Liebe Freunde des OSM,

das kam jetzt alles etwas unerwartet für mich. Ihr werdet diese Zeilen hier erst Anfang Februar 2014 lesen, aber zugetragen hat sich das alles im späten No­vember 2013. Lasst mich einen Moment die Gedanken sammeln und ausholen…

Ich arbeite seit Ende 2012 an der E-Book-Bearbeitung der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI), und inzwischen war die Reihe am dramatischen Band 9 der Serie. Mit „Ins Innere der Maschine“ blickt ihr in den Furcht einflö­ßenden metallenen Abgrund der Vernichtungsmaschinerie des Terrorimperi­ums, und im Gegensatz zu euch Lesern wissen die wissbegierigen, arglosen Yan­tihni nicht wirklich, womit sie es hier zu tun haben. Entsprechend erschreckend fällt diese Geschichte auch aus, über die ich hier noch nichts Näheres verraten möchte. Den Höhepunkt der dramatischen Geschehnisse um den Vorstoß des Piloten Yuuricor und seiner Crew erlebt ihr dann im März mit TI 10 „Das Ma­schinenvolk“.

Während ich an diesem Werk arbeitete, wurde ich – aktuell noch arbeitslos und auf ALG II angewiesen – in einen Kursus des Jobcenters geschickt, der „Vermark­tungsstrategien für Akademiker“ etikettiert war. Eine zweiwöchige Form von Crashkurs, in dem ich nicht nur etwas über aktuelles Aussehen von Bewerbun­gen, den modernen Arbeitsmarkt und neue Jobsuchportale vermittelt bekam (dafür hätte man wohl kaum zwei Wochen gebraucht), sondern es ging hier auch um Simulation von Übungen aus Assessment-Centern, mit denen ich bis­lang nur dem Namen nach zu tun gehabt hatte.

Tja, und die Schlussübung bestand dann aus einer Selbstpräsentation. Da ich mich in so etwas immer schwer tue und auch in Vorträgen eher dazu neige, ein wenig fahrig zu werden, wenn ich mich nicht an einem stringenten Skript fest­halten kann, hatte ich vor dieser Präsentation gehörigen Bammel. Das würde wohl jedem so gehen.

Der Vorteil bestand darin, dass ich die insgesamt 15 Kursteilnehmer inzwischen recht gut kannte, sie unheimlich mochte und auch mit der Dozentin ausgezeich­net klarkam. Die Hemmschwelle war also dementsprechend niedrig. Und ich wurde sogar noch ermutigt, ein Projekt zu wählen, „das ich voll und ganz ver­treten“ könne.

Damit wurde mir in den letzten Tagen des Kurses zunehmend klar, was ich prä­sentieren würde: mich selbst als E-Book-Autor und das E-Book-Projekt an sich als eigenes Werk. Ungewohnt, natürlich… aber zugleich begriff ich das als eine gute Chance, mich auf die 2014er-Präsentation vorzubereiten, die unbedingt auf mich zukommen würde, nämlich auf dem Convention Raum & Zeit Continu­um III Anfang Mai 2014.

Auf diesem vom Förderverein Phantastika Raum & Zeit e. V. veranstalteten Event werde ich bekanntlich eine Lesung aus meinen E-Books vortragen und habe dann außerdem vor, einiges darüber zu erzählen, wie mein erstes Jahr als E-Book-Autor verlaufen ist. Besonders ist dann darüber zu berichten, ob sich meine Erwartungen erfüllt haben und wie ich mir den Zu­kunftsverlauf vorstelle. Jeder einzelne meiner inzwischen schon sehr zahlrei­chen Leser ist dazu natürlich herzlich eingeladen.

Vorab über die Programmpunkte informieren könnt ihr euch vergleichsweise mühelos auf der Homepage des Fördervereins unter www.sciencefiction.de oder jeden ersten Donnerstag im Monat um 19 Uhr auf dem SF-Stammtisch im Café DIALOG am Rebenring in Braunschweig. Auch hier sind Gäste jederzeit will­kommen, man muss kein Mitglied im Förderverein sein. Und ja, auch Fanta­sy-Fans sind da durchaus willkommen.

Zurück zum 22. November 2013, an dem meine Präsentation stattfand.

Ich stellte hocherfreut fest, dass es mir wirklich ausgezeichnet leicht fiel, ein vierteiliges Konzept aus dem Ärmel zu schütteln, das folgende Punkte umfasste:

  1. Selbstvorstellung

  2. Vorstellung des E-Book-Projekts in seinen bisherigen Dimensionen; Erläu­terung, wie es überhaupt entstanden war

  3. Zukünftige Planungen des Projekts

  4. Lesung der Story „Edgars Sorgen“, die das Zentrum meiner zweiten An­thologie für 2014 sein soll

Diese Konzeption wurde umso einfacher, als ich gewissermaßen aus dem Vollen schöpfen konnte – inzwischen waren 11 E-Books konzipiert und publiziert, mit der TI 9-Geschichte existierten nun drei weitere, noch nicht veröffentlichte E-Books, kurz zuvor hatte ich bereits die Titelbilder der nächsten Coverstaffel erhalten, so dass alle Titelbildmotive bis Sommer 2014 vorlagen. Ich erstellte zudem noch zwei Statistiken über die Gesamtdownloadzahlen der zehn E-Books bis Ende Ok­tober und über die Besucherzahlen auf meiner Homepage (bis zu diesem Zeit­punkt gut 12.000, Tendenz: weiter deutlich steigend).

Nun, und ich konnte eine schöne Titelbildgalerie an die Tafel heften und hatte damit genügend Eyecatcher, wie man heutzutage neudeutsch zu sagen pflegt, und als Bonusmaterial brachte ich die Titelbilder der E-Books „Die Katze, die die Sonne stahl“ und „Beide Seiten der Medaille und andere phantastische Geschichten“. Und allein das Katzen-Cover brachte mir den schönen Kommen­tar einer Teilnehmerin ein, sie würde allein das Titelbild schon sehr neugierig auf die Geschichte machen.

Die Folge war, dass ich wirklich vor der Klasse stehen konnte und munter und sehr überzeugend mein E-Book-Projekt zu „vermarkten“ imstande war. Es machte durchaus Spaß, und das ist eigentlich ein wenig überraschend für mich gewesen. Ich empfinde mich – und das kam auch während eines Persönlich­keitstests, der ebenfalls Teil des Kurses war, recht klar heraus, als einen eher ein zurück­haltenden, introvertierten Menschen, der im Grunde nur dann aus sich stärker her­ausgeht, wenn es um etwas geht, von dem er wirklich sehr viel versteht. Zu­gleich bin ich aber auch eine Person, die normalerweise nicht eben viel von Überredung hält. Ich neige nicht dazu, Menschen zwingend von etwas überzeu­gen zu wollen, derlei Ambitionen sind mir eher fremd. Insofern ist dieser Blog – und gelegentliche Vorträge, natürlich – so ziemlich das Äußerste, was ich in die­ser Hinsicht sonst tue.

Als „Premiere“ für das Vorstellen des E-Book-Projekts und damit als Vorübung auf die analoge Vorstellung auf dem Con war diese Veranstaltung aber eine schöne Sache. Das anschließend gegebene Feedback machte mir klar, dass ich noch deutlicher auf Akzentuierung achten sollte, nicht zu schnell reden und möglichst Blickkontakt mit dem gesamten Publikum suchen sollte… das sind so Kleinigkeiten, durch die ich mich selbst leicht aus dem Konzept bringen lasse. Aber das ist natürlich nun nichts, woran nicht gearbeitet werden könnte.

Ich kann, abschließend gesagt, nur betonen, dass solche Möglichkeiten zur Selbstpräsentation unbedingt wahrgenommen werden sollten, sobald sie sich einem Schriftsteller bieten, der noch nicht völlig sicher ist, wie er auf das Publi­kum wirkt. Man kann dadurch schön lernen, dass etwa das Publikum nicht zur Spezies der bissigen Tiere gehört, dass negatives Feedback eher selten ist und zumeist die Zuhörer schon fasziniert sind, wenn überhaupt klar wird, dass da je­mand ist, der GESCHICHTEN liest, die er sich SELBST ausgedacht hat.

Das ist immer – für die Zuhörer, die über derlei Fähigkeiten meist nicht verfügen – so etwas wie ein kleines Wunder und zudem ein starker Bonus, der die Zuhö­rerschaft sowieso von vornherein schon für den Autor einnimmt.

Ich habe diese Chance wahrgenommen und genossen, ja.

Das hing natürlich auch mit dem phantastischen Publikum zusammen, dem an dieser Stelle sehr zu danken ist. Es würde mich sehr freuen, wenn wir uns, bei Interesse, mal wie­dersehen und nicht vollkommen aus den Augen verlieren. Ich weiß, dass ihr neugierig darauf seid, wie das E-Book-Projekt voranschreitet und sich entwi­ckelt… und ich sage euch, ihr habt alle noch gar keine Vorstellung davon, was euch in der nahen Zukunft erwartet. Da liegen phantastische Lesestunden vor euch – vorausgesetzt natürlich, dass ich im Laufe des Jahres 2014 durch neugie­rige Leser, die meine E-Books kaufen, dahin komme, dass ich mindestens meine monatlichen Kosten decken kann. Aktuell ist das noch nicht der Fall… und wie ich schon mal betont habe – als ALG II-Bezieher ist mein Eigenkapital doch lei­der sehr begrenzt.

Das soll dann für heute als kleiner Ausflug in das Reich des vorgestellten OSM reichen. In der nächsten Woche findet ihr an dieser Stelle das „Logbuch des Au­tors 4“ vor, und dann geht es um kontrafaktische Welten im OSM. Damit habe ich euch neugierig genug gemacht.

Bis nächste Woche, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

vor drei Wochen ließ ich euch an dieser Stelle vermutlich in ziemlicher Konfusi­on zurück und mit einem Problem, das sich von dem derzeit als E-Book zu le­senden OSM ziemlich weit entfernt hat – mit der Entdeckung nämlich, dass sich im Jahre 1994, vor knapp zwanzig Jahren also, das Grundkonzept des Oki Stan­wer Mythos durch die Entwicklungen im KONFLIKT 23 „Oki Stanwer – Der Dä­monenjäger“ (1988-1994) gründlich verändert hatte.

Der „alte OSM“ war passé, es begann nun eine Epoche, die ich den „modernen OSM“ nennen möchte. Und da wir es bei diesem Gesamtwerk mit einer Ge­schichte zu tun haben, die in a-chronologischer Folge geschrieben wird, bedeu­tet das zur allgemeinen Verwirrung, dass nämlich gerade das nicht eintritt, was man vielleicht naiv denken möchte. Ich kleide es in folgende Worte: wenn, könntet ihr euch ja vorstellen, im KONFLIKT 23 die alte Ordnung des OSM um­gestürzt wird, bezieht sich das moderne OSM-Konzept allein auf das, was da­nach kommt.

