Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos,

ja, ja, es ist schon eine geraume Weile her, dass wir uns in diesem digitalen Klassenzimmer getroffen haben, damit ich euch ein wenig über kosmologische Details des OSM erzählen konnte. Genau genommen war das im Wochen-Blog 14 am 9. Juni 2013. Aber ich sagte auch damals schon, dass diese „Lektionen“ in ziemlichen Abständen kommen würden, meist dann, wenn es sich entweder aus der Veröffentlichungspraxis des OSM ergäbe oder dann, wenn es sonstige besondere Gründe dafür geben würde.

Nun haben mich seit einiger Zeit Leser mit einer Frage behelligt, die letzten Endes wieder in den kosmologischen Kontext des OSM hineingehört, und manch einer von euch, der nur noch keine Gelegenheit fand, diesen Gedanken zu artikulieren, könnte etwas sehr Ähnliches gedacht haben. Darum gehen wir dem Gedankengang einmal nach. Er geht etwa folgendermaßen: Warum, so wurde ich gefragt, sind denn die Yantihni nur menschenähnlich? Warum SIND es nicht einfach Menschen, etwa von einer vergessenen Kolonie oder so? Sie sehen doch zumindest sehr menschlich aus, und man stellt sie sich als Leser so vor wie Menschen.

Dies ist ja auch ganz und gar Sinn und Intention. Die Yantihni sind annähernd so menschlich wie wir, sie haben halt nur mit der Menschheit nichts zu tun. Oder sagen wir… beinahe nicht. Dazu komme ich gleich.

Dann kam der Roman „In der Hölle“ heraus, der bislang noch nicht von allzu vielen Lesern entdeckt worden ist. Und auch hier fragte zum Ende der Geschichte ein Leser mich: Diese Technos, die darin die Hauptrolle spielen, wieso sind die nur menschenähnlich? Warum SIND das nicht Menschen? Ich stelle sie mir zumindest so vor…

Auch hier könnte ich sibyllinisch antworten und kryptisch kommentieren: Das bekommt ihr im Laufe der Lesejahre schon noch heraus, das zu entschlüsseln, ist jetzt zu zeitig…

Ebenfalls könnte ich sagen, ja, die Technos hätten letzten Endes schon was mit der Menschheit zu tun… aber ich glaube, niemanden würden solche Nebelwerfer-Antworten irgendwie zufriedenstellen. Ich zäume darum das Pferd mal von hinten auf und weiß jetzt schon, dass der Raum heute nicht für den vollständigen Gedankengang reichen wird. Er ist etwas zu verwickelt und, glaubt es mir, viele Welten, Völker und Ereignislinien, die man für das vollständige Begreifen dieses Gedankengangs brauchen würde, sind euch noch nicht vertraut. Aber wir nehmen zumindest mal den Faden hier auf und verfolgen ihn in späteren Kosmologie-Lektionen weiter, versprochen.

Auch heute noch, im ach so aufgeklärten 21. Jahrhundert, gibt es eine Vielzahl von Menschen, die der festen Überzeugung sind, dass es so etwas wie intelligentes Leben nur auf einer einzigen Welt im Kosmos geben kann, nämlich hier auf Erden. Zumeist ist diese Überzeugung religiös verankert und mehr oder minder dogmatisch. Ich halte davon, wie ihr euch vorstellen könnt, recht wenig. Für mich ist das Universum ein weiter Ort voller Wunder, fremder Welten und überquellendem Leben, worunter ich durchaus auch intelligente Lebensformen unterschiedlichster Arten verstehe. Der OSM ist klarer schriftstellerischer Ausdruck dieses multiethnischen Universalismus, und ich halte alle anderen Anschauungen, die sehr viel enger mit dem Begriff des intelligenten Lebens umgehen, für ein wenig provinziell, um es freundlich auszudrücken.

Die Spielart „wir wollen doch am besten in allen SF-Geschichten irgendwo unsere lieben Terraner sehen“ ist gewissermaßen die phantastische Variante dieses Sandkasten-Gedankens. Wie ich schon einmal ganz zu Beginn des Blogs gesagt habe – diese Vorstellung sollte man im OSM lieber rasch begraben. In den meisten Serien des OSM wird man Terraner, wenn denn überhaupt, nur am Rande finden.

Terra ist üblicherweise im OSM nicht das Zentrum der Handlung. In KONFLIKT 15 etwa, der Serie „Oki Stanwer“, die ich 1984 als erste OSM-Serie beendete, war zwar ein menschliches, zerborstenes Imperium Zentrum der Handlung, aber die Erde war eine vergessene Ruinenwelt, quasi ohne Bedeutung.

In KONFLIKT 2, in dem ihr euch als Leser der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ befindet, gibt es keinen Planeten Erde, keine Terraner, nichts dergleichen, und der Grund ist einfach der, dass es zu zeitig im OSM dafür ist. Die Erde und die menschliche Rasse in ihren vielfältigen ethnischen Ausprägungen entsteht erst sehr viel später (nagelt mich nicht auf einen Zeitpunkt oder ein OSM-Universum fest. Die früheste Existenz für die Erde unserer Anschauung habe ich im noch nicht geschriebenen KONFLIKT 8 ausgemacht, aber das muss nichts bedeuten – denn die früheren KONFLIKTE sind weitgehend unbekannt).

Wir dürfen hier natürlich jetzt nicht die große Flappe ziehen und enttäuscht dreinschauen. Wer das tut, denkt nicht hinreichend nach. Er oder sie setzt womöglich „Menschen“ mit humanoiden Lebensformen gleich und denkt sich vielleicht, ohne genauere Kenntnis zu besitzen, der OSM ohne Menschheit irdischer Prägung wäre ein Kosmos voller Echsenwesen, Spinnengetiere, denkender Delphine oder dergleichen.

Das solltet ihr anders sehen.

Natürlich gibt es derlei Lebensformen im OSM, das ist nicht ganz falsch. Aber die Entwicklungslinie der humanoiden Völker fängt nicht mit der Menschheit an und hört nicht mit ihr auf, ganz im Gegenteil. Ich kann mich schon soweit an dieser Stelle aus dem Fenster lehnen, dass ich sagen darf, wann das alles etwa angefangen hat, also wo die ursprüngliche biologische Linie der humanoiden Völker ihren Ursprung hat.

Es geht zurück auf eine Welt namens Aarlaain, die Heimat eines vergessenen Volkes, das die wenigen Eingeweihten Delaarer nennen. Heutzutage, und wir reden hier von der realen Handlungszeit von KONFLIKT 2, also „Oki Stanwer und das Terrorimperium“, sind fast alle Eingeweihten längst tot. Denn Aarlaain ist seit Milliarden Jahren vergangen. Nur die Erinnerung daran ist geblieben.

Die Erinnerung und das genetische Erbe.

Die Delaarer, soviel darf ich an dieser Stelle verraten, sind das erste humanoide Volk im Universum gewesen, und sie entwickelten eine phänomenale Technologie, die sie befähigte, Einfluss auf die fundamentalen Prinzipien der Biologie selbst auszuüben. Alles, was unsere heutige Zeit an Biotechnologie besitzt, ist nichts im Vergleich zu dem, was die Delaarer vermochten, und wenn wir weiter in das Mysterium der Entwicklungslinie der humanoiden Völker eindringen wollen, werden wir beizeiten nicht umhin kommen, uns um die alten Delaarer zu kümmern.

Beizeiten.

Heute ist der Zeitpunkt dafür definitiv noch nicht gekommen. Ich sagte ja, ich zeige erst einmal nur den Faden auf, von dem alles ausgeht. Den genetischen Urknall, könnte man auch sagen. Das ist in einer Weise wahr, über die man sich eigentlich gar keine rechten Vorstellungen machen kann. Und die Tiefenwirkung dieser Gedankengänge tritt erst dann wirklich ein, wenn ihr ganz erheblich mehr wisst als bisher.

Nur so viel kann ich heute noch ergänzen: ob ihr die Delaarer nehmt oder die euch noch unbekannten Desiner, die Yantihni, die Technos oder die Kleinis, die ihr gleichfalls noch nicht kennen könnt… ob ihr die silberhäutigen Yesvaa anseht oder die Ghaner in der Galaxis Arc… ja, oder eben auch die Terraner jener fernen KONFLIKTE, sie alle werden über weitläufige genetische Bande miteinander verbunden. Das ist der zentrale Grund, warum sie sich alle so ähnlich sind.

Aber da fehlt doch noch etwas, nicht wahr? Diese Völker wirken in ganz unterschiedlichen Universen, sie haben offensichtlich keinerlei Verbindung miteinander, und genetische Vermischung findet wohl auch keine statt. Jein, sage ich dazu, es gibt Ausnahmen. Gleichwohl hättet ihr Recht, das allein würde nicht hinreichen, eine solche Verbindungslinie zu generieren. Es gibt Mosaiksteine, die im obigen Bild fehlen. Und es wird dauern, bis ich sie nachreichen kann.

Lasst euch einfach überraschen, wann das sein wird. Und in der Zwischenzeit wird euch der OSM, so glaube ich, durchaus genügend harte Nüsse zum Knobeln und Knacken aufgeben. Es lohnt sich, dabei zu bleiben.

Im Wochen-Blog der nächsten Woche kümmern wir uns dann mal um die Neuankömmlinge in der Serie – um die echsenhaften Allis.

Bis dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos, liebe weitere Leser,

das Schicksal meint es echt gut mit uns. Durch einen glücklichen Umstand ist das E-Book „Rätselhafte Retter“, Band 7 der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI), zeitiger veröffentlichungsreif geworden als angenommen. Der planmäßige Start sollte am 9. November sein, so wurde es beispielsweise im Internet-Newsletter ESPost des SF-Stammtisches „Ernst Ellert“ in München verkündet.

Der neue Veröffentlichungstermin lautet jetzt: 2. November 2013, also eine glatte Woche früher. Für alle die zahlreichen Leser, die sich in den letzten Wochen den ersten Teil dieses Zweiteilers besorgt haben, das E-Book „Die Schuttwelt erwacht“, können dann also weiterlesen. Mit 88 Seiten Umfang bekommt ihr für den regulären Preis von 99 Cent ganz ordentlich was geboten. Ein neues wichtiges OSM-Volk betritt mit einem Donnerschlag die Bühne, und die Abenteuer der GHANTUURON und ihrer Besatzung gehen hier in die zweite Runde. Da wird euch dann anno 2014 noch so einiges Verblüffendes erwarten, dem ich hier nicht vorgreifen will.

Die Termine für den Gratisdownload bleiben aber soweit bestehen.

