Liebe Freunde meiner E-Books,

es ist mal wieder soweit – mein neuestes E-Book geht heute an den Start im Kindle-Shop von Amazon. Der Preis beträgt 4,49 Euro, und folgendes erhaltet ihr dafür diesmal geboten:

Schon einmal konnte ich euch im vergangenen Jahr neben meinen E-Books zum Oki Stanwer Mythos (OSM) eine Storysammlung präsentieren. Das war „Beide Seiten der Medaille und andere phantastische Geschichten“, das inzwischen mit einem neuen Titelbilddesign einen Relaunch erlebt hat, wie man das neu­deutsch zu nennen pflegt.

Mit dem aktuellen E-Book liegt nun die zweite Storysammlung vor, die Ge­schichten aus den 90er Jahren bis zur Gegenwart in sich vereinigt. Die Titelge­schichte „Ein Passagier der R.M.S. TITANIC“ stammte ursprünglich von der Grundidee her aus dem Jahre 1984, sie ließ sich aber ungeachtet des passen­den Titelbildes, das mich dazu brachte, diese Story als Titelstory zu verwenden, nicht mehr präsentieren. Ich habe sie darum vollständig im vergangenen Jahr neu geschrieben, und ihr braucht euch nicht zu wundern, dass sie in einem ägyptischen Grabmal beginnt… das hat alles Hand und Fuß, und ich denke, es ist eine höchst lesenswerte Geschichte über Schicksal, Magie und Reinkarnation geworden.

Es folgt eine Science Fiction-Story über ein revolutionäres Experiment in der na­hen Zukunft, das in Nordamerika auf spektakuläre Weise fehlschlägt. „Das Weihnachtsmann-Syndrom“ ist ein winterlicher Alptraum der ganz speziellen Sorte…

Auch „Der schwarze Punkt“ thematisiert, wenn auch auf völlig andere Weise, eine Art von Alptraum. Die Geschichte geht tatsächlich auf einen solchen zu­rück, und hier tritt euch ein Phänomen gegenüber, das die Welt grundlegend umstülpt…

Erstmals in einer Storysammlung ist nun auch der Oki Stanwer Mythos (OSM) selbst vertreten, diesmal mit der längeren Geschichte „Hüter des Shanna Djannir“, in dem ihr einem fremden Volk von Landoktopoden begegnen werdet und dem „Gebäude ohne Anfang und Ende“…

Als Schlussgeschichte gibt es dann noch ein Werk, das ich, als ich sie einst in den 90er Jahren schrieb, als „Horror“ apostrophierte, wenngleich das nur be­dingt trifft. „Der Leichenvater“ entführt euch ins Jahr 1916 auf die Schlachtfel­der des Ersten Weltkrieges und zu zwei monströsen Existenzformen… alles Nä­here solltet ihr selbst lesen. Diese Story fügte ich in das E-Book ein, weil ich sie in meiner ersten Lesung in Dettum im Oktober 2014 vortragen konnte. Damals in gekürzter Form, hier in vollständiger Fassung.

Und als Bonus, flankierend zur TITANIC-Story, erhaltet ihr noch meine vier TITA­NIC-Gedichte, die meine emotionalen Eindrücke von vier Besuchen des Came­ron-Filmes „TITANIC“ anno 1998 wiedergeben. Ich bin mal gespannt, wie sie euch wohl gefallen mögen.

Den Schluss bildet, wie für jedes OSM-Werk, ein Glossar der wichtigsten Begrif­fe und Namen in der „Shanna Djannir“-Geschichte.

Der Gratisdownload dieses E-Books ist einmalig am 19. Januar 2015 möglich.

Wir lesen sonst wieder morgen im Laufe des Tages in meinem regelmäßigen Wochen-Blogeintrag voneinander, wenn ihr mögt. Diesmal nehme ich euch ein­mal mehr in meine kreative Vita mit und beschäftige mich mit dem Jahr 2003 und den Anfängen der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“. Genaueres erfahrt ihr morgen… na ja, diese Passage ist ein wenig veraltet, das war nämlich HEUTE früh. Sorry, folks!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

heute also begeben wir uns endlich mal in Gefilde, die euch als Leser der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI) wohlvertraut sind. Es wird auch end­lich Zeit dafür? Natürlich, da stimme ich euch vorbehaltlos zu. Aber ihr entsinnt euch sicherlich auch, dass ich sagte, TI sei eine vergleichsweise junge Serie des OSM (es gibt noch jüngere, aber dazu komme ich später), und es galt ja auch, erst einmal beharrlich die Grundlagen zu legen.

Diese kryptischen Worte des Anfangs machen inzwischen sicherlich mehr Sinn, wo ihr schon einiges vom Oki Stanwer Mythos zu sehen bekommen habt. Ich gebe aber offen zu, dass ich auch nicht geglaubt hätte, es könne annähernd zwei Jahre dauern, bis ich diesen Punkt erreiche. Nun ja, Geduld ist im OSM im­mer vonnöten, und Geduld ist heutzutage eine eher selten gewordene Tugend… aber wie ihr ebenfalls sehen könnt, zahlt sich das aus.

Vor 7 Wochen erreichten wir also in dieser historischen Aufarbeitung meiner kombinierten Kreativbiografie und der Darstellung des „historischen“ OSM das Jahr 2003. Ich war mit dem Studium fertig, tief verstrickt in die abenteuerli­chen, sinnlichen Kapriolen des Archipels, und es dämmerte gegen Ende des Jah­res ein neues OSM-Universum an die Oberfläche meines Denkens, einem jäh­lings aus den Meeresfluten auftauchenden Wal nicht ganz unähnlich.

Ich will damit nicht sagen, dass ich alles andere auf einmal stehen- und liegen ließ, so war es nicht. Und nur ein kleiner Teil der im Jahre 2003 entstandenen insgesamt 127 kreativen Werke geht dann auf das Konto der neuen TI-Serie (die ersten 7 Episoden der Serie, um ehrlich zu sein, aber bedenkt man, dass ich da­für nur anderthalb Monate Zeit hatte, so war das doch recht beachtlich). Da passierte noch sehr viel mehr.

Ich deutete jüngst schon an, dass ich in diesem Jahr viele historische Aktivitäten entfaltete. Dazu möchte ich weiter nichts mehr sagen, vielleicht irgendwann mal wieder… stattdessen blende ich noch einmal zurück in den Sommer 2003, ehe ich dann gleich etwas näher auf TI eingehe.

Ich erwähnte, dass ich im Juli/August im KONFLIKT 21 weilte, also in der Serie „Oki Stanwer – Fürst von Leucienne“, und mich mit dem beschäftigte, was als „meshorisches Desaster“ in die Annalen der Ewigkeit eingehen sollte (dieses Drama hat sich übrigens inzwischen noch erheblich zugespitzt, ich bin mit dem Planeten Höolyt definitiv noch nicht fertig).

Dies war nicht mein einziger Aufenthalt im KONFLIKT 21 in diesem Jahr, sondern im September und Oktober ging es da noch ein gutes Stück weiter, als ich mit den Bänden 22 „Die Tiefsee von Garcial“ und 23 „DIE AYK“ einen weiteren Zweiteiler vorlegte, der eine Menge über die Unterwanderung der Völker der Galaxis Leucienne preisgab. Damals ließ ich meinen armen Protagonisten, den Thevoner Braschon, in einer besonders unangenehmen Situation zurück, doch inzwischen weiß ich halbwegs, wie er da wieder herauskommt. Immerhin gilt es einen Krieg zu vermeiden…

So, und dann war ich im November 2003 angelangt. Unmittelbar am 14. No­vember beendete ich den Teil 2 des Archipel-Romans „Rhondas Reifejahre“, der den Titel „Normalisierung“ trug und immerhin 647 Manuskriptseiten umfasste (anderthalbzeilige, ja, aber ihr könnt euch dadurch einen Eindruck von meiner Schreibwut machen, bezogen auf den Archipel).

Ich glaube heute, dass es wirklich kein Zufall war, dass genau zwei Tage später (!) der erste Blick auf das Reich der Yantihni in KONFLIKT 2 möglich wurde. Es ist oft so in der Vergangenheit gewesen, dass ich ein größeres Werk – in der Regel einen KONFLIKT des OSM – abzuschließen hatte, ehe dann eine neue Serie em­porsprießen konnte. Meiner Überzeugung nach ist das ein ähnlicher Prozess, wie ihn Archäologen gewohnt sind, die schichtenweise behutsam die Vergan­genheit freilegen und so sukzessive zu neuen Erkenntnissen vorstoßen. Auch sie müssen zunächst das, was sie gefunden haben, dokumentieren und sichern, ehe sie weiter in die Tiefe vorstoßen.

Analog dazu ist das im Oki Stanwer Mythos und mit meiner Kreativität insge­samt – die Arbeit an bestimmten Werken oder Themenkomplexen „blockiert“ den Fluss der Bilder in meinem Innern, und erst dann, wenn sie abgeschlossen sind, können neue Bilderströme sich ihren Weg ins Außen bahnen, aufs Papier oder den Bildschirm im neueren Fall.

Der zweite Teil von „Rhonda“ hatte mich ziemlich lange aufgehalten, und ich er­innere mich noch gut daran, dass ich sehr erleichtert war, endlich den Schluss dieses Romanteils erreicht zu haben. Nun, und dann kam diese Flutwelle.

Sie hatte sonst keinen richtigen Anlass, an den ich mich entsinnen würde. Ich hegte nicht wirklich den Plan, mich um das Terrorimperium der Troohns zu kümmern, an dem ich ja vor so vielen Jahren – erfolglos – schon einmal zu schreiben begonnen hatte. Aber ehrlich, Freunde, mit einem Mal stand ich ne­ben Nayeen und eilte durch die Menschenmassen von Tarvidd, auf dem Weg zu Sianlees Energetisierung (TI 1). Und ehe ich recht begriff, war diese Episode auch schon beendet (16. November) – damals umfasste das Skript ja noch be­scheidene 13 Seiten inklusive der Vorschauseite – und war völlig geplättet von der Tatsache, unvermittelt eine neue OSM-Serie vor mir zu sehen.

TI 2 folgte am 22. November (ebenfalls 13 Seiten Umfang), TI 3 am 27. dessel­ben Monats (14 Seiten). Dabei handelt es sich aber nicht um die wirkliche Schreibreihenfolge, was euch vielleicht etwas überraschen mag. Denn eine Bild­blende, die mir die Welt Hushhin zeigte, schoss dazwischen und machte es not­wendig, dass ich TI 4 bereits am 21. November verfasste. Teil 2 und 3 des erstem GHANTUURON-Mehrteilers schob ich also gewissermaßen nach, und selbst dabei wurde ich unterbrochen, weil TI 5 am 26. November das Licht der Welt erblickte.