Leider falsch, und zwar völlig falsch.

Wer so denkt, nimmt ebenfalls schlicht an, dass ich den OSM chronologisch schreibe, von Ebene 1 beginnend und bis (eines fernen Tages, vielleicht) KONFLIKT 32 voranschreitend.

In Wahrheit arbeite ich ja an vielen Serien parallel, die chronologisch ziemlich verschieden im Gesamtkonzept einsortiert sind. KONFLIKT 2 etwa, die Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI), die ihr vielleicht im E-Book-Format lest – sie wird jetzt gerade richtig spannend, wie ich meine – , liegt zwar hand­lungschronologisch tief im „alten“ OSM. Sie hat aber erst 2003 begonnen, über­haupt ausgearbeitet zu werden… und damit gehört sie natürlich gedanklich in den „modernen“ OSM. So verhält es sich auch mit KONFLIKT 4 „Oki Stanwer – Der Insel-Regent“ (IR), mit KONFLIKT 7 „Oki Stanwer – Held der Hohlwelt“ (HdH) und mit KONFLIKT 9 „Oki Stanwer – Der Kaiser der Okis“ (DKdO).

Behaltet diese Gedanken also im Hinterkopf, wir kehren nun tatsächlich zurück ins Jahr 1995. Der KONFLIKT 23 war Vergangenheit, mein Kopf völlig wirr ange­füllt mit unmöglichen Möglichkeiten, und es gab viele Serien, die in Bearbeitung waren… und eine neue, die ich direkt am 5. Juni 1994 begonnen hatte, nämlich den Einstieg in das Chaos des ersten Netzuniversums: KONFLIKT 24, also „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“ (NK).

In dieser Serie kam ich, wie überhaupt im gesamten OSM, in dem Jahr 1995 nicht sonderlich vom Fleck. Das hatte mehrere Gründe. Einer lag natürlich dar­in, dass ich in Braunschweig zu studieren begonnen hatte, was mich eine Men­ge Zeit und Energie kostete, namentlich in den ersten beiden Semestern (also bis Spätsommer 1995). Zum anderen musste ich nebenher jobben, um mir das Studium zu finanzieren. Die Folge war: kreative Ebbe im OSM und insgesamt. Im ganzen Jahr entstanden lediglich 55 fertige Werke, viele davon Gedichte. Zum Vergleich: so etwas schaffe ich heute in zwei Monaten…

Begonnen wurde das Jahr mit KONFLIKT 20 „Oki und Cbalon – Das Ewigkeits­team“, wo ich in die gespenstische Galaxis Feuerrad aufbrach und unbegreifli­che Schattenkrieger kennen lernte, die mir noch nie über den Weg gelaufen wa­ren. Es gab hier Dunkelwelten und einen Schatz zu heben, von dem ich schon vor langer Zeit in KONFLIKT 18 „Kampf gegen TOTAMS Dämonen und Schergen“ (1984-1989) gehört hatte: die Dämonenzepter. Bis Jahresende gelangte ich an Band 83 dieser Serie („Zentrum des Rotraums“), wo ein weiterer „alter Bekann­ter“ des OSM in Erscheinung trat – der Totenkopf-Prophet.

Fürwahr, eine illustre Serie, die auch mit Band 83 keinerlei Anstalten machte, sich dem Ende zu nähern.

Im Februar fuhr ich mit NK 7 „Werber des Lichts“ fort, die Wirren in der Galaxis Bool zu beschreiben. Und da lief mir das nächste bekannte Volk über den Weg: diesmal die würfelgestaltigen Masork, die mir bald auch in KONFLIKT 22 „Oki St­anwer – Der Schattenfürst“ (DSf) begegnen sollten.

Im März stolperte ich in die chaotische Milchstraße des 39. Jahrhunderts irdi­scher Zeitrechnung – richtig, in KONFLIKT 16 „Oki Stanwer – Der Mann aus dem Nichts“ (DMadN). Hier war Oki Stanwer in Band 59 „Report des Horrors“ dabei, sich im Chaos der Galaxis zurechtzufinden, die vor Jahrzehnten durch den An­griff des GALAXIENBEZWINGERS politisch völlig in Unordnung geraten war. Hier traf er – für mich im April 1995 – endlich auch auf seinen inzwischen erwachsenen Sohn Marconius Stanwer, inzwischen Leiter der Galaxisrebellen. Und hier merkte ich allmählich ziemlich deutlich den Einfluss des modernen OSM-Konzepts.

Warum? Nun, weil ich Marconius schon lange kannte. Er war in KONFLIKT 18, den ich sechs Jahre vorher abgeschlossen hatte, bereits – als Matrixfehler – ums Leben gekommen. Wann er aber nun genau geboren worden war, das er­lebte ich erst 1995 mit. Nicht wirklich verblüffend für mich, denn KONFLIKT 16 spielt ja 10 Milliarden Jahre VOR KONFLIKT 18. Dass ich diesen KONFLIKT 16 freilich erst drei Jahre später, also 1998, beenden sollte, mag für manchen Le­ser, der klare Chronologie erwartet, die Verwirrung vollständig machen. Aber glaubt mir, so funktionierte der OSM schon immer. Er war nur graduell kompli­zierter geworden.

Im Mai und Juni desselben Jahres 1995 brach ich dann schließlich wieder in die verstörenden Niederungen des KONFLIKTS 22 auf, wo – wie ich neulich erwähn­te (Blogartikel 45) – das Herz des SYNDIKATS schlug, jenes Reiches der negati­ven GRALSJÄGER, die über die Grenzen der untergehenden Universen hinweg vorwärts und rückwärts in der Zeit unterwegs sind und Raubzüge durchführen, Kriege führen, Waffenhandel und Intrigen exportieren. Und ich entdeckte in DSf 21: „Schwarzes Herz Veley“ eine ganze, monströse Kleingalaxis, die sich auf un­begreifliche Weise in einen Makroorganismus verwandelt hatte. Einen Makro­organismus, der in seinem Zentrum einen Gefangenen enthielt – den Planeten TOTAM.

Na klasse, dachte ich mir, was ist DAS denn nun schon wieder? Ich erhielt keine Aufklärung.

Stattdessen rutschte ich bei KONFLIKT 16 immer weiter in verwirrende Sachver­halte hinein. Ich klärte im August ein Zeitparadoxon auf, stieß auf die Angehöri­gen einer DIGANTISCHEN Kriegsflotte – die DIGANTEN sind Kegelwesen, die ur­sprünglich in KONFLIKT 14 „Oki Stanwer – Feldherr der Cranyaa“ (FdC) (1983-1988) aufgetaucht sind; inzwischen waren sie mir auch als Energietechniker in der Galaxis Daarcor in KONFLIKT 22 untergekommen… nun, und hier waren sie also auch noch… Und ich machte die recht beunruhigende Entdeckung, dass die Bediensteten der Sieben Lichtmächte auch in diesem KONFLIKT nicht so funk­tionierten, wie sie sollten.

Man muss dazu zwei Dinge wissen: die Lichtmächte setzen üblicherweise auf künstliche Lebensformen, die sie schematisch herstellen und schließlich mittels einer starken Primärenergieaufladung mit einem quasi-biologischen Lebensfun­ken erfüllen. Solche Wesen nennt man regulär Grauhäutige, und diese Wesen tickten in KONFLIKT 18 bekanntlich vollkommen aus und wollten am Ende sogar Oki Stanwer umbringen (was ihnen glücklicherweise misslang).

In KONFLIKT 16 nun bedienten sich die Lichtmächte ähnlicher Kreaturen, der so genannten CROMOS, die unter anderem ursprünglich als Bewachungsmann­schaft der Kegelwelten dienen sollten. Die Kegelwelten wiederum waren ein Entropie-Frühwarnsystem, das in der Milchstraße des KONFLIKTS 16 von Anfang an nicht richtig funktionierte. Und als Oki Stanwer nun nach seinem 40-Jahre-Zeitsprung aus der Galaxis Kirrongar zurückkehrte, musste er entdecken, dass die CROMOS sogar noch wahnsinniger geworden waren, als es die Grauhäuti­gen jemals gewesen sind. Und sie hatten eine Kriegsflotte gehortet, die imstan­de war, alle Reiche der Galaxis in Schutt und Asche zu legen.

Aber sie und den Befehlen der Lichtmächte gehorchen? Oki Stanwer gar? Nie und nimmer. Also waren sie eine ziemlich üble und fast unbesiegbare Bedro­hung. Es sei denn, man konnte patente Hilfe gegen sie finden, etwa bei den Baumeistern…

Chaos pur? Ja. Aber sehr faszinierend und vollkommen unvorhersehbar. So we­nig OSM ich in diesem Jahr auch schreiben konnte, die Handlungsfäden, an de­nen ich mich entlanghangeln konnte, waren wirklich überall von beeindrucken­der Komplexität.

Ich vermute, es erübrigt sich die Bemerkung, dass nichts von all diesen Werken bis heute das Licht der Öffentlichkeit erblickt hat, nicht wahr? Aber deshalb sitzt ihr ja mit dieser Artikelreihe in meinem Blog in der ersten Reihe der Loge und könnt hier bereits ein paar Andeutungen auf kommende Lesesensationen be­kommen. Denn über kurz oder lang plane ich schon (steigende interessierte Le­serzahlen vorausgesetzt, weil mir andernfalls der finanzielle Atem ausgehen wird, und zwar könnte das in diesem Jahr 2014 schon der Fall sein), all diese Ge­schichten nach und nach zugänglich zu machen. Es hilft also mir wie euch, wenn ihr ein wenig Werbung für meine Werke macht – ich baue da auf euch!

Ansonsten kann man sagen, das Jahr 1995 war so eine Art Übergangsphase. Vielleicht war es ganz ge­schickt, dass ich in diesen 12 Monaten nicht allzu weit kam mit dem Weiter­schreiben am OSM, denn so hatte ich ein wenig Gelegenheit, mich an die neuen Gedankenpfade im modernen OSM zu gewöhnen. Wirklich wirksam wur­de das, was ich 1994 mit dem neuen OSM-Konzept angestoßen hatte, erst in den beiden Folgejahren.

In Folge 14 dieser Serie werde ich am 2. März noch mal kurz auf die ganzen be­gonnenen OSM-Projekte dieses Jahres 1995 eingehen und mich dann in den turbulenten Hexenkessel des Jahres 1996 stürzen. Und bald danach nähern wir uns sowieso einem Augenblick (1997), in dem meine Welt gründlich umgestülpt wurde und ich mich für eine ganze Reihe von Jahren ziemlich weit – wenn auch nicht vollständig – vom OSM entfernte. Aber ehe ich etwas über das Konzept des Archipels erzähle, werdet ihr euch noch eine Reihe von Wochen gedulden müssen.