Ich wünsche euch viel Lesespaß mit meinem neuesten E-Book – und es wäre klasse, wenn ihr nach der Lektüre mal bei Amazon eine Bewertung und/oder einen Kommentar hinterlassen würdet.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

draußen glüht der Sommer, der Zeitpunkt der Renovierung eines Teils meiner Wohnung (Anfang August) rückt ebenso unerbittlich näher wie auch meine nächste Beschäftigung im Wintersemester 2013/14 an der TU Braunschweig. Und die Arbeit an den E-Books geht ebenfalls voran. Aber das war nicht alles, was ich im Monat Juli zu tun hatte. Ich schaffte schon einiges, zumeist allerdings Neuformatierungen älterer Werke. Alles in allem blicke ich heute auf 45 Werke im Monat Juli 2013 zurück. Und das hier war der Teil, der in den OSM zu sortieren ist:

OSNEU 61: Die Spezial-Garde (Neuformatierung)

OSNEU 62: Sturmunternehmen OKISTAN (Neuformatierung)

Erläuterung: Wahrscheinlich sagte ich es schon… OKISTAN ist eine Welt des okischen Imperiums, die im obigen KONFLIKT 15 „Oki Stanwer“ (1981-1984) als Matrixfehler wieder existiert und hier sowohl von den Dienern TOTAMS als auch von Okis (ihrerseits Matrixfehler) heiß umkämpft wird. Das ist umso verständlicher, als sich unter der Oberfläche OKISTANS ein Funkfeuer befindet, mit dem Oki Stanwer die Flotten der Okis zusammenrufen kann, um den Kampf gegen TOTAM aufzunehmen… wenigstens heißt es so. Aber dieser KONFLIKT hat ein paar garstige Überraschungen parat…

OSNEU 63: Funkfeuer OKISTAN (Neuformatierung)

OSNEU 64: Terras Rettung (Neuformatierung)

OSNEU 65: Die Knochendimension (Neuformatierung)

Erläuterung: Die so genannte „Knochendimension“ – wer den Namen gab, ist unbekannt – ist ein Teil TOTAMS, eine Art kaverniertes Mikrouniversum, magisch versiegelt und in diesem KONFLIKT nahezu vergessen. Bis eine Gruppe von Dämonen von TOTAM eine Expedition dorthin unternimmt… Problem dabei: Diese Expedition ist intendiert, und die Dämonen haben einen tödlichen Verfolger, dessen Auftrag es ist, die meisten von ihnen kurzerhand umzubringen…

(Glossar der Serie „Oki Stanwer“)

DSf 7: Der gehetzte Prophet (Abschrift)

DSf 8: Gefangener der Waaklors (Abschrift)

Erläuterung: Die Waaklors sind eines der vielen humanoiden Völker im OSM. Soweit bekannt, sind diese silberhäutigen Aliens nicht mit der irdischen Menschheit verwandt. Sie leben in KONFLIKT 22 „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“ (DSf), begonnen 1989, in der Galaxis Calat.

(DSf 9: Treffpunkt Wasserwelt)

Interview für www.ebokks.de

Blogartikel 29: Reparaturbetrieb OSM – Auch hier kommen Fehler vor

(18Neu 41: Das Reich der Grauhäutigen)

Erläuterung: Die Grauhäutigen sind eigentlich Kunstgeschöpfe der Sieben Lichtmächte, die – wie ich vielleicht schon mal sagte – ihren Namen von der Farbe ihrer betongrauen Haut haben. Eigentlich sollten sie auf Oki Stanwers Seite sein. Zu dumm nur, dass sie in diesem KONFLIKT eigentlich gar nicht aktiv sein dürften… und fehlgesteuert und sehr viel machtvoller als normal sind sie diesmal auch noch. Bringen kurzerhand Menschen in Prag um und verwandeln sie in leblose, goldene Skelette… und das ist alles erst der Anfang…

E-Book 9: Die Schuttwelt erwacht (TI 6)

Blogartikel 33: Interviews

14Neu 1: Der erste Helfer des Lichts

Erläuterung: Ja, ja, ja, vielleicht ist das maßlos leichtsinnig, aber ich habe in der Tat angefangen, eine weitere alte OSM-Serie abzuschreiben und zu kommentieren. Zwar weiß ich nicht, wohin ich die dafür erforderlichen Ordner noch stellen soll, und ich weiß erst recht nicht, woher ich die Zeit nehmen soll, diese kommentierte Abschrift zu leisten, aber seht es mal von dieser Warte aus:

Der KONFLIKT 14 „Oki Stanwer – Feldherr der Cranyaa“ (FdC) (1983-1988) ist 30 Jahre alt. Die ersten paar Dutzend Episoden liegen nur in handschriftlicher Form vor. Ich denke, ich bin hier deshalb in Zugzwang. Natürlich haben andere Abschriften und Neuformatierungen derzeit Vorrang, aber so sukzessive werde ich hier ebenfalls versuchen, vorwärts zu kommen. Ihr könnt das in den kommenden Monaten verfolgen.

DSf 20: Der Geist von Stern 162 (Abschrift)

(E-Book 12: Am Rand der Bebenzone (TI 8))

18Neu 39: Invasion der Glasmenschen

Erläuterung: Der Dämon Cirrgool von TOTAM greift nach Salzburg, mitten im frostigen, schneereichen Januar 2035. Und er setzt dazu seine Hauptwaffe ein, gläserne Menschen mit der Fähigkeit, jeden weiteren Menschen in Glas zu verwandeln und damit in neue Gegner… eine unangenehme Episode für den Helfer des Lichts Thor Gordenbeyl, der sich diesem Alptraum gegenübersieht. Als ich die Episode abschrieb, stellte ich fest, dass die Dinge eigentlich noch sehr viel schlimmer stehen, als ich damals sah… beizeiten in der Überarbeitung werdet ihr das erleben.

18Neu 40: Der Verfemte

Blogartikel 27: Vorschau auf kommende E-Books 2013/14

(18Neu 42: Loms Todesurteil)

(Annalen 02: Ian und der Stein der Götter)

Erläuterung: Während ich mich vor Monaten noch nicht festlegen wollte, welches wohl der zweite Band der Reihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“ werden würde, habe ich mich jetzt entschieden. Es ist dieser hier, der euch die rätselhafte Welt „Swamp“ näher bringen wird (späterer Name ist Dawson). Und natürlich zwei Völker, die dort existieren – die Kleinis und die Berinnyer. Ja, genau die aus der Galaxis Bytharg, diese hochpotenten Gestaltwandler. In dieser Geschichte bekommt ihr mit, was sie wirklich draufhaben, und ich glaube, es lohnt sich sehr, das zu lesen…

OSNEU 66: Dämonentöter (Neuformatierung)

Erläuterung: Dies ist der zweite Teil der Dämonen-Trilogie, von der ich oben andeutungsweise erzählte. Und die Titelperson ist jener mörderische Verfolger, der hier erstmals im OSM in Aktion tritt – der „Dämonenschlächter“. Wer jetzt glaubt, das sei offensichtlich ein Verbündeter Oki Stanwers, wenn er doch seine übelsten Feinde meuchelt, der hat sich noch nie so getäuscht. Nun, beizeiten werdet ihr ihn im OSM noch in Aktion erleben, denke ich. Ein angenehmer Zeitgenosse ist er keineswegs, und das Töten ist seine Lieblingsbeschäftigung…

OSNEU 67: TOTAM wird besetzt! (Neuformatierung)

Erläuterung: Dies sei eine unmögliche Aktion? Nun, das haben die Dämonen von TOTAM auch geglaubt, sie haben sich allerdings gründlich geirrt. Und nein, es sind nicht Oki Stanwers Streitkräfte, die hier besetzen. Das würden sie gern, aber so läuft die Sache nicht.

OSNEU 68: Unverhofftes Wiedersehen (Neuformatierung)

OSNEU 69: Sammelpunkt Halo (Neuformatierung)

OSNEU 70: TOTAMS Kriegsflotte (Neuformatierung)

Erläuterung: Diese Episode ist deshalb für den frühen OSM (wir sprechen hier vom Jahr 1983!) von Bedeutung, weil hier eine der zentralen OSM-Figuren überhaupt in Erscheinung tritt, nämlich Soffrol, der Rächer von Breeth-Fgahn. Ihr werdet noch von ihm hören.

(Monsterjagd – OSM-Story)

Blogartikel 28: „Was ist eigentlich der OSM?“, Teil 8

Blogartikel 32: „Was ist eigentlich der OSM?“, Teil 9

Blogartikel 37: „Was ist eigentlich der OSM?“, Teil 8

(E-Book 10: Rätselhafte Retter (TI 7))

(18Neu 43: Angriff des Rippenbaums)

(OSM-Wiki auf der Homepage www.oki-stanwer.de)

(12Neu 18: Der Hypnostrahler)

Blogartikel 36: Die Allis – ein Kriegervolk mit Vergangenheit

Alles in allem bin ich sehr zufrieden, wieviel ich trotz teilweise arger Hitze und vielfältiger anderer Ablenkungen, z. T. beruflich bedingt, noch am OSM geschafft habe. Wie ich mich im August, dem aktuellen Monat, „schlagen“ werde, kann ich noch nicht sagen… ihr erfahrt Näheres dazu am 24. November. Und bis dahin werdet ihr ja noch ein wenig mehr Tuchfühlung mit den Allis aufnehmen, in TI 7.

Bleibt neugierig und schaut einfach wieder rein. In der kommenden Woche geht es dann um den Teil 2 des Kurses „OSM-Kosmologie“, und dann beschäftigen wir uns mit einer Frage, die vor kurzem einige Leser umtrieb: Wie ist denn das nun mit den Menschen und den „Menschenähnlichen“ im OSM…?

Mit Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Wochen-Blog 33: Interviews

Posted Oktober 20th, 2013 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

meine Damen und Herren Mitautoren, zu deren Riege ich mich ja seit Februar 2013 zählen darf, werden die Situation kennen: Man führt irgendein Gespräch mit Freunden, Bekannten, Verlegern usw., und auf einmal kommt die Frage auf „Hätten Sie nicht Interesse daran, ein Interview zu machen?“

Üblicherweise sagt ein Literat, der dabei ist, sein Publikum zu suchen, zu einer solchen Offerte nicht Nein, das wäre ausgesprochen töricht. Denn es ist wohl ziemlich elementar – wenn man seinen Bekanntheitsgrad steigern möchte, dann reicht es nicht aus, nur E-Book-Werbung auf seiner eigenen Homepage oder seinem Blog zu machen oder Freunden zu twittern, dass man inzwischen auch E-Books publiziert. Die Reichweite solcher Art von Werbung ist naturgemäß begrenzt, und auf den reinen Multiplikatoreffekt („Wenn meinem Freund das E-Book gefällt, erzählt er es zehn Freunden weiter, und die erzählen es wiederum zehn Freunden weiter, und schon habe ich 100 neue Leser…“) sollte man sich besser nicht verlassen.

Als ich also im Juni 2013 gleich zwei solche Anfragen bekam, habe ich natürlich zugesagt. Es wird zwar schon ein wenig Werbung auf Facebook für meine E-Books gemacht, und es gibt auch entsprechende Informationen in einem Internet-Newsletter und natürlich in meinem Blog, von Rundmails und Flyern ganz zu schweigen, aber ihr ahnt es – Werbung kann man eigentlich nie genug machen.

Nun muss man ebenfalls dazu wissen, dass ich ein schreckliches Lampenfieber bekomme, wenn ich öffentlich auftrete, und man kann sich noch so gut vorbereiten, wie man will… irgendwas geht natürlich immer schief. Da mag man die Interviewer noch so lange kennen, ich jedenfalls fühle mich dann immer etwas durch den Wind, meine Argumentation wird fahrig, die Worte gehen mir aus… was in Briefen eigentlich nie der Fall ist, und in E-Books und sonstigen Texten auch nicht, da wird also die Horrorvorstellung akut.

So kam es auch bei dem ersten Interview, das mit mir am 29. Juni in Vechelde gemacht wurde. Interviewerin war die Vorsitzende des Fördervereins Phantastika Raum & Zeit e. V. in Braunschweig, Claudia Hagedorn, der Ort war ihr Neubauheim in Vechelde, genauer: das Wohnzimmer. Noch nicht so ganz wohnlich eingerichtet (unter anderem gehörte zur „Wohnzimmerdekoration“ ein Rasenmäher), war die Interviewsituation deutlich suboptimal. Die Interviewerin saß rechts von mir und stellte Fragen, doch erschwerend kam hinzu, dass es sich hierbei um ein Videointerview handelte, und die Kamera stand nun einmal direkt vor mir, und ich sollte sinnvollerweise in die Kamera blinzeln, während ich die Fragen beantwortete.