Chaotisch? Ja, aber so ist das häufig bei OSM-Ebenen. Die Episoden entstehen nicht in strikter Reihenfolge, sondern so, wie die Bilderströme mir die Passagen zeigen. Ihr werdet sicherlich noch öfter von solchen Reihenfolge-Kapriolen le­sen. Die frühen TI-Episoden dieser Tage entstanden also etwa in dieser Abfolge: TI 1, TI 4, TI 2, TI 5, TI 3.

Die Arbeit an TI 6 begann schon Ende November, am 1. Dezember war ich auch damit am Ende, am 6. Dezember schloss ich dann den dramatischen TI 7-Band ab. Und dann… kam es zu einer Stockung der Bilderströme. Der Grund ist ganz simpel: TI 7 ist der OSM-Band 1299 gewesen. Und ihr wisst, weil ich darauf schon manchmal hingewiesen habe, dass alle vollen Hunderterschwellen gewis­sermaßen in mir die Notwendigkeit erwecken, bestimmte Bände des OSM her­vorzuheben und hier aufs Podest zu stellen. Da das aber nicht mehr in dem Jahr 2003 passierte, verschiebe ich die entsprechende Erörterung auf den nächsten Teil meiner Artikelserie. Ich deute jedoch an, dass dann – aufgrund eines da­mals noch vorkommenden Zählfehlers – witzigerweise TI 8 auf den Platz des OSM-Bandes 1300 landete. Das war so nicht geplant.

Hervorheben sollte ich noch zwei Brieffreunde, denen ich in dieser Hinsicht Dank schulde. Und das ist vielleicht für euch euch ein Ansporn, mit mir beizei­ten mal das kreative Gespräch zu suchen: anno 2003 stand ich mit den Brief­freunden Felix Lichte und Angelika Walter in Kontakt und diskutierte just in die­sen Monaten zwischen November 2003 und Mitte 2004 auch intensiv über die frisch entstehende OSM-Serie. Das gab mir, ganz wie in den späten 80er Jahren, wo ich mit meinem OSM-Leser Peter Servay mir den Kopf heiß redete (ihr seht mich lachen, aber so war’s wirklich!), einen enormen Freiraum des Denkens und des Spekulierens, was unzweifelhaft die rasante Arbeit am frühen KON­FLIKT 2 beschleunigt hat.

Habe ich damals schon daran gedacht, diese Serie in absehbarer Zeit zu veröf­fentlichen? Nein. Und ich denke, das ist auch ganz verständlich – eine OSM-Se­rie, die noch in reger Bearbeitung begriffen ist und deren Handlungsstruktur noch nicht wirklich gefestigt ist, auf die Leserschaft loszulassen, wäre eine tö­richte Sache. Beizeiten, wenn ich an die Publikation des KONFLIKTS 12 „Oki Stanwer – Bezwinger des Chaos“ (1987-1993) gehen werde, dürftet ihr das gut verstehen.

Es gibt manchmal Handlungslinien in einer Serie, die im Verlaufe der Serien­handlung dazu führen, dass ich selbst gewisse Fakten der Serienfrühzeit neu in­terpretieren muss. Wenn ich die jetzt aber schon auf euch Leser losgelassen habe, ohne selbst hinreichend Bescheid zu wissen, könntet ihr mir nachher wo­möglich Wankelmut oder Unentschlossenheit oder Schlimmeres nachsagen. Das gibt es beim OSM im Grunde genommen nicht, hier gibt es nur mehr oder minder gute Information über die kosmologischen Grundlagen. Und ja, wenn ich da selbst nicht durchblicke, schreibe ich Stuss, den ich nachher korrigieren muss. Heutzutage geht das recht gut, aber in der Frühzeit des OSM… na ja, ich sage nur „Magie“ oder „Untote“, und ihr wisst Bescheid…

Das Jahr 2003 endete also auf eine absolut faszinierende Weise, und ich war völlig elektrisiert. Sieben Episoden einer neuen Serie geschrieben zu haben, die mir schon jetzt so unendlich vertraut vorkam, das war eine phantastische Sa­che. Vor allen Dingen „sah“ ich schon verschiedene Dinge für die nahe Zukunft, auf die ich mich mächtig freute.

Was genau? Nun, ich wusste natürlich längst, dass es die MINEURE gab, und zwar Tausende oder Hunderttausende davon, um ehrlich zu sein (die wahre Zahl liegt vermutlich noch weitaus höher, da wage ich nicht zu schätzen). Und ich spürte das Reich der insektoiden Zhonc, die natürlich nicht allein auf den Planeten Hushhin beschränkt und auch definitiv nicht ausgestorben waren. Das sind Fakten, von denen ihr heute inzwischen auch Kenntnis habt. Und was denkt ihr, was euch da noch alles erwartet…

Und dann das Torsystem der Baumeister, das sich ja in so unzähligen Galaxien und Universen des späten OSM in modifizierter Form findet. Ob es in KONFLIKT 16 „Oki Stanwer – Der Mann aus dem Nichts“ (1983-1998) ist, als Bestandteil der Baumeister-Ringwelt RANTALON, ob es im oben schon erwähnten KONFLIKT 12 ist, ob es in KONFLIKT 21 ist, wo es Galaxien miteinander verbindet… das wird euch immer wieder begegnen, zuletzt im Annalen-Roman „Ian und der Stein der Götter“ im solaren System des KONFLIKTS 19 „Oki Stanwer – Der Missionar“.

Herrliche Dinge bekamen auf einmal eine bodenständige Fundierung und hör­ten auf, im luftleeren Raum zu existieren… wunderschön. Aber noch einmal – dass ich eines Tages mit der Publikation an dieser Stelle anfangen würde, also mit der TI-Serie, das war mir durchweg unklar. Und wie es anno 2004 weiterge­hen sollte, das ahnte ich nicht im Traum. Das Jahr 2004 entwickelte sich zum wahren TI-Rausch… und davon erzähle ich euch in der nächsten Etappe meiner kreativen Biografie in einigen Wochen.

Im Blogeintrag der kommenden Woche nehme ich euch dann wieder mit ins „Logbuch des Autors“, um ein wenig über den Juni 2014 zu erzählen. Ich würde mich freuen, wenn ihr dabei wärt.

Bis dann – mit Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

PS: Falls ihr schon sehnsüchtig auf das aktuelle E-Book „Ein Passagier der R.M.S. TITANIC und andere phantastische Geschichten“ lauert… es gibt da noch ein paar Schwierigkeiten mit dem Hochladen. Wir arbeiten daran!

Wochen-Blog 96: OSM-Kosmologie, Lektion 5: Eine Glaubensfrage

Posted Januar 4th, 2015 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

wir Phantasten verstehen uns als die Gruppe von Menschen, die gerne und häufig über den Tellerrand des Möglichen hinausspähen. Ich beziehe mich da ausdrücklich ein, und ihr versteht sicherlich, dass ein Welterklärungssystem wie der Oki Stanwer Mythos, der sich grundsätzlich mit dem gesamten Universum befasst und, genau genommen, mit allen weiteren möglichen, dazu geradewegs einlädt.

Man könnte nun meinen, das Gebiet des Glaubens sei demgegenüber eine an­dere Sphäre, die wir doch lieber der Theologie oder der Philosophie reservieren sollten… nun, da bin ich anderer Überzeugung, aus folgendem Grund: Der OSM berührt durch die darin enthaltenen und eingebetteten Fragen der Transzen­dentalität auch metaphysische Bereiche. Wer meinen Blogartikeln und Ge­schichten bislang gefolgt ist, wird davon zumindest schon eine Ahnung gewon­nen haben. Die wirklich heftigen Werke zu diesem Thema warten freilich noch darauf, veröffentlicht zu werden, dazu kommen wir in den nächsten Jahren.

Es geschieht nun gerade im OSM, dass die beiden Sphären, also die der Spiri­tualität und die der manifesten Wissenschaften, die sich mit der Erklärung un­serer sichtbaren Welt befassen, sich an einem interessanten Punkt durchdrin­gen und vor einem Rätsel stehen, das beide Bereiche ratlos dastehen lässt.

Wovon spreche ich? Vom Ursprung und der schieren Existenz des Universums.

Auch in einem jüngsten Artikel in der WELT AM SONNTAG (Nr. 30/2014, S. 54/55), der diesen Blogartikel ursächlich auslöste, wird davon gesprochen, dass die legendäre „dunkle Materie“ und „dunkle Energie“ das Gerüst des Kosmos darstellen sollen und sie rund 95 % der Materie des Universums überhaupt aus­machen müssten, um unserem Universum die Stabilität zu geben, damit es so aussehen kann, wie es aussieht.

Es gibt dabei nur ein einziges, aber fundamentales Problem: niemand hat bis­lang auch nur einen Hauch einer Vorstellung, worum es sich dabei handeln könnte. Man kann diese Materie offensichtlich weder sehen (weswegen sie ja auch „dunkel“ genannt wird), noch lässt sich ihre Natur bislang aufhellen.

Unbefriedigend? Natürlich.

Ich pflege in Diskussionen, die sich auf dieses Thema verirren, gern zu erklären, dass ich an die Existenz dieser Substanzformen eigentlich nicht glauben kann. Es ist in der Tat in Anbetracht unserer momentanen Kenntnisse eine Glaubensfra­ge, ob wir diesem theoretischen Modell zustimmen oder nicht. Und da treffen wir uns durchaus mit den spirituell denkenden Menschen, die an die Existenz eines Schöpfergottes oder einer artverwandten Wesenheit denken. Beweisen können weder sie ihren Glauben noch die Physiker der Gegenwart.

Unbefriedigend? Selbstverständlich.

Aber wie erkläre ich mir das Universum, mögt ihr mir vorhalten, wenn ich schon nicht an die Existenz der „dunklen Energie“ und „dunklen Materie“ „glaube“? Das sei doch vielleicht auch ein Widerspruch in sich.

Seht ihr, und damit begeben wir uns nun auf das rutschige Parkett der kosmolo­gischen Lektionen des OSM. Ich habe einige Monate lang darüber gegrübelt, was ich euch als fünfte Lektion der Kosmologie zeigen könnte, und die WELT AM SONNTAG enthob mich dieser Grübeleien wirkungsvoll.

Denn dass ich nicht an die physikalische Theorie glaube, bedeutet durchaus nicht, dass ich in ihr jedwede Substanz vermisste. Es ist nur so… es macht mir etwas Angst, wenn ich näher über diesen Komplex nachdenke, weil die Verifika­tion etwas bedeuten könnte, was sich für uns als ein Alptraum herausstellen würde.

Ich bin zu schnell? Gut, dann gehen wir noch mal einen Schritt zurück.

Im Mai 2005 erschien im NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND ein Artikel zur Astrophysik. Wie ihr euch denken könnt, hatte auch dieser Artikel notwendig Bezüge zum Thema der „dunklen Materie“. Und er löste damals in mir eine Ge­dankenexplosion aus. Sie führte dazu, dass ich einen Hintergrundartikel zum OSM schrieb.