Nächste Woche an dieser Stelle werde ich weiter über die Entwicklungen in der TI-Serie referieren. Also, bleibt dran, Freunde!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Das neue E-Book ist da: „Ins Innere der Maschine“

Posted Februar 1st, 2014 by Uwe Lammers

Liebe Freunde meiner E-Books im Allgemeinen und des Oki Stanwer Mythos im Speziellen,

es ist wieder mal soweit, dieses Mal ungewöhnlich früh im Monat, nämlich am Monatsersten. Das neue E-Book „Ins Innere der Maschine“ ist soeben auf Amazon.de veröffentlicht worden und steht ab sofort zum Download bereit. Der Preis beträgt wie üblich 0,99 Euro.

Worum geht es darin?

Die Leser, die schon länger meinem E-Book-Programm folgen, warten womöglich schon nägelkauend auf diese Geschichte. Immerhin handelt es sich dabei um Teil 2 der „Sternenhammer“-Trilogie, die im Januar 2014 ihren Anfang nahm. Wer noch nicht dabei war, sei kurz auf den aktuellen Stand gebracht:

Vor mehreren Monaten stürzte im Reich der humanoiden Yantihni völlig unvermittelt eine Raumkapsel aus den Tiefen der Galaxis Twennar ab und schlug auf dem Wüstenplaneten Hushhin auf (vgl. dazu die TI-Bände 4 „Der Schiffbrüchige“ und 5 „Wenn der Sternenhammer fällt…“ aus dem vergangenen Jahr).

Der darin befindliche Alien, der Tassaier Gwensh, verstarb bald darauf, konnte jedoch einen schrecklichen Bericht und zugleich Hilferuf loswerden: seine Heimat werde von einer mondgroßen Vernichtungsmaschine geradezu verdaut, dem so genannten „Sternenhammer“, und seine Zivilisation sei dem Untergang geweiht. Er hatte allerdings kein Bildmaterial bei sich. Niemand konnte sagen, was an diesem Bericht der Wahrheit entsprach.

Die yantihnische Regierung war gleichwohl so alarmiert, dass das zweite Langstreckenforschungsschiff, die RHONSHAAR, auf den Weg in Gwenshs Heimat, das Xoor’con-System an der so genannten „Bebenzone“ gesandt wurde. Die Raumfahrer sollten herausbekommen, was an diesem Bericht Wahrheit und was vielleicht Fieberphantasie gewesen sein mochte (vgl. dazu TI 8 „Am Rand der Bebenzone“, Januar 2014).

Zu dumm: die entsandte Besatzung des Beiboots RHON-2 unter dem Piloten Yuuricor stellte schockiert fest, dass Gwensh die lautere Wahrheit gesprochen hatte. Es gab diesen „Sternenhammer“ tatsächlich… und er war sogar noch vor Ort!

Im vorliegenden E-Book wird beschrieben, wie die Yantihni-Forscher sich tatsächlich diesem monströsen Gebilde nähern und was sie vorfinden, als sie in sein Inneres vordringen.

Und ja, es darf gegruselt werden.

Ich wünsche euch angenehme Unterhaltung bei der Lektüre – der Teil 3 dieses Abenteuers erscheint dann Anfang März unter dem Titel „Das Maschinenvolk“. Aber was das genau ist, verrate ich heute natürlich noch nicht…

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

es ist doch echt schon wieder der erste November, wenn ich diese Zeilen schrei­be, und irgendwie ist das schwer zu glauben… eben noch schien das Jahr 2013 gerade begonnen zu haben, und nun ist es beinahe wieder Vergangenheit. Abenteuerlich, aber so ist das Leben. Und ein Blick auf meine inzwischen 315 fertig gestellten Werke zeigt mir, dass dieses Jahr mit Abstand zu den produk­tivsten meines Lebens gehört (aber vielleicht hat das auch nur damit zu tun, dass ich im Laufe der letzten Jahre mein Erfassungssystem noch diffiziler ge­macht habe und ein disziplinierterer Arbeiter bin als einst. Das zu entscheiden, obliegt späteren Biografen…).

Schauen wir einfach mal, was dieser Monat im Detail an OSM-relevanten Wer­ken gebracht hat, sowohl den fertigen wie den begonnenen oder weitergeführ­ten. Wie ihr wisst, zeigen () an, dass die Werke noch nicht fertig gestellt worden sind.

18Neu 46: Knochenvögel

Blogartikel 43: Work in Progress, Part 10

14Neu 3: Dunkelmonds Ultimatum

Erläuterung: Dunkelmond ist ein so genannter Tsoffag, Angehöriger eines Vol­kes, das der Dämonenwaffe ROOKAX im KONFLIKT 14 dient. Erst im Verlauf der Serie kristallisiert sich heraus, dass die in silbernen Schollenschiffen in Erschei­nung tretenden Tsoffags gar kein Gesicht besitzen – sie SIND die Raumschiffe, eine raumfahrende, symbiotisch-kybernetische Spezies künstlicher Natur, er­schaffen vom Volk der Biogenetiker der Soogrer.

(DSf 17: Vagabund der Sterne)

Erläuterung: Die Titelfigur dieser Episode ist der hier erstmals auftretende nega­tive GRALSJÄGER Inciil. Den Kerl solltet ihr euch gut merken, er spielt im aktuel­len OSM noch immer eine eminente Rolle.

E-Book 12: Am Rand der Bebenzone

Die leblosen Doppelgänger – OSM-Story (kommentierte Abschrift)

Erläuterung: Diese Geschichte spielt im KONFLIKT 9 „Oki Stanwer – Der Kaiser der Okis“, und sie war einst gedacht als zweiter Teil eines Mehrteilers zum The­ma der so genannten „Plus-Oki-Problematik“. Über Teil 3 ging dieser Zyklus aber nie hinaus, er endet bis heute in der Aporie.

14Neu 4: Die Tsoffag-Mission

Blogartikel 48: „Was ist eigentlich der OSM?“, Teil 13

(OSM-Wiki)

Glossar der Story „Die leblosen Doppelgänger“

Revolte der Okis – OSM-Story

Erläuterung: Dies ist der dritte Teil des oben erwähnten Mehrteilers zu den Plus-Okis. Er endet dramaturgisch natürlich klasse – Oki Stanwer ist Gefangener der Plus-Okis und der mit ihnen kollaborierenden Okis, und er wird als Geisel auf den ZYNEEGHAR 11, den „Okiplaneten“ gebracht, das Zentrum des okischen Im­periums, dessen Zerstörung sich die Plus-Okis auf ihre Fahnen geschrieben ha­ben… wir werden irgendwann in der Zukunft von diesem Problem wieder hören.

(Annalen 2: Ian und der Stein der Götter)

Glossar der Story „Revolte der Okis“

(Glossar der Serie „Oki Stanwer“)

Blogartikel 42: Logbuch des Autors 3: OSM-Kriminalistik – gibt es die? Oktober 2013

18Neu 45: Schädel-Zauber

(E-Book 14: Das Maschinenvolk)

(E-Book 13: Ins Innere der Maschine)

(Glossar der Serie „Kampf gegen TOTAMS Dämonen und Schergen“)

DSf 11: Der Soogrer (Abschrift)

Erläuterung: Also, wo habe ich noch mal von den „Soogrern“ gesprochen? Nun, weiter oben… es handelt sich bei dem hier auftretenden Helfer des Lichts na­mens Goonex um ein Wesen derselben Spezies. Allerdings liegen zwischen KON­FLIKT 14 „Oki Stanwer – Feldherr der Cranyaa“ (1983-1988) und diesem KON­FLIKT 22 „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“, begonnen 1989, rund 40 Milli­arden Handlungsjahre…

DSf 14: Friedhofswanderer (Abschrift)

(DSf 15: Zentrum der Macht)

Blogartikel 52: „Was ist eigentlich der OSM?“, Teil 14

(DSf 16: Oki Stanwer, der Tyrann)

(DSf 18: Kosmische Waffenhändler)

(Sherlock Holmes und der Tunguska-Fall – OSM-Story)

Blogartikel 55: „Was ist eigentlich der OSM?“, Teil 15

(Spurensuche in Babylon – OSM-Story)

(18Neu 48: Heiligtum der Skelette)

(DSf 19: Sternenmythen)

(Die automatische Stadt – OSM-Story)

DSf 13: Das grüne Licht (Abschrift)

Erläuterung: Es ist schon eine geisterhafte Sache, von einer schwebenden, grü­nen Lichtkugel seine Befehle zu erhalten. Aber genau das widerfährt den so ge­nannten „Energiepiraten“ in der Zerborstenen Galaxis, die im Herzen eines Ener­giesterns leben und sich für Kinder der Sonne halten. Dass alles völlig anders ist, bekommt ein Energiepirat namens Thaiss mit, als er nach 300 Jahren im Dienst endlich sterben darf und in dem Innern der Sonne versenkt wird. Zu dumm, dass hier die „Drei-Leben-Theorie“ der grünen Lichter gilt. Und nach ihr hat Thaiss gerade sein zweites Leben gelebt und erwacht nun in seinem dritten – das ein vollständiger Alptraum werden wird…

(DSf 51: Finstere Pläne)

(DKdO 19: Lügengespinste)

(Glossar der Serie „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“)

(DM 53: Fluchtpunkt Koloron)

Erläuterung: Dies ist jetzt ein wenig ein Vorgriff auf den Monat Mai 2014. Warum? Weil zum einen diese Episode auf der Welt Dawson spielt, auf der auch der zweite Annalen-Band Ian und der Stein der Götter spielen wird. Und zwei­tens, weil die Stadt Koloron im zweiten Annalen-Band eine wichtige Rolle spielt und eben dann auch in der obigen Geschichte. Und dabei müsste man hier ei­gentlich auch noch eine gedankliche Verbindung zum KONFLIKT 9 „Oki Stanwer – Der Kaiser der Okis“, begonnen 2011, ziehen, wiewohl dieser KONFLIKT zum Zeitpunkt der beiden obigen Werke schon 50 Milliarden Jahre zurückliegt.

Warum müsste ich diese Verbindung ziehen? Weil Koloron ein Matrixfehler aus diesem 9. Universum ist. Und einer der schrecklichsten Art. Aber wer mehr er­fahren möchte, sei auf den Mai 2014 vertröstet…

(18Neu 49: Horror in Wales)

(18Neu 50: Gigant aus Raum und Zeit)

(12Neu 21: Salketh-en-torion)

Erläuterung: Ach ja, zu Salketh könnte ich so manches erzählen… aber das hebe ich mir lieber für später auf. Nur soviel für heute: Salketh ist eine Helferin des Lichts, eine Zeitreisende und eine tolle Frau, nicht zuletzt Geliebte Oki Stanwers. Und leider eine tragische Gestalt. Ich werde davon noch erzählen. So ein wage­mutiges Mädel, sich als Ikone der Berinnyer in den Rassenkrieg der Grünen Ga­laxis Bytharg zu stürzen…

(Horrorsturm – OSM-Fragment)

Erläuterung: Dies ist das erste der uralten Fragmente, das ich derzeit abzu­schreiben begonnen habe. Es stammt aus dem Jahr 1984 und umfasst lediglich sechs handschriftliche Seiten. Es spielt im KONFLIKT 15 des OSM und skizziert, wenn man genau ist, eine kontrafaktische Abzweigung des Haupthandlungs­stroms, was vermutlich der Grund dafür ist, warum ich dieses Werk nie vollen­det habe.