Erschwerend zudem: es war mein erstes Videointerview, und sehr kurz sein sollte es dann auch noch. Ihr ahnt es, wenn ihr meinen Blog schon längere Zeit verfolgt haben solltet – „Kürze“ ist eher nicht mein Ding. So überstand ich das Interview, das ihr in naher Zukunft auf www.sciencefiction.de anschauen könnt, irgendwie, aber so völlig zufrieden war ich mit dem Ergebnis nicht.

Das zweite Interview sah dann völlig anders aus. Die Betreiberin des Internet-Lektorats www.ebokks.de, Corinna Rindlisbacher, besitzt auf ihrer Homepage eine Rubrik mit Autoreninterviews, und sie sind ein wenig „eingerostet“, will ich es mal nennen. Das heißt, es kamen seit längerer Zeit keine mehr hinzu. Außerdem wollte Corinna ihre Homepage updaten, und dafür kam ihr der Gedanke sehr gelegen, mit mir ein Interview machen zu wollen.

Ich warnte vor: Bedenke, Corinna, ich bin der Spezialist für die Langform. Sie fand das nicht bedenklich… bis sie die Fragen herüberreichte. Es waren sechs an der Zahl, beginnend mit „Uwe, wie lange kannst du das durchhalten, jeden Monat ein eBook herauszubringen?“ bis hin zu „Welches deiner erschienenen eBooks sollten Neugierige zuerst lesen?“ Sie schloss daran die Frage an, ob ich wohl auch nur eine davon unter einer Seite Länge beantworten könne.

Da das Interview längst erschienen ist, wenn diese Zeilen in meinem Blog online gehen (ich schreibe sie am 6. Juli, dem Tag, an dem mein siebtes E-Book an die Öffentlichkeit geht; das Interview erschien am 3. September, die Langfassung, wie ihr wisst, am 17. Oktober 2013 hier auf dieser Seite), wisst ihr längst, wie das Resultat aussieht. Ich weiß es noch nicht. Aktuell habe ich Corinna erst einmal die Antworten auf die Fragen geschickt, das geschah gestern früh… und ja, es erwies sich tatsächlich als erforderlich, recht ausführlich zu sein. Das zum Teil deshalb, weil die Fragen in die falsche Richtung zielten (etwa „Wie kommt ein Historiker überhaupt zur Science Fiction?“), zum Teil, weil sie knifflig zu beantworten waren und diplomatisches Geschick erforderten (etwa die Fragen zu Social Media und zu Perry Rhodan), teils aber auch, weil ich da etwas ausholen musste, wenn es um Vergleiche von Werbestrategien für E-Books ging.

Dieses zweite Interview war mir deutlich angenehmer, weil ich hier nicht sofort, spontan und situativ reagieren musste. Ich ließ mir denn auch tatsächlich geschlagene vier Stunden Zeit für die Beantwortung der Fragen, und ich denke, selbst wenn das Interview gekürzt werden sollte (im Originalwortlaut umfasst es neun Skriptseiten), Gründlichkeit muss wirklich sein in solchen Belangen. Und wenn ihr nach der Lektüre der Ansicht sein solltet, ich hätte „geschwafelt“ oder Zeilen geschunden, so tut mir das leid, das war nicht intendiert. Dieses „Briefinterview“ – ich habe einige dieser Art schon während meiner Fandomzeit in den 90er Jahren geführt, beispielsweise mit Robert Iberl – war mir sehr angenehm, und ich denke, am entspannten Schreibfluss merkt man auch, wie sehr ich es genossen habe, hier gründlich nachzudenken und bedächtig zu formulieren.

Mögen diese Interviews jedenfalls der Verbreitung meiner Gedanken und dem Kennenlernen meiner Person dienen. Das hoffe ich.

Wichtig für künftige Interviews, und das ist sicherlich auch ein Gedanke, den ich mit Nutzen an meine Leser weitergeben kann, ist folgendes: Wenn ihr als Literaten oder angehende Literaten euch einem Interview stellen müsst, und das kommt früher oder später unumgänglich, solltet ihr versuchen, die Interviewer im Vorfeld mit Informationen zu „briefen“. Lasst ihnen einen Lebenslauf von euch zukommen oder einen kurzen biografischen Text, der den Interviewern hilft, konstruktive und sinnvolle Fragen zu stellen. Das hilft euch dabei, Fragen zu vermeiden, die das Interview in eine Richtung drängen, die ihr nicht haben wollt.

Vor allen Dingen reicht es nicht aus, sich vorab zu sagen „Ich kenne doch den/die Interviewer/in schon eine ganze Weile, er/sie wird schon wissen, welche Fragen zu stellen sind.“ Das kann ein böser Schuss ins Knie werden. Lieber „briefen“ und vielleicht noch ein klärendes Vorgespräch suchen, nicht unvorbereitet in die Sache hineinstolpern! Es wird kaum jemals die Gelegenheit geben, munter von einem vorbereiteten Skript abzulesen (bei einem Videointerview sowieso nicht, aber auch dann, wenn nur ein Mikro dabei ist, bekommt man immer das Knistern des Skriptpapiers mit, diese Peinlichkeit sollte man sich besser ersparen).

Und, auch ganz wichtig: nach dem Interview ist natürlich immer „vor dem nächsten Interview“. Es ist damit zu rechnen, dass die Veröffentlichung eines Interviews weitere derartige Wünsche nach sich zieht, und je bekannter man wird, desto mehr werden sich solche Anfragen vermutlich häufen. Eine jede davon kann selbstverständlich neue Leserkreise bzw. Zuhörerkreise erreichen und ist damit als umsatzfördende Maßnahme zu verstehen.

Dass man dennoch nie vollkommen ohne jede Nervosität an die Sache herangeht, weil eine jede solche Situation wieder Neuland darstellt, ist auch klar. Das wird jeder Zuhörer und Leser verstehen. Ihr habt also stets erst einmal den „Nervositäts-Bonus“. Aber dann könnt ihr das Beste aus der Lage machen. Wer als E-Book-Autor an die Öffentlichkeit will, muss sich einfach daran gewöhnen, dass er dann in einer gewissen Weise eine „öffentliche Person“ ist.

Man kann es überleben, glaubt mir. Ich bin das beste Beispiel, sonst hätte ich den obigen Blogeintrag nicht schreiben können. Und ja, wenn man genug Interviews gemacht hat, macht es schließlich vielleicht auch Spaß.

Probiert es aus!

Soviel für heute – ich wünsche euch noch einen schönen Tag.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde,

wie ich jüngst schon angekündigt habe, folgt nun die Langversion jenes Interviews, das ich Corinna Rindlisbacher vom E-Book-Lektorat www.ebokks.de schon vor einigen Monaten gegeben habe. Da ihr aus verständlichen Gründen meine Ausführungen „ein bisschen zu lang“ waren, habe ich sie auf Kurzformat zusammengestrichen. In dieser Form hat sie sie dann Anfang September 2013 auf ihrer Homepage www.ebokks.de mit wunderbarer grafischer Optimierung veröffentlicht.

Ich bin jedoch, wie ihr, die ihr schon länger meinem Blog und meinen E-Books folgt, generell ein Anhänger der „Langform“, und insofern habe ich es schade gefunden, soviel Text gleichsam in den Orkus zu verdammen. Corinna meinte, ich könne die Langversion des Interviews ja gern beizeiten auf meiner Homepage bringen. Das war natürlich ein Gedanke, der bei mir viel Anklang fand. Allerdings suchte ich eine ganze Weile nach einem passenden Publikationstermin.

Es waren dann zwei Gründe, die mir den 17. Oktober nahe legten. Grund 1 ist für jeden Leser des Internet-Newsletters ESPost evident: am 20. Oktober erscheint mit dem Wochen-Blog 33 ein Beitrag mit dem prägnanten, kurzen Titel „Interviews“, und er befasst sich u. a. auch mit dem Interview, das ich Corinna gegeben habe. Der zweite ist nur meinen engsten Freunden bekannt – heute, am 17. Oktober 2013, ist mein 47. Geburtstag. Und da das Interview ein paar schöne, tiefe Blicke auf mein Denken zulässt, halte ich es für eine schöne Form von Geschenk, euch an diesem besonderen Tag die Langform vorzustellen.

Mancher von euch wird vermutlich finden, dass ich zu „schwatzhaft“ gewesen bin. Aber wenn ich erst mal richtig am Argumentieren bin, passiert es leicht, dass ich mich in die Sache hineinsteigere. Ich hoffe, es ist im positiven Sinne geschehen und macht euch Spaß bei der Lektüre.

Und wie gesagt, wer noch was über meinen Standpunkt zum Thema Interviews wissen möchte, der kann am Sonntag wieder vorbeischauen.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

 

Interview mit Uwe Lammers, Science-Fiction-Autor

Jeden Monat erscheint ein neues eBook von Uwe Lammers bei Amazon. Manchmal sogar zwei. Wie er zum Selfpublisher geworden ist, wissen wir bei ebokks ziemlich genau: Gründerin Corinna Rindlisbacher hat ihn bei einem Vortrag auf einem Science-Fiction-Con kennengelernt. Es ging natürlich um das Thema Selfpublishing und Chancen für Autoren.

 

Seitdem sind einige Monate vergangen und Uwe Lammers bereitet mittlerweile eBook Nummer 9 für die Veröffentlichung vor. Und das ist erst der Anfang – der studierte Historiker schreibt seit 1977 regelmäßig Romane, Kurzgeschichten und Episoden seiner OSM-Serie (Oki Stanwer Mythos).

 

Zeit für uns mal nachzufragen, wie es bei Uwe Lammers so läuft:

 

Uwe, wie lange kannst du das durchhalten, jeden Monat ein eBook herauszubringen?

Hallo, Corinna… das ist ein wenig knifflig zu sagen. Sehen wir uns dazu mal die Basisdaten an: ich habe im Juni 2013 den Band 1650 des Oki Stanwer Mythos beendet, „Träume von TOTAM“. Wenn man sich also allein auf die Quantität dessen konzentriert, was ich schon geschrieben habe, und dabei beschränke ich mich mal allein auf den OSM, dann ist Stoff genug für vermutlich mehrere Jahrzehnte Publikationstätigkeit vorhanden.

Leider hängt die Antwort auf deine Frage ja nicht nur davon ab. Es gibt noch zwei weitere Faktoren, die man berücksichtigen muss: erstens die Zeitfrage, zweitens die Finanzierungsfrage. Gegenwärtig habe ich vergleichsweise viel freie Zeit, da ich in meinem Brotberuf, dem des Historikers eben, leider nicht arbeite. Ich bin nach Abschluss des letzten historischen Projekts im vergangenen Sommer auf Jobsuche und bislang darin noch ohne Erfolg. Ideal stelle ich mir vor, dass ich sowohl meiner beruflichen Tätigkeit nachgehen kann, vielleicht in Form einer halben Stelle, und den Rest meiner Zeit für das Schreiben verwenden kann. Davon bin ich derzeit leider noch weit entfernt. Sobald sich beruflich etwas tut, wird das natürlich zeitlich zu Lasten meiner E-Book-Aktivität gehen.

Und, ich deutete es an, natürlich spielt auch die Frage der Finanzen eine elementare Rolle. E-Books sind natürlich auch Kostenfaktoren, sie kosten in der Erstellung schlicht Geld. Geld für das Entwerfen von unikaten Schriftzügen, Geld für das Montieren der Titelbilder, für das Erwerben der Titelbildrechte, für das Formatieren der E-Books… wenn man das alles nicht in Alleinregie machen möchte, sind das variable Kosten, die im Laufe des Jahres immer wieder mal auftreten und natürlich mein Budget belasten.