In „Was wäre, wenn der OSM das Rätsel der dunklen Materie lösen hülfe?“, der damals im Sommer 2006 im OSM-Newsletter #1 für die kleine Gruppe von Phantastik-Fans der Futurian Amateur News (FAN) in deren Fanzine FAN Nr. 75 erschien – und leider keine sonderliche Diskussion auslöste – nahm ich das The­ma genauer unter die Lupe und sinnierte, ausgehend von den kosmologischen Grundlagen des modernen OSM, dass die „dunkle Materie“ durchaus im Rahmen des Oki Stanwer Mythos erklärt werden könnte.

Ich war weder damals noch heute das, was man einen „ungläubigen Thomas“ nennen sollte. Wenn es handfeste Indizien dafür gibt, dass die „dunkle Materie“ existiert, dann bin ich ohne weiteres bereit, diese Tatsache anzuerkennen. Doch war ich schon 2005 im genannten Artikel der Ansicht, dass die Versuche der Physiker, dieser Materie habhaft werden zu wollen, um die Theorie zu verifizie­ren, vermutlich zum Scheitern verurteilt sein würden.

Vorausgesetzt jedenfalls, wir befinden uns in einem OSM-Universum. Das ist tatsächlich die zentrale Voraussetzung.

Warum?

Nun, wenn man sich dieses faszinierende Bild in der WELT AM SONNTAG Nr. 30/2014 auf Seite 55 anschaut, wo der Kosmos von bläulichen Filamenten durchzogen wird, dass man sich wie in einem feinen Gewebe vorkommt, das sehr große Ähnlichkeit hat mit Darstellungen von neuronalen Netzwerken in ei­nem Gehirn, dann wird der Eindruck übermächtig, dass hier nahezu alles mit al­lem vernetzt ist.

Ein Gedanke, der wunderbar und grausig zum OSM-Konzept der Netzuniversen passt. Nun habt ihr die noch nicht kennengelernt, meine lieben Leser, und das wird auch noch geraume Zeit so bleiben (wiewohl es natürlich denkbar ist, dass ich Werke aus diesem Kontext, etwa den Roman „Kämpfer gegen den Tod“ vor der Zeit in den Annalen der Ewigkeit veröffentlichen könnte). Aber folgt mir mal in diesen Gedanken, der vielleicht dennoch einigermaßen für euch nachvoll­ziehbar sein könnte:

Im Blogartikel 14, als ich die erste Kosmologie-Lektion veröffentlichte (9. Juni 2013), ging ich ein wenig aus gegebenem Anlass auf die rätselhafte Welt TO­TAM ein, von der ich damals nicht allzu viel berichten konnte, um euch nicht zu überfordern. Aber folgendes war recht deutlich geworden – TOTAMS Substanz ist alles andere als Materie in dem Sinne, wie wir sie verstehen, und mit norma­len Mitteln lässt sie sich weder wiegen noch transportieren. TOTAM ist in der Tat weitaus mehr als kondensierte Energie zu verstehen, eine Substanzform, die einem älteren Universum entstammt und mit unserer baryonischen Materie al­lenfalls die optische Erscheinung gemeinsam hat.

Zum Ende des KONFLIKTS 23, also in der OSM-Serie „Oki Stanwer – Der Dämo­nenjäger“ (1988-1994), kommt es aus Gründen, die ich hier nicht explizit aus­führen kann, zu einer beispiellosen Katastrophe: der Planet TOTAM zerbirst und der so genannte „Magnet-Effekt“ wird unwirksam.

Die Diener des Lichts halten dies für den finalen Sieg über ihren uralten Feind, und sie haben sich noch nie so getäuscht.

Als auf durchaus rätselhafte Weise das KONFLIKT-Universum Nr. 24 entsteht, se­hen sich die Beauftragten der Sieben Lichtmächte einem Alptraum gegenüber – überall im Kosmos finden sie gigantische schwarze Kristallmonolithe vor, die ganz offensichtlich TOTAMS Substanz sind. Diese Monolithe sind Portale in an­dere Regionen des Universums, aber es gibt offenbar keinerlei Steuerungsme­chanismus, mit dem man kontrollieren könnte, wo man herauskommt.

Schlimmer noch: auch die Diener TOTAMS sind nicht vernichtet. Vielmehr vaga­bundieren die Dämonen, Dämonenwaffen und Myriaden von lebenden Skelet­ten, die Totenköpfe aus TOTAMS uralter Armee, der LEGION, durch das Univer­sum und verbreiten Angst und Schrecken.

Dies, meine lieben Freunde, ist das grässliche Gesicht des modernen OSM: dies ist das erste Netzuniversum. TOTAMS Materie hat sich mit der auf der Grund­lage der weißen Matrix realisierten baryonischen Materie vermischt, und es setzt ein beunruhigender Prozess ein – TOTAMS Materie verbreitert sich auf atemberaubende Weise, und sie zersetzt langsam, aber nachhaltig die weiße Matrix.

Der Grund dafür war mir schnell klar. Er liegt in den Ursprüngen des OSM be­gründet, die ich heute noch nicht offenlegen kann. Beizeiten werde ich die 1989 geschriebene Geschichte „Aktion TOTAMS Ende“ in ihrer überarbeiteten Ro­manform publizieren können, aber das liegt sicherlich noch ein paar Jahre in der Zukunft.

Darum hier nur der für unseren aktuellen Gedankengang wichtige Grundgedan­ke: TOTAMS Substanz ist extrem komprimiert und übertrifft den Anteil der ba­ryonischen Materie um ein Vielfaches. Ich würde vermuten, dass die gesamte baryonische Materie vielleicht fünf Prozent, eher noch weniger, von der Substanz eines KONFLIKT-Universums ausmacht.

Wem dieser Gedanke jetzt beunruhigend bekannt vorkommt, der sollte den An­fang dieses Beitrags noch einmal lesen.

Wohl verstanden: diese Gedanken hatte ich vor inzwischen rund 25 Realjahren, als ich wirklich von Kosmologie und „dunkler Materie“ noch keine Ahnung hat­te. Diese Wiederentdeckung anno 2005 fand ich wirklich ziemlich beunruhi­gend.

Nehmen wir an, das, was unsere Physiker in ihren Modellen als „dunkle Mate­rie“ apostrophieren (und als „dunkle Energie“, die nehmen wir huckepack gleich mit), entspräche tatsächlich TOTAMS dezentralisierter Substanz, die man in den Netzuniversen auch als HEIMATSTÜCKE bezeichnet. Was bedeutete das für un­sere aktuelle Gegenwart?

Ich fände es sehr bestürzend, wenn sich solche Überlegungen verifizieren lie­ßen. Denn das würde mehrerlei nahe legen: Zum einen würde es heißen, dass die Physiker wirklich ergebnislos nach ihrer „dunklen Materie“ suchen könnten (TOTAMS Substanz interagiert normalerweise nicht mit baryonischer Materie, und es ist sehr daran zu zweifeln, dass TOTAMS schwarze Quanten, die TASSY­JAARE, sich irgendwie mit unseren Methoden nachweisen ließen). Zum ande­ren, und das wäre wesentlich gefährlicher, würde es bedeuten, dass dort drau­ßen im Kosmos der KONFLIKT tobt. Ein KONFLIKT der Art, wie er den moderns­ten OSM-Serien entspricht.

Das wäre ein dreidimensionaler Alptraum von kosmischen Ausmaßen, in dem die Legionen der einstigen Elitesoldaten TOTAMS marschieren und ihre eigenen Pläne verwirklichen, eine Welt, in der auf unzähligen Planeten des Universums schwarze Kristallmonolithe stehen, die Tore zu fernen Regionen des Kosmos sind.

Und wir befinden uns dann glücklicherweise in der ahnungslosen, fernen Pro­vinz, in der wir uns nur ratlose Theorien ausdenken können, wie das Universum wohl beschaffen sein könnte… ohne auch nur den Hauch einer Ahnung davon zu haben, wie es sich wirklich verhält.

Ihr werdet, denke ich, beizeiten wohl auch mal den oben von mir erwähnten Beitrag zu lesen bekommen, von dem ich euch nur die letzten zwei Sätze noch zitieren möchte: „Und es brauchte uns nicht zu wundern, wenn es irgendwann schwarze Kristallmonolithe vom Himmel regnete und die Toten aus ihren Grä­bern auferstehen würden, um im Dienste TOTAMS gegen die Lebenden anzutre­ten.

Dagegen ist selbst die Apokalypse des Johannes eine freundliche Vision…“

Soweit, meine Freunde, möchte ich für heute gehen. Vielleicht konnte ich ein paar interessante, grüblerische Gedanken über die hypothetische Natur der „dunklen Materie“ und „dunklen Energie“ vermitteln und darüber, dass es ei­gentlich eine Glaubensfrage ist, ob man an ihre Existenz „glaubt“ oder nicht. Und darüber, wie sich die Dinge möglicherweise verhalten könnten, wenn man sich die Sicht des Oki Stanwer Mythos zu eigen macht.

In der kommenden Woche kehren wir in bodenständigere Gefilde zurück, und ihr könnt ein wenig aufatmen. Im neuen Teil der Reihe „Was ist eigentlich der Oki Stanwer Mythos (OSM)?“ komme ich in das interessante Jahr 2003 und da­mit in vertraute Gefilde – denn damals begann die Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI).

Seid einfach wieder dabei!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Silvesterblog 2014:

Posted Dezember 31st, 2014 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

wie schon im vergangenen Jahr möchte ich heute gegen Ende des Jahres 2014 die Gelegenheit nutzen, um euch zuallererst für euer reges Interesse an meinen Werken und meinem wöchentlichen Internetblog zu danken. Beides ist nicht selbstverständlich, und es gibt natürlich in den Weiten des World Wide Web jede Menge an Ablenkungen. Dennoch seid ihr mir und dem Oki Stanwer My­thos (OSM) treu geblieben, das finde ich phantastisch.

Ich denke auch, dass dieses zweite Jahr meiner E-Book-Aktivitäten dieses Inter­esse gelohnt hat: Es sind bis Silvester 2014 insgesamt 52 weitere reguläre Blog­artikel erschienen, so dass wir nun kurz vor dem „Jubiläumsbeitrag“ 100 stehen (er erscheint am 1. Februar 2015, und wie ich schon einmal andeutete, wird er ein kleines, interessantes Schmankerl für euch darstellen).

Hinzu kamen jeweils Blogbeiträge zum Erscheinen der E-Books und zum Ende der Gratisdownloadaktionen – mit Ausnahme des letzten E-Books, ich sage gleich was dazu, das war kein Versehen – und der traditionelle Maiblog.

Diese Reihe an Blogartikeln wird sich natürlich im Jahr 2015 weiter fortsetzen. Und ihr müsst keine Bange haben – Langeweile oder Themenmangel sind wahr­haftig nicht zu erwarten. Wer mich und meine Werke schon länger kennt, dem ist das klar… wer erst neu hinzustößt, hat inzwischen dank der schon erschiene­nen Blogartikel jede Menge vielfältigen Lesestoff und kann so die Zeit zwischen dem Erscheinen der neuen E-Books überbrücken.