So, meine Freunde, und dann war der Monat Oktober auch schon herum. Ihr seht, dass ich mehrheitlich Werke angefangen bzw. weitergeschrieben habe. Der Grund lag in meiner starken anderweitigen Beanspruchung: zwei Beerdi­gungen, zahlreiche Geburtstage, die Vorbereitung meiner philosophisch-histori­schen Übung an der Universität (erster Termin war der 29. Oktober, und da habe ich mich recht ordentlich geschlagen). Ich denke, vielleicht komme ich im November oder Dezember eher dazu, wieder mehr Geschichten abzuschließen, bin mir aber nicht sicher.

Was ich auf alle Fälle in diesem Jahr noch erreichen möchte, sind drei Dinge: OSM-Band 1675 (aktuell bin ich auf Nr. 1672), die Abschrift der alten DSf-Episo­den, und es wäre schön, wenn ich noch bis Band 50 der kommentierten Ab­schrift des KONFLIKTS 18 „Kampf gegen TOTAMS Dämonen und Schergen“ käme. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist hoch.

Heute in einer Woche macht ihr wieder mit mir eine Zeitreise im Rahmen der Artikelserie „Was ist eigentlich der OSM?“. Im Teil 13 behandeln wir das Jahr 1995.

Bis dann alles Gute,

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Wochen-Blog 46: OSM-Kosmologie, Lektion 3: Entropie im OSM

Posted Januar 19th, 2014 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

der Oki Stanwer Mythos stellt, wenn man das mal genau sehen möchte, eine Form von phantastischem Welterklärungsmodell dar, wie das bei vielen derarti­gen Weltentwürfen der Fall ist. Und folgerichtig entstehen hier gewisse Termi­nologien und Bezüge, die von unserer Wirklichkeit deutlich abweichen. In den meisten Fällen ist das gar nicht so sinnfällig, und für die Leser der Gegenwart auch noch nicht wirklich zu erkennen. Das kommt erst im Zuge weiterer Erörte­rungen und mit der Publikation späterer Geschichten zutage.

Da müssen wir uns beizeiten etwa Gedanken machen über so interessante Dinge wie den „Ma­trixraum“, die „Matrix“ selbst (die nichts mit den gleichnamigen Filmen zu tun hat, die später entstanden sind als dieser Begriff im Rahmen des OSM, bei mir gibt es diesen Terminus schon seit mindestens 1983)… und dann gibt es die OS­M-Physik, die manchmal fundamental von dem abweicht, was man vielleicht er­wartet. Da muss man nicht ausschließlich an TOTAM denken, wobei TOTAM frei­lich der Extremfall ist.

Nein, das fängt schon bei scheinbar harmlosen Begriffen an. Heute widmen wir uns dem Begriff „Entropie“.

Entropie ist, um ein gängiges Fremdwörterlexikon zu Rate zu ziehen, entweder „1. eine Zustandsgröße der Thermodynamik, 2. die Größe des Nachrichtenge­haltes einer nach statistischen Gesetzen gesteuerten Nachrichtenquelle oder 3. Maß für den Grad der Ungewissheit für den Ausgang eines Versuches“. Soweit sind wir in unserem Universum und haben uns damit in dem Bereich der Ther­modynamik, der Kommunikationstheorie oder der Wahrscheinlichkeitsrech­nung verirrt.

Im OSM beschreibt Entropie aber noch etwas anderes, und darum geht es uns hier im Detail. Ausgehend von den Grundlagen der Thermodynamik, in der ja Entropie ein Maß darstellt für den Grad an energetischer Unordnung in den kosmischen Bezugssystemen oder auch in Systemen ganz allgemein, beschreibt Entropie bei mir noch eine neuartige Form von Energie, die freilich destruktiver Natur ist.

Der genaue Ursprung von Entropie in diesem genannten Sinn ist bislang noch nicht restlos ausgelotet, da gibt es noch Forschungsbedarf innerhalb des OSM. Aber es ist bis heute soviel klar: Entropie ist eine höchst aggressive und zerstö­rerische, um nicht zu sagen kannibalische Form von Energie, die letztlich die kosmische Entropie im thermodynamischen Sinn in ihrer Endstufe massiv be­schleunigt.

Die erste Bekanntschaft mit etwas, was man als entropische Phänomene be­zeichnete, machte ich im KONFLIKT 15 „Oki Stanwer“ (1981-1984). Bekanntlich spielt diese Serie in der Galaxis Milchstraße im späten 8. Jahrtausend menschli­cher Zeitrechnung. Dort wird, je weiter der KONFLIKT voranschreitet, die Raum­fahrt durch so genannte entropische Phänomene behindert. Am Ende des KON­FLIKTS kristallisieren sich fünf derartige Phänomene heraus:

– Die Energiewolken

– Der Kalte Tod

– Die Störwirbel

– Die Entropie-Schillertore

– Die Parasitwelten

Bei den Energiewolken handelt es sich um schlierenartige, purpurrote Manifes­tationen, die von energetisch aktiven Objekten angezogen werden und zu dras­tischem Energieverlust führen. Schutzschirme brechen zusammen, Waffen- und Antriebsenergien werden aufgesogen, Fortbewegung nihiliert, schließlich wird jedwede Form elektrischer Energie verzehrt, darauf anschließend Wärmeener­gie. Wenn sich Energiewolken mangels anderer ablenkender Quellen festsetzen, können sie sogar die molekularen Bindungsenergien auflösen, so dass von den betroffenen Objekten rein gar nichts mehr übrig bleibt

Der Kalte Tod ist ein tückisches, schleichendes und bis heute nicht vollständig begriffenes Sekundärphänomen entropischer Störungen. Oki Stanwer wird da­mit erstmals konfrontiert, als er im KONFLIKT 15 in ein Paralleluniversum ver­schlagen wird, das mit entropischen Phänomenen stark angereichert ist. Der Kalte Tod führt hier zu einem schleichenden Verlust der Emotionen und zu ei­nem durchaus gelegentlich als positiv empfundenen Zuwachs an rationaler Küh­le und Denkschärfe (vgl. hierzu den „Feuerspürer-Zyklus“ um den Xin Shorex’uss auf der Homepage des Science Fiction Clubs Baden-Württemberg (SFCBW)). Die weiteren Stadien sind allerdings, sehr bald darauf, Katatonie und Tod, der unwiderruflich eintritt, sofern die Betroffenen nicht aus dem Wirkungsbereich des Phänomens entfernt werden können. Das ist umso schwieriger, als man ihn optisch nicht eingrenzen kann. Als Faustformel in solchen Fällen kann gelten, dass immer dann, wenn man ein entropisches Phänomen – etwa Energiewolken – optisch ausmachen kann, die Gefahr durch den Kalten Tod als gebannt gilt, sobald man sich aus dem Sichtbereich des Phänomens entfernt hat.

Die Störwirbel kann man wohl ebenfalls als Sekundärphänomene bezeichnen. Sie sind optisch nur schwer auszumachen und wirken ein wenig wie deutlich wogende, graue Staubwirbel. Daher haben sie ihren Namen. Sie bewirken einen völligen Zusammenbruch hyperphysikalischer Maschinenprozesse und führen durch Überladungen eine Zerstörung der Hardware herbei. Raumschiffe, die ei­nem Störwirbel ausgesetzt sind, kann man anschließend nur noch verschrotten. Eine Gegenstrategie ist bislang nicht bekannt.

Die Entropie-Schillertore sind mit Abstand das interessanteste und vermutlich am besten erforschte Phänomen. Optisch manifestieren sie sich als azurblaue, flächige Gebilde, die man am ehesten mit Spiegelscherben vergleichen könnte. Sie bestehen allerdings vollständig aus entropischer Energie und können Flä­chen von Millionen Kilometern bilden. Die E-S flackern und lumineszieren, je nachdem, in welchem Winkel man sich ihnen nähert. Man kann E-S durchflie­gen, und es ist prinzipiell sogar möglich, durch sie zurückzukehren… dummer­weise sind E-S Raumzeittore. Sie führen wahlweise (worauf man keinen Einfluss hat) in ferne Sektoren des Kosmos, die Millionen Lichtjahre entfernt sein kön­nen, oder aber in parallele Universen mit all den damit verbundenen Gefahren. Eine Rückkehr hat nicht zwangsläufig zur Folge, dass man wieder dort heraus­kommt, wo man gestartet ist, sondern oftmals schließt sich eine Odyssee an, deren Ausgang unklar bleibt. Die bisherigen Protagonisten, die E-S im KONFLIKT 15 durchreisten, hatten Glück, dass sie wieder in ihrer angestammten Umge­bung landeten.

Die E-S sind auch deshalb interessant und relativ gut erforscht, weil sie wahr­scheinlich von den Baumeistern als Basis genommen wurden für die so genann­ten Transitblitzer im Halo ihrer Galaxis Arc. Dabei handelt es sich wohl um ge­zähmte und schematisierte Versionen von E-S, die als Kurzstreckentransmitter dienen. Die Galaxis Arc ist, wie man im KONFLIKT 20 „Oki und Cbalon – Das Ewigkeitsteam“ (1984-1997) oder in der im gleichen KONFLIKT spielenden „Edward-Norden-Saga“ entdecken kann, vom umliegenden Kosmos abgeschottet, der Hyperraum ist ausgesperrt, und der Direkteinflug in Arc damit unmöglich. Allein über die Transitblitzer ist das zu realisieren, was den Baumeistern die totale Kontrolle über den Raumflugverkehr gibt.

Ebenfalls kann bislang gemutmaßt werden, dass die E-S auch dabei geholfen ha­ben, den so genannten Transversalisten im KONFLIKT 24 „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“ (begonnen 1994) die Schaffung des Systems der Transversalen zu ermöglichen. Da darüber aber noch zu wenig bekannt ist, blende ich diesen Zusammenhang hier aus.

Das letzte entropische Phänomen, die Parasitwelten, sind wenig erforscht. Sie treten bislang einzigartig in KONFLIKT 15 auf und bilden eine bizarre, gewisser­maßen in ein Mikrouniversum eingefaltete Wirklichkeit dar. Es kommt in diesem KONFLIKT vor, dass die Raumzeit lokal zusammenbricht. Diese so bezeichneten instabilen Raumzonen sind entropische Senkgruben der Realität, aus denen nach ersten Erkenntnissen nichts mehr entkommen kann. Aber in zwei Fällen geschieht es, dass diese Raumzonen sich so verfalten, dass sie zu dreidimensio­nalen Gebilden werden, die auf den ersten Blick wie Planeten aussehen, eben die Parasitwelten. Auf der Oberfläche dieser Welten herrschen aber eigentümli­che Gesetzmäßigkeiten, die normale kosmologische Physik scheint hier ausge­hebelt zu sein, und die Parasitwelten selbst, manchmal durchaus von lebewe­senähnlichen Kreaturen bevölkert, sind imstande, in überdimensionalen Medi­en über Tausende von Lichtjahren zu driften, und zwar durchaus schneller als Raumschiffe. Wo sie dann wieder im Normalraum erscheinen, führen sie den Zusammenbruch der Raumzeit herbei, machen Hypertransite unmöglich und wirken wie Magnete für die oben genannten anderen Phänomene.