Da ich meine Hauptneigung nun einmal darin sehe, Geschichten zu schreiben und sie an den Leser weiterzugeben, habe ich einige dieser Aufgaben „outgesourct“, wie man neudeutsch so unschön sagt. Die Entscheidung, mehr freie Schreibzeit zu haben, wurde deshalb „erkauft“ durch externe Rechnungen. Und das bedeutet, es hängt sehr davon ab, ob diese Kosten in absehbarer Zeit durch entsprechende Verkäufe wieder hereinkommen. Denn nur dann ist es realistisch, dass ich langfristig E-Books an meine Leser weitergeben kann. Gegenwärtig sieht es zwar sehr danach aus, als wenn ich in den ersten vier, fünf Monaten meiner E-Book-Tätigkeit schon um die 2000 Leser gewonnen habe, aber das äußert sich leider überwiegend in Gratisdownloads. Das ist zweifellos für den Anfang schön und gut, namentlich für die Leser, aber ich fürchte, auf diese Weise sägen sie munter an dem Ast, auf dem sie länger sitzen möchten – an meiner Fähigkeit, E-Books zu publizieren. Es wäre darum sehr schön, wenn die Leser, die meine Geschichten mit Gewinn gelesen haben, dies weitergeben an weitere Neugierige, die gegen das wirklich geringe Entgelt von üblicherweise 99 Cent meine E-Books erwerben und so dazu beitragen, dass ich länger „durchhalten“ kann, wie du das so schön formuliert hast.

Es liegt also zum guten Teil an meinen Lesern, die meine E-Books lesen wollen und sie kaufen, wie lange sie in den Genuss der Geschichten kommen können… der Wille meinerseits ist da, das Material ist ebenfalls da… nun, ihr wisst, wo der Knackpunkt liegt.

Übrigens: falls ich ein wenig wortreich antworte, so liegt das schlicht an etwas, was ich immer wieder betone – ich bin der Schreiber für die „Langform“, und je länger ich (in Jahren zu betrachten) schreibe, desto ausführlicher werde ich. Hoffentlich aber nie langweilig.

 

Wie kommt ein Historiker überhaupt zur Science Fiction?

 

Na ja, diese Frage dreht gewissermaßen die Reihenfolge um. Ich möchte es darum lieber etwas anders angehen: wie kommt ein Phantast zur Geschichtswissenschaft? Denn das ist, wissenschaftlich betrachtet, eher treffend… und doch auch wieder nicht. Wir müssen dafür eine kleine Zeitreise machen, um diese Bemerkung zu entschlüsseln, und ich bitte um ein paar Zeilen Geduld:

Als ich noch klein war, machten meine Eltern mit meinen Geschwistern und mir regelmäßig mehrmals im Jahr einen Ausflug zu meinen Großeltern nach Hildesheim. Und wer Hildesheim kennt, wird vielleicht auch, wenn er kulturell interessiert ist, das Roemer-Pelizaeus-Museum dort kennen, das berühmt ist für seine ägyptische Sammlung. Lange bevor ich Interesse an Phantastik hatte, war ich dem Zauber des RPM verfallen und besuchte jedes einzelne Mal, wirklich jedes einzelne Mal, wenn ich bei meinen Großeltern zu Gast weilte, das Museum. Die Konsequenz bestand dann darin, dass ich die pharaonische Kultur gewissermaßen in mich aufsog. Dass ich im Alter von etwa zehn Jahren den Klassiker „Götter, Gräber und Gelehrte“ von C. W. Ceram mehrmals verschlang, so dass ich ganze Königslisten antiker Regenten auswendig konnte.

Witzigerweise (für mich damals weniger witzig) kam das Pharaonenreich im Geschichtsunterricht in der Schule nur sehr kursorisch weg, und schon binnen weniger Wochen befanden wir uns dann in so öden Zeitepochen (nach meinem damaligen Verständnis, wohlgemerkt), wie dem europäischen Mittelalter, der frühen Neuzeit usw… und da ich von Jahr zu Jahr die neue pharaonische Dosis in Hildesheim verabreicht bekam, war ich an den modernen Geschichtsthemen wirklich gar nicht interessiert. Ich war infolgedessen in Geschichte wirklich schlecht. Das änderte sich, ohne Witz, erst in der Realschule Anfang der 80er Jahre. Hätte mir damals jemand erzählt, ich würde mal ein Geschichtsstudium an der TU Braunschweig machen oder selbst Historiker werden, ich hätte das schlicht für „Science Fiction“ erklärt – völlig undenkbar.

Nun, etwa zeitgleich zu meiner frühen Leidenschaft für die Pharaonen begann ich mich auch als Leser für das exakte Gegenteil zu interessieren: als passionierter Büchereibesucher in Wolfsburg, wo wir damals noch wohnten, verschlang ich Hans Dominik, Jules Verne, Mark Brandis und was die Bücherei alles so hergab. Dazwischen schlürfte ich Arthur Conan Doyle, Robert E. Howard, Lin Carter und vieles andere aus dem Grenzbereich der Phantastik, Fantasy und Kriminalliteratur in mich hinein. Hinzu kamen viele Anregungen aus dem Bereich der phantastischen Filme. Nennen wir einfach nur solche Phänomene wie die klassische „Star Trek“-Serie um Kirk und Spock, „Mit Schirm, Charme und Melone“, „Mondbasis Alpha 1“ usw.

Und nach einer Weile begann das, was ich das „Entladen des kreativen Dynamos“ nennen möchte. Geschichten wurden zu Papier gebracht, etwa ab 1977 (die älteste, die ich noch besitze, datiert etwa auf 1979, und das ist ein handschriftlicher Roman von mehreren hundert Seiten, „Der stählerne Tod“).

Besonders befeuert wurde das alles durch etwas, was vielleicht viele Kinder in ähnlicher Weise mitgemacht haben, was aber zumeist nicht zu den Folgen führt, die bei mir eintraten: zusammen mit meinem Bruder Achim spielten wir „Gedankenspiele“, und während er dabei in die Haut eines Wesens namens „Oki Stanwer“ schlüpfte, verkörperte ich in diesen Spielen seinen besten Freund „Klivies Kleines“. Leser des modernen OSM werden diese Namen in meinem Blog auf www.oki-stanwer.de schon bemerkt haben.

Die „Gedankenspiele“ waren der Kern dessen, was Ende der 70er Jahre zu einer Reihe von Geschichten kondensierte, aus der dann 1981 die Serie „Oki Stanwer“ entstand. Die Geburtsstunde des eigentlichen OSM schlug dann allerdings erst 1985, und seither ist dieses Werk, wie eingangs erwähnt, ordentlich gewachsen. Von Fertigstellung kann allerdings noch keine Rede sein.

Wesentlichen Einfluss auf die frühe Neigung zur Phantastik hatte dann, als die Bestände der Stadtbücherei Wolfsburg nach meinem Dafürhalten erschöpft waren, natürlich auch Heftromane. In den späten 70er Jahren, von denen wir hier sprechen, war die Heftromankultur noch sehr viel breiter als heutzutage. Das, was wir aktuell im Bahnhofsbuchhandel zu sehen bekommen, das sind sozusagen nur die langlebigen Dinosaurier der damaligen Fülle. Da hat sich eine Art evolutive Selektion ausgetobt, was ich manchmal sehr bedaure.

Ich stieß 1978 zu den Heftromanen, wenn ich mich recht erinnere. Dass ich zum Serienleser wurde, geschah mit der Serie „Ren Dhark“, mit Band 64 „Die Weisheit der Utaren“. Leider wurde diese Serie schon mit Band 98 eingestellt. Es fand daraufhin eine Neuorientierung statt. Nun sprang ich auf den Zug der „Terranauten“ auf (eine weitere ausgestorbene Serie). Mein erster Band hier war Band 83 „Chaos über Sarym“… und wieder endete diese Serie mit Band 99 nur kurze Zeit später.

Erst danach kam ich mit Band 1011 zur „Perry Rhodan“-Serie und wurde hier fester integriert. Aber dazu sage ich nachher noch mehr, du fragst ja genau nach dieser Serie und meinem Verhältnis danach, da möchte ich nicht über Gebühr vorgreifen.

Ich war nach der Schulzeit (Realschulabschluss 1985) lange Zeit weg von der reinen Geschichte und dachte bis 1990 eigentlich nicht daran, zu studieren. Das ging dann auf einen Ratschlag meiner Mutter zurück, der ich dafür bis heute dankbar bin. Du siehst also, Corinna, die Frage „wie kommt ein Historiker zur Science Fiction“ verkehrt eigentlich die Perspektiven. Die Phantastik war im Grunde genommen meine erste, zentrale Leidenschaft und ist es nach wie vor, den Beruf des Historikers habe ich nachträglich erlernt.

Beides bereitet mir aber große Freude, und wer den OSM und meine sonstigen Geschichten verfolgt, wird auch immer wieder Verbindungspfade zwischen diesen beiden Polen, der Geschichtswissenschaft einerseits und der reinen Phantastik andererseits, entdecken können. Heute würde ich sagen, beide Seiten befruchten einander und beleben sich gegenseitig. Die Geschichtswissenschaft weitet meinen historischen Horizont, und das Schreiben an sich versetzt mich in die Lage, flüssig und, wie ich hoffe, einigermaßen eloquent zu schreiben. Denn das ist wohl das Zauberrezept überhaupt: man muss gerne schreiben können, und je länger man schreibt, desto mehr Spaß bereitet es… wenigstens von mir kann ich das sagen. Ich betrachte das Schreiben in jederlei Form als eine Art verschriftlichte Fortsetzung von mündlicher Unterhaltung, und wer von mir regelmäßig längere Briefe bekommt, weiß exakt, wovon ich rede.

 

Was bringt die größere Aufmerksamkeit: Flyer verteilen auf Conventions, regelmäßig bloggen oder KDP-Select-Gratisaktion …?

 

Ha, das ist eine Fangfrage, nicht wahr? Ich weiß, dass du nicht allzu viel von Flyeraktionen hältst, Corinna, und wir hatten das Thema schon verschiedentlich in Diskussionen. Da sind wir gründlich unterschiedlicher Meinung, aber das ist ja für ein Interview auch durchaus belebend. Du bringst hier drei „Konkurrenzmedien“ zur Sprache, bezogen auf die Aufmerksamkeitsquote, die man mit ihnen in Bezug auf E-Book-Werbung erzielt. Ich dekliniere sie mal so durch, wie ich sie in den zurückliegenden knapp fünf Monaten erlebt habe.

Flyer auf Conventions zu verteilen, das habe ich mehrfach geschafft. Sowohl auf dem DortCon im März 2013, wo ich die Flyer persönlich verteilen konnte, als auch auf dem Garching-Con 2013, wo mir die Gelegenheit geboten wurde, Flyer in den Contaschen unterzubringen und zusätzlich einen kleinen Beitrag über die OSM-E-Books für das Conbuch zu verfassen, konnte ich Erfahrungen mit dieser Art des Marketings sammeln. Ich kann naturgemäß keine klare Auskunft darüber geben, wie es daraufhin mit der Wahrnehmung aussah, zumal bei der Contaschen-Werbung nicht. Aber dass die Aufmerksamkeit nach dem DortCon, die sich auf mein zu diesem Zeitpunkt aktuelles zweites E-Book „Das Erbe der Forscherin“ (Band 1 der OSM-Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“) signifikant erhöhte, ist für mich unübersehbar gewesen. Ich denke, bei Flyeraktionen (eine weitere wird im Zuge des Buchmesse-Cons im Oktober stattfinden) ist es immer essentiell, dass man Kontakte in die Fanszene hat und weiß, wo und wie man die Leser-Zielgruppe findet. Dann besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit dafür, dass man wahrgenommen und womöglich auch gelesen und gekauft wird.

