentare auslösen wird. Und ich wünsche euch eine angenehme Lektüre.

Wir hören wieder voneinander am kommenden Sonntag mit der aktuellen Aus­gabe meines Wochen-Blogs. Bis dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

es mag gut sein, dass ich euch am 20. April, als der letzte Teil dieser Artikelreihe veröffentlicht worden ist, ein wenig verunsichert und verwirrt zurückgelassen habe, immerhin ging es um einen durchweg exotischen Gegenstand, nicht zen­tral um den Oki Stanwer Mythos. Es war meiner Ansicht nach erforderlich, im Rahmen meiner kreativen Produktion der zurückliegenden mehr als 30 Schaf­fensjahre auf einen Zeitpunkt einzugehen, wo sich ein sehr grundlegender Um­schwung in meinem Schreibprozess ereignete, möglicherweise ausgelöst durch die zahlreichen Todesfälle in meinem direkten Umfeld.

Ich schwenkte in den Jahren 1997 und 1998 vom OSM hin zu einer warmherzigen Lowtech-Welt, in der Liebe und Erotik Trumpf sind, wo Analphabetismus und Animismus regieren – ich meine damit die Welt des Archipels. In diesem Sinne habe ich im Teil 16 dieser Artikelreihe über den Moment des Umschwungs und meinen ersten Ro­man berichtet, „Die drei Strandpiratinnen“, der mich mit zahlreichen Fragen konfrontierte, die ich mir früher so eher nicht gestellt hatte.

Ehe ich weiter auf den Archipel eingehe, möchte ich einiges berichten, was sonst so im Jahre 1998 geschah, auf das ich nun eingehen sollte.

Mit insgesamt 103 Werken kann man dieses Jahr zu den durchschnittlichen Kreativjahren meines Lebens rechnen. Einschränkende Faktoren in diesem Jahr waren einerseits natürlich das Studium an der TU Braunschweig und zum ande­ren meine Studentenjobs, die ich brauchte, um mir den Lebensunterhalt zu ver­dienen – kein BAföG – , was natürlich von der Zeit zum Schreiben abzurechnen ist.

Ansonsten gelang es mir, wieder einen großen Schritt in der Vervollständi­gung des OSM voranzukommen: Am 24. Mai 1998 konnte ich KONFLIKT 16 „Oki Stanwer – Der Mann aus dem Nichts“ mit Band 125 abschließen, eine Serie, an der ich unglaubliche 15 Lebensjahre geschrieben hatte. Sie war nicht nur sehr viel anders ausgefallen, als ich angenommen hatte, sondern auch ganz erheb­lich länger geworden als vermutet.

Seit jener Zeit glüht übrigens in meinem Hinterkopf der Gedanke, dringend sehr viel mehr über die Baumeister-Ringwelt RANTALON zu schreiben, die hier der zentrale Kampfplatz am Ende dieser Serie ist. Das ist wirklich ein Ort von exqui­siter Fremdartigkeit. Bislang ließ es sich aber nicht realisieren, hier weiterzu­kommen.

Nachdem ich mich im Januar und Februar 1998 fast ausschließlich in der Wei­terarbeit des Romans „DER CLOGGATH-KONFLIKT“ aufgehalten hatte (wobei am 11. Januar bereits Abschnitt 3 dieses Werkes fertiggestellt wurde, der allein schon 799 Manuskriptseiten umfasste), ergänzt von vielen Episoden des KON­FLIKTS 16, driftete ich erst Ende Februar wieder in ein anderes Universum hin­ein, nämlich in KONFLIKT 19. Mit der Episode 10 „Flüchtlinge“ nahm ich hier einen Handlungsfaden um den Helfer des Lichts Klivies Kleines auf, der in dieser Serie („Oki Stanwer – Der Missionar (DM)“) eine wirklich abenteuerliche Sla­lomfahrt durchmachen sollte. Aktuell ist sie immer noch nicht beendet.

Nebenher arbeitete ich ja stetig am ersten Archipel-Roman weiter, der erst am 28. Juli abgeschlossen wurde. An der DM-Serie kam ich – man merkt, dass un­gemeine kreative Potentiale bei der DMadN-Serie nun frei geworden waren – bis Band 20 „Im Land der Shonta“. Und ja, wenn da jetzt wer überrascht aufhorcht und sich sagt: „Moment, diese Shonta, von denen der Uwe da redet… das sind doch wohl nicht etwa DIE Shonta…?!“, dann kann ich nur schmunzeln und sagen: Oh doch, meine Freunde, genau die sind das. Natürlich, eine zeitliche Distanz von 85 Milliarden Handlungsjahren zur TI-Serie haben sie gründlich verändert, aber grundsätzlich sind das genau dieselben Wesen. Es lohnt sich also sehr, sie im Auge zu behalten, sie spielen noch eine gewichtige Rolle im OSM, nicht nur in KONFLIKT 2, sondern auch in KONFLIKT 9 oder eben auch in KONFLIKT 19…

Im März 1998 gelang mir dann außerdem der Sprung in KONFLIKT 24, wo ich mit Band 22 „Die Suche nach Oki Stanwer“ wieder die Fährte der tassinischen Gestaltwandler um Calderer und seine Gefährten aufnehmen konnte. Ich kam auch in dieser Serie beachtlich weit, nämlich bis Band 31 „Geistersturm“.

Erst im Laufe des Juli vermochte ich dann freilich zwei längere Projekte abzu­schließen – einmal den genannten Archipel-Roman „Die drei Strandpiratinnen“, außerdem aber kurz vorher auch mit „Schatten der Vergangenheit“ den 11. Roman der Überarbeitung des KONFLIKTS 15 „Oki Stanwer“. Danach begann ich zwar direkt mit dem zwölften Teil, „Rückkehr nach Garos“, doch der ist bis heute nicht fertig gestellt worden.

Woran das lag? Das kann ich ganz genau sagen: Bereits am 2. August hatte mich, nur wenige Tage nach Ende des ersten Archipel-Romans, der zweite ein­gefangen. Vermeintlich sah „Evi und Petra“ sehr viel schlichter aus. Das kann man glauben, wenn man die kurze Inhaltsangabe anschaut:

Der Roman behandelt die romantische Geschichte zweier junger Mädchen, die aus purer Not heraus von ihrem Vater, einem armen Bauern, in die Sklaverei verkauft werden. Sie gelangen auf die Insel Fandan, wo ein verwitweter Fischer eigentlich nur mit schmalem Budget eine neue Ehefrau erwerben möchte… und auf einmal beide Geschwister erhält. Da er selbst nicht beide Mädchen behal­ten kann, beschließt er, mit einem davon zu seinem im Binnenland wohnenden, ledigen Bruder Angelo auf dessen Plantage zu wandern, um eine der Schwes­tern bei ihm unterzubringen, was dann auch gelingt.