Ich glaube, es ist ganz angenehm, dass ihr mit diesen Dingen auf längere Zeit noch nichts zu tun haben werdet. Aber das sind eben kosmologische Weiterun­gen im Rahmen des OSM, auf die man als Langzeitleser gefasst sein muss. Der Begriff der „Entropie“ ist darum von dem landläufigen Begriff bei uns etwas ab­zusondern.

Es ist auch nützlich, sich die obigen Erläuterungen zu merken, da gelegentlich in Geschichten „Aus den Annalen der Ewigkeit“, die ja durchaus sehr viel späteren KONFLIKTEN entstammen können, solche entropischen Phänomene erwähnt werden könnten. Dann braucht ihr nicht rätselnd die Stirne zu kräuseln, son­dern wisst Bescheid.

Dies ist der wesentliche Grund für solche kosmologischen „Lektionen“, die euch ja mit Basis-Hintergrundwissen über den OSM versorgen sollen.

Ich hoffe, ich konnte mich oben einigermaßen verständlich ausdrücken und ent­schwinde für heute nun wieder. In der kommenden Woche erfahrt ihr dann, was ich im Oktober 2013 so an kreativen Taten vollbracht habe.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Stand für das E-Book „Am Rand der Bebenzone“ ermittelt!

Posted Januar 14th, 2014 by Uwe Lammers

Liebe Freunde meiner E-Books, liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos,

ihr kennt diese Art von „Zwischendurchblog“ von mir schon seit längerem. Ich pflege immer dann, wenn die Gratisdownloadzeit für das aktuelle E-Book gerade vorbei ist, euch kurz darüber zu informieren, wie es denn gelaufen ist. So will ich das auch heute halten.

Heute gibt es indes ein wenig Grund, trübsinnig dreinzuschauen – denn lediglich 303 Leser haben sich aufgrund des Titelbildes, des Serienzusammenhangs und der sonstigen Werbemaßnahmen meinerseits veranlasst gesehen, den Teil 8 der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ zu besorgen. Das ist unter allen 13 bisherigen E-Books der dürftigste Stand, und ich hoffe doch sehr, dass entweder eine ganze Reihe von euch den Gratisdownloadtag ohne eigenes Verschulden versäumt haben oder dass die momentan mangelnde Resonanz Ausdruck einer falschen Vorstellung vom Inhalt des Werkes ist.

Ich gebe natürlich zu: das Cover ist nicht wirklich aufregend, eher stimmungsvoll. Da kann man schon auf verkehrte Gedanken kommen. Ich gebe ferner zu, dass auch der „Blick ins Buch“ nicht eben mit einer Actionszene beginnt und den Eindruck erwecken könnte, die Geschichte sei betulich oder so… aber denkt bitte dran, dies ist a) ein neuer Handlungsschauplatz mit neuen Personen, das braucht also etwas Vorlauf. Und b) erinnere ich daran, dass es sich hierbei um Teil 1 einer Trilogie handelt.

Ihr Leser wisst natürlich genauer Bescheid, sobald ihr am Ende der Episode angekommen seid, worum es in Wahrheit geht und wie weit die Handlung vorangeschritten ist, ungeachtet des langsamen Auftaktes. Und ich bin daher recht zuversichtlich, dass die Neugierde spätestens im kommenden Band „Ins Innere der Maschine“ wieder auflodern wird. Ach ja, und ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen – ihr solltet euch diesen „Sternenhammer“ wirklich gut merken und einprägen.

Warum? Nun, das werdet ihr noch sehen, und zwar recht bald.

Soviel an dieser Stelle zu geheimnisvollen Ankündigungen – ich danke euch treuen Lesern, die ihr neugierig genug wart, für euer Interesse und hoffe, die Geschichte findet euren Wohlgefallen. Sie kann natürlich auch Leserrezensionen auf Amazon vertragen, wie das Dezember-E-Book „Die Katze, die die Sonne stahl“, wo inzwischen schon vier Kundenrezensionen vorliegen, überwiegend sehr positiv. Auch dafür vielen herzlichen Dank!

Bis zum kommenden Sonntag, wo ihr wieder auf dem Wochen-Blog an dieser Stelle von mir lesen könnt!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

vor fünf Wochen bereisten wir das Jahr 1994, in dem ich sowohl den KONFLIKT 23 „Oki Stanwer – Der Dämonenjäger“ (DDj) als auch die Edward Norden-Saga (ENS) vollendete und mit den Schreibarbeiten am KONFLIKT 24 „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“ (NK) begann. Und während des Schreibens fiel mir ein, dass es klug wäre, weil wir uns jetzt auf dem Feld des so genannten „neuen OSM“ bewegen, hierzu lieber ein paar Bemerkungen zu machen. Das ist umso sinnvoller, als es jetzt für die Leser, die es gern etwas schlicht haben, ein wenig anspruchsvoll werden dürfte.

Darum bitte ich also um volle Konzentration. Schauen wir zunächst zurück, um uns den „alten OSM“ noch einmal zu vergegenwärtigen:

Wir sehen zwei antagonistische Machtpole – die Sieben Lichtmächte auf der einen Seite, TOTAM auf der anderen. Soweit klar. Beide Machtpole besitzen ihre „Hilfstruppen“, wie ich mal salopp formulieren möchte. Die Lichtmächte stützen sich auf das Volk der Baumeister und deren unterstützende Völker, ferner auf Oki Stanwer, die Helfer des Lichts und zahlreiche weitere Entitäten mehr oder minder machtvoller Natur. TOTAM hingegen setzt die Dämonen von TOTAM, die Dämonenwaffen, Völker wie die Troohns oder Wesenheiten wie die Totenköpfe ein.

Der KONFLIKT, wie diese mal planetare, mal kosmische Auseinandersetzung genannt wird, ähnelt dabei einer Art von tödlichem Schachspiel mit einer Vielzahl rätselhafter, verwinkelter Züge, die oft durch reinen Zufall entschieden werden.

Im Zuge der KONFLIKTE sind im Laufe von Milliarden von Jahren schließlich 22 Universen untergegangen, ohne dass man sagen könnte, eine der beiden Seiten hätte dabei klar gewonnen. Es sieht vielmehr so aus, dass die kosmologischen Strukturen zunehmend zerrüttet worden sind. Rätselhafte Dinge wie die Matrixfehler tauchten auf, Dinge, Wesen oder Imperien also, die im Zuge früherer KONFLIKTE ausgelöscht wurden und die eigentlich keinen Bestand mehr haben dürften. Die Baumeister, die aufgrund der weißen Matrix dafür verantwortlich sind, dass die Dinge Bestand haben, vermuten, dass TOTAM hier seine Hand (oder wie immer man das nennen möchte) im Spiel hat.

In KONFLIKT 23 eskalieren die Ereignisse. Während dieses KONFLIKTS tritt zutage, dass das ursprüngliche Volk der Baumeister offensichtlich zwischenzeitlich ausgestorben ist. Aber zur allgemeinen Verwirrung gibt es dennoch immer noch Wesen, die wie Baumeister aussehen und sich auch so verhalten und eine ähnliche Machtfülle besitzen. Erst sehr spät in diesem KONFLIKT wird deutlich, dass die ursprünglichen Baumeister eines ihrer talentiertesten Hilfsvölker angelernt haben, um Nachfolger zu haben.

Auf einer anderen Spur dieses KONFLIKTS 23 kristallisiert sich die Natur einer Gruppe rätselhafter Kreaturen heraus, die offensichtlich erstmals in KONFLIKT 16 (Serie „Oki Stanwer – Der Mann aus dem Nichts“ (DMadN) (1983-1998)) erschienen sind: die GRALSJÄGER. Anfangs wurden sie aufgrund ihrer erstaunlichen Machtfülle für eine neue Waffe TOTAMS gehalten, doch diese Hypothese ließ sich nicht halten. Während KONFLIKT 16 wurde in der Galaxis Milchstraße ihre Hauptbasis, das so genannte „GRALSREICH“, ausgelöscht. Die damals noch aktiven Baumeister nahmen an, das Problem sei damit erledigt.

Die GRALSJÄGER agierten aber bald darauf auch in späteren KONFLIKTEN, und sie behaupteten sogar spöttisch, die Lichtmächte und die Baumeister seien vollkommen vernagelt, weil sie wie manisch auf TOTAM als Hauptfeind fixiert seien. In Wahrheit, sagten die GRALSJÄGER, seien sie Zeitreisende, und sie kämen aus späteren Universen, Milliarden Jahre in der Zukunft gelegen.

Da sich aber transuniverselle Zeitreisen für Baumeister als unrealistisches Konstrukt darstellten, wurde diese Behauptung als eine Art von Vernebelungstaktik ad acta gelegt. Zu früh freilich.

Im KONFLIKT 23 waren die GRALSJÄGER sehr aktiv. Es erwies sich hier, dass es offensichtlich verschiedene Fraktionen unter ihnen gab. Da waren einmal bedächtige Wesen, die vorsichtig agierten, dann solche, die dreist und herablassend behaupteten, es sei doch völlig gleichgültig, was sie täten, denn alle Wesen ringsum seien sowieso schon lange tot, so dass selbst Massenmord für sie eine legitime Handlungsweise darstellte, um ihre Ziele zu erreichen. Und es gab dann noch solche, die ganz offensichtlich entartet waren und ihre vielgestaltigen Kollegen bis zur Auslöschung bekämpften.

Das, was diese Wesen suchten und ihrer Gattung den Namen gab, waren so genannte GRALE. Andere bezeichneten die GRALE auch als „Teile der Seele“ – eine Bezeichnung, die erst im Laufe des KONFLIKTS 23 zutage trat. Es war Klivies Kleines, der im KONFLIKT 23 entdeckte, dass offensichtlich alle Wesen, die zu TOTAMS Hierarchie gehörten – also Dämonen, Dämonenwaffen, das BUCH, der Dämonenschlächter, die vier Reiter der Apokalypse usw. – ebenso wie alle Totenköpfe zu den „Teilen der Seele“ gehörten. Und die Behauptung, die GRALE würden im Zuge des KONFLIKTS 23 und der folgenden Universen zunehmend zerstört werden, entbehrte offensichtlich nicht einer gewissen Grundlage.