Flyeraktionen, die blindlings gestartet werden, ohne dass man die Rezipienten kennt, die bleiben zweifellos in erster Linie eine große Geldverschwendung. Wenn man etwa Sportwagenwerbung in einem Altersheim verteilt, muss man sich nicht wundern, wenn sie wirkungslos verpufft. Wer indes, nur so als Beispiel, Flyer zu einer neuen Eissorte an einem heißen Sommerstrand verteilt, dürfte sich wohl eine gewisse Resonanz erwarten. Bei meinen Flyern ist das ähnlich gewesen. Ich habe eben durch meine mehr als dreißigjährige Zugehörigkeit zum Phantastik-Fandom in Deutschland eine Menge Kontakte, die ich im Zuge meiner E-Book-Tätigkeit so nach und nach wieder reaktiviere. Und da ich jüngst sogar einen Brieffreund von 1983 in Bremen erfolgreich wieder finden konnte, gibt es hier noch eine ganze Menge offene Möglichkeiten, da stehe ich erst am Anfang. Ob und inwiefern diese Kontakte dann selbst Gebrauch von meinen übersandten Flyern machen, steht dahin… doch für das Jahr 2013 habe ich mir selbst das Ziel gesetzt, primär den eigenen Bekanntheitsgrad und den meiner E-Books zu steigern, und da bin ich wohl auf einem guten Weg.

Regelmäßig bloggen ist zweifellos ebenfalls eine gute Möglichkeit, Aufmerksamkeit für die eigene E-Book-Tätigkeit zu wecken. Hier ist es meiner Ansicht nach aber vonnöten, dass man über eine gewisse verbale Gewandtheit verfügt und gerne schreibt… nun magst du vielleicht einwenden, wenn man das nicht könne oder wolle, habe man nichts im E-Book-Bereich verloren. Das halte ich für verkehrt. Es gibt zweifelsohne Fälle von Autoren, die erst einmal nur EIN Buch publizieren wollen oder vielleicht generell nur eins… ein Werk, an dem sie zehn Jahre oder länger gearbeitet haben, das sie für phantastisch halten und auf das sie unbedingte Resonanz wollen. Ich bin nicht sicher, ob solche Autoren bereitwillig einen Blog schaffen würden, um auf diese Weise für ihre E-Books zu werben.

Zweitens bedarf es, um einen Blog zu führen, einer gewissen Offenheit und vor allen Dingen einer nicht geringen Disziplin. Denn seien wir ehrlich – ein solider Blog steht und fällt mit regelmäßiger Bearbeitung. Ein Blog, der nur alle paar Wochen mal in erratischen Anfällen von Arbeitseifer mit Beiträgen gefüllt wird und dann wieder im Koma versinkt, weckt beim Besucher keinen sonderlich soliden Eindruck. Ich habe mir darum für meinen Blog die innere Richtlinie gesetzt: einmal in der Woche, jeweils sonntags, wird ein neuer Beitrag veröffentlicht. Außerdem gibt es außerplanmäßige Blogeinträge kürzerer Natur, wenn ein E-Book an den Start geht und wenn die jeweiligen Gratis-Downloadaktionen abgeschlossen sind, damit die Leser sehen können, wie nachgefragt das Werk ist, das sie gerade selbst heruntergeladen haben. Das scheint mir eine vernünftige Einstellung zu sein.

Blogs sind aber, so vermute ich, als Werbeinstrumente für E-Books nur bedingt von Nutzen. Sie dienen meinem Verständnis nach mehr dazu, dass die Neugierigen auf den Verfasser aufmerksam und neugierig werden. Natürlich freue ich mich darüber, wenn daraus dann auch ein Interesse entsteht, das zum Kauf meiner E-Books animiert, selbstverständlich. Aber das ist nicht der Hauptzweck meines Blogs, sondern ein schöner Nebeneffekt. Der Hauptzweck meines Blogs ist es, Hintergrundinformationen rings um meine Person, um meine Schreibkarriere, um den Oki Stanwer Mythos und relevante Fragen rings um meine E-Book-Publikationen zu bringen. Von diesem Punkt aus betrachtet, ist die Lektüre meines Blogs für Leser meiner E-Books sicherlich ein Gewinn an Zusatzkenntnissen.

KDP-Select-Gratisaktionen, diese Form der E-Book-Werbung bringst du als drittes… nun, ich nutze sie üblicherweise auch. Bei meinem ersten E-Book „Hinterlassenschaften“ erzielte ich auf diese Weise in fünf Tagen einen schönen Anfangserfolg von 1.096 Gratisdownloads. Seither hat sich das E-Book jeden weiteren Monat wieder verkauft, wenn auch recht moderat. Als Aufmerksamkeitsfänger ist solch eine Gratisaktion also zweifellos nützlich, zumal für Neulinge. Es besteht aber die berechtigte Gefahr, dass anschließend die Verkaufszahlen vollständig einbrechen. Ich bin inzwischen dazu übergegangen, die Gratisdownloadtage auf zwei zu beschränken. Bei dem E-Book „In der Hölle“ gab es konsequent gar keinen Gratisdownload. Das hat zwar dazu geführt, dass die Verkaufszahlen hier sehr viel bescheidener aussehen als bei den anderen E-Books, wo sie im drei- bis vierstelligen Bereich liegen, aber ich bin davon überzeugt: wer sich wirklich für den OSM interessiert, wird über kurz oder lang gar nicht an dem E-Book „In der Hölle“ vorbei kommen, wenn er Oki Stanwers Widersacher, die Macht TOTAM, etwas näher kennenlernen will.

Sollte ich jetzt also resümierend die drei Werbeformen, die du genannt hast, in eine gewisse Relation zueinander setzen, würde ich es so sagen: Blogs dienen zunächst dazu, Leser neugierig zu machen, auf den Autor aufmerksam zu machen, weniger als direkte, primäre E-Book-Werbung. Gratisdownloadaktionen führen zu breiter Bekanntheit, bleiben aber singuläre Ereignisse, die zudem eine gewisse „Schnäppchenmentalität“ füttern, auf die man keinen Einfluss als Autor hat. Hier muss man, wenn sich so etwas abzeichnet und man regelmäßig E-Books zu publizieren gedenkt, in eigenem Interesse die Gratisdownloadzeiten beschränken, um überhaupt noch einen Ertrag zu haben und nicht „for nothing“ zu arbeiten. Das ist für keinen Autor witzig. Parallel dazu rate ich aber den Verfassern sonst auch dazu, das Medium der Flyer zu nutzen, um gezielt auf Veranstaltungen oder in jenen Kreisen zu werben, die Interesse haben könnten. Buchhandlungen erweisen sich als gute Orte, Flyer zu positionieren, Bibliotheken bieten sich ebenfalls an, allerdings immer nur nach direkter persönlicher Rücksprache. Blindlings Flyer zu streuen, ist Geldverschwendung.

Und wichtig ist darüber hinaus natürlich immer noch die Frage der Mundpropaganda. Wenn ein Verfasser unter seinem eigenen Namen E-Books publiziert und zu ihren Inhalten steht… warum sollte er oder sie dann nicht im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis mit der Aktivität anfangen? Bei alten Schulkameraden, bei Vereinen, in denen er Mitglied ist, auf Lesungen, die er/sie realisiert? Erst der Mix dieser Werbungsformen macht, meiner Ansicht nach, erfolgreiches E-Book-Marketing aus. Und natürlich sollte man dazu auch Social Media nutzen. Das bringt uns dann zu deiner nächsten Frage.

 

Facebook, Twitter, Google+ … Warum machst du kein Social Media?

 

Tja, warum mache ich kein Social Media…. Das ist eine gute Frage, und sie ist partiell mal wieder nicht ganz präzise. Zum einen: ich nutze durchaus Social Media-Formen, um E-Book-Werbung zu machen. Auf dem EBook-Ninja etwa erscheint regelmäßig Werbung für meine neuen Gratisdownloads der neuen E-Books. Diese Möglichkeit hast du mir selbst freundlicherweise eröffnet, Corinna, und das hat, denke ich, auch schon eine ganze Reihe von neugierigen Lesern auf mich aufmerksam gemacht. Weiterhin erscheint auch auf Facebook Werbung zu meinen neuen E-Books. Verantwortlich dafür ist mein Bruder Oliver, den ich mit entsprechenden Informationen regelmäßig versorge. Und last but not least gibt es da noch die ESPost, den Newsletter des Münchner Perry Rhodan-Stammtisches Ernst Ellert (www.espost), über den jeden Monat neue Informationen zum OSM und meinen E-Books bundesweit hinausgehen. Es ist also nicht so, als wenn ich hier völlig abstinent wäre.

Gleichwohl, ich SELBST bin in den sozialen Netzwerken nicht aktiv, insofern stimmt deine Frage dann schon. Das hat mit zwei Punkten zu tun, die ich oben schon erwähnt habe und hier wieder anbringen sollte. Es ist ein wenig wie mit dem Bloggen – man braucht für Social Media-Aktivitäten eine gewisse Regelmäßigkeit, um als solider Gesprächspartner wahrgenommen zu werden. Und dies wiederum erfordert ein nicht eben geringes Quantum an Zeit, das man dafür aufzuwenden hat.

Wer – wie du – mit den sich ausweitenden sozialen Netzwerken und der modernen Technik von Kindesbeinen an aufgewachsen ist, Corinna, hat möglicherweise ein wenig Schwierigkeiten, sich vorzustellen, dass es Menschen gibt, die derlei Aktivitäten eben nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln. Bei mir ist das so. Ich fing an, mit Hand zu schreiben, wechselte Anfang der 80er Jahre auf eine mechanische Schreibmaschine, dann auf eine elektronische und erst Anfang des neuen Jahrtausends auf einen ersten Computer. Das hatte natürlich, das ist vermutlich einsichtig, den Pferdefuß, dass zahllose Tausende von Manuskriptseiten nur als Maschinenskript vorliegen. Nicht umsonst bin ich seit Jahren dabei, alte OSM-Texte abzuschreiben und digitale Formate davon anzulegen… und erst seit etwa einem Jahrzehnt bin ich, mit steigender Frequenz, dabei, mich via Mail auszutauschen. Das konstante Benutzen des Internets habe ich eigentlich erst vor ein paar Jahren begonnen, mit dem E-Book-Machen im vergangenen Jahr…

Was ich sagen möchte, ist folgendes, und da hoffe ich auf ein wenig Verständnis seitens der Social Media-affinen Leserinnen und Leser: Technische Innovationen gehen bei mir recht langsam vonstatten, und ich möchte nicht unbedingt davon überrollt werden. Nach und nach kommen diese Innovationen sicherlich auch bei mir an, doch gegenwärtig neige ich dazu, Werbung über Social Media ähnlich auszulagern, wie ich das mit dem Vertrieb meiner E-Books tue, mit dem Erstellen der Titelbilder und dem Formatieren meiner E-Books. Ich muss nicht zwingend sofort alles selbst machen und können. Anderenfalls hätte ich neben dem Aufarbeiten alter Werke, dem Überarbeiten der E-Book-Texte und meinem Blog gar keine Zeit mehr. Das kann nicht in eurem Interesse liegen, denn sonst würdet ihr in absehbarer Zeit vielleicht von mir in Internetforen hören, aber keine neuen E-Books mehr erhalten. Ich glaube deshalb, für den Moment ist es eine weise Entscheidung, meine Kräfte zu sparen und zentral Geschichten zu schreiben… soziale Netzwerke wird es auch in fünf und zehn Jahren noch geben, schätze ich, und es mag so lange dauern, bis ich mich selbst dort tummle. Wenn ich eines als Historiker und OSM-Autor gelernt habe, so dieses: ohne Geduld, eine in heutigen Zeiten manchmal leider sehr gering geschätzte Tugend, macht man einfach zu viele Fehler. Und da, wie man so schön sagt, das Internet nichts vergisst, wären diese Fehler in sozialen Netzwerken sicherlich langfristig unangenehm. Ich habe nicht vor, da etwas zu überstürzen. Mit einer Geringschätzung von Social Media sollte man das nicht verwechseln.