Eine einfache Geschichte? So hört sie sich an. In Wahrheit ist „Evi und Petra“ ein wildes emotionales Kaleidoskop, das in erstaunlicher Geschwindigkeit eben­falls auf mehr als 300 Seiten anwuchs. Erschwert wurde die Arbeit durch einen Schreibmaschinenschaden im August.

Hausarbeiten für mein Studium wirbelten mich kreativ auch durcheinander, es entstanden zahlreiche Gedichte in dieser Zeit, und dann schlitterte ich im Sep­tember auch noch in die Schreckensgalaxis Daarcor hinein, um hier mit den Bänden 31-33 das schlimmste Verbrechen überhaupt zu beschreiben: den Mord an Oki Stanwer, begangen von negativen GRALSJÄGERN… und dennoch, auch wenn der tränenüberströmte Klivies Kleines an Okis erkaltendem Leichnam an­nahm, damit wäre alles vorbei, wurde er auf schaurige Weise belehrt, dass er sich täuschte. Es gab einen Weg, das finale Verhängnis aufzuhalten, und er ging diesen Weg. Davon, dass ich verstand, was in diesem KONFLIKT 22 „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“ (DSf) vor sich ging, konnte freilich immer noch keine Rede sein.

Die Sachlage war auch nach knapp 9 Schreibjahren so konfus, dass ich regelmä­ßig davor zurückschreckte, hier schnell viele weitere Episoden zu verfassen (wie ich heute weiß, war dieser Instinkt äußerst klug). Ich verließ diese Serie dann für das Jahr 1998 mit Band 35 „Tor zur Unterwelt“ Ende Dezember. Da war der zweite Archipel-Roman schon mehr als 150 Seiten lang geworden.

Und es war noch etwas hinzugekommen, womit ich wirklich gar nicht gerechnet hatte – meine Brieffreunde hatten mich erfolgreich dazu überredet, im Science Fiction Club Baden-Württemberg (SFCBW) Chefredakteur der Clubzeitschrift Ba­den-Württemberg Aktuell (BWA) zu werden. Die Dezember-Ausgabe 1998, Nr. 183, sollte mein Erstling werden und dazu beitragen helfen, die akute Clubkrise zu bewältigen.

Natürlich, ich ahnte schon, dass das auch wieder ein limitierender Zeitfaktor für das Jahr 1999 werden würde, aber ich war auch sehr neugierig auf diese neue Tätigkeit und nahm, wenn auch ein wenig bang, die Herausforderung an. Wohin mich das führen würde, ließ sich allerdings noch nicht absehen.

Ebenfalls stand Ende 1998 eigentlich die Wahl meines Magisterarbeitsthemas an. Schließlich wollte ich allmählich mit dem Studium fertig werden, das sich durch mehrere Praktika schon ziemlich lange hingezogen hatte. Inzwischen be­fand ich mich im 9. Semester und damit am äußeren Rand der Regelstudienzeit. Ein „ewiger Student“ sein wollte ich natürlich auch nicht…

Ihr merkt deutlich, hier standen nun allmählich ein paar energische Zukunfts­entscheidungen an, und dabei standen mir ein paar Sachverhalte gründlich im Weg: einmal meine monatliche Arbeit für den SFCBW, denn das BWA erschien und erscheint monatlich, zum anderen aber der Archipel… letzteres konnte ich mir noch nicht wirklich vorstellen. Nun, ich sollte das 1999 noch erleben.

Doch davon berichte ich im nächsten Abschnitt dieser Artikelreihe mehr, die am 15. Juni zu finden sein wird. Am kommenden Sonntag erfahrt ihr erst einmal, was ich so im Februar 2014 alles im Rahmen des OSM fertigstellen konnte. Für den Augenblick mag das genügen.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde meiner E-Books, werte Leser des OSM,

mit einem breiten Lächeln habe ich heute vor ein paar Minuten den Endstand meiner Gratisdownloadaktion für das aktuelle E-Book „Aus den Annalen der Ewigkeit 2: Ian und der Stein der Götter“ ermittelt. Und wenn ich ehrlich sein soll – meine vorab schon recht sichere Erwartung bestätigte sich: der Oki Stan­wer Mythos (OSM) hat eindeutig die größere Sogwirkung bei meinen veröffent­lichten Werken. Nicht nur animierte er deutlich mehr Käufer direkt nach dem Start dazu, sich das E-Book schon vor dem Gratisdownload zuzulegen, sondern auch die Aktion selbst fand deutlich mehr Zuspruch als das vergangene E-Book „Beide Seiten der Medaille und andere phantastische Geschichten“ (das sich dennoch sehr respektabel in der Lesergunst hält, wie ich hier verraten möchte).

Ich stellte also fest, dass die recht lange Geschichte um den jungen irischen Auswanderer Ian Perry und seine Erlebnisse auf dem Planeten „Swamp“ jen­seits des Baumeistertors auf der Venus, insgesamt 337 Leser dazu animierte, sich das Werk zu besorgen. Dafür sei euch allen herzlich gedankt. Ich hoffe zuversicht­lich darauf, dass ihr damit gut unterhalten werdet und würde mich freuen, wenn ihr mir gelegentlich eine Bewertung auf Amazon.de zukommen lassen würdet. Das ist auch deshalb nützlich, weil ich ja langfristig schon plane, eine Printversion davon zu realisieren. Und da fände ich es klasse, wenn ich den einen oder anderen ehrlichen Leserkommentar mit aufnehmen könnte.

Also, Freunde, ihr seid gefragt!

Dann möchte ich natürlich diesen Blogeintrag auch nicht abschließen, ohne einen kleinen Blick in die Zukunft zu werfen. Ihr werdet es am Schluss des Ian-Romans entdecken – das nächste E-Book führt euch dann endlich wieder in die Welt des KONFLIKTS 2 zurück, in die Galaxis Twennar und die Serie „Oki Stan­wer und das Terrorimperium“ (TI).

Mit TI 11: „Das Archiv der Hushhiner“ kommen wir am 7. Juni 2014 auf den Wissenschaftsplaneten Shoylon und anschließend zur Wüstenwelt Hushhin, die wir ja in TI 5: „Wenn der Sternenhammer fällt…“ verlassen haben.

Wir erinnern uns: damals stürzte der tassaiische Bote Gwensh hier ab und starb bald nach der Entdeckung. Doch während sein Leichnam und sein Translator schnell nach Shoylon gebracht wurden – was dann der Zündimpuls für die RHONSHAAR-Ex­pedition war, die einen so grässlichen Verlauf nahm (vgl. dazu die TI-Bände 8-10) – , ist seine Raumkapsel ja immer noch auf Hushhin. Und ein weiteres Ge­heimnis schlummert in den Tiefen der hushhinischen Nekropole „Siedlung Nummer 24“, über das ich in Band 5 der Serie nur sehr wenig ausgesagt habe. Da wird sich der Schleier Anfang Juni heben, auf eine Weise, die ihr euch sicher nicht vorstellt… ich lade euch also herzlich ein, dieses Abenteuer weiter zu ver­folgen. Für 0,99 Euro seid ihr mit an Bord!