Das Jahr 2014 war außerdem gekennzeichnet durch das Erscheinen von nicht weniger als 25 E-Books… und das kam bekanntlich folgendermaßen: Schon früh im Jahr stellte ich die Weichen für die Diversifizierung meines E-Book-Pro­gramms, um mich ein wenig von der vollständigen Festlegung auf Amazon-KDP zu lösen. So erschloss ich auf den Tipp eines guten Freundes hin die Plattform www.beam-ebooks.de und kann seit Juni 2014 auch dort veröffentlichen.

Während die Amazon-KDP-E-Books im MOBI-Format erscheinen und nur auf Amazon-Readern bzw. mittels der KindleApp gelesen werden können, können die EPUBS bei „beam“ auf allen Endgeräten geschmökert werden. Ich hoffe, da­von machen in dem kommenden Jahr noch mehr neugierige Leser Gebrauch, denn bislang scheint kaum jemand meine EPUBS entdeckt zu haben, was doch schade ist.

Was die Besucherzahlen auf der Homepage www.oki-stanwer.de angeht, so ha­ben sich bis zum 26. Dezember 2014 insgesamt 36.309 Zugriffe registrieren las­sen, ich gehe also für das Gesamtjahresergebnis von rund 37.000 aus. Das ist mehr als eine Verdopplung zum Vorjahr… ein Grund, lächelnd in die Zukunft zu sehen.

Auch was den Verkauf meiner E-Books angeht, kann sich das sehen lassen. Selbst wenn in den letzten Monaten der Verkauf eher schleppend vor sich ging, sind rund 900 E-Books verkauft worden, so dass auch hier eine deutliche Steige­rung zu verzeichnen ist – auch wenn bedauerlicherweise das vierstellige Ergeb­nis nicht erreicht wurde. Da bin ich natürlich auf eure tätige Mithilfe und Wer­bung unter Freunden, Bekannten und Verwandten angewiesen, anderenfalls geht mir alsbald die finanzielle Puste aus, und der Traum vom Oki Stanwer My­thos in der Öffentlichkeit stirbt ab… das wäre doch angesichts der vielen inter­essanten Geschichten, die es noch zu erzählen gibt, gar zu schade.

Schauen wir uns im Detail an, wie sich das E-Book-Programm in diesem Jahr entwickelt hat. Es gab da im Herbst einige Turbulenzen, die aber zugleich Keim für neue und faszinierende Entwicklungen geboten haben, die sich erst jetzt im Jahr 2015 so richtig entfalten können.

In der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI) habe ich euch mitge­nommen von der geheimnisvollen Bebenzone ins zerstörte Sonnensystem der Tassaier (Bde. 8/9), und von dort aus seid ihr mir gefolgt in die Tiefen des mons­trösen „Sternenhammers“, um das Volk der rätselhaften Shonta kennen zu ler­nen (Bd. 10).

Dann kehrten wir argumentativ zurück auf die Wüstenwelt Hushhin, wo ich euch den vielleicht ungenießbaren Wissenschaftler Noshtoy vorsetzte, der im Verein mit dem „ewigen Gedächtnis“ eine Katastrophe auslöste und ein neues Tor in völlig neue Gefilde Twennars öffnete (Bde. 11/12).

Ach ja, und schließlich führte ich euch aus dem verwüsteten Sonnensystem „Sianlees Rast“ in Begleitung der GHANTUURON-Crew auf die Dschungelwelt Shookash, zu den undurchsichtigen Allis und hinein ins „Museum der Vushgor“, direkt bis vor die Schwelle eines Erstkontaktes mit den legendären „Baumeistern“ (Bde. 13-15).

In den beiden Romanen aus der Reihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“, also dem Roman „Ian und der Stein der Götter“ und „Die schamlose Frau“ zeigte ich dann Blicke in weitere OSM-Universen. Zuerst reisten wir gemeinsam durch das schwarze Kristalltor der Baumeister – sehr ähnlich übrigens den Portalen, die die Yantihni auf Hushhin vorgefunden haben, das solltet ihr euch merken – auf der Venus hinüber zu einem Planeten, den der junge Ian Perry „Swamp“ nennt. Er wird aber unter dem Eigennamen „Dawson“ oder „Shoneei“ später im OSM „Karriere“ machen. Das Universum, in dem diese Geschichte angesiedelt ist, liegt von der Galaxis Twennar und dem Reich der Yantihni rund 85 Milliar­den Handlungsjahre entfernt.

Einen noch ferneren Blick wagte ich mit euch dann, als ich den Planeten Zhailon in KONFLIKT 25 des OSM besuchte, wo wir „Die schamlose Frau“, die Sternen­fee Gloria, und ihren nach ihr geradezu süchtigen Liebhaber Anton Devorsin kennen lernen konnten. Zwischen Ian Perry und dieser Welt liegen noch einmal rund 30 Milliarden Handlungsjahre.

Ferne OSM-Zukunft also.

Neben dem OSM konnte ich zwei Versprechen nicht einlösen. Zum einen dispo­nierte ich im August um. Anstatt dann schon eine zweite Storysammlung zu publizieren, wie angedacht (ich fand, ehrlich gesagt, auch kein passendes Titelbild für die ei­gentlich schon fertige Story „Edgars Sorgen“), sollte daraus erst im Dezember etwas werden.

Doch wie ihr wisst, hat auch das nicht geklappt. Grund dafür war eine Struktur­änderung in meinem E-Book-Mitarbeiterteam, die dazu führte, dass ich im Ok­tober von administrativen Dingen überrollt wurde und keine Möglichkeit besaß, dort ein reguläres MOBI-E-Book zu veröffentlichen. Drum verschob sich, das war dann das zweite Versprechen, das ich nicht einhalten konnte, der ganze Veröffentlichungsplan um einen Monat, und das „Dezember-E-Book“ kommt nun erst am 10. Januar 2015 heraus. Es ist also eins weniger geworden als ursprünglich erhofft. Tut mir leid, Freunde.

Für das Jahr 2015 sieht die Planung nun folgendermaßen aus, und ich hoffe, ich kann sie diesmal einhalten (also, Obacht, dies ist Wunschdenken):

Januar 2015: Ein Passagier der R.M.S. TITANIC und andere phantastische Ge­schichten (Storysammlung 2)

Februar 2015: Abenteurerherz (TI 16)

März 2015: Heiligtum der Shonta (Annalen 4)

April 2015: Zurück zu den Sargkolonnen (TI 17)

Mai 2015: Vaniyaa und die Shonta (TI 18)

Juni 2015: TRANCRAN-4462 (TI 19)

Juli 2015: Reinkarnation und andere phantastische Geschichten (Storysamm­lung 3)

August 2015: Auf Götterpfaden (TI 20)

September 2015: Hinter der Raumzeitwand (TI 21)

Oktober 2015: Welt der Wunder (TI 22)

November 2015: Das Sternenreich des Windes (TI 23)

Dezember 2015: Jaleenas zweites Leben (Annalen 5)

Ihr erkennt an diesem präzisen Plan: Ich habe schon sehr genaue Vorstellungen davon, wie es in diesem Jahr 2015 weitergehen soll. Die meisten Titelbilder lie­gen vor, zwei neugierige, interessierte Grafikerinnen stehen in den Startlöchern, um Titelbilder für meine E-Books zu gestalten (eine dritte hat schon eins beige­steuert, ihr seht es auf TI 17 Anfang April).

In welche Welt euch „Annalen 5“ im Winter 2015 entführen wird, möchte ich noch nicht verraten, das wäre deutlich zu zeitig. Aber ich deute mal an: da wart ihr schon einmal anno 2013. Eine besondere Bewandtnis hat es mit „Annalen 4“: um den Handlungsstrom dieser Geschichte würdigen zu können, ist die Lek­türe der Shonta-Episoden der TI-Serie ringsum vonnöten. Details dazu stehen in TI 16, und ich sage sicherlich zum Erscheinen des Bandes noch mehr.

Zwei strukturelle Veränderungen stehen euch für das Jahr 2015 bevor. Eine habe ich schon jüngst angekündigt – sie ist den ökonomischen Veränderungen von Amazon-KDP und der Besteuerung der E-Books geschuldet. Es handelt sich dabei um eine moderate Preiserhöhung, die sich stets mit der Neuerscheinung einstellen wird (dann statt 0,99 Euro nunmehr 1,49 Euro). Längere Geschichten werden dann entweder 3,49 Euro oder 4,49 Euro kosten. Ich sage euch jeweils Bescheid. Sobald ein altes E-Book als digitaler „Nachdruck“ bei „beam“ publi­ziert wird, fällt es aus dem Kindle-Leihprogramm bei Amazon heraus und wird im Preis ebenfalls auf 1,49 bzw. eine der obigen beiden Preisstufen angehoben, sofern der Preis vorher 2,99 oder 3,99 betragen hat.

Die zweite Veränderung besteht darin, dass die „Abkündigungs“-Blogartikel, wie ich das mal ironisch nennen möchte – also jene Blogartikel, in denen ich be­schrieb, wie wacker sich das jeweils neue E-Book im Gratisdownload „ge­schlagen“ hat – , vorerst eingestellt werden. Das hat damit zu tun, dass ich ein wenig das Gefühl habe, dass die Zahlen derzeit noch nicht wirklich präsentabel sind. Sobald sich das grundlegend zum Positiven ändert, können diese Beiträge gern wieder auftauchen. Derzeit investiere ich die Schreibzeit dafür lieber in an­dere Beiträge.

Es gibt natürlich weitere Pläne für 2015. Falls ich die Gelegenheit bekomme, endlich mit dem Programm Create Space gescheit arbeiten zu können, werde ich euch, wie schon einmal angekündigt, auch Printversionen meiner E-Books anbieten können, und dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis ihr euch „einen echten Lammers“ gedruckt ins Regal stellen könnt. Ich brauche nicht zu beto­nen, dass das auch ganz mein eigener Wunsch ist.

Ein weiterer Gedanke sind Lesungen. Eine Lesung konnte ich Anfang Oktober 2014 schon unerwartet realisieren, die gut angenommen wurde, eine vorherige habe ich auf dem Convention „Raum & Zeit Continuum III“ im Frühjahr gehal­ten. Weitere für 2015 scheinen äußerst realistisch zu sein.

Außerdem möchte ich gern sowohl den DortCon 2015 als auch die Buchmesse in Leipzig besuchen, wenn sich das ermöglichen lässt. Und last but not least steht noch ein weiteres Interview ins Haus sowie der Versuch, ein spannendes OSM-Buchprojekt zu verfassen, für das ich schon ein Rohskript ausgearbeitet habe. Das wird eine Menge Zeit binden und vermutlich erheblich mehr Geld kosten, als ich allein aufbringen kann – aber es würde sich sehr lohnen. Es trägt den Planungstitel „Im Feuerglanz der Grünen Galaxis“ und stellt den Anfang der Realisierung des OSM-KONFLIKTS 12 dar.