 

Wie stehst du zum Platzhirsch der Science-Fiction-eBook-Serien „Perry Rhodan“?

 

Na, die Frage musste ja kommen. Und wie ich oben schon angedeutet habe, hat es hier natürlich Berührungspunkte gegeben (fragt im Zweifelsfall mal Klaus Frick, der lange Jahre zusammen mit mir im Science Fiction Club Baden-Württemberg (SFCBW) Mitglied war. Wir kennen uns schon ein paar Jährchen).

Meine früheste Begegnung mit der Rhodan-Serie datiert schon in die 70er Jahre zurück, da fand ich mal ein altes Heft um Band 120 herum daheim bei meinen Eltern, die sonst völlig phantastik-abstinent sind. Ich selbst bin, wie oben skizziert, gewissermaßen erst im dritten Anlauf zu PR gekommen, nämlich mit Band 1011 Erstauflage, das muss im Frühjahr 1981 gewesen sein. Dann habe ich die Erstauflage konstant die nächsten zwanzig Jahre gelesen, bis Band 2100. Allerdings entfernte ich mich zu der Zeit schon generell von den Heftromanen, inzwischen bin ich ganz davon weg.

Die Entscheidung, mit der Lektüre aufzuhören, fiel mir, wie wohl stets mit guten, alten Gewohnheiten, nicht leicht. Aber ich hatte mich eben schon jahrelang über die Handlungsstrukturen der Serie geärgert und sah nun, als Band 2100 mich nur darin bestärkte, dass es genau in dieser Manier weitergehen würde, keinen Sinn mehr darin, weiterzulesen. Inzwischen betrachte ich die Serie nur noch von außen und bin immer wieder am Staunen, wie raffiniert und optisch schön gemacht die Serie heutzutage daherkommt. Als Medienprodukt, das sollte man wirklich neidlos anerkennen, ist Rhodan eine faszinierende Longseller-Erfolgsmarke. Dass es da gelegentliche Einbrüche gibt (etwa Abbruch von Nachauflagen oder Zyklen wie beispielsweise bei Atlan), das liegt vermutlich in der Natur der Sache. Hinsichtlich der Fankultur hat die Serie sich enorme Verdienste erwiesen.

Zu der E-Book-Version der Serie habe ich naturgemäß kaum Zugang. Natürlich sehe ich, wenn ich bei Amazon meine eigenen E-Books kontrolliere, namentlich in der Zeit der Gratisdownloads, dass die E-Book-Versionen der Rhodan-Druckhefte sich dort durchweg gut verkaufen. Aber da ich sie selbst nicht lese, kann ich zu ihrem Inhalt naturgemäß nichts aussagen. Über kurz oder lang dürfte aber die Rhodan-Serie wohl jenseits der Erstauflage ganz ins digitale Medium überwechseln.

Grundsätzlich habe ich keine Berührungsängste zur Rhodan-Fanszene. Das merkt man an dem oben erwähnten Newsletter des Stammtischs „Ernst Ellert“ in München, den ich auch beziehe, das merkt man auch daran, dass ich regelmäßig im Science Fiction Club Universum – der vielen Conbesuchern zweifellos durch seine stark von Rhodan geprägten Constände bekannt ist – publiziere und mit einer ganzen Reihe von Rhodan-Lesern korrespondiere. Ich finde die Aktivität, die die Rhodan-Autorencrew und die Redaktion sowie die engagierten Fans auf die Beine stellen, extrem bewundernswert und hoffe natürlich auch, dass gelegentlich Fans der Serie neugierig auf meine E-Books werden… und wenn sie darüber hinaus mal die Gelegenheit suchen, mich persönlich kennenzulernen, dann können sie das gern auf dem Stammtisch des Fördervereins Phantastika Raum & Zeit e. V. (www.sciencefiction.de) in Braunschweig tun, in dem ich inzwischen Mitglied geworden bin. Der Stammtisch findet üblicherweise am ersten Donnerstag im Monat im Café DIALOG am Rebenring in Braunschweig um 19.00 Uhr statt. Außerdem werde ich Anfang Mai 2014 auf dem vom Förderverein veranstalteten Con „Raum & Zeit Continuum III“ eine Lesung aus meinen veröffentlichten und in Planung befindlichen E-Books veranstalten. Und ich gehe fest davon aus, dass auch diese Veranstaltung – wie schon „Raum & Zeit Continuum II“ im Jahre 2012 – wieder stark publizistisch von der Rhodan-Redaktion gefördert werden wird.

Ich glaube, viel mehr Worte zu meinem Verhältnis zur Rhodan-Serie und den Machern sollte ich jetzt lieber nicht machen, sonst lyncht mich die bezaubernde Interviewerin. Das Interview ist sowieso schon ziemlich ausgedehnt… na ja, Langform, ich habe ja vorgewarnt…

 

Welches deiner bereits erschienenen eBooks sollten Neugierige zu erst lesen?

 

Oh, noch eine Fangfrage… wenn ich jetzt ein Ranking meiner E-Book-Titel bringe, könnte ich mir selbst ein Bein stellen. Das wäre unvorsichtig. Ebenso abturnend wäre natürlich die Antwort: „Na, alle natürlich!“ Das ginge am Ziel vorbei. Ich pirsche mich also mal an eine geschickte Antwort heran:

Welches E-Book sollten Neugierige zuerst lesen…? Nun, das kommt drauf an.

Es gibt ja, nach sechs bislang publizierten E-Books (das siebte erscheint diese Tage), ja drei verschiedene Sorten von E-Books, und abhängig vom Leserfokus kann man unterschiedliche Titel empfehlen. Wir haben folgendes im Angebot:

Für Leser, die gern abgeschlossene Geschichten ohne Vorkenntnisse lesen wollen, kann ich das E-Book 1 „Hinterlassenschaften“ ebenso empfehlen wie das E-Book 5 „Im Zug“. Beide Stories sind recht kurz und kurzweilig, sie gehören zu keiner Serie, nicht zum Oki Stanwer Mythos, und als reine Science Fiction würde ich sie auch nicht charakterisieren. Während „Hinterlassenschaften“ schon einen SF-Plot hat, wurde „Im Zug“ auf dem EBook-Ninja unter dem Label „Mystery“ angepriesen… und wenn man sieht, dass das E-Book mit inzwischen weit über 1.700 Downloads das erfolgreichste meiner E-Books insgesamt ist, dürfte es sich als Einstieg sehr eignen.

Für Leser, die eher auf Serien orientiert sind, bieten sich natürlich die OSM-Episoden an, die ich im Zuge der Veröffentlichung der OSM-Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI) publiziere. Da empfiehlt es sich, mit dem E-Book „Das Erbe der Forscherin“ einzusteigen. Das ist stilistisch nicht so hundertprozentig gelungen, wie ich heute weiß, aber als Auftaktband in die Serie dennoch sehr geeignet.

Wer der Auffassung ist, nach vier OSM-Episoden („Der Schiffbrüchige“ ist die vierte Episode. Nachtrag: Inzwischen ist die Serie bei Band 6 angelangt.) noch nicht genug zu haben von diesem geheimnisvollen neuen Kosmos, und wer besonders nach wöchentlicher Lektüre meines Blogs der Ansicht ist, ich solle mich doch etwas mit dem Schreiben weiterer OSM-E-Books beeilen, der kann sich dann noch „In der Hölle“ besorgen. Das ist der Band 1 der losen Reihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“. Darunter ist keine neue Serie zu verstehen, sondern eben eine Reihe von Geschichten und Romanen, die in loser Folge erscheinen und in unterschiedlichen OSM-Universen spielen. Sie vertiefen manche Ereignisse, andere stellen Handlungspersonen oder Völker präziser vor, enthüllen kosmische Geheimnisse oder bieten einfach Space Operas vor dem Hintergrund des OSM. Ich werde auch in meinen Blog-Einträgen immer wieder mal auf diese Werke eingehen. Derzeit ist ein Annalen-Band pro Jahr geplant. Wann genau anno 2014 also der nächste erscheint, ist noch nicht restlos klar.

(Nachtrag: Mutmaßlich im Mai 2014).

Du siehst, Corinna, je nachdem, wie man als Leser „drauf“ ist, kann man die obige Frage unterschiedlich beantworten. Mir war das schon vor Beginn der E-Book-Tätigkeit klar – wenn ich, wie ursprünglich intendiert, tatsächlich mit dem OSM begonnen hätte und nicht mit einer losgelösten, separaten Kurzgeschichte, dann wäre mir das Publikum vielleicht weggeblieben. So biete ich sowohl Lesern etwas zum Schmökern, die auf Serien phantastischer Natur neugierig geworden sind oder passionierte Heftromanleser sind… und dann auch für die Lesergruppe, die lieber abgeschlossene Werke liest.

Nachtrag: Jetzt habe ich versehentlich doch alle meine E-Books angepriesen. Ich bitte um Entschuldigung.

Für das Jahr 2014 sind übrigens drei Kurzgeschichten-Anthologien geplant. Die erste davon soll Anfang April 2014 erscheinen. Der Titel steht auch schon fest. Er lautet: „Beide Seiten der Medaille und andere phantastische Geschichten“. Die Arbeiten daran haben schon begonnen.

 

Dann möchte ich mich an diese Stelle abschließend auch noch einmal sehr herzlich bei dir bedanken, Corinna, dass ich dieses ausführliche Interview führen durfte. Ich hoffe sehr, dass ich niemanden gelangweilt habe und freue mich stets auf neue Leser und Besucher auf meiner Homepage.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

 

Besucht Uwe Lammers Blog auf www.oki-stanwer.de und hinterlasst ihm einen Kommentar!

Liebe Freunde des OSM,

am 15. September verließen wir mit Teil 8 dieser Serie das Jahr 1991 meiner „Schreibkarriere“ im Rahmen des Oki Stanwer Mythos. Marschieren wir stramm ins Jahr 1992 und erinnern uns kurz daran, wie meine Vita zu jenem Zeitpunkt verlief, denn das hatte wesentliche Auswirkungen auf meine kreative Schreibtä­tigkeit in jenem Jahr:

1991 hatte ich, fest entschlossen, nach dem Fachabitur Wirtschaft an der TU Braunschweig Geschichte studieren zu wollen, einigermaßen ernüchtert entde­cken müssen, dass ich das mit dem gerade erworbenen Abschluss gar nicht konnte. Nun galt es also, noch einmal drei Schuljahre hinter mich zu bringen, und zwar auf dem Wolfsburg-Kolleg. Eine Ganztagsschule, sollte ich dazu noch ergänzen. Das war also ein zeitfüllendes Programm, und die Fahrtzeiten waren auch nicht ohne.