Ansonsten geht es an dieser Stelle natürlich morgen weiter mit dem nächsten Beitrag im Rahmen meines Wochen-Blogs. Dort reisen wir weiter durch meine kreative Biografie, indem ich euch Teil 17 der Artikelserie „Was ist eigentlich der OSM?“ vorstelle. Diesmal geht es um das Jahr 1998 und den Konflikt zwischen dem Oki Stanwer Mythos und dem immer mächtiger werdenden Bildersturm, der mir aus dem sinnlichen Archipel entgegenwehte. Ich glaube, das ist eine le­senswerte Lektüre… mehr dazu morgen.

Bis dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

ich habe schon vor langer Zeit an dieser Stelle versprochen, euch ein wenig mehr über die lose Geschichtenreihe Aus den Annalen der Ewigkeit zu erzählen, die die erste aktuelle OSM-Serie flankiert (ja ja, Oki Stanwer und das Terrorim­perium ist ja erst der Anfang…). Und der Moment ist passend, um das heute zu tun. Denn in diesen Tagen geht nach meiner Planung der zweite Roman der neuen Annalen der Ewigkeit an den Start, „Ian und der Stein der Götter“.

Schon aus dem Abgleich mit dem ersten derartigen Werk, „In der Hölle“, das im vergangenen Sommer erschienen ist, seht ihr sofort, dass diese beiden Ge­schichten – im Gegensatz zur TI-Serie – keine zusammenhängende Handlung er­zählen, sondern so disparat sind, wie sie nur können. Sie spielen in unterschied­lichen Universen, sind Milliarden von Jahren voneinander getrennt und besitzen verschiedene Handlungsplätze und differierende Protagonisten.

Das unterschei­det nach meinem Verständnis die Werke der Reihe Aus den Annalen der Ewig­keit fundamental von den Serien wie der aktuell publizierten. Die Werke, die hier veröffentlicht werden, werden allein durch den roten Faden verbunden, dass sie allesamt im Oki Stanwer Mythos und seinen Welten spielen, ansonsten aber haben sie untereinander kaum bis keine Verbindung (Ausnahmen, die auch hier zyklischen Charakter besitzen, wie es etwa bei der sechsteiligen Ed­ward-Norden-Saga oder dem mehrbändigen Romanzyklus um den Feuerspürer Shorex’uss der Fall ist, bestätigen eher die Regel).

Das bedeutet natürlich auch: jede einzelne Geschichte fängt quasi bei Null an… und sie besitzt zudem Anknüpfungspunkte zu anderen OSM-Werken, weil sie oftmals bestimmte offene Fragen beantwortet oder weiter verfolgt. Nehmen wir aus den neuen Annalen mal die beiden bisher erschienenen Werke:

In der Hölle“ spielt im KONFLIKT 4, der von mir in der Serie Oki Stanwer – Der Insel-Regent, begonnen 2004, weiter ausgeführt wird. Dort existiert das Reich der Baumeister, die so genannte INSEL, und seit über zweitausend Jahren be­fürchtet man hier einen Angriff der Macht TOTAM, die aber noch nicht in Er­scheinung getreten ist. Der genannte Roman beschreibt nun den Anfang dieses Handlungsstrangs, TOTAMS erstes Wirken im KONFLIKT 4, den ersten Griff nach der INSEL, und in den Episoden der Serie wird dieser Handlungsstrang dann fortgesetzt. Dennoch kann man die Geschichte grundsätzlich zunächst losgelöst vom Serienkontext lesen und verstehen.

Ian und der Stein der Götter“ ist eine Momentaufnahme, die exemplarisch das Schicksal des jungen Ian Perry beleuchtet, der auf der Venus im Jahre 2057 das zurückgelassene Baumeistertor, das so genannte „Tor der Ewigen Seligkeit“ durchschreitet und auf den Planeten vorstößt, der direkt dahinter zu betreten ist. Leser, die später den KONFLIKT 19 Oki Stanwer – Der Missionar, begonnen 1991, zu lesen bekommen, werden schnell entdecken, dass diese Welt mit dem Planeten Dawson identisch ist, auf dem die Serie prinzipiell beginnt… aber sie dürften dann einige Akzeptanzschwierigkeiten haben, weil zu Beginn der Serie weit und breit kein Berinnyer in Sicht ist. Doch das täuscht natürlich, sie sind sehr wohl dort.

Auch diese Geschichte stellt dem Leser deutliches Mehrwissen zur Verfügung über diesen Handlungsschauplatz und einen Teil seines Personals. Das wird spä­ter bei der Lektüre der Serie hilfreich sein. Aber auch für sich genommen kann man diese Geschichte durchaus lesen und genießen, möchte ich behaupten.

Soviel zur neuen Reihe Aus den Annalen der Ewigkeit. Ich habe geplant, im Jahr ein bis zwei weitere Geschichten in dieser Reihe zu veröffentlichen. Beizeiten werde ich dazu im Rahmen meiner Blog-Artikel noch mehr sagen.

Doch wie ich andeutete: es gibt ja noch die so genannte „alte“ Reihe Aus den Annalen der Ewigkeit, und zu der möchte ich nun noch einiges sagen. Diese Rei­he gibt es ja nach wie vor, und sie wird auch weiterhin existieren, weil ständig neue Ideen und Bilderflüsse nachströmen und Geschichtenfragmente erschaf­fen. So kann ich verraten, dass erst gestern früh (d. h., gemessen am Schreibda­tum dieses Blogbeitrags, am 6. Dezember 2013) wieder eine Idee aufgeblüht ist, die ich noch nicht konkret einordnen kann. Sie wird aller Wahrscheinlichkeit „Der Sphäroid“ heißen und befasst sich mit einer Hinterlassenschaft des Volkes der Baumeister…

Die alte Reihe Aus den Annalen der Ewigkeit ist inzwischen schon recht alt, und anhand meiner Aufzeichnungen kann ich nachweisen, wann die erste Erwäh­nung nachweisbar ist. Sie datiert in den März des Jahres 1986 und findet sich auf der ersten Seite des Manuskripts „Die Dunkle Macht“, dessen Original mir dummerweise verloren ging, weil ich damals fahrlässig Originalmanuskripte durch meinen Brieffreundeskreis schickte. Viele Manuskripte sind auf diese Weise verschollen. In diesem Fall erhielt ich aber von meinem Brieffreund Peter Servay dankbarerweise eine Kopie seiner Kopie, sonst wäre diese Geschichte leider als verschollen zu betrachten.