Der KONFLIKT 12, von mir in den Jahren 1987-1993 in der Serie „Oki Stanwer – Bezwinger des Chaos“ (BdC) niedergeschrieben, stellte eigentlich den Wunsch­gedanken dar, den ich anno 2007 hatte, als ich erstmalig an die professionelle Veröffentlichung des Oki Stanwer Mythos gehen wollte… woraus nichts gewor­den ist (gottlob! Ich hätte es bestimmt vergeigt!).

Aber diese Serie, die ich derzeit abschreibe und mit Fußnoten kommentiere, hat soviel Feuer, soviel Action und Abenteuer und greift, das ist ganz wichtig für euch zu wissen, so viele Topoi der TI-Serie auf (!), dass ich bereit bin, in dieses Projekt jede Menge Herzblut zu investieren. Ihr werdet in diesem Buch auf Allis stoßen, auf Berinnyer, auf die Grüne Galaxis Bytharg und den Totensektor von Maran-Ghaal, Zeitreisen, Parallelwelten, die Baumeister, ihre Heimatgalaxis Arc, auf Oki Stanwer selbst und seine Helfer des Lichts, auf Dä­monen und Dämonenwaffen von TOTAM, TOTAM selbst, auf Sternenfeen und Sonnengärten…

Ihr seht, viele vertraute Begriffe. Und das ist wirklich nur die Spitze des Eis­bergs. Bei der Verwirklichung dieses Planes kann ich wahrlich jede Menge Hilfe gebrauchen, finanzielle und kreative. Wenn ihr das also alles kennen lernen wollt, unterstützt mich, Freundinnen und Freunde – und ihr erlebt ein Abenteu­er, von dem ihr noch in Jahren schwärmen werdet, versprochen!

Ich denke, das soll als Rückschau auf 2014 und Vorschau auf 2015 erst einmal genügen. Da habe ich euch den Mund nun wässrig genug gemacht, scheint mir. Kommt alle gesund und gut ins neue Jahr und bleibt mal gespannt, wie sich das E-Book-Projekt entwickeln wird.

Wir sehen uns an dieser Stelle am 4. Januar 2015 wieder.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

der Monat September 2014 war reichlich chaotisch, namentlich die zweite Hälf­te, in der ich quasi gar nichts zum OSM tun konnte, weil ich mit einer wichtigen anderen Aufgabe betreut war, die nichts mit meinen kreativen Werken zu tun hatte. Es ging da um ein sehr anspruchsvolles Lektorat eines Buches, das tat­sächlich erst GESTERN (30. September) Abgabeschluss hatte…

Diese Arbeit führte, ungelogen, manchmal zu zehn arbeitstechnischen Mails pro Tag, dazu gelegentlich zu mehrstündigen Telefonaten und kniffligen Nachre­cherchen. Allein die Schlussredaktion nahm dann geschlagene elf Stunden in Anspruch. Da war jenseits davon nicht mehr viel von mir zu leisten.

Hinzu kamen zwei weitere Problemfelder, die schon näher an dem waren, was ich hier sonst thematisiere: einmal geriet ich monetär in die Schieflage, was die Kosten meines E-Book-Programmes anging (vgl. dazu meinen „In eigener Sache-Blog 1“ vom 1. Oktober 2014, der darüber einige Auskunft gibt). Das beschäftig­te und beschäftigt mich nach wie vor sehr.

Das zweite Problem, was sich daraus ergab, bestand darin, dass ich natürlich, um mein E-Book-Programm zu erhalten, Ausschau halten musste nach kosten­sparenden Lösungsmöglichkeiten. Auch das kostet Zeit und Fingerspitzengefühl.

Allerdings glaube ich zuversichtlich, dass ihr mich in den zurückliegenden zwei Jahren gut genug kennen gelernt habt, um zuversichtlich sagen zu können: das macht dem Uwe natürlich Kopfzerbrechen, völlig verständlich, aber das wirft ihn nicht nieder und bringt die hoch fliegenden Pläne nicht zum Verlöschen wie eine Kerzenflamme.

Recht habt ihr. Aber ich wäre ein Lügner, wenn ich nicht offen bekennen würde, dass dieses Kopfzerbrechen nach wie vor nicht beendet ist und die Stabilisie­rung meiner Pläne, die einhergehen mit der Verbreiterung des Leseangebots für euch, nur für den Moment gelungen ist. Es ist mein Wunsch, euch noch sehr viel mehr von dem zu zeigen, was euch und dem Rest der Welt derzeit noch notwendig verborgen ist.

Nun, und es ist natürlich auch nicht so, dass ich im September überhaupt nichts geschafft hätte. Werfen wir einen Blick darauf, was in diesem Chaos dennoch in Arbeit war bzw. realisiert werden konnte:

Blogartikel 91: Work in Progress, Part 21

(Blogartikel 100: Der OSM auf einen Blick)

(Glossar der Serie „Oki Stanwer“)

(DSj 56: Die Mauern der Offenbarung)

(OSM-Hauptglossar)

(OSM-Wiki)

(Glossar der Serie „Oki Stanwer – Der Missionar“)

E-Book 20: Die Macht der Liebe

(Annalen 4: Heiligtum der Shonta)

(Glossar der Serie „Oki Stanwer – Der Schattenfürst)

(DKdO 30 (?): Alte Bekannte)

NK 19: Stroboskopleben (Abschrift)

NK 20: AREAL 61 (Abschrift)

14Neu 19: Todesmission TOTAM

(14Neu 20: Der dritte Dämon)

(Glossar der Serie „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“)

(E-Book 22: Abenteurerherz)

(E-Book 23: Zurück zu den Sargkolonnen)

18Neu 61: KNOCHENWELT

(Glossar der Serie „Kampf gegen TOTAMS Dämonen und Schergen“)

(DM 63: Gekapert!)

Erläuterung: Dies wird mutmaßlich Band 1725 des OSM. Und wie vor jedem „richtigen“ 100er-Band oder auch jeder 25er-„Schwelle“ verlangsamt sich not­wendigerweise mein Schreibtempo. Ich hoffe, in der zweiten Oktoberhälfte wird’s wieder geschwinder.

(NK 21: Die Feuersturmwelt)

(Auf Sklavenjagd – OSM-Story)

Tja… und dann war der Monat um. Ich sagte ja, ich habe nicht wirklich viel ge­schafft. Eine Menge „Verwaltungskram“ war darunter, d. h. die Optimierung der Glossare verschiedener Serien, wobei ich nun dank der fertigen Glossierung des KONFLIKTS 15 (Serie „Oki Stanwer“ bzw. inzwischen „OSNEU“) ein enormes Stück weitergekommen bin.

Ach nein, das heißt nicht, dass ich das Glossar 15 jetzt schon in das Haupt­glossar überführen kann! So schnell geht das dann doch nicht. Die handschriftli­che Begriffsliste umfasst 25 eng beschriebene Seiten, aber ich habe lange noch nicht alle Begriffe fertig erklärt. Dafür muss ich noch mal durch das Glossar durch und dann parallel durch jene Episoden der Serie, in der diese Zitatstellen zu finden sind. Und da die Serie aus den Jahren 1981-1984 stammt, könnt ihr euch denken, wie fern mir manche Sachen schon wieder sind. Selbst die kom­mentierte Abschrift OSNEU ist schon seit 2005 fertig… von fertiger Erklärung des Ganzen bin ich ziemlich weit entfernt. Aber es ist jetzt dennoch keine akute Baustelle mehr. Von denen weist der OSM freilich immer noch genug auf.

Ihr seht – langweilig wird es mit dem Oki Stanwer Mythos nicht, weder mit den alten Episoden noch mit den neuen.

In der kommenden Woche nehme ich euch mit zu einer anderen Baustelle und stelle heute schon die Frage: Glaubt ihr eigentlich an so etwas wie die „Dunkle Materie“ und die „Dunkle Energie“? Und nein, das hat jetzt nichts mit Star Wars oder so zu tun, sondern tatsächlich mit moderner Astrophysik.

Warum frage ich das? Sind wir hier in der Kirche? Natürlich nicht. Aber in der kommenden Woche unterbreite ich euch mit dem Teil 5 der OSM-Kosmologie-Lektionen einen Gedanken, der genau damit zu tun hat, mit der „Dunklen Ma­terie“. Wenn euch interessiert, was ich dazu zu sagen habe, der sollte nächste Woche wieder hier einschalten und nachlesen. Ich glaube, das wird eine interessante Sache.

Bis dahin noch viel Vergnügen mit meinen E-Books und den erschienenen Blo­geinträgen.

Mit Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Wochen-Blog 94: „Wie lang sind eigentlich deine E-Books?“

Posted Dezember 21st, 2014 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

es gibt Fragen, die sind irgendwie Dauerbrenner. Dazu gehören solche wie „Kann man vom Schreiben eigentlich leben?“ oder „Wo nimmst du nur all die Ideen her“, oft gefolgt von der Befürchtung „Gehen dir die Ideen nicht irgend­wann mal aus? Also, MIR würde das aber sicher schnell so gehen…“.

Na ja, und dann gibt es natürlich den obigen Klassiker, den ich heute mal the­matisieren möchte. Wie lang sind meine E-Books? Ja, dachte ich mir, das ist echt eine interessante Frage. Und um der Wahrheit die Ehre zu geben – lange Zeit war mir das selbst nicht restlos klar. Das mag jetzt verwundern, aber wenn man genauer hinsieht und sich ernsthaft auf die Frage einlässt, kommt bald Klarheit in den Themenkomplex.

E-Books sind noch nicht so sehr alt. Als ich die pulsierende, brodelnde phantas­tische Szene kennen lernte, das war Anfang der 80er Jahre, als viele von meinen E-Book-Lesern noch gar nicht geboren waren, da gab es weder so etwas wie ein allgemein verfügbares Internet noch nennenswerte Mobiltelefonie, und es exis­tierten natürlich auch keine E-Books.

In jener Zeit hatten Bücher, Zeitschriften oder auch Heftromane ein klar defi­niertes, einmal festgelegtes Format. Bei allem spielte, wegen der Druckbögen, die Zahl 4 eine zentrale Rolle. Werke, die etwa, wie mein zweites E-Book „Das Erbe der Forscherin“, 63 Seiten hatte, wären damals einfach nicht möglich ge­wesen. Da wurde damals dann gekürzt oder mittels Werbung, Zeilenumbruch oder ähnlichen Methoden „gestreckt“, um auf die Normlänge zu kommen.