Was geschah also? Ich hatte verdammt viel neben dem OSM zu tun, und so stürzte ich aus dem phantastischen Jahr 1991 in den kommenden 12 Monaten auf die ernüchternde Menge von 72 fertig gestellten Werken für das gesamte Jahr ab. Neben dem Kollegstoff, der zu erarbeiten und nachzubereiten war, be­anspruchte mich auch mehrere unerwartete Dinge: so lernte ich damals auf dem Kolleg meine Freundin Maria kennen, die in der Folge sehr viel meiner frei­en Zeit beanspruchte. Es gab gemeinsame Urlaubsreisen, ich bekam gelegent­lich Besuch von Brieffreunden… und gegen Ende des Jahres begann ich mich in der frisch gegründeten Gifhorner Literaturwerkstatt zu betätigen.

Also, Langeweile kam nicht auf, aber es gab Ablenkung en masse. Kommen wir aber lieber wieder zum Thema zurück.

Der OSM dümpelte so vor sich hin. Wie sicherlich von euch erwartet, richtete sich mein Fokus primär auf KONFLIKT 12 „Oki Stanwer – Bezwinger des Chaos“ (BdC) (1987-1993), wo ich mit Band 101 „Der Konstantenwechsler“ im Januar begann und mit Band 110 „Das Zhonc-Projekt“ im Dezember aufhörte. Und ja, wenn ihr jetzt im kommenden Jahr bei der Erinnerung aufschreckt und sagt: „Verdammt, wo hat der Uwe denn zuletzt von diesem Volk der ZHONC gespro­chen?“, dann war das genau hier. Die Zhonc, die auch in der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ erscheinen, sind hier schon vorhanden. Ich sagte ja bereits, dass vieles, was im späteren OSM auftaucht, in TI begründet und erst­mals gründlich beschrieben wird. Wenn später mehrere OSM-Serien am Start sind, werdet ihr vermutlich feststellen, dass es sehr viel mehr Crossovers gibt, als ihr euch gegenwärtig träumen lasst. Und die Kenntnis von TI wird euch dann sehr weiterhelfen.

Die zweite Serie, an deren baldige Fertigstellung ich glaubte und die ich deshalb favorisiert vorantrieb, war dann natürlich KONFLIKT 23 „Oki Stanwer – Der Dä­monenjäger“ (1988-1994). Hier ging es im Januar los mit Band 94 „Stoßtrupp nach Mu“, und hier endete ich für 1992 im November mit Band 110 „DAS SIE­GEL-TESTAMENT“. Und ja, damit sind genau wieder mal die SIEBEN SIEGEL VON TOTAM gemeint.

Ein wenig kam ich auch in KONFLIKT 16 „Oki Stanwer – Der Mann aus dem Nichts“ (DMadN) vom Fleck, beginnend im Januar mit Band 36 „Operation Ke­gelwelt II“ (nein, was eine Kegelwelt ist, verrate ich hier und heute nicht)… na ja, ein wenig? Ziemlich ordentlich, würde ich in der Rückschau sagen. Immerhin konnte ich den gesamten Zeitsprung-Zyklus dieser Serie schreiben, in dem eine Galaxis namens Kirrongar eine wichtige Rolle spielt. Der letzte Band in dieser Serie war dann im Dezember Band 51 „Besuch in der Zentrumsrepublik“.

Ich hatte mich ebenfalls in diesem Jahr – das deutete ich kürzlich an – daran ge­macht, meine Weird Fiction-Serie „The Shadow“ mit einem Coautorenteam auf die Beine zu stellen, was misslang. Eine weitere Baustelle war meine freiwillige Mitarbeit an der Horror-Heftromanserie „John West“ meines Brieffreundes An­dreas Lindig, im Grunde genommen eine Fanserie im Stil von „John Sinclair“, für die ich einen Zweiteiler verfasste, der aber nie publiziert wurde („Das Erbe der Quader“, „Die Geisterwelle“). Beide Teile wurden erst 1993 fertig, beanspruch­ten mich aber sonst zeitlich recht ordentlich.

Als OSM-Baustellen wären noch zu nennen der Roman „Maskerade“ (Teil 9 der Überarbeitung von KONFLIKT 15 „Oki Stanwer“ (1981-1984)) und, natürlich, die fortlaufenden Arbeiten am CLOGGATH-KONFLIKT, also der Romanfassung des KONFLIKTS 13 „Oki Stanwer Horror“ (1982-1985). Von zahlreichen weiteren Sto­ryprojekten im Rahmen des OSM schweige ich hier mal lieber, das wäre spä­ter eine eigene Artikelreihe wert…

Im April schaffte ich es endlich, mich auch wieder um den sehr vor sich hin dümpelnden KONFLIKT 20 „Oki und Cbalon – Das Ewigkeitsteam“ (1984-1997) zu kümmern. Hier schrieb ich Band 58 „Sturz durch die Zeit“ und kam bis Jah­resende bis Band 61 „Die kupferne Hölle“, der auf einem Ringplaneten in der Galaxis Mysorstos spielt. Spannender Stoff, kann ich dazu nur sagen. Ebenfalls im Monat April erreichte ich bei KONFLIKT 23 den Band 100, der den Titel „Krieg der Baumeister“ trug, und das war wirklich nichts für schwache Nerven.

Verzögert durch eine Sehnenscheidenentzündung im Frühsommer gelang es dann erst im Juli, mit „Die Weisen von Arc“ den vierten Roman der Ed­ward-Norden-Saga fertig zu stellen.

Im August stieß ich noch mal in den ebenfalls stiefmütterlich behandelten KON­FLIKT 22 „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“ vor und konnte in diesem Monat und im Oktober die beiden einzigen Bände dieser Serie in diesem Jahr schrei­ben, die Episoden 11 „Der Soogrer“ und 12 „Operation Todesbringer“.

Und schließlich kamen kurz vor Toresschluss im Oktober und November auch noch als Frucht einer Stippvisite in KONFLIKT 19 „Oki Stanwer – Der Missionar“ die Episoden 4 „Vorstoß nach Dawson“ und 5 „Der Legendenberg“ hinzu.

Tja, und dann war zu meiner nicht geringen Frustration das Jahr 1992 schon wieder passé.

Ich war ganz einwandfrei auf viel zu vielen „Baustellen“ unterwegs und konnte eigentlich nur darauf hoffen, dass ich a) im Jahre 1993 gesundheitlich etwas besser beisammen sein würde, mich b) sowohl an die Beanspruchung durch das Kolleg als auch durch meine liebe Maria etwas gewöhnen würde und mich c) von einigen Aufgaben würde befreien können.

Hier hegte ich aber keine großen Hoffnungen, dass ich eine der drei favorisier­ten OSM-Serien – KONFLIKT 12, 16 oder 20 – beenden könnte. Meine Vermu­tung sollte sich dann auch fast bewahrheiten. Der letzte Arbeitsschub an BdC sollte mich noch gründlich überraschen, doch ansonsten würde das Jahr 1993 nicht sehr viel produktiver sein als das Jahr 1992. Ich nahm eben insbesondere die schulische Beanspruchung sehr ernst, was grundsätzlich ja auch völlig in Ordnung war.

Wovon ich noch nichts wissen konnte, das waren solch Dinge wie das Erlernen des Mah-Jongg durch Maria, was mich viel weitere Zeit kosten sollte… und dann darf man schließlich auch die EXPLORER-BRIGADE nicht vergessen.

Was das ist? Das verrate ich im nächsten Teil dieser Serie, die euch am 17. No­vember erwartet. Dann schauen wir uns das Jahr 1993 im Detail an.

Am kommenden Sonntag geht es dann erst mal um „Interviews“… und ein paar Tage zuvor findet ihr ja an dieser Stelle das ausführliche Interview zum Thema E-Books. Termin ist der 17. Oktober 2013, mein Geburtstag. Vorbeischauen lohnt sich bestimmt.

Macht es für heute erst mal gut.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Endstand des E-Books „Die Schuttwelt erwacht“ ermittelt!

Posted Oktober 12th, 2013 by Uwe Lammers

Liebe Freunde meiner E-Books,

vor ein paar Stunden hat der Gratisdownload meines aktuellsten E-Books „Die Schuttwelt erwacht“ geendet. Und obgleich sich die Werbemaßnahmen noch nicht wirklich wieder optimiert haben und es da nach wie vor einige Ausfälle gab – so dass wohl eine Menge Interessenten den Gratisdownload nicht rechtzeitig mitbekommen haben werden – , haben immerhin 450 Leser das E-Book inzwischen besorgt. Das hört sich wenigstens für mich so an, als gäbe es da inzwischen eine zahlenmäßig nicht gerade kleine Gruppe, die neugierig darauf ist, wie sich das Yantihni-Abenteuer so weiter entwickelt.

Ich freue mich darüber und kann wieder einmal sagen, dass die Serie Oki Stanwer und das Terrorimperium (TI) natürlich nur der erste Auftakt ist. Etwa mit Band 7, würde ich sagen, hört das auf, was ich „Präludium“ nennen möchte, dann folgt gewissermaßen eine zweite Stufe innerhalb der Serie, in der mehr und mehr Verknüpfungen offenbar werden. Ihr werdet in diesem zweiten Abschnitt der Serie, der Anfang 2014 beginnt, neue, beunruhigende Handlungsorte kennen lernen, weitere Hauptpersonen der Serie und weitere Völker. Alte Geheimnisse wie etwa die der Hushhiner erhalten ein vollkommen neues Aussehen… ich denke, es lohnt sich, dran zu bleiben. Das Jahr 2014, auf das ich mich gegenwärtig vorbereite, was meine E-Book-Aktivitäten angeht, wird euch sehr viel tiefer in die frühen Geheimnisse des OSM hineinführen.

Als Ergänzung lohnt es sich stets, den Wochen-Blog auf meiner Homepage www.oki-stanwer.de zu konsultieren, wo ich eine Menge an Zusatzinformationen über die Vergangenheit und die noch für euch unsichtbaren OSM-Welten verrate, die mir zum Teil schon seit Jahrzehnten vertraut sind wie die nächste Nachbarschaft.

Und ihr könnt euch an dieser Stelle auch den 17. Oktober in euren Terminplan eintragen – an diesem Tag wird an dieser Stelle das ausführliche Interview nachzulesen sein, das ich Corinna Rindlisbacher im August gegeben habe (die schön illustrierte Kurzfassung ist nach wie vor auf Corinnas Homepage www.ebokks.de nachzulesen).

Ich hoffe, das sechste TI-Werk gefällt euch – und ich freue mich stets auf Bewertungen und Rezensionen auf Amazon.de.

Bis vielleicht morgen an dieser Stelle – und mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde meiner E-Books,

nach geraumer Zeit ist es mal wieder einem meiner Werke gelungen, in der Gratisdownloadphase auf Platz 1 der Kindle-Charts im Bereich Science Fiction-E-Books zu springen! Ich habe es vorhin bemerkt, als ich von einer Beerdigung nach Hause kam, und daraufhin hat sich meine Laune begreiflicherweise sehr verbessert. Es ist schon eine ganze Reihe von Monaten her, dass es einem meiner E-Books gelang, Platz 1 zu erreichen, wie es heute bei dem E-Book „Die Schuttwelt erwacht“ alias TI-Episode 6 geglückt ist.

Das ist natürlich eine schöne Sache auch insofern, als derzeit auf dem Buchmessecon in Frankfurt und am Monatsende auf dem MucCon 3 in Garching Werbeaktionen für meine E-Books laufen. Da ist eine Platz 1-Notierung sicherlich ein weiterer Eyecatcher für neu Hinzugekommene. Ich danke euch für das rege Interesse und hoffe, es hält weiterhin an. Das E-Book ist noch bis zum frühen Morgen des 12. Oktober im Gratisdownload, danach kostet es regulär 99 Cent je Download.