Am Ende von KONFLIKT 23 waren einige Grunddogmen der Lichtmächte elementar beschädigt, und die transuniverselle Herkunft der GRALSJÄGER bewiesen. Sie stammten tatsächlich aus der Zukunft und waren imstande, in frühere, versunkene Universen zu reisen.

Und auf einmal wurden ein paar schreckliche Rätsel der Vergangenheit, die die Baumeister niemals hatten lösen können, zunehmend klarer: beispielsweise hatten sich die Bediensteten der Lichtmächte stets gefragt, wie es wohl sein konnte, dass die GRALSJÄGER Technologie besaßen, die die der Baumeister in den Schatten stellte.

Sie hatten die Hinterlassenschaften der Baumeister studiert und optimiert – Milliarden Jahre später.

Verwirrende Aktionen wie etwa etwas, was das „Inferno von Dyllawaar“ genannt wurde (im Finalzyklus des KONFLIKTS 20 „Oki und Cbalon – Das Ewigkeitsteam“ (OuC) (1984-1997), machten plötzlich durch die transtemporale Intervention einen schrecklichen Sinn. GRALSJÄGER, so kristallisierte sich immer deutlicher heraus, waren aus der Zukunft unterwegs, um an Brennpunkten längst entschiedener KONFLIKTE zu intervenieren.

Der OSM, bislang von Universum zu Universum offenkundig abgeschlossen, war mit einem Mal ein Kartenspiel geworden, bei dem die schon abgelegten Karten neu gemischt und wieder ausgeteilt wurden, um die Chancen der Vergangenheit zu optimieren.

Ab KONFLIKT 23 war TOTAM nicht mehr das größte Problem im Universum, und das galt von da ab rückwirkend eigentlich für den gesamten OSM – die Frage war auf einmal vielmehr: wie viel von den bisher bekannten, überlieferten Handlungen und Aktionen entsprach der Realität? Wie viel davon war in Wirklichkeit durch GRALSJÄGER modifiziert, manipuliert und verändert worden? Und vor allen Dingen: mit welchem Endzweck?

Der moderne OSM, der nun durch die verwitterte Kruste des KONFLIKTS 23 heraufdämmerte, ein KONFLIKT der Netzuniversen, der autonom werdenden Totenkopf-Heere, der vagabundierenden Dämonen und der sich gegenseitig befehdenden GRALSJÄGER unterschiedlicher Gruppierungen, er entwickelte sich zu einer chaotischen Bühne, die offensichtlich keinen klar durchschaubaren Regeln mehr gehorchte.

Und das Schlimmste daran war: die Quelle der Verwirrung lag an einem völlig unzugänglichen Ort – im KONFLIKT 22 (Serie „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“ (DSf), begonnen 1989), der seit Milliarden Jahren untergegangen war. Für alle Wesen, offenkundig. Außer für die GRALSJÄGER. Denn dort hatte sich eine starke Fraktion negativer GRALSJÄGER eingenistet und war dabei, einen ewigen Krieg zu führen.

Dieses Universum war die Hölle schlechthin, und das sollte ich in den nächsten Jahren noch erleben. Je mehr ich entdeckte, desto schlimmer wurde es. Und es hatte fatale Auswirkungen auf andere KONFLIKTE.

Davon erzähle ich mehr im kommenden Abschnitt dieser Artikelserie, womit wir dann ins Jahr 1995 zurückreisen und ich den Faden wieder aufnehmen kann, den ich am 8. Dezember fallenließ.

Willkommen im modernen OSM, dem Ort der fundamentalen Ungewissheiten und ständigen Überraschungen. Jetzt geht das Abenteuer richtig los!

Bis bald, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Wochen-Blog 44: Der OSM im Bild, Teil 1

Posted Januar 5th, 2014 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

dies ist eine ganz frische Idee, die mir gestern Abend kam, und sie sieht wie folgt aus: Der Oki Stanwer Mythos (OSM) ist ja wesentlich eine schriftliche An­gelegenheit, also eine textuelle Sache. Aber im Kopf von euch Lesern entwi­ckeln sich selbstverständlich Bilder, die vielleicht einen durchgängigen Film ent­stehen lassen. Ihr imaginiert, ausgehend von meinen Beschreibungen, die Wel­ten, die Protagonisten und die Völker, die Raumschiffe, die dort erscheinen… und möglicherweise fragt ihr euch gelegentlich auch: wie nah kommen eigent­lich unsere Vorstellungen an das heran, was der Uwe sich da ausdenkt, was er „sieht“ und niederschreibt? Hat er eigene Bilder vor dem inneren Auge? Gibt es Bilder des OSM, die man sich anschauen kann?

Nun… ja.

Die Visualisierung des OSM ist schon sehr alt. Selbstverständlich habe ich, wenn ich mich dem überlasse, was ich den „Strom der Bilder“ nenne und was mich in die Tastatur greifen lässt, visuelle Eindrücke vor Augen. Und es geht mir hier lei­der ganz wie dem genialen, verstorbenen Künstler Maurits Cornelis Escher, der einst einmal sinngemäß über seine – phantastische! – Kunst sagte, sie sei nur der bedauernswert unvollständige Abglanz dessen, was er wirklich vor dem in­neren Auge sähe.

So ähnlich geht es mir natürlich auch.

Ihr macht euch derzeit ein Bild des OSM anhand der Titelbilder der E-Books, die ich euch darbiete, und selbstverständlich könnt ihr nichts anderes tun. Deshalb ist es ein intelligenter Ansatz, euch ein wenig mehr zum Thema des optischen OSM zu erzählen, von den Anfängen bis zur Gegenwart… ah, und ihr seht schon, das ist auch wieder eine längere Geschichte, die unweigerlich mehrteilig werden wird. Heute beginne ich mal mit der Gegenwart und versuche dann, einen Sprung in die ferne Vergangenheit zu machen. Ihr werdet gleich sehen, warum das sinnvoll ist.

In gewisser Weise brauche ich nämlich eure Hilfe.

Als ich im Jahre 2012 vor der Grundsatzentscheidung stand, den OSM als E-Book zu veröffentlichen, war mir bewusst, dass ich ein kardinales Problem ha­ben würde: woher, um alles in der Welt, sollte ich denn nur zumindest halb­wegs passende Titelbildillustrationen bekommen? Ich fragte über einen Inter­net-Newsletter herum, ob es interessierte Illustratoren gäbe. Keine Resonanz. Ich fragte im Bekanntenkreis herum, ob es da jemanden gäbe, der Interesse hätte.

Es wurde abgewunken.

Das alte Fandom-Problem trat zutage, und das hatte ich schon vorab befürch­tet: Illustratoren sind rar, sie sind sehr gefragt, und wenn sie denn überhaupt In­teresse bekundeten, wären die so entstehenden Werke schlicht unbezahlbar. Enthusiasmus und Altruismus sind leider eher selten. Traurig, meine Freunde, aber so ist es.

Nennt mich hoffnungslos naiv – so wie unsere lieben Yantihni, möglicherweise – , aber ich hoffe nach wie vor, irgendwann in hoffentlich naher Zukunft auf einen oder mehrere Künstler zu stoßen, die sich einfach von meinem Elan mit­reißen lassen und an diesem großen Werk mitarbeiten möchten, um den Perso­nen, den Völkern und Welten des OSM optischen Glanz zu verleihen. Da es sich bei diesen E-Books ja nicht um Eintagsfliegen handelt, sondern sie noch in Jah­ren im Netz stehen und sich dann hoffentlich so solide verkaufen werden, dass ich befähigt werde, euch auch weiterhin mit dem Lesestoff zu versorgen, den ihr dann lieb gewonnen habt, wird diese Hoffnung auch erst recht spät abeb­ben. Ersterben wird sie hoffentlich nie.

Die Titelbilder des OSM, der OSM-E-Books, möchte ich präzisieren, die ihr aktu­ell seht, entstammen in der Regel der Fotodatenbank FOTOLIA. Dort kann man wirklich tolle Bilder entdecken. Das werdet ihr in diesem und im kommenden Jahr feststellen. Ich habe hier bereits einige Illustrationen für E-Books des Jah­res 2015 entdeckt, ohne Witz.

Der Nachteil dieser Bilder ist ebenfalls evident, wenn ihr euch beispielsweise TI 7 „Rätselhafte Retter“ anseht. Die dort abgebildeten Raumschiffe sind zwar schön, aber sie entsprechen, wenn man genau ist, nicht so wirklich denen, die in der Geschichte erscheinen. Das ist eben die Crux bei Illustrationen, die mit dem Titel nur bedingt etwas gemein haben, weil sie nicht eigens dafür entwor­fen wurden. Solange ich keine Künstler gefunden habe, die mit mir eng zusam­menarbeiten, werden wir alle mit dieser Art Kompromiss leben müssen. Denn das ist es. Wie die Allis aussehen oder die yantihnischen Protagonisten, wie ein MINEUR tatsächlich ausschaut oder, um ein weiteres Beispiel zu bringen, mit dem ich TI 10 „Das Maschinenvolk“ vorgreife, die legendären Shonta (ah, für mich sind sie legendär, ihr kennt sie ja noch nicht)… das werdet ihr auf diese Weise leider nicht erfahren können.

Nun könnt ihr mir die Fragen stellen: War das denn immer schon so? Hat es noch NIEMALS Bilder gegeben, die Interna des OSM darstellten? Es wäre doch sehr bedauerlich, wenn es sich so verhielte… und recht habt ihr, wenn ihr so denkt.

Natürlich war das einmal anders.

Es gab zwei Etappen der OSM-Illustrationen, ehe ich auf die E-Book-Variante verfiel. Und das, was ihr heute auf meiner Homepage www.oki-stanwer.de in der Galerie sehen könnt, sind lediglich die oben angesprochenen Titelbilder des Kompromisses. Das soll ihre Qualität nicht schmälern, aber es sind eben nur Nä­herungen zu dem, was ich euch zu gern wirklich zeigen würde.

Die beiden Etappen, von denen ich eben sprach, teilen sich etwa auf in die Jah­re 1979-1988 und in die Jahre 1983/84-1988. Wer hier etwas irritiert ist, gedul­de sich ein Weilchen. Diese zeitliche Überlappung hat ihre Gründe. Heute wer­de ich lediglich den Platz haben, ein wenig über die erste Etappe zu berichten. Die vermutlich interessantere stellt dann die zweite dar.

In Kurzform: Etappe 1 umfasst jene Jahre, in denen ich selbst Illustrationen zum OSM anfertigte. Sie sind, meiner eigenen bescheidenen Meinung zufolge, zu­meist recht naiv geraten, weil mein inzwischen lange eingerostetes Zeichentalent tatsächlich nicht allzu stark ausgeprägt war. Perspektivisch ist da vieles schief und krumm, von den Proportionen wollen wir besser nicht sprechen, und ich bin mit den meisten Bildern heute auch nicht mehr allzu zufrieden.