Da ich damals wie heute Geschichten üblicherweise in mehreren Etappen schrieb, schätze ich, dass die eben genannte Ersterwähnung der Annalen in Wahrheit in den Winter 1985 zu datieren ist, wo ich mit der Geschichte eigent­lich anfing. Ihr seht daran, dass der Grundgedanke der Annalen damit schon fast 30 Jahre alt ist.

Wie kam ich dazu, neben den OSM-Serien auch noch so etwas zu schreiben? Das war relativ simpel. Ich schrieb zur damaligen Zeit an mehreren Serien, aber die Idee, die ich zwingend hier niederschreiben musste, spielte im KONFLIKT 9 zur Blütezeit des okischen Imperiums… und obgleich ich damals an einer Rudi­mentversion des KONFLIKTS 9 arbeitete (Der Kaiser der Okis – 1990 dann abge­brochen und heute als Proto-OSM-9-Ebene Teil des OSM), war ich sehr weit von der Stelle entfernt, wo diese Handlung Teil der Serie hätte werden können.

Ich spürte also, dass ich eine separate Geschichte benötigte, und da ich schon eine Kladde führte, in der es zahlreiche ähnlich temporal „unpassende“ Geschichten in Kurzskizzenform gab, entschloss ich mich dazu, eine Reihe zu kreieren, in der ich, parallel zum Handlungsstrom des normalen episodischen OSM, solche Ge­schichten unterschiedlicher Länge niederschreiben konnte. Damals fühlte ich mich noch in der Länge der Episoden an eine Formatierung von maximal 10 Sei­ten gebunden… heute sehe ich das sehr viel flexibler, aber damals war ich halt etwas schematischer als in der Gegenwart.

Die Annalen hatten dabei ein Vorbild, und dieses Vorbild besaß wiederum ei­nes, wozu ich jetzt einiges sagen möchte. Und da das deutlich länger dauert, als ich eigentlich annahm, wird auch diese Erörterung zwei oder noch mehr Teile bekom­men müssen… nehmt es mit Gelassenheit, Freunde, ich hoffe, euch hiermit Din­ge erzählen zu können, die sonst niemand weiß und die euer Hintergrundwis­sen über den OSM deutlich erweitern. Das kann nicht schaden.

Also, das Vorbild für die Annalen: In den späten 70er Jahren schrieb ich die heu­te leider zerstörte Serie Die Abenteuer der Galax, das war vor dem eigentlichen Beginn des OSM, und hierin inbegriffen waren Topoi des modernen OSM. Wir finden hier im Laufe der Zeit beispielsweise TOTAM vor, Oki Stanwer tritt als Handlungsperson ebenso in Erscheinung wie etwa Klivies Kleines und die Okis, zahlreiche Völker, die später im OSM stark ausgebaut wurden, tauchten hier erstmals auf.

Der Grund dafür lag in den alten Gedankenspielen mit meinem Bruder, die ja z. T. noch andauerten. Handlungspersonen aus meinem ersten handschriftlichen Roman „Der stählerne Tod“ (abgeschlossen 1979) traten dort in Erscheinung, teilweise wurden Handlungsstränge von dort fortgeführt, teil­weise sublimierte ich auch Medienerfahrungen mit Serien wie Raumschiff En­terprise oder Kampfstern Galactica sowie Leseerfahrungen mit Heftromanseri­en hier.

Die Folge war, dass Die Abenteuer der Galax einen wirklich wilden Geschichten­mix darstellten, in dem man sowohl EXPLORER-Raumschiffe der Perry Rhodan-Serie entdecken konnte als auch Zeitexperimente, Totenköpfe und vieles andere mehr… und wiewohl auch diese Serie sehr vielgestaltig war, gab es damals be­reits die Idee so genannter Galax-Sonderbände. Das waren – ihr seht die Analo­gie zu den späteren Annalen – Geschichten, die für den eigentlichen Handlungs­strang zu lang waren und deshalb in „Taschenbuchform“ ausgelagert werden mussten (wobei die „Taschenbücher“ A4-Schulhefte darstellten). Ein solches Werk, „Die Halbwelten“, ist davon erhalten geblieben. Beizeiten werde ich mehr dazu sagen können, aktuell ist es nur als handgeschriebenes Skript vorhanden.

Aber, so mögt ihr euch fragen, wie kommt wohl ein Knirps von etwa zwölf, drei­zehn Jahren auf solche eigentümlichen Ideen? Damit kommen wir zum Vorbild der Galax-Sonderbände, und diese Erinnerung ist mir durchaus noch sehr prä­sent:

Im Jahre 1977 zogen meine Eltern und meine Geschwister mit mir innerhalb von Wolfsburg um in die John-F.-Kennedy-Allee 177. Wir waren hier im Stadtteil Detmerode von dem Wolfsburger Stadtteil Westhagen nicht wirklich weit ent­fernt. Und dort wohnte ein Arbeitskollege meines Vaters, den ich aus irgendei­nem Grund mal besuchte… und er besaß ein Regal voll blauer, phantastischer Taschenbücher, die er mir durchaus bereitwillig nach und nach zur Lektüre aus­lieh.

Das war eine spannende Sache, denn auf diese Weise machte ich, der ich ja in­zwischen dem Heftromanfieber verfallen war, die Bekanntschaft mit den so ge­nannten Planetenromanen. Das waren die damaligen Taschenbücher der Perry Rhodan-Serie, die es in dieser Form schon sehr lange nicht mehr gibt. Die heuti­gen Neuauflagen im Taschenheftformat mögen interessantere Titelbilder besit­zen, aber sie machen lange nicht mehr soviel her wie die damaligen Taschenbü­cher – das wenigstens ist mein eigener Eindruck.

Ich stellte jedenfalls durch diese Lektüre folgendes fest: es ist möglich, eine Ro­manserie zu schreiben und parallel dazu eine Taschenbuchreihe zu etablieren, in der diverse Themen der Hauptserie wieder aufgegriffen werden, für deren Ausarbeitung im Handlungsstrom der Serie kein Platz ist.

Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass dieser Gedanke für mich etwas unmit­telbar Elektrisierendes hatte, zumal deshalb, weil ich ja gerade an Die Abenteu­er der Galax arbeitete. Und speziell die Vergangenheit Oki Stanwers erschien mir damals unendlich wichtig. So viele Dinge, die mir beispielsweise bezogen auf das okische Imperium durch den Kopf strömten und die direkt aus den Ge­dankenspielen stammten, konnte ich in der Galax-Serie beim besten Willen nicht umsetzen. Dort galt das okische Imperium seit mehreren Jahrtausenden als untergegangen, Oki Stanwer war quasi als Relikt der Vergangenheit gerade wieder aufgetaucht.

Diese Vergangenheit war für mich aber absolut präsent. Also entwickelte ich nun die Galax-Sonderbände, in denen – quasi analog zu den Atlan-Zeitabenteu­ern in den Planetenromanen – Oki-Stanwer-Romane der Vergangenheit eta­bliert werden sollten.