Bleibt neugierig und schaut wieder rein, wenn ich morgen den Endstand bekanntgebe… und am Sonntag gibt es dann ja schon an dieser Stelle den nächsten Wochen-Blog Nr. 32, worin ich diesmal zurückblicke auf meine kreative Zeit im Jahre 1992. Ich denke, das ist ein interessanter Exkurs für alle, die sich für die Genese des Oki Stanwer Mythos (OSM) interessieren.

Macht es gut, und vielleicht bis morgen und bis Sonntag

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

diesmal seht mir eine gewisse Unsicherheit im Ausdruck nach – ich bin gerade von meinem angestammten Betriebssystem auf ein neues umgestiegen, und aktuell bin ich noch skeptisch, ob die so verfassten Blogeinträge tatsächlich so unbeschadet ihren Weg auf meine Homepage finden werden wie die „alten“. Ich bin aber zuversichtlich.

Zu dem Zeitpunkt, da dieser Blog erscheinen soll, also am 6. Oktober 2013, wer­den noch nicht einmal 24 Stunden vergangen sein, seit ihr mit mir zurückge­kehrt seit in das Sonnensystem Sianlees Rast, in dem sich die yantihnischen For­scher der GHANTUURON-Expedition die Entscheidung nicht einfach gemacht haben, was sie tun sollten. Erinnern wir uns kurz:

Im April 2013 entdeckten die GHANTUURON-Forscher das Sonnensystem wie­der, das die greise Sternenforscherin Sianlee bis zu ihrem Tode gut verschwie­gen hatte. Jenes Sechs-Planeten-System, in dem ihr Gefährte Vhentar vor 38 Jahren mutmaßlich den Tod gefunden hatte. Und dieses System hatte es wirk­lich in sich: eine Welt mit fast völlig geplünderter Biosphäre, gigantische, unbe­greifliche Schachtanlagen extrayantihnischer Herkunft, außerdem Tausende von rätselhaften Maschinen, allesamt inaktiv.

Nun… fast inaktiv. Denn im Mai 2013 konntet ihr zusammen mit den Piloten Chenaari und Vanshcor auf Welt 5 – „Eiskruste“ – sehen, dass diese Maschinen durchaus nicht völlig funktionslos waren. Zeitgleich entdeckten die Yantihni auf der verwüsteten Welt 4, der „Schuttwelt“, den Leichnam des verschollenen Vhentar… und sein Vermächtnis.

Und er behauptete in seinem Vermächtnis, der passendste Name für diese Welt und das System sei „Falle“ – weil es entgegen Sianlees naiven, überoptimisti­schen Annahmen einfach eine sein musste.

Er hatte vor 38 Jahren eine Maschine auf der Oberfläche der Schuttwelt außer Funktion gesetzt und damit offensichtlich alle weiteren Aktivitäten der Maschi­nen im System zum Stillstand gebracht.

Seit 38 Jahren warteten diese Maschinen nun auf das entscheidende Komman­do, auf jenen Impuls, der ihnen sagte, dass die Aufgabe wieder begonnen wer­den konnte

Oder warteten sie darauf, dass die Falle sich schließen konnte?

Unter den Yantihni gibt es erwartungsgemäß unterschiedliche Meinungen zu dem Thema. Da sind die eifrigen, neugierigen Forscher zu finden, getrieben von der Wissbegierde, die jeden yantihnischen Forscher nun einmal antreibt und die auch in uns Menschen die Hoffnung lodern lässt, dass man verstehen kön­ne, was überhaupt hier vorgefallen ist. Und dann gibt es jene, zu denen auch die Forscherin Nayeen zählt, die es für zu gefährlich halten, an diesen Dingen zu rühren. Ja, sie reut schon, überhaupt hierher geführt zu haben. Doch diese Reue kommt nun zu spät.

Wie soll man das herausfinden, wenn man es nicht versucht, diese so genannte „Anomalie 1“ in Gang zu setzen, fragen die Befürworter des Aktivierungsplanes – etwas, was offenkundig möglich ist? Kann man denn, schweren Herzens, auf diesen Erkenntnisgewinn verzichten und zum nächsten Sonnensystem weiter­fliegen? Muss man nicht gewärtigen, dort womöglich auf dasselbe Rätsel zu stoßen? Oder auf noch größere?

Kommandant Ghaynor von der GHANTUURON hat keinen leichten Stand. Schlussendlich entscheidet er sich dafür, das Risiko einzugehen, wenn auch un­ter maximalen Sicherheitsvorkehrungen.

Er hat keine Ahnung von der Gefahr.

Er kennt nicht die Drohung des Terrorimperiums, er weiß nicht, was die Allis der Interventionsstreitmacht Oki Stanwers wissen – und von den MINEUREN des Terrorimperiums hat er schon gar keine Ahnung. Alles, was daraufhin passiert, als die Entscheidung gefällt wird, die „Anomalie 1“ zu reaktivieren, ist darum ein Wagnis, dessen Konsequenzen er nicht überschauen kann.

Die Yantihni befinden sich in Lebensgefahr. Nicht wegen einer möglichen „Falle“, die Vhentar befürchtete, sondern weil sie einen Prozess angestoßen ha­ben, den sie nicht mehr stoppen können. Ihre Sicherheitsvorkehrungen erwei­sen sich als unvollkommen und ungenügend, die Geschwindigkeit des wieder beginnenden Prozesses, und vor allen Dingen die Dimension des Prozesses, über­steigen alles, was sich die arglosen, neugierigen Forscher jemals ausgemalt ha­ben.

Nein, Sianlees Rast ist keine Falle, offensichtlich nicht.

Das Sonnensystem ist etwas weitaus Schlimmeres – das Tor zu einer Ereignis­kette, die leicht und sehr schnell mit dem Tod der Forscher von der GHANTUU­RON enden kann. Und zweifellos wären sie, auf sich allein gestellt, verloren.

Aber es gibt einen Lichtstreif am Horizont, vielleicht jedenfalls.

Die Alli-Soldaten des Generals Loosh, die beim aktivierten MINEUR auf so gräss­liche Weise zurückgeschlagen wurden, wissen nun, dass irgendetwas oder ir­gendjemand den MINEUR, der so lange fast völlig inaktiv war, erneut aufge­weckt haben muss. Sie wissen zumindest um die Gefährlichkeit dieser mond­großen Kampfmaschine.

Es stellt sich nur die Frage, wie General Loosh reagieren wird. Wird er den Ver­such machen, das Rätsel, das ihn so viele seiner tapferen Soldaten gekostet hat, aufzuklären? Oder zieht er sich auf die Position zurück, dies sei zu unwägbar und zu riskant?

Wenn er letztere Entscheidung trifft, wird die GHANTUURON-Expedition ausge­löscht werden, und zwar einfach deshalb, weil sie einem Zerstörungsprozess in die Quere geraten sind, den sie dummerweise selbst wieder in Gang setzten… und ihn nicht einmal entfernt kontrollieren konnten.

Wenn er hingegen den Entschluss favorisiert, seiner eigenen Neugierde nachzu­geben, wie gefährlich das auch immer sein mag, dann könnten die Allis der BHAL-TENN ins System Sianlees Rast vordringen und hier wahrscheinlich auch die GHANTUURON und die anderen yantihnischen Raumfahrer finden.

Die Frage bleibt natürlich… ist das für die Yantihni von Vorteil, wenn sie so län­ger am Leben bleiben? Oder geraten sie damit nicht noch tiefer in einen Schla­massel hinein, dem sie am Ende nicht gewachsen sein könnten?

Die Entscheidung liegt nicht mehr bei Kommandant Ghaynor und den Seinen. Sie liegt bei General Loosh. Und ohne dass das irgendjemand in diesem Mo­ment ahnen kann, entscheidet sein Entschluss in weitester Weise über die Zu­kunft des yantihnischen Volkes.

Wie er sich entscheiden wird, erfahrt ihr Anfang November 2013.

In der kommenden Woche lotse ich euch dann wieder im Teil 9 meiner Artikel­reihe „Was ist eigentlich der Oki Stanwer Mythos (OSM)?“ in die 90er Jahre zu­rück. Bis dahin wünsche ich angenehmes Lesevergnügen mit TI 6 „Die Schutt­welt erwacht“ – falls ihr den Band nicht schon längst gelesen habt…

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde meiner E-Books, liebe OSM-Leser,

es hat eine ganze Weile gedauert, bis sich die Handlung meiner E-Books wieder zu dem ersten Handlungsstrang zurück orientieren konnte (und auch Amazon hat mich heute ziemlich lange zappeln lassen, ehe ich das E-Book gescheit hochladen konnte… sorry, Leute. Jetzt müsste es aber endlich erhältlich sein… und falls das Programm wieder prüfen sollte, spätestens in ein paar Stunden).

Ich resümiere die bisherigen Geschehnisse noch mal kurz, damit sie wieder besser haften und ihr leichter den Einstieg findet: Wir verfolgen hier nun die Geschehnisse um die GHANTUURON-Expedition im Sonnensystem „Sianlees Rast“ im Bereich der so genannten „Bebengrenze“ in der Galaxis Twennar. Vor 38 Jahren hat zuletzt die Sternenforscherin Sianlee hier ein Sonnensystem exploriert und ist in ihre Heimat zurückgekehrt. Ihr Gefährte Vhentar blieb verschollen. Unmittelbar nach der Rückkehr machte Sianlee eine drastische mentale Kehrtwende durch und wandelte sich zur unerbittlichen Gegnerin des yantihnischen Raumfahrtprogramms. Auf diese Weise wurden die Tiefenraumreisen eingestellt.

Als Sianlee im Jahre 440 jedoch stirbt, macht ihre Nachlasswalterin, die junge Sternenforscherin Nayeen, die Entdeckung, dass Sianlee damals gelogen hatte – sie fand in jenem System eindeutige Zeichen extrayantihnischen Lebens und verschwieg sie zeitlebens. So kommt es nun, dass die Regierung auf Rilecohr das Expeditionsschiff GHANTUURON aussendet, um das Rätsel zu lüften.

Doch das Sonnensystem „Sianlees Rast“ erweist sich als ein Ort der unheimlichen Rätsel. Unfassliche Gewalten haben hier gewütet, einen Planeten buchstäblich „geplündert“, alle anderen im System schwer verwüstet. Technische Installationen von unbegreiflicher Fremdartigkeit sind zurückgeblieben… darunter auch etwas, was die Forscher als „Anomalie 1“ bezeichnet haben. Dieses Gebilde hat der Sternenforscher Vhentar, dessen Leiche und Vermächtnis hier entdeckt werden, sabotiert. Und nun stehen die Mitglieder der GHANTUURON-Expedition vor der bangen Überlegung, was sie tun sollen – ängstlich in die Heimat zurückfliegen oder die „Anomalie“ wieder aktivieren?

Was für eine Entscheidung gefällt wird und was dann geschieht, verrät dieser Band, „Die Schuttwelt erwacht“, der ab dem 5. Oktober 2013 im Download zum Preis von 99 Cent bei Amazon.de erhältlich ist. Die Gratisdownloadtage sind der 10. und 11. Oktober 2013.

Und obacht: Dies ist Teil 1 eines Zweiteilers. Die Fortsetzung dieses Abenteuers erscheint Anfang November unter dem Titel „Rätselhafte Retter“.

Ich wünsche euch viel Lesevergnügen mit diesem E-Book und freue mich stets auf Bewertungen und Rezensionen auf Amazon.de!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.