Der unbestreitbare Vorteil in diesen Bildern ist aber ihre Nähe zu dem, was ich zeichnete. Ich zeichnete, um ein paar Beispiele zu geben, Dämonen von TOTAM, die Welt TOTAM selbst, die ihr in dem E-Book „In der Hölle“ inzwischen besu­chen könnt. Ich hatte sehr konkrete Vorstellungen etwa vom insektoiden Volk der Cranyaa in KONFLIKT 14, dasselbe gilt für das Volk der DIGANTEN, das im gleichen KONFLIKT agiert, aber beispielsweise auch in den KONFLIKTEN 18 „Kampf gegen TOTAMS Dämonen und Schergen“ und 22 „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“ vorkommt. Man sieht Dämonenwaffen von TOTAM, Raumschiffe der Okis (KONFLIKT 9 und 15), der Tekras (KONFLIKT 14), der Cranyaa (dito), Schiffe der Troohns (!), Troohns selbst (!) und vieles mehr. Hauptpersonen der KONFLIKTE des OSM, etwa der unheimliche Soffrol oder Klivies Kleines wurden, mal mehr, mal eher weniger gelungen, skizziert. Die bizarren Totenköpfe wurden ebenso porträtiert wie das Robotervolk der All-Hüter (KONFLIKTE 15 und 16), sogar einmal einer der legendären DIRIGENTEN, die eine wichtige Rolle im KONFLIKT 9 spielen.

Diese ganzen Bilder entstanden zumeist als Illustrationen für die frühen OSM-Serien „Oki Stanwer“ (1981-1984) und „Oki Stanwer – Feldherr der Cranyaa“ (1983-1988). Ein paar davon illustrieren auch noch den KONFLIKT 16 „Oki Stanwer – Der Mann aus dem Nichts“ (1983-1998), aber dort hören sie schon recht bald auf. Ende der 80er Jahre ließ die Trainingswirkung nach, die der regelmäßige Kunstunterricht an der Realschule auf mich ausgeübt hatte. Und ich kam zu der Erkenntnis, dass ich zeichnerisch immer mittelmäßig sein würde und nicht einmal entfernt die Detailtreue erreichen könnte, die ich mir wünschte.

Also verlegte ich mich auf das Schreiben und baute meine Fähigkeiten weiter aus, hier präziser zu beschreiben. Ich hoffe, man merkt das inzwischen in der Überarbeitung der TI-Episoden der Jahre 2003 und 2004, und ihr könnt euch ein schönes Bild der beschriebenen Szenerien und Personen machen.

Ich hege den Plan, ganz offen gesprochen, im Laufe des Jahres 2014 eine zweite Galerie auf meiner Homepage anzulegen und dort nach und nach jene frühen Bilder zu präsentieren, die nach meiner Vorstellung noch halbwegs präsentabel sind. Wie rasch das etwas wird, kann ich nicht sagen. Ich würde vermuten, das wird vor Sommer 2014 sicherlich noch nichts. Es gibt da einige Schwierigkeiten zu bewältigen, ehe ich euch da nach und nach in den durchaus existenten Bil­derkosmos des OSM einführen kann.

Okay, sagt ihr, das ist also Etappe 1. Die Bilder, die ich selbst zum OSM gezeich­net habe. Aber was, zum Teufel, mag Etappe 2 sein? Und warum überlappt sich die mit der Etappe 1, was die Zeitspanne angeht? Nun, kurz gesagt, lautet die Antwort folgendermaßen:

Ich bin seit 1982/83 im bundesdeutschen Fandom unterwegs, und es gab schon damals Leser des frühen, naiven OSM… und unter diesen Brieffreunden waren einige, die durchaus auch bereit waren, Illustrationen zum OSM nach meinen Vorgaben zu erstellen.

Das alles – ich rubriziere es unter „Etappe 2“ – begann im Verlaufe des Jahres 1983 und dauerte etwa bis 1988. Die so entstandenen Bilder sind zum Teil auch heute noch außerordentlich faszinierend und von erheblich höherer Qualität als diejenigen, die ich selbst zeichnen konnte. Von ihnen und den Illustratoren soll im Teil 2 dieser kleinen Reihe die Rede sein. Bis dahin müsst ihr euch noch ein paar Wochen gedulden.

Was den oben angesprochenen Hilferuf angeht… falls jemand unter euch zahl­reichen Lesern sein sollte, der sich angesprochen fühlt, mir hier bei der Visuali­sierung des OSM für die Allgemeinheit zu helfen – nur zu! Kontaktiert mich am besten postalisch unter meiner in jedem E-Book-Impressum angegebenen Adresse. Ich freue mich da über jede Zuschrift.

In der kommenden Woche schicke ich euch dann wieder in die OSM-Vergan­genheit mit Teil 12 der Serie „Was ist eigentlich der Oki Stanwer Mythos (OSM)?“. Und ich hoffe, euch nicht zu langweilen. Es gibt noch sehr viel im OSM zu entdecken, und neue Leser sind jederzeit willkommen!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos, liebe Freunde meiner E-Books,

man sagt ja gerne, mit dem neuen Jahr schlägt man eine weitere, weiße Seite im Buch seines Lebens auf und erhält die Gelegenheit, alten Ballast abzuwerfen und neu zu starten. Das gilt natürlich auch in meinem Fall. Zwar wanke ich noch deutlich unter den emotionalen Nachwehen meines familiären Verlustes, den ich im Dezember zu beklagen hatte, und das wird auch auf Monate hinaus noch so bleiben… aber ich schaue halt schon voraus und bin bereit für Neues. Im „Silvesterblog“ konntet ihr ja schon erkennen, dass es gewisse Pläne für das Jahr 2014 gibt

Gestern nun konnte ich den OSM-Band 1675 beenden und den Weg freimachen für weitere kreative Werke. Und heute hat der Hochladevorgang für das neueste meiner E-Books, Am Rand der Bebenzone, begonnen. Mutmaßlich heute Nachmittag wird es allgemein für den Preis von 0.99 Euro erhältlich sein.

Worum geht es darin?

Nun, ich reise hierfür ein wenig in die Vergangenheit zurück, denn in diesem E-Book – Teil 8 der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ – greife ich einen Handlungsfaden aus dem August 2013 auf. Wie ihr euch sicherlich erinnern werdet, weilten wir dort in den E-Books Der Schiffbrüchige und Wenn der Sternenhammer fällt… zu Gast auf der Wüstenwelt Hushhin und beobachteten die yantihnischen Archäologen bei ihrer Arbeit… jedenfalls solange, bis ein fremdes Raumschiff abstürzte und einen schwer verletzten extrayantihnischen Alien preisgab: den Tassaier Gwensh.

Durch glückliche Umstände gelang es, seinen Bericht zu hören, ehe der arme Kerl an seinen Verletzungen starb… doch was war das für ein grotesker, schauriger Bericht?

Gwensh erzählte davon, wie ein monströses Gebilde aus den Tiefen der Galaxis Twennar in seine Heimat, das Xoor’con-System eingefallen war, um Monde zu verzehren und Raumflotten aus dem Universum zu fegen… und sich anschließend anzuschicken, auch Gwenshs Heimat, den Planeten Gwai’insh, geradewegs zu verdauen.

Gwensh hatte keine Bilder davon bei sich.

Die Yantihni waren verunsichert, und wer will ihnen das verübeln? Was der Sterbende ihnen hier erzählte, war haarsträubende Science Fiction, wie wir sagen würden. Waren das Fieberphantasien gewesen? Halluzinationen eines Sterbenden? Aber warum hatte dann Gwenshs Translator-KI Trt exakt dasselbe erzählt? War sie entsprechend programmiert worden? Wenn ja – zu welchem Zweck? Oder… oder entsprachen diese Ungeheuerlichkeiten tatsächlich der Wahrheit? Und wenn ja – würde diese Horrorgeschichte irgendwelche Relevanz für das yantihnische Reich haben? Immerhin lag das Tassaier-Reich mehr als zweitausend Lichtjahre entfernt.

Die Forscher auf Hushhin delegierten die Entscheidung an die Regierung auf Rilecohr. Und die Regierung sah sich gezwungen, zu handeln – durch ein Umdisponieren der Mission des Expeditionsschiffes RHONSHAAR. Von dieser Entscheidung, einen Flug ins Tassaier-Reich zu organisieren, und davon, was anschließend geschehen ist, handeln dieses E-Book und seine beiden Folgebände.

Ich freue mich darauf, euch auf diese Exkursion mitnehmen zu können und wünsche euch eine angenehme Unterhaltung!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

PS: Ganz vergessen habe ich oben, als ich dies heute früh schrieb, dass es natürlich auch für dieses E-Book einen Gratisdownloadtag geben wird. Wer ihn sich notieren möchte – es ist der 13. Januar 2014.

Silvesterblog 2013

Posted Dezember 31st, 2013 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

heute, am letzten Tag des Jahres, ist es in meinen Augen ganz nützlich, ein we­nig Rückblick und auch Vorausblick auf das kommende Jahr 2014 zu praktizie­ren. Der Blogartikel steht deshalb mit voller Absicht nicht in der regulären Reihe meiner Blogbeiträge und wird, wie beispielsweise schon der „Maiblog“, nicht nummeriert werden.

Wir blicken an diesem Tag auf ein knappes Jahr an Blogartikeln zurück. 43 sind es in der regulären Reihe geworden, zahlreiche kurze Beiträge kamen hinzu, im­mer dann, wenn ich E-Books ankündigte, wenn meine E-Books den Platz 1 der Kindle-Charts erklommen bzw. auch dann, wenn ich den Stand der jeweiligen Gratisdownloadaktionen bekanntgeben wollte.

Ich habe ganz zu Beginn dieses Jahres geschrieben, beim OSM ende die bisheri­ge Beliebigkeit in der Publikation mit dem Jahre 2013, und ich würde überge­hen zu einer strukturierten, allmählich aufeinander aufbauenden Publikation des Oki Stanwer Mythos. Ich glaube, diese Voraussage habe ich einhalten kön­nen. Sowohl in den erschienenen OSM-E-Books – das waren in diesem ersten Jahr meines E-Book-Business, wie ich das mal ein wenig ironisch und hochtra­bend nennen möchte, insgesamt acht – als auch in den eben angedeuteten Blogartikeln konnte ich euch schon ein kleines Stück dessen zeigen, was der Oki Stanwer Mythos in den vergangenen dreißig Realjahren für mich bedeutete und wie er sich sukzessive immer weiter vorwärts entwickelt.