Dazu kam es dann nie. Die Serie selbst ging in ihrem eigenen Handlungschaos zugrunde, aber aus der Asche der Abenteuer der Galax erstand der OSM. Und mit ihm schon nach wenigen Jahren die Idee der Annalen der Ewigkeit. Und wie es dann weiterging und was für Werke bis heute in dieser Reihe fertig entstan­den sind, erzähle ich euch in Bälde.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos,

nach einem Monat Lesepause könnt ihr an meinem kreativen Hauptwerk weiterlesen, falls ihr die Non-OSM-Storysammlung „Beide Seiten der Medaille und andere phantastische Geschichten“ im vergangenen Monat übersprungen habt. Mit „Ian und der Stein der Götter“ kehrt ihr in die vielfältigen Welten des Oki Stanwer Mythos zurück.

Und darum geht es:

Man schreibt im solaren System das Jahr 2057, als der junge irische Auswanderer Ian Perry die einzige sich bietende Möglichkeit nutzt, der menschlichen Gesellschaft, mit der er einige Probleme hat, den Rücken zu kehren – er reist zur Venus, wo in den 40er Jahren die rätselhafte Station eines unbekannten Alienvolkes entdeckt wurde. Ihr Zentrum: ein schwarzer Kristallmonolith, den man inzwischen im Volksmund „das Tor der Ewigen Seligkeit“ nennt. Es handelt sich tatsächlich um ein Portal in fremde Räume, doch von dort ist noch nie jemand zurückgekehrt.

Herrschen dort so paradiesische Zustände?

Sind alle Transmittierten umgebracht worden?

Niemand weiß es.

Ian nimmt das Wagnis auf sich und erreicht die Welt jenseits des Tores, auf der man tatsächlich leben kann… wenn man sehr gut aufpasst. Aber nicht alles ist dort so, wie es auf den ersten Blick scheint. Und unbewohnt ist diese Welt auch nicht. Ihr könnt mit diesem bislang längsten OSM-E-Book Ian Perrys weiteren Weg verfolgen und Bekanntschaft mit zwei wichtigen Völkern des Oki Stanwer Mythos machen.

Welche? Das möchte ich nicht vorwegnehmen, das sollte man lieber selbst lesen.

Ian und der Stein der Götter“ ist der zweite Band der losen Werkreihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“, die im vergangenen Juni mit „In der Hölle“ begann. Vorkenntnisse aus diesem Roman sind nicht erforderlich, um das aktuelle Werk zu verstehen (schaden kann die Lektüre gleichwohl nicht). Der zweite Annalen-Band kostet 2,99 Euro und ist ab sofort zum Download erhältlich. Der Gratisdownload wird am 16. Mai 2014 möglich sein.

Ich wünsche euch angenehmes Lesevergnügen und freue mich auf eure Bewertungen!

Wir lesen uns sonst morgen früh wieder, wenn ich an dieser Stelle im Rahmen meines Wochen-Blogs just etwas Näheres über die Reihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“ berichten werde, und zwar über die alten und neuen Annalen.

Was ich damit nun wieder meine? Schaut einfach rein und lasst euch überraschen…

Bis morgen dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

der Monat Dezember 2013, der für euch schon lange zurückliegt, wenn ihr die­se Zeilen lest – ich schreibe sie allerdings am 17. Dezember, infolgedessen bin ich noch deutlich benommen – , ist für mich dieses Jahr eine eher finstere Zeit, die mich zu grüblerischen Gedanken verleitet… das liegt nahe, denn ihr müsst wissen, sofern ihr davon nicht schon anderweitig Kenntnis erlangt habt, dass mein Vater am 3. Dezember im Alter von 79 Jahren recht überraschend verstor­ben ist. Und solch ein Ereignis wirbelt mich natürlich ebenso wie meine arme Mutter und meine Geschwister durcheinander.

Ich hoffe sehr, bis zum Publikationszeitpunkt dieser Zeilen am 4. Mai 2014 (eine Woche vor dem erhofften 80. Geburtstag meines Vaters, den er nun nicht mehr erleben wird) wieder auf der Reihe zu sein, und die Wahrscheinlichkeit dafür ist hoch. In der Zwischenzeit stehe ich natürlich meiner Mutter bei und bin dabei, mein E-Book-Programm für 2014 nicht stocken zu lassen.

Es war eine schöne Entdeckung des heutigen späten Nachmittags, dass sich bei­de Gedankenketten verbinden lassen. Und das geht folgendermaßen: Ich habe gestern den Rohtext des E-Books 14 beendet. Ihr wisst inzwischen, wenn ihr dies lest, dass es sich dabei um den Band 10 der Serie Oki Stanwer und das Ter­rorimperium gehandelt hat, nämlich „Das Maschinenvolk“. Und ich hoffe sehr, dass ihr euch nach der Lektüre sorgenvolle und grüblerische Gedanken gemacht habt.

Gedanken, die in diese Richtung gegangen sein könnten: Was, um alles in der Welt, mag nun nur mit den armen Yantihni von der RHON-2 geschehen? Wann werden wir wieder etwas von ihnen zu hören bekommen? Und was sind das doch für gemeine, hinterhältige Zwergenwesen, diese Shonta! Stecken sie mit den „Herren des Imperiums“ unter einer Decke, mit den Troohns? Und wo­hin sind wohl die „Tentakelschlinger“ um den Wissenschaftsrat Yunsh ver­schwunden?

Wichtige, zentrale Fragen, und ihr werdet natürlich in der nahen Zukunft dazu einiges hören, das steht fest. Ich habe die meisten Episoden, in denen ich wei­ter zu diesem Thema berichte, bereits geschrieben. Bis sie im Rahmen des E-Book-Programms publiziert werden, vergeht aber noch einiges an Zeit. Darum soll es also heute nicht gehen.

Worum es geht, ist vielmehr etwas, was damit in ursächlichem Zusammenhang steht. Nämlich die Frage, ob es so etwas wie Schicksal und Vorsehung im OSM gibt. Ich sagte früher schon, dass der OSM eine Welt ist, in der ich meine dualis­tische Weltsicht ausarbeite und euch präsentiere. Und wenn ihr euch etwa an den Wochen-Blog 57 erinnert, in dem ich mich des Themas der „Fadenmatrix“ annahm, dann kommt ihr dem, was ich ausdrücken möchte, schon näher.

Wenn wir uns auf den Gedanken geeinigt haben, dass es jenseits der Physis und des wissenschaftlich Messbaren noch mehr gibt, beispielsweise eine feinstoffli­che Seele und eine Nachexistenz nach dem Tod, dann ist es nur ein relativ klei­ner Schritt zu dem nächsten Gedanken – nämlich dorthin, zu grübeln, ob es dann vielleicht auch Mächte metaphysischer Natur gibt, die Einfluss auf unser Leben ausüben. In religiösen Kreisen wird hier gern von „Vorsehung“ gespro­chen (etwas, was die Materialisten und Monisten unter uns natürlich nicht so gern hören und was von ihnen gern in den Bereich des Wunschdenkens oder des Spintisierens geschoben wird).