Das E-Book-Format räumte mit dieser Vorstellung dann im Laufe der 90er Jahre gründlich auf. Gesetzt den Fall, man hat nicht eine unveränderbare PDF als Grundlage – also quasi ein „Bild“ anstelle eines Textes – dann ist heutzutage die Länge eines vorliegenden Textes variabel. Das Zauberwort heißt „dynamische Seitenerstellung“. Ohne dass ich davon übermäßig viel verstehe, sieht es für mich so aus, dass die E-Book-Seiten sich variabel an das Lesemedium anpassen, also beispielsweise an einen KindleReader von Amazon oder einen Tolino-Reader oder vielleicht auch einen Smartphone-Bildschirm (letzteres halte ich für ziemlich strapaziös, was längeres Lesen angeht, aber das ist nur meine Privatmeinung, die natürlich von meiner starken Kurzsichtigkeit beeinflusst wird. Ich habe es gern etwas größer, und ich schätze, diese Tendenz wird zunehmen, je älter ich werde).

Die Folge ist dann natürlich auch, dass die einleitende Frage ein wenig in die Irre führt. Man kann sagen, dass sie recht eigentlich nur kontextgebunden Sinn ergibt. Das bedeutet: man muss quasi für jedes Endgerät separat definieren, wie groß der Seitenumfang ist. Und das hängt mit den Nutzereinstellungen zu­sammen. Der eine liest gern zweispaltig, der andere einspaltig, der eine vergrö­ßert die Schrift, um sie besser lesen zu können, weitere Leser belassen sie so, wie sie ist. Oder verkleinern sie womöglich sogar, wenn sie üblicherweise das Lesen auf kleinen Bildschirmen gewöhnt sind.

Diese Veränderungen beeinflussen also recht deutlich die Variabilität und Länge der E-Books. Ich gehe im Folgenden von meinen ursprünglichen MOBI-Dateien aus, die ich von E-Book-Lektorat www.ebokks.de zurück erhalte, um sie dann bei Amazon hochzuschalten

Das kürzeste meiner E-Books – und ich beziehe mich aus aktuellem Anlass (ich schreibe diese Zeilen am 8. Juli 2014, damit sind 19 meiner Werke auf Amazon am Start, wenngleich ich natürlich auch weiß, dass ihr diese Worte erst am 21. Dezember 2014 lesen werdet; meiner Planung zufolge sollten dann 24 E-Books veröffentlicht sein. Plus sieben auf www.beam-ebooks.de im EPUB-Format, aber darum geht es heute nicht) auf die zum gegenwärtigen Zeitpunkt erschie­nenen Werke – ist erwartungsgemäß mein Erstling „Hinterlassenschaften“, den ich im Februar 2013 auf Amazon.de veröffentlichte. Dieses Werk hat in der gän­gigen Formatierung für KindleReader 23 Seiten Umfang. Es ist halt eine erste Fingerübung… die gleichwohl mehr als tausend Interessenten gefunden hat. Der Reiz des Neuen, schätze ich mal schmunzelnd.

Das mit Abstand längste meiner Werke, auch dies ist eigentlich keine sonderli­che Überraschung, ist „Annalen 2: Ian und der Stein der Götter“, das im Mai 2014 startete. Wieso ist das keine Überraschung? Weil die Werke der Reihe Aus den Annalen der Ewigkeit grundsätzlich durch zwei Tatsachen auffallen. Sie sind zumeist deutlich umfangreicher als die seriellen E-Books der TI-Serie oder die Einzelbände. Und zum zweiten geben sie ja „Blicke in andere OSM-Universen preis“, was ihren Aufpreis legitimiert. Sie sind gewissermaßen Boni für die neugierigen Leser, die mit den TI-Bänden noch nicht genug haben.

Es ist übrigens jetzt schon absehbar, dass „Annalen 3: Die schamlose Frau“, die plangemäß Anfang August gestartet sein sollte, die Seitenlatte noch deutlich anhebt. Es ist das bislang umfangreichste OSM-Werk, das in der Reihe der An­nalen erscheint, und so schnell kommt dergleichen nicht nach… wiewohl es da durchaus ein paar Aspiranten gibt. Dazu sage ich hier und heute aber noch nichts.

Auffällig ist auch, dass immer dann, wenn ein neuer Handlungsschauplatz ein­geführt wird bzw. eine größere Menge neuer Personen in Erscheinung tritt, die Seitenzahl der TI-Episoden deutlich anschwillt. Das ist der Fall bei TI 4 „Der Schiffbrüchige“, wo ich Hushhin besuchte (95 Seiten), das ist bei der Rückkehr in den GHANTUURON-Handlungsstrang der Fall, also in TI 6 „Die Schuttwelt er­wacht“ (102 Seiten), dito beim Beginn des RHONSHAAR-Abenteuers in TI 8 „Am Rand der Bebenzone“ (133 Seiten) und dann bei der Rückkehr zu den Hushhin-Archäologen in Band 11 der Serie: „Das Archiv der Hushhiner“.

Das wird auch künftig so bleiben.

Ihr könnt eine einfache Handformel für den Umfang entwickeln: die E-Book-Rohlinge sind ziemlich genau doppelt so lang wie das Manuskript ist. Ist das Skript dann, aus welchen Gründen auch immer, also etwa 70 Seiten lang, wird der Rohling auf rund 140 Seiten anwachsen. Mit solchen Relationen kann ich ein wenig planen.

Ehe ich für heute zum Schluss komme, möchte ich noch zwei Bemerkungen ma­chen. Eine ist, wenn ihr so wollt, für die Statistikfreaks unter euch. Als ich vorhin die E-Books genauer examierte, kam mir der Gedanke, doch kurzerhand mal zu schauen, wie viele Seiten ich auf diese Weise in meinen 19 bisherigen Monaten als E-Book-Autor schon veröffentlicht hatte, und das habe ich dann kurzerhand realisiert.

Es sind also 19 E-Books zwischen 23 und (bis Ende Juli 2014) 224 Seiten publiziert worden. Summa summarum macht das 1.866 Seiten oder gut 98 im Durchschnitt der monatlichen Seitenzahl. Tendenz steigend, weil die Episoden natürlich nach und nach ein wenig an Umfang zunehmen werden. Der OSM entwickelt sich ja gerade erst.

Dies führt dann fast zwangsläufig, glaube ich, zu der zweiten Frage, die manche von euch sich vielleicht bang stellen mögen: Bleibt der Preis der TI-Serien-E-Books mittelfristig konstant bei 0,99 Cent oder steht hier angesichts der refe­rierten Fakten demnächst eine Preiserhöhung ins Haus?

Ich kann euch beruhigen, meine Freunde – mit einer größeren Preiserhöhung rechne ich für die nahe Zukunft bei der Serie nicht (die durch die gesetzlichen Anpassungen Anfang 2015 erforderlichen einmal ausgenommen, doch bemühe ich mich dabei, meine Werke nicht mehr als jeweils 50 Cent je E-Book zu verteuern). Der OSM soll ja nicht ein Instrument zum Schröpfen der Leserinnen und Leser sein, sondern eine möglichst niedrige Einstiegshürde bieten. Denn ich weiß natürlich auch, dass der OSM ein hoch komplexer Stoff ist. Wer meinem Blog länger und regelmäßig gefolgt ist, dem wird das evident sein. Warum sollte ich also Leser durch einen unnötig hohen Preis verschrecken? Natürlich würde ich schon gern mehr an Tantiemen einnehmen, das zu leugnen, wäre albern. Aber nicht auf diese Weise, dafür gibt es andere Modelle. Vorrang hat in jedem Fall das Leserinteresse.

Und wenn ich daran denke, wie viele Aberhunderte von Episoden es noch gibt, die ihr nicht kennt (schaut nur mal in die OSM-Wiki auf der Homepage, wo überall „unpubliziert“ steht!), dann steht für mich fest: Langeweile wird hier noch lange nicht eintreten, und derzeit denke ich einfach daran, die Einnahmen auf lange Sicht durch die Geduld und Neugierde der Serienleser zu erhalten. Bislang, scheint mir, ist das gut möglich.

Soviel, denke ich, sollte ich zum Thema, wie lang denn nun meine E-Books wä­ren, zu sagen. Heute in einer Woche nehme ich euch mit in den Kreativmonat September 2014, im 22. Teil meiner Artikelserie „Work in Progress“. Ich würde mich freuen, wenn ihr wieder mit von der Partie wärt…

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos,

heute erscheint also der letzte Band der EPUB-Bibliothek für das Jahr 2014. Mit dem Roman „Wenn der Sternenhammer fällt…“ tretet ihr endgültig in die dra­matische Tiefendimension des Oki Stanwer Mythos (OSM) ein. Für den Preis von 1,49 Euro könnt ihr auf allen Endgeräten nun verfolgen, wie die Ereignisse, die im Roman „Der Schiffbrüchige“ im vergangenen Monat begonnen haben, weitergehen.

Ja, die yantihnischen Archäologen auf Hushhin können den Kontakt mit dem Schiffbrüchigen aufnehmen, einem Tassaier namens Gwensh. Doch was er zu berichten hat, ist derart ungeheuerlich, dass allgemeiner Unglauben Raum ge­winnt. Und nagende Zweifel breiten sich aus: ist dieses schwer verletzte Wesen noch bei Sinnen? Sind das Wahnvorstellungen? Oder ist an dem grässlichen Be­richt doch mehr dran, als man glauben möchte?

Wer Näheres über diesen Bericht und Gwenshs Martyrium und sein Volk erfah­ren möchte, der lese in dem E-Book weiter…

Leser, die dem Oki Stanwer Mythos der Serie „Oki Stanwer und das Terrorim­perium“ (TI) im MOBI-Format folgen, sind natürlich schon schlauer. Diese Epi­soden werden auch im EPUB-Format in den kommenden Monaten folgen. Ich glaube, darauf könnt ihr euch alle schon freuen. Jetzt geht das Abenteuer in der Galaxis Twennar richtig los!

Drum lest TI 5: „Wenn der Sternenhammer fällt…“, ab heute für nur 1,49 Euro als EPUB auf www.beam-ebooks.de erhältlich.

Ich wünsche euch eine angenehme Lektüre.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Wochen-Blog 93: Der OSM im Bild, Teil 5

Posted Dezember 14th, 2014 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

mit dem vierten Teil dieser Blogartikel-Subserie verließen wir den Bereich des KONFLIKTS 13 „Oki Stanwer Horror“ (OSH, 1982-1985), und heute gehen wir di­rekt über zu den Titelbildern, die von Brieffreunden zum KONFLIKT 14 des OSM beigesteuert wurden. Dabei handelt es, wie ihr wisst, um die Serie „Oki Stan­wer – Feldherr der Cranyaa“ (FdC, 1983-1988).

Wir müssen hier zwei Phasen der Beteiligung unterscheiden. Zum einen inspi­rierte mein OSM-Lesekreis Freunde aus eben diesem Lesekreis dazu, Visualisie­rungen zu liefern, das geschah während der Schreibzeit selbst. Und dann kam es gegen Ende der Serienfertigstellung zu einem zweiten Schub der Illustrati­onslieferung. Soweit ich das sehen kann, hing das mit meinem um 1987/88 ver­folgten Plan zusammen, zusammen mit meinem Leser René Mostard den OSM des KONFLIKTS 14 zu publizieren.