Dabei ist mir natürlich auch klar: gegenwärtig sind die meisten Blogartikel „Tro­ckenübungen“ in dem Sinn, dass ich außerstande bin, euch die Geschichten zu präsentieren, die in diesen Jahrzehnten niedergeschrieben worden sind. Das hat einfach mit meinem Zeitkontingent einerseits und meiner sehr kargen Fi­nanz andererseits zu tun. Insofern klaffen die Informationsbasen der Blogartikel einerseits, die durch die diversen OSM-Universen „jetten“, und die der OSM-Ge­schichten, die gegenwärtig als E-Books vorliegen, gründlich auseinander. Das lässt sich auf absehbare Zeit noch nicht ändern. Ihr solltet das aber weniger als garstige Autorenstrategie verstehen als vielmehr als Notwendigkeit einerseits und Stimu­lans andererseits. Es gibt sehr viel in diesen weiten Räumen des Oki Stanwer Mythos zu entdecken, und wer neugierig „bei der Stange bleibt“, der wird, das kann ich ohne Übertreibung behaupten, faszinierende Dinge entdecken. Alles, was er oder sie braucht, besteht in Neugierde und Geduld.

Neben den erwähnten Blogartikeln sind acht OSM-Werke erschienen. Sieben davon gehören zur Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“, eines davon zu der losen Reihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“. Ich verrate hier kein Geheim­nis, wenn ich sage, dass ich an den nächsten beiden „Annalen“-Geschichten schon arbeite und für die erste sogar schon ein Titelbild vorliegt.

Für das Jahr 2014 sieht die Planung nun folgendermaßen aus, und ich hoffe, ich kann sie einhalten:

Natürlich wird die Reihe der wöchentlichen Blogartikel beibehalten werden. Es sollte niemanden verblüffen, der mich seit ein paar Jahren oder länger kennt, dass es hier an Stoff fürwahr nicht mangelt. Ich möchte die Reihe „Was ist ei­gentlich der Oki Stanwer Mythos (OSM)?“ im Laufe der kommenden 52 Blogbeit­räge soweit vorantreiben, dass ich in der Gegenwart lande (das dürfte gelin­gen, denn ich bin hier schon bis 1997 gekommen). Danach werden die Bei­träge dieser Serie sehr viel seltener werden, mutmaßlich kommen sie dann nur noch einmal im Jahr.

Ebenfalls im Rahmen der Blogartikel habe ich vor, die Kolumne „Logbuch des Autors“ noch deutlich auszubauen. Vielleicht bekommt ihr dann dort auch klei­ne Fragmenthappen aus noch lange unvollendeten OSM-Geschichten zu sehen, die eines Tages als fertige E-Books euer neugieriges Auge erreichen werden. Da steht aber noch nicht fest, ob ich hierzu schon anno 2014 kommen werde.

Neben diesen Blogartikeln, mit denen ich euch weiterhin versorgen möchte, steht natürlich der Plan für die E-Books 2014 schon nahezu vollständig. Die TI-Serie wird fortgesetzt, und zwar bis Band 15. Es wäre jetzt freilich etwas unfair, hier schon Monate, ehe die Geschichten erscheinen, Interna auszuplaudern. Ich möchte darum ein wenig unverbindlich bleiben und mich nur soweit aus dem Fenster lehnen:

Ihr wisst, wenn ihr der Serie regelmäßig gefolgt seid, dass wir uns hier in der Galaxis Twennar befinden und die Abenteuer der Raumfahrer des yantihni­schen Sternenreiches miterleben. Aktuell habt ihr dabei zwei Handlungsstränge kennen gelernt, nämlich die Expedition der GHANTUURON, die in TI 7 im Okto­ber 2013 auf so verheerende Weise fast vollständigen Schiffbruch erlitten hat, und die Welt Hushhin mit der untergegangenen Zivilisation der „Hushhiner“. Es ist ebenfalls schon klar, dass die Ereignisse auf Hushhin Konsequenzen nach sich ziehen werden. Ihr seht das bereits in vier Tagen, wenn das nächste E-Book „Am Rand der Bebenzone“ herauskommt. Damit entwickelt sich die dritte Yantihni-Ebene, nämlich die RHONSHAAR-Handlungsebene.

Eine vierte Handlungsebene zweigt ebenfalls von der Welt Hushhin ab, aber dazu möchte ich noch nicht mehr verraten – die TI-Episoden 11 und 12 werden euch da im Sommer 2014 Aufklärung geben (mutmaßlich Anfang Juni und An­fang Juli).

Natürlich erfahrt ihr im kommenden Jahr auch noch mehr von der GHANTUU­RON-Crew, von Nayeen, Alyechin, Vanshcor, Chenaari und all den schon vertrau­ten Personen… und von dem geheimnisvollen Volk der Allis.

Parallel dazu wird der zweite „Annalen“– Band erscheinen, der euch diesmal in den KONFLIKT 19 entführt, von der TI-Serie durch einen zeitlichen Abgrund von rund 85 Milliarden Handlungsjahren getrennt. Dort lernt ihr den Protagonisten Ian Perry und die beunruhigende Welt „Swamp“ kennen, die später „Dawson“ genannt werden wird. In dieser Geschichte lernt ihr außerdem zwei weitere fas­zinierende Völker des OSM kennen, die euch noch weiter verfolgen werden. Welche, sage ich heute noch nicht, um die Vorfreude nicht zu schmälern. An­fang Mai 2014 seid ihr schlauer…

Neben den OSM-Werken werden dann drei Storyanthologien veröffentlicht werden. Der Inhalt der ersten, „Beide Seiten der Medaille und andere phantas­tische Geschichten“ steht bereits fest, sie wird Anfang April auf den Markt kom­men. Die zweite Anthologie, mit dem Planungstitel „Edgars Sorgen und andere phantastische Geschichten“ ist dann für August 2014 geplant, die dritte, deren Inhalt noch nicht strukturiert wurde, wird das Jahr dann abrunden.

Alles in allem ist geplant, dass meine E-Book-Bibliothek, die euch dann zur Ver­fügung steht, bis Ende 2014 auf insgesamt 24 Werke angeschwollen sein wird. Und ich brauche kaum zu betonen: das ist natürlich nach wie vor erst der An­fang.

Ebenfalls im kommenden Jahr, nämlich Anfang Mai, wird der nächste Conventi­on „Raum & Zeit Continuum III“ in Braunschweig stattfinden, realisiert und or­ganisiert vom „Förderverein Phantastika Raum & Zeit e. V.“, in dem ich Mitglied und Mitorganisator bin. Ich habe mich schon Anfang 2013 dazu bereit erklärt, einen Programmpunkt dort bestreiten zu wollen, und zwar eine Lesung aus meinen E-Books. Ob es sich dabei nur um Lesungen aus schon veröffentlichten oder auch zur Veröffentlichung vorbereiteten Werken handelt, kann ich heute noch nicht mit Bestimmtheit sagen. Auf diesem Event habt ihr jedenfalls die Möglichkeit, mich mal in Natura zu sehen, mir Fragen zu stellen, die euch vielleicht auf der Seele brennen oder mir zu erzählen, wie ihr vermutet, dass die Handlung der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ weiter voranschreiten wird.

Eine weitere gute Gelegenheit für euch zum persönlichen Kontakt mit mir wird sich wahrscheinlich anno 2014 Monat für Monat ergeben – ich habe vor, wie bislang auch, jeden monatlichen Termin des „SF-Stammtisches“ des Fördervereins zu besu­chen, der üblicherweise am ersten Donnerstag im Monat im Café Dialog im Re­benring um 19.00 Uhr stattfindet. Ich würde mich freuen, hier mit euch in Dis­kussionen einsteigen zu können. Der erste Stammtisch des Jahres 2014 ist bereits am 2. Januar 2014.

Wie schaut die Quintessenz des Jahres 2013 sonst in Zahlen aus? Das ist noch nicht endgültig zu sagen, da der Monat Dezember aktuell noch nicht vollendet ist. Aber bis zum Stand des 25. Dezember, an dem ich diese Zeilen schreibe, kann ich konstatieren, dass ich im Jahr 605 E-Books verkauft und insgesamt 9.369 an euch zusammen mittels der Gratisdownloadaktionen vermittelt habe (inzwischen hat sich die Zahl auf 620 verkaufte E-Books erhöht). Das beweist mir ein reges Interesse eurerseits, und ich freue mich sehr darüber.

Ebenso hat meine Homepage inzwischen regen Zuspruch gefunden. Zwar konn­te ich nicht das gesamte Jahr ermitteln, weil die Homepage nicht mit dem 1. Ja­nuar online ging und zudem die Statistikfunktion erst etwas später etabliert wurde, doch von Mitte März bis zum 24. Dezember haben immerhin nicht we­niger als 17.530 Personen die Seite besucht, Tendenz weiter steigend (inzwischen waren es 17.924 Besucher). Das spricht doch auf schöne Weise dafür, dass sich die Kenntnis über den OSM in breitere Leserkreise ausdehnt und ich mit meinen regelmäßigen Beiträgen steigende Neu­gierde wecken konnte. So soll das auch anno 2014 bleiben.

Mein Arbeitsplan sieht eigentlich so aus, dass ich auf drei Jahre konzipiere, wie das üblicherweise Geschäftspläne von selbstständigen Neugründungen generell tun: Im Jahr 1 (bis Anfang Februar 2014) bedeutet das, dass die Ausgaben bei weitem die Einnahmen überschreiten. Und das kann natürlich im ersten Halb­jahr 2014 zu einer Bedrohung der Fortführung des gesamten E-Book-Projekts werden, die nur ihr Leser mit eurem regen Interesse und dem Weiterempfehlen meiner Geschichten sowie mit den kostenpflichtigen Downloads abwenden könnt. Im Jahr 2, das dann hoffentlich bis Anfang Februar 2015 andauern wird, sollen die laufenden Kosten durch die E-Book-Tantiemen erwirtschaftet werden. Und im dritten Jahr, das dann im Februar 2015 beginnt, hoffe ich, in die schwarzen Zahlen zu gelangen. Ich würde mich sehr freuen, wenn das ein gemeinschaftliches Interesse wäre, ebenso meines wie das eure und ihr weiterhin reges Interesse an meinem ausgedehnten Ideenkosmos bekundet. Denn nur so werde ich imstande sein, euch weiter in die Weiten des OSM zu entführen und euch die Wunder und Schrecken zu präsentieren, die ich schon selbst kennen gelernt habe und mit euch teilen möchte.

Ob es im Jahr 2014 dann schon Druckversionen ausgewählter E-Books geben wird, das kann ich aktuell leider noch nicht sagen. Mittelfristig ist das natürlich intendiert, und es wäre schon schön, zur Lesung Anfang Mai bereits gedruckte Exemplare vorliegen zu haben… ich arbeite daran, aber ich mag nichts verspre­chen. Lasst euch da einfach mal überraschen – denn sicher ist natürlich, WENN solche Druckausgaben erscheinen, werde ich euch an dieser Stelle darüber un­verzüglich informieren.

Ich denke, das soll als Rückschau auf 2013 und Vorschau auf 2014 erst einmal genügen. Kommt alle gesund und gut ins neue Jahr und bleibt mal gespannt, wie sich das E-Book-Projekt weiter entwickeln wird.

Wir sehen uns an dieser Stelle am 5. Januar 2014 wieder.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.