In der Tat ist es im Oki Stanwer Mythos so, dass es etwas wie „Vorsehung“ gibt, und auch so etwas wie „Schicksal“. Ob nun beispielsweise die Seele meines ver­storbenen Herrn Vaters Teil davon geworden ist, maße ich mir nicht an zu wis­sen… ich stelle mir eher vor, dass er Teil eines umfassenden Reinkarnations­kreislaufes geworden ist und als solches vielleicht heute schon wieder als neu­gieriger, jungfräulicher Keim im schwellenden Bauch irgendeiner werdenden Mutter darauf wartet, aufs Neue geboren zu werden. Meiner Ansicht nach ist dies ein trostreicherer Gedanke, als zu vermuten, er sei – nach christlicher Ma­nier – für immer in ein unerreichbares, wolkiges Nirgendwo namens Jenseits entrückt worden, wo wir ihn erst wieder sehen werden, wenn wir selbst unsere fleischliche Hülle eines Tages abgestreift haben.

Aber, wie gesagt, das ist unsere Welt.

Im OSM sieht die Angelegenheit interessanter und vielgestaltiger aus, und da ich mit TI 10 nun einen ersten Schicksalsfaden gesponnen habe – den ihr frei­lich, da ihr die Zukunft nicht kennt, noch nicht sehen könnt – , deute ich mal ein wenig an und mache euch neugierig auf das, was noch kommen wird.

Ihr habt in den drei Geschichten um die Crew der RHON-2 die kleine Linguistin Vaniyaa kennen gelernt und euch vielleicht gefragt, warum ich speziell auf ihre Charakterisierung soviel Wert gelegt habe. Spätestens in einem Jahr, das kann ich jetzt schon verraten, werdet ihr euch das nicht mehr fragen. Vaniyaa ist, be­zogen auf die kosmischen Zusammenhänge des OSM, eine unendlich wichtige Person. Das ist weder ihr klar, noch hat ihr Geliebter Yerranith davon eine Vor­stellung, ganz zu schweigen von den Vorgesetzten auf Shoylon oder auf Rilecohr bzw. an Bord der RHONSHAAR.

Einzelne Personen im OSM nehmen absolut zentrale Stellungen ein, die man vorher nicht absehen kann. Für die TI-Serie wären das beispielsweise die Ster­nenforscherin Nayeen, die verstorbene Sternenforscherin Sianlee (von ihr wer­det ihr definitiv noch hören, da war der Anfang von TI 10 nur ein kleiner Vorge­schmack), wir müssen hier auch von der Pilotin Chenaari reden oder von ihrem blassen Kollegen Lhoitaal bzw. von einem Yantihni namens Noshtoy, der euch noch nicht über den Weg gelaufen ist (das ist aber nur noch ein paar Wochen hin, nur nicht ungeduldig werden).

An anderer Stelle wäre es jemand namens Senyaali. Dass dieses Mädchen momentan – in dem Band Aus den Annalen der Ewigkeit 2: „Ian und der Stein der Götter“ – noch ein Säugling ist, spielt keine entscheidende Rolle. Ich habe da schon faszinierende Dinge aus ihrer Zukunft gesehen, die ihr beizeiten hier und im E-Book nachlesen könnt.

Diese Personen sind, wie etwa auch Oki Stanwer selbst, der noch nicht aufge­taucht ist, oder wie Klivies Kleines, sein ältester Freund und BOTE der Allianz des Lichts im KONFLIKT 2, eingesponnen in Schicksalsnetze, die ihre autonomen Handlungen umweben. Manch ein Leser könnte jetzt denken, sie seien, wenn sie durch solche schicksalhaften Strukturen eingebunden sind, gewissermaßen Marionetten. Was wäre wohl mit ihrem „freien Willen“, auf den wir Menschen üblicherweise doch so stolz sind?

Das sind interessante, durchaus philosophi­sche Überlegungen, zu denen ich an dieser Stelle noch nicht viel mehr sagen kann und möchte. Zwar habe ich zu diesem Themenkomplex im Rahmen der bald 1700 OSM-Werke bereits sehr viel geschrieben, aber wie ihr euch vielleicht denken könnt, verlangt das Verständnis dieses Zusammenhangs, dass ihr erheb­lich mehr Hintergrundwissen über den OSM besitzt, als ich euch das bislang in den wenigen Episoden, Romanen und Blogartikeln zugänglich machen konnte.

Faktum ist jedenfalls, dass es solche Schicksalsweichen innerhalb des Oki Stan­wer Mythos gibt. Und ja, wenn man religiös veranlagt ist, kann man sehr wohl zu der Auffassung kommen, dass „die Vorsehung die Schritte lenkt“ und man selbst eine Art von ohnmächtiger Spielfigur ist. Ich denke, diese Vorstellung ist zu fatalistisch. Im modernen OSM werdet ihr beizeiten erkennen, dass der Zeit­verlauf durchaus nichts völlig Unabänderliches ist. Ihr werdet sehen, dass es so etwas wie Zeitexperimente, Zeitparadoxien und Parallelweltenverläufe gibt… diese Entwicklungen machen den OSM so faszinierend und manchmal unkalku­lierbar.

Und dann merkt ihr ja auch schon vielleicht ein wenig, dass die Erwartung des­sen, was auf euch zukommt, manchmal trügt. Habt ihr geglaubt, mit dem „Ma­schinenvolk“ einer Spezies von Cyborgs zu begegnen, sozusagen Borg-like? Nun, diese Erwartung trog ja vollkommen. Auch die Idee, dort eventuell schon eine Begegnung mit den Troohns zu haben, trog. Und so wird es mit vielen weiteren Dingen in diesem Zusammenhang der Fall sein.

Ah, ihr merkt, ich bin ein wenig fahrig und komme immer wieder vom Thema ab. Seid ein wenig rücksichtsvoll, das hat mit meiner momentanen emotionalen Befindlichkeit zu tun. Schicksal und Vorsehung… wie gesagt, es ist ein meta­physisches Thema, dem ich leider nicht so intensiv nachgehen kann, wie ich gern wollte (das würde möglicherweise viel von dem verraten, was kommt, und darum ist es wahrscheinlich ganz gut so, dass ich derzeit räumlich limitiert bin).

Wir können solche Themen aber gern diskutieren, wenn wir uns beispielsweise mal persönlich treffen – eine Möglichkeit, dies zu tun, ist gerade verstrichen: der Science Fiction Convention Raum & Zeit Continuum III, der Anfang Mai 2014 stattfand. Aber am 1. Donnerstag jedes kommenden Monats habt ihr natürlich die Gelegenheit, mich im Café DIALOG am Rebenring in Braunschweig auf dem SF-Stammtisch des Fördervereins Phantastika Raum & Zeit e. V. direkt zu treffen und mit mir zu plaudern. Da haben wir mehr Platz für derlei Diskussionen.