Natürlich, wer sich heute die Relikte dieses Planes anschaut – ich habe sie archiviert – , der kann darüber nur milde lächeln. Sehr viel mehr Elan als Befähi­gung war dort im Spiel, und vom Thema der Qualität schweigen wir lieber. Ein­gestanden. Aber das war eben damals so die Fankultur der rund zwanzigjähri­gen, heißblütigen Schreiberlinge wie mir. Man muss dennoch anerkennen, dass ich weit gesteckte Ziele verfolgte, damals schon.

Der OSM-Lesekreis umfasste nach meiner Erinnerung hauptsächlich Brieffreun­de, die ich im Zuge meines Kontaktes zum „Terranauten-Club Universum“ (DTCU) gewonnen hatte, also beispielhaft Karl Haas und Bernd Held, außerdem Martina Solfrank, sowie Mitglieder meines eigenen Clubs, „LOVECRAFTS ER­BEN“, zu denen René Mostard und Hans Hendler zählten. Sie bekamen damals die Originalepisoden herumgeschickt (was man diesen heute z. T. noch recht deutlich ansehen kann), weil ich bekanntlich kein Geld für Kopien hatte… ja, und auch kein rechtes Verständnis für den Wert von unikaten handgeschriebe­nen Manuskripten.

Am stärksten scheint mein Brieffreund Karl Haas damals von FdC beeindruckt gewesen zu sein, auch wenn seine Leserkommentare mit Abstand die lapidars­ten waren. Wie komme ich dann auf meine Schlussfolgerung? Nun, Karl erstell­te erst einmal eine Zeichnung, der er den Titel „Das Symbol des Sieges“ gege­ben hatte (undatiert, ca. Frühjahr 1984, weil ich diese Illustration im Original dann auf den Band 37 der FdC-Serie aufklebte, „Zentrum des Bösen“, der das Fertigstellungsdatum vom 21. Juni 1984 trägt, das ist also das Datum post quem). Sie zeigt einen vielleicht etwas sehr groß geratenen Cranyaa in voller Kampfmontur, dazu ausgerüstet mit Fahne, Strahler und offenbar einem Vibra­tormesser in vollem Schwung. Proportional zum Körper ist der Kopf ein wenig klein ausgefallen. Den Hintergrund ziert eine skizzierte Gebirgslandschaft, die Ausführung erfolgte mit schwarzem, dünnem Filzstift. Schattierungen existieren nicht.

Das Bild begeisterte mich damals aus verständlichen Gründen, und auch heute noch muss ich sagen, dass es anatomisch eine der korrektesten Wiedergaben ist, die ein Brieffreund je von einem OSM-Lebewesen gemacht hat. Und Karl setzte noch eins drauf – er gehörte damals (ich allerdings ebenfalls, sollte ich ergänzend anfügen) – zu den Brieffreunden, die eigenes Briefpapier mit selbst gezeichneten Motiven entwarfen. Und was wählte er als Motiv? Einen seiner selbst gezeichneten Cranyaa! Das Motiv zierte noch viele Jahre seine Briefe, was meiner Vermutung, er sei von der Serie auch dann noch beeindruckt gewesen, als er sie nicht mehr las, einige Plausibilität verleiht.

Ich könnte mir auch denken, dass mich Karls Beharrlichkeit in der Motivverwen­dung darin bestärkte, ausgerechnet KONFLIKT 14 als Publikationsobjekt zu wäh­len. Das führte mich dann auch ziemlich unweigerlich zu einem weiteren Brief­freund, dessen Name heutzutage jeder Leser meiner E-Books kennt, der auch das Impressum eines jeden Werkes mitliest (okay, das werden vermutlich nicht allzu viele sein).

Die Rede ist von Lars Vollbrecht. Damals noch reiner Fan und enthusiastischer, von Comics begeisterter Illustrator, zeigte er sich von dem Gedanken, eine Fan-SF-Serie wie „Oki Stanwer – Feldherr der Cranyaa“ illustrieren zu können, faszi­niert. Ich sagte ihm damals anno 1987 wahrscheinlich – präzise können wir das nicht mehr nachvollziehen, weil ich damals von meinen Briefen noch keine Durchschläge machte und er die alte Korrespondenz leider nicht aufgehoben hat – , dass für die Anfangsbände schon Titelbilder vorlägen. In der Tat ist denn auch sein erster Entwurf der für FdC 5.

Der Band 5 der Serie, Eigentitel „Die Sonnenhölle“, spielte im zentrumsnahen Bereich der Galaxis Hun’arc. Eine Expedition der insektoiden Cranyaa, die die Herkunft der rätselhaften silbernen Schollenschiffe ermitteln sollte, war hier unerwartet auf das Reich eines weiteren fremden Volkes gestoßen, der so ge­nannten „Mogolker“. Sie wurden von den nonhumanoiden Mogolkern eingela­den, auf ihrer Hauptwelt Vo’hoccl an einem Fest teilzunehmen, doch während dieser Festlichkeiten liefen die „Urlauber“ der Cranyaa vom Schiff LUHMEN in eine Falle, der nur wenige auf Anhieb entgingen.

Ein Trupp Cranyaa verfolgte aus der Deckung heraus, was weiter geschah, und sie wurden Zeugen davon, wie die Mogolker die Gefangenen einem schwarzen Kristallmonolithen namens ROOKAX opferten, der offensichtlich die Lebens­energie der Cranyaa aussaugte. Dass Rookax, eine Dämonenwaffe von TOTAM, sowohl der Gebieter der Mogolker als auch der Tsoffags war, der silbernen Schollenschiffe also, und dass dies alles erst der Auftakt für den Angriff auf das Cranyaa-Reich sein würde, konnten die LUHMEN-Cranyaa natürlich nicht ahnen.

Das erste Titelbild von Lars zeigte denn auch eine prägnante Szenerie, wenn man den Inhalt der Episode kannte: Man sieht linkerhand eine ornamentierte Säule, hinter der sich – für den Betrachter im Bildvordergrund – klar ein Cranyaa verbirgt, der gut getroffen ist, allerdings von Lars ohne Bekleidung ge­zeichnet wurde. Das fiel mir damals gar nicht auf.

Rechts daneben eröffnet sich der Blick in einen dunklen Saal, der zu einem er­heblichen Teil von einem riesigen Kristallmonolithen eingenommen wird, der ihn vor zeichnerische Schwierigkeiten stellte. Denn: wie stellt man auf einem Schwarzweißbild mit schwarzem Hintergrund einen schwarzen Monolithen dar? Das ist quasi unmöglich. Weswegen der schwarze Monolith denn bei Lars auch so aussieht, als wäre er aus hellem Glas gefertigt. Künstlerische Freiheit, muss ich zugeben. Zumindest gut improvisiert.

Direkt davor erkennt man fünf Mogolker, die den Betrachter ohne genauere Kenntnis vor Rätsel stellen. Man stelle sich Mogolker folgendermaßen vor: es handelt sich um Quasi-Molluskenwesen, deren „Skelett“ eine zentrale, auf der schmalen Seite stehende knöcherne Scheibe darstellt. Der Körper ist seitlich ge­wachsen, dort befinden sich auch die tentakelgleichen Gliedmaßen, die in Haut­falten geschoben werden können. Man erhält also den Eindruck von seltsamen „Kissen“, die sich vorwärts bewegen. Auf dem oberen Kamm wachsen Sinnes­haare, die bei Lars etwas übertrieben dargestellt wurden. Das kann aber nicht wirklich überraschen.

Warum dies nicht? Weil die gesamte Bildaufteilung und Motivwahl zeigt, dass er den Inhalt der Episode nicht kannte, sondern ich ihm als Vorlage für die Illus­tration die Kopie meiner eigenen Zeichnung zuschickte, die die Ursprungsepiso­de FdC 5 schmückt. Auch bei den späteren Zeichnungen, die er für die Serie an­fertigte – und es handelt sich dabei immerhin um nicht weniger als 26! – bin ich dann so verfahren. Dabei hat der Grad der Abstraktion konstant zugenommen.

Ich glaube, ich habe heute noch Gelegenheit, auf ein weiteres Bild einzugehen, das dem vorherigen direkt folgte. Es wurde von Lars für FdC 6: „Invasion auf der Brutwelt“ gezeichnet und folgt dem erwähnten Schema.

Gezeigt wird die Weite der Wüstenwelt Sayliih, der Brutwelt der Cranyaa, wobei sich Dünenlandschaft und Himmel etwa jeweils 50 % des Bildes teilen. In der unteren Hälfte ist von links oben nach rechts unten eine Fahrbahn zu erkennen, auf der sich ein Fahrzeug der Cranyaa nach rechts bewegt. Links und rechts der Fahrbahn auf den Dünenkämmen sind pilzförmige kleine Türme zu erkennen, die den in der Episode erwähnten Überwachungsautomatiken für den Cranyaa-Nachwuchs entsprechen.

Vom Himmel herab stoßen in einer langen Kette, die damit an klassische B-Mo­vies der 50er Jahre erinnert, eine Gruppe von 7 Raumschiffen herab, die von hinten nach vorne größer werden. Das vorderste feuert aus zwei Geschützen di­rekt auf den Betrachter, die Energieblitze vereinen sich zu einem Keil am unte­ren Bildschirmrand.

Leider hat Lars aus den „Schollenschiffen“ der Tsoffags, die im Original auf mei­ner Vorlage deutlich zu erkennen sind, klassische UFOs gemacht, aber da kann man nur seufzend sagen: künstlerische Freiheit. Ich musste ja froh sein, über­haupt Illustrationen zu haben, meine eigenen waren eher nur skizzenhafte Vor­lagen, die ich auch heute noch für die Veröffentlichung eher mit Skepsis be­trachten würde. Von professionell wollen wir da mal gar nicht reden.

Beide Illustrationen führte Lars mit schwarzer Tinte aus, wobei das erste mit deutlich mehr Schraffur und Differenzierung ausgearbeitet wurde, das zweite ist wohl deutlich schneller entstanden als das zu FdC 5. In der Folge sollte er dann aber noch sehr viel experimentfreudiger werden, das wird gewiss in der nächsten Ausgabe dieser Artikelreihe zutage kommen, worin ich mich dann et­was stärker am Riemen reißen und mehr und präziser zu den Bildern etwas sa­gen werde. Versprochen.

Für heute sind wir schon wieder am Schluss der Ausführungen angekommen, und damit im Jahre 1987. Ich kann noch ergänzen, dass diese Bilder übrigens tatsächlich in Band 2 der veröffentlichten FdC-Serie im Januar 1988 in Verviel­fältigung das Licht der Welt erblickten. Das hat fraglos dazu beigetragen, dass Lars am Ball blieb. Mehr dazu, wie gesagt, im sechsten Teil dieser Artikelreihe.

…und in der kommenden Woche kümmern wir uns dann um eine Leserfrage, die mich selbst ein wenig verdutzte, die aber vielleicht schon viele von euch ebenfalls umgetrieben hat, wenn eines meiner E-Books an den Start ging. Um welche? Ach, ich würde sagen, da lasst euch einfach mal überraschen.