Mein Platz hier ist ja begrenzt, und ich kann bei so tiefschürfenden Themen re­gelmäßig nur erste Einblicke bieten. Dennoch – wer selbst der Ansicht ist, dass es so etwas wie Schicksal und Vorsehung gibt, der ist im Oki Stanwer Mythos gut aufgehoben, und er wird eine ganze Menge an phantastischen Entdeckungen machen können. Die Monisten und Materialisten unter euch mögen dann befremdet reagieren, doch nehme ich momentan an, dass ihr in der Minderzahl seid.

Und inwiefern ist nun gerade die kluge, aber gegenwärtig völlig hilflose Linguis­tin Vaniyaa von kosmischer Bedeutung? Das hört sich doch alles recht obskur und unrealistisch an? Ja, das tut es. Und sie selbst würde das alles gar nicht glauben können, was noch folgt. Und noch viel weniger, wohin das letzten En­des führen wird.

Lasst euch einfach mal überraschen, wohin das Schicksal Vaniyaas Weg lenkt und was sie auf ihrem Weg alles entdecken wird. Ihr werdet es genauso wenig glauben können wie sie…

In der kommenden Woche an dieser Stelle werde ich euch ein wenig Einblick in die Geschichtenreihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“ geben, und zwar in die al­ten wie die modernen. Schaut einfach wieder rein!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Maiblog 2014

Posted Mai 1st, 2014 by Uwe Lammers

Maiblog 2014

Liebe Freunde meiner E-Books,

ja, ihr entsinnt euch vielleicht, wenn ihr diesem Blog schon lange Zeit gefolgt seid, dass wir uns genau vor einem Jahr an diesem Ort schon einmal trafen. Da­mals hatte ich ein wenig das Gespür, dass es sinnvoll sein könnte, pünktlich zum „Tag der Arbeit“ am 1. Mai außer der Reihe meiner sonstigen Wochenblog-Arti­kel einen weiteren einzustellen, den ich sinnigerweise „Maiblog“ nannte. Mit dieser Tradition möchte ich gern fortfahren.

Damals erläuterte ich euch an dieser Stelle ein wenig über mein E-Book-Pro­gramm und legte offen, was euch in den darauf folgenden Monaten erwarten würde… nun, und wenn ich heute so zurückschaue, kann ich sagen: das wurde weitgehend alles so eingehalten. Damals hatte ich erst ein paar E-Books veröf­fentlicht, die Besucherzahl auf meiner Homepage „www.oki-stanwer.de“ betrug gerade mal ein paar hundert im Monat, und meine Werbemaßnahmen hielten sich doch sehr im Rahmen.

Das ist heute gründlich geändert. Bislang wurden 10 Episoden der OSM-Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ bis zum heutigen Tag veröffentlicht und zum Teil sehr rege nachgefragt – die Nachfrage nach dem ersten Band „Das Erbe der Forscherin“, ein wesentlicher Indikator dafür, wie viele Neuleser Mo­nat für Monat den OSM in serieller Form entdecken, hält ungebrochen an, was mich sehr freut. Hinzu kam mit „In der Hölle“ der erste Band der Reihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“, den ich damals nur ankündigen konnte. Vier serie­nungebundene Non-OSM-E-Books entstanden, nämlich „Hinterlassenschaften“, womit alles begann, „Im Zug“, „Der Bibliothekar“ und „Die Katze, die die Son­ne stahl“. Im April 2014 kam dann der erste Storyband „Beide Seiten der Medaille und andere phantastische Geschichten“ hinzu.

Ehe ich zu den Planungen komme, noch ein kurzer Gedankensprung zu meiner oben erwähnten Homepage, auf der ihr euch ja heute wieder eingefunden habt, um meine aktuellen Gedanken zu lesen – hier konnte ich im vergangenen Jahr auf stolze 17.602 Besucher verweisen, die darauf aufmerksam geworden waren. Inzwischen liegt die monatliche Besucherfrequenz zwischen 3.000 und 4.500. Und ebenso, wie sich mit zunehmender Reichweite der Werbung die Kenntnis dieser Seite und des Oki Stanwer Mythos allgemein ausdehnt, dürfte die Besucherfrequenz in diesem Jahr noch durchaus steigerungsfähig sein.

Parallel dazu hat sich auch die Zahl der verkauften E-Books deutlich erhöht. Man mag sagen, es sei ein bescheidener Erfolg, von gut 620 E-Book-Verkäufen im Jahr 2013 zu reden. Aber wenn man dann sieht, dass es inzwischen anno 2014 fast 100 Verkäufe pro Monat sind, ist eine Steigerungstendenz unüberseh­bar, die mich sehr freut. Die monatlichen Tantiemenbeträge würde ich allmäh­lich substantiell nennen, und mittelfristig versetzen sie mich wohl in die Lage, das OSM-Projekt fortzuführen. Nein, von Gewinnen sprechen wir hier noch nicht… das wird wohl frühestens 2015 der Fall sein. Darüber kann ich vielleicht im Maiblog 2015 berichten, mal schauen.

Der diesjährige Maiblog, um dann mal wieder in die Gegenwart zurückzublen­den, kommt zu einem außerordentlich günstigen Zeitpunkt. Für alle meine Le­ser, die diesen Eintrag zeitnah lesen werden, also wenige Minuten oder Stun­den nach seiner Veröffentlichung am 1. Mai 2014, haben nämlich die schöne Gelegenheit, mich persönlich zu treffen und bei Interesse auch einer Lesung aus meinen Werken zu lauschen und Gedanken zu meinen Geschichten mit mir zu diskutieren.

Wo findet ihr diese Gelegenheit?

Nun, genau genommen übermorgen, am 3. Mai 2014 im Jugendzentrum Müh­le in Braunschweig. Ich wies im Verlauf meiner Blogartikel schon verschiedent­lich auf den SF-Convention „Raum & Zeit Continuum III: Die Zukunft der Science Fiction“ hin, der dort vom Förderverein Phantastika Raum & Zeit e. V. veranstal­tet wird.

Da es ohne die tatkräftige Mithilfe der Fördervereins-Vorstandsmitglie­der diese Homepage und damit wohl wesentliche Teile meines E-Book-Pro­grammes nicht gäbe, war es für mich absolute Ehrensache, schon bald nach Be­ginn meiner Tätigkeit als E-Book-Autor anzubieten, dort auf dem Con eine Le­sung aus meinen Werken zu veranstalten. Das wird also am Nachmittag des 3. Mai der Fall sein. Und zeitig am Vormittag desselben Tages werde ich zusam­men mit der E-Book-Lektorin Corinna Rindlisbacher, die auch jedem meiner E-Book-Leserin ein Begriff ist, einen Bericht über ein Jahr E-Book-Publishing ge­ben, zu dem ich euch herzlich als Zuhörer einladen möchte.

Der nächste Convention, auf dem ich regulär dann wieder solch eine Veranstal­tung anbieten werde – frühere analoge Auftritte kann ich derzeit noch nicht ab­sehen – findet dann frühestens anno 2016 statt. Ich weiß nicht, ob ihr wirklich so lange warten wollt…

Nun, und wie sieht die voraussichtliche Planung für dieses Jahr aus? Das lässt sich derzeit schon recht deutlich sagen, weil ich mit der Arbeit an diesen Projek­ten schon sehr weit gediehen bin. Die Titelbilder für die E-Books 2014 liegen (mit Ausnahme des Dezemberbildes, für das noch einige Nacharbeiten erfor­derlich sind) alle fertig montiert vor. Einen Teil davon könnt ihr auf der Homepa­ge des Grafikdesigners Lars Vollbrecht einsehen, dort auch die TI-Cover bis zum Ende des Jahres 2014.

Im Detail kommt das auf euch zu:

Mai 2014: Am 10. Mai erscheint der zweite „Annalen“-Band, der OSM-Roman mit dem Titel „Ian und der Stein der Götter“. Es geht hierin um die abenteuerli­che Geschichte des jungen irischen Auswanderers Ian Perry im KONFLIKT 19 (Serie „Oki Stanwer – Der Missionar“), der auf der Venus durch ein schwarzes Kristallportal auf eine fremde Welt gelangt und hier den Schatz seines Lebens findet… und beinahe auch sein Leben einbüßt. Hier könnt ihr interessante Ein­blicke eines Insiders in tiefe kosmologische Zusammenhänge des OSM erha­schen, die mit dem kosmischen Torportalnetz, dem machtvollen Volk der Bau­meister und der Grünen Galaxis Bytharg zu tun haben…

Juni 2014: Mit „Das Archiv der Hushhiner“ wird die TI-Serie fortgesetzt (TI 11). In den Bänden 4 und 5 der Serie, die im vergangenen Sommer erschienen, konntet ihr erste Blicke auf die Wüstenwelt Hushhin werfen, aber nur einen ganz kurzen Moment lang erhaschen, dass sich unter der Oberfläche ein weite­res Mysterium verbirgt. Jetzt bekommt ihr genauere Einsichten, was dort gefun­den wurde… und lernt zugleich eine neue wichtige Handlungsperson kennen, den Forscher Noshtoy vom Forschungsplaneten Shoylon.

Juli 2014: In dem E-Book „Sternenlegenden“ wird die Handlungsspur von Band 11 der TI-Serie weiter verfolgt und dramatisiert sich. Der Forscher Noshtoy er­fährt hierin fundamentale Neuigkeiten über das rätselhafte, vermeintlich ausge­storbene Volk der „Hushhiner“ und löst eine Katastrophe aus…

August 2014: Da von der Welt Hushhin zum nächsten Handlungsschauplatz der TI-Serie umgeblendet wird, füge ich in diesem Monat entgegen meinen Planun­gen aus dem „Silvesterblog 2013“ statt eines weiteren Storybandes einen wei­teren Roman der Reihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“ ein. Der dritte „Anna­len“-Band trägt den Titel „Die schamlose Frau“ und entführt euch in die ferne Zukunft.

Im KONFLIKT 25, weit mehr als 100 Milliarden Handlungsjahre in der Zukunft, entdeckt der junge Tasvon Salgarin das gut gehütete, tragische Geheimnis sei­nes Großvaters Anton Devorsin… und er muss hier erkennen, dass an den My­then und Legenden um den Sonnengarten doch mehr ist, als er sich das bislang vorstellte. Und ich versichere euch – das ist nur der Anfang. Eigentlich ist das eine bittersüße Liebesgeschichte mit einem unglaublichen Schluss, die ich sehr gern und mit sehr viel Anteilnahme geschrieben habe.

September 2014: Es geht zurück in den TI-Kosmos des KONFLIKTS 2. Mit Band 13 der TI-Serie, „Gefangen auf der Dschungelwelt“, wenden wir unsere Blicke wieder zum Schicksal der Crew der GHANTUURON, die in Band 7 der Serie be­kanntlich von den reptiloiden Allis gerettet wurden. Hier wird beschrieben, wie es weitergeht. Ihr werdet zu Gast weilen auf der Dschungelwelt Shookash.

Oktober 2014: In „Vanshcors Flucht“, dem zweiten von drei Teilen des GHANTUURON-Mehrteilers, beginnen die Yantihni damit, den Ausbruch aus ihren Wohnquartieren zu planen. Besonders zwei Besatzungsmitglieder tun sich da­bei hervor, das eine absichtlich, das andere eher unabsichtlich… mit langfristig unglaublichen Konsequenzen.

November 2014: „Die Macht der Liebe“ vollendet die Trilogie um die Besatzung der GHANTUURON. Dazu möchte ich aus gegebenem Grund noch nicht viel mehr sagen, da ich diesen Band bislang nicht überarbeitet habe. Aber wie ihr an­hand des Covers (bei Lars Vollbrecht) schon sehen könnt, geht es hier unter an­derem um eine Ruinenstadt im Urwald von Shookash. Und um noch sehr viel erstaunlichere Dinge…

Dezember 2014: In diesem Monat wird die zweite Kurzgeschichtensammlung von mir an den Start gehen. Sie trägt den Titel „Ein Passagier der R.M.S. TITA­NIC und andere phantastische Geschichten“ und wird vier Geschichten und eine Reihe von Gedichten enthalten. Auch für die OSM-Leser wird etwas etwas dabei sein. Ich plane dort die Veröffentlichung der OSM-Story „Der Matrixschatten“ (1991). Doch auch die anderen Geschichten – neben der Titelstory sind das „Das Weihnachtsmann-Syndrom“ und „Der schwarze Punkt“ kann ich euch wärmstens als Lektüre empfehlen.

Ihr seht hieran, das Jahr 2014 ist schon sehr solide durchgeplant. Das gilt auch für das Jahr 2015, zu dem ich an dieser Stelle im „Silvesterblog 2014“ am 31. Dezember 2014 nähere Aussagen machen werde. Das alles lässt sich freilich nur realisieren und euren hungrigen Augen und Geistern näher bringen, wenn sich die Neugierde auf meine Werke weiterhin ausdehnt. Ich bin darum für jede Form der Weiterverbreitung eurerseits sehr dankbar.

Und natürlich freue ich mich darauf, falls ihr Lust und Laune habt und nicht nicht anderweitig verplant seid, euch auf dem Convention „Raum & Zeit Conti­nuum III“ kennen zu lernen und eure Fragen zu beantworten.

Wir sehen uns – oder lesen wenigstens voneinander!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.