Für heute soll es das jedenfalls mal wieder gewesen sein. Bis bald, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

die Überraschung saß aber wirklich – auf einmal befand ich mich in einem Glei­ter mitten über dem blauen Meer, über mir die strahlende, helle Sonne, und di­rekt vor mir, auf Fahrersitz und Beifahrersitz saßen zwei alte Bekannte: der Pilot Alyechin und sein neuer Freund, der allische Leutnant Nhaigoor von den alli­schen Interventionstruppen in Twennar. Das war echt nicht von schlechten El­tern!

Im Zuge meiner Überarbeitungen des Oki Stanwer Mythos (OSM), namentlich seines zweiten KONFLIKTS, der ja bekanntlich in der noch nicht vollendeten Se­rie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI) vorliegt und seit bald zwei Jahren in E-Book-Form an die Öffentlichkeit getragen wird, war ich erfreut zurückge­kehrt zu den Anfängen. In die TI-Serie, die ich zuletzt im Jahr 2007 (!) intensiv besucht hatte. Auf die Gründe, warum dann mein Elan, an der Serie zu arbei­ten, krass einbrach, komme ich in der Artikelserie „Was ist eigentlich der OSM?“ im kommenden Jahr noch zu sprechen.

Nun war ich jedenfalls zurück.

Wir schreiben das Jahr 441 yantihnischer Zeitrechnung. Ich befinde mich auf dem Planeten Rilecohr, der yantihnischen Heimat, die seit geraumer Zeit einem dramatischen kulturellen Wandel ausgesetzt ist, über den ich hier noch nichts vorwegnehmen möchte. Alyechin, der einstmalige Pilot von der GHANTUURON, ist jedenfalls mit dem Alli unterwegs zur Insel Shaktalon auf der Südhalbkugel von Rilecohr, und er fliegt dabei geradewegs in eine Falle… eine höchst unschö­ne Angelegenheit.

Ach ja, eine weitere Protagonistin dieser Episode ist die Sternenforscherin Nayeen, die ein sehr persönliches Problem bekommt, das sie letztlich zu einer Geisel machen wird… einer Geisel kosmischer Pläne, wie sie sich das in ihren schlimmsten Alpträumen nicht ausgemalt hat.

Und all das ist verknüpft mit einer Wüstenwelt namens Hushhin (!), mit einer verstorbenen Sternenforscherin namens Sianlee (!) und einem Volk, das als Baumeister (!) bezeichnet wird…

Ihr merkt schon an diesen wenigen Andeutungen, dass alles das, was ihr gegen­wärtig in der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ zu lesen bekommt, durchaus sehr weitläufige Auswirkungen auf die Zukunft haben wird, und ich könnte mir vorstellen, dass manches Nachlesen in früheren Episoden in diesem oder im kommenden Jahr schon die ersten interessanten Aha-Effekte zeitigen werden.

Ebenfalls wird die Verknüpfung mit den Romanen und Kurzgeschichten der lo­sen Geschichtensammlung „Aus den Annalen der Ewigkeit“ inniger. Hier sind zwar erst drei Annalen-Werke entstanden und publiziert worden, aber beson­ders aus dem letzten werdet ihr wahrscheinlich, wenn ihr alles bislang sorgfältig gelesen habt, einen interessanten und vertrauten Begriff mitgenommen haben.

Welchen? Nun, den „Sonnengarten“.

Ich berichtete in der obigen Artikelserie „Was ist eigentlich der OSM?“ schon, dass dieser Begriff eigentlich im Jahre 1987 im KONFLIKT 12 „Oki Stanwer – Be­zwinger des Chaos“ (BdC) (1987-1993) geprägt wurde. Aber seinen Ursprung kannte ich nicht, bis ich im Jahre 2003 dann in das Reich der Yantihni vordrang und sich hier für mich (!) diverse Aha-Effekte ergaben.

Man darf ja nie aus dem Blick verlieren, dass ich den OSM intuitiv schreibe. Das bedeutet, dass ich zwar manchmal gewisse Mutmaßungen anstellen kann über den Handlungsverlauf, dass mir aber durchaus nicht klar sein muss, wie die Ge­nese bestimmter Begriffe oder Handlungsstrukturen vonstatten gegangen ist, ehe sie von mir erstmalig niedergeschrieben werden. Da der OSM sich achro­nisch in beide Richtungen entwickelt, da manchmal die Erinnerungen früher da sind, als die Ereignisse, auf die sie rekurrieren, beschrieben werden konnten, deshalb tauchen auch solche Begrifflichkeiten mitunter aus dem Nichts auf und bekommen erst sehr viel später ihre Fundamente.

Der „Sonnengarten“ war solch ein Begriff.

Dass er das mythische Paradies des Sonnengottes Quin der Yantihni war, konnte ich beim besten Willen nicht wissen, als ich 1987 die Sternenfeen der Galaxis Bytharg dort besuchte. Und die Sternenfeen hatten daran auch gar keine Erin­nerung mehr.

Als ich dann anno 2004 in der TI-Serie den Sonnengarten persönlich aufsuchen durfte – ein phantastisches Setting, versichere ich euch, über das euch die TI-E­pisoden in der nahen Zukunft aufklären werden – , war das ein bisschen wie die Heimkehr in einen vertrauten Garten der Vergangenheit. Wunderschön und doch voller Überraschungen.

Und nun, im Monat Mai, rutschte ich also, wie eingangs beschrieben, wieder zurück ins yantihnische Reich, das ich seit langem nur in Form von Neuformatie­rungen und E-Book-Überarbeitungen erlebt hatte. Was war das für eine Freude!

Dank der Tatsache, dass die E-Books natürlich sehr viel ausführlicher sind als die ursprünglichen Episoden, die ich schrieb, habe ich jetzt sehr viel mehr Grund­lagen. Aus TI 11 „Das Archiv der Hushhiner“ beispielsweise (erschienen Anfang Juni 2014) nahm ich Kenntnisse über die Insel Shaktalon mit. Für den bevorste­henden Band, der an jenen anschließt, an dem ich derzeit gerade arbeite, wer­de ich mit frisch aktualisierten Kenntnissen über die Wüstenwelt Hushhin zu­rückkehren und hier einen Crossover in einen Bereich realisieren, den ihr erst anno 2015 kennen lernen dürft.

Es ist ein wenig unangenehm, hier so im Diffusen bleiben zu müssen, aber das geschieht durchaus zu eurem eigenen Besten. Es wäre doch sehr unfair, wenn ich euch heute schon erzählte, wohin letzten Endes der Handlungsstrang um den hünenhaften Technikforscher Noshtoy und seine Begleiter führt, deren Spur ihr in TI 12 „Sternenlegenden“ (Juli 2014) für eine Weile aus dem Blick verloren habt. Und selbiges würde natürlich auch für die Folgeepisoden der GHANTUURON-Besatzung gelten, deren Zukunft ich schon recht weit aufgehellt habe und die sehr interessante Verästelungen erfahren hat.

Hier ist es eben so, dass die gemächliche Publikationsweise des OSM, teilweise aus Zeitgründen erzwungen, teilweise aus Finanzgründen so gegeben, mich am allermeisten stranguliert. Die Baumeister und die Lichtmächte mögen meine Zeugen sein, dass ich euch am liebsten sehr viel mehr an OSM-Material an die Hand geben würde… es ist nur derzeit einfach nicht machbar, weil ich mit so vielen anderen Dingen befasst bin: eine Brotarbeit suchen, Lektorate durchfüh­ren, historische Projekte planen, Conventions strukturieren, Lesungen erarbei­ten und vielleicht durchführen… von vielen kreativen Denkansätzen, die in der Realisierungsphase sind und mich in diesem Monat Mai 2014 aufhalten, kann ich aktuell noch nichts berichten. Bis ihr diesen Beitrag am 7. Dezember 2014 zu lesen bekommt, werden sich die Dinge möglicherweise sehr zum Besseren ver­ändert haben… vielleicht auch zum Negativen.

Ich lasse mich da mal überraschen.

Klar ist für mich nur soviel: das intuitive Schreiben des OSM steckt für mich von Monat zu Monat voller Überraschungen und faszinierender Wunder. Weiß der Himmel, zu welchen Gestaden es mich in den kommenden Monaten trägt! Ich kann das heute noch nicht sagen. Am 18. Januar werdet ihr schlauer sein, dann er­scheint der nächste Teil dieser Artikelreihe.

In einer Woche an dieser Stelle fahre ich fort mit der Artikelserie „Der OSM im Bild“, wo ich auch schon Teil 5 erreicht habe. Dort werde ich mich um den KON­FLIKT 14 und seine Illustrierung kümmern. Lasst euch mal überraschen, was sich da getan hat.

Bis nächste Woche, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos,

und wieder gilt es heute, einen kleinen Schritt weiter in die Geheimnisse des Oki Stanwer Mythos einzudringen. Mit dem jetzt erschienenen Band 15 der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI) wird eine weitere Etappe der Serie abgeschlossen: Die yantihnischen Raumfahrer der GHANTUURON haben Kontakt mit den reptiloiden Allis geschlossen, und epochaler Besuch kündigt sich an.

Zugleich habt ihr durch die Seitenpfade der Handlung ein wenig mehr über die rätselhafte Dschungelwelt Shookash erfahren und entdeckt, dass da deutlich mehr Geheimnisse und intergalaktische Politik im Spiel sind, als die immer noch recht arglosen Kundschafter von Rilecohr zu sehen bekommen haben. Man kann sagen: mit den Erkenntnissen, die den aktuellen Roman auszeichnen, fängt für die Yantihni der Ernst des Lebens richtig an.

Die Macht der Liebe“ ist der Abschlussband der aktuellen Trilogie um die GHANTUURON-Raumfahrer, in dem ihr erfahrt, was denn aus den beiden ver­schollenen Expeditionsmitgliedern Vanshcor und Rayani geworden ist. Ihr könnt ihnen in ein „Museum der Vushgor“ folgen (das nichts mit unseren landläufigen Museen gemein hat), und dann ist da auch noch diese rätselhafte Macht der „zentralen Membran“, die den Allis nicht geringe Probleme bereitet.

Was das genau bedeutet? Was das zur Folge hat? Das solltet ihr vielleicht nach­lesen, wenn eure Neugierde geweckt wurde.

Lest einfach im E-Book „Die Macht der Liebe“ weiter, und ihr erfahrt die Einzel­heiten.

Das E-Book im MOBI-Format ist ab sofort für den Preis von 1,49 Euro bei Ama­zon-KDP erhältlich. Der Gratisdownload wird am 11. Dezember 2014 möglich sein.

Und wer zum Oki Stanwer Mythos zwischen den Erscheinungsterminen meiner E-Books noch mehr Informationen erhalten will, ist natürlich herzlich willkom­men bei meinem Wochenblog hier auf www.oki-stanwer.de. Wir hören vonein­ander!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.