Wochen-Blog 53: Gigantische Maschinen

Posted März 9th, 2014 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

am 1. Februar 2014 habt ihr vermutlich den wagemutigen Vorstoß des yantihni­schen Raumpiloten Yuuricor miterlebt, der es doch tatsächlich riskierte, gewis­sermaßen direkt in die Höhle des Löwen vorzudringen, wie wir Menschen das sagen würden (die Yantihni kennen natürlich keine Löwen): zusammen mit sei­nen mehr oder minder von Furcht erfüllten Gefährten näherte er sich einem ungeheuerlichen Objekt, das einem technologischen Alptraum entsprungen zu sein scheint.

Ein MINEUR der Troohns.

Ein aktiver MINEUR, wohlverstanden.

Jeder Allisoldat, der einigermaßen seinen Verstand beisammen hat, hätte von solch einem törichten Unterfangen strikt abgeraten. Denn es hört sich wirklich wie eine exotische Form von Selbstmord an – ohne eine genauere Kenntnis zu haben, worauf sie sich da einlassen, ja, womit sie es überhaupt genau zu tun haben, marschieren die Yantihni geradewegs ins Innenleben der größten Zerstö­rungsmaschine, die das Universum bis dahin je gesehen hat.

Denn ein MINEUR der Troohns hat eine klar definierte Aufgabe. Kurz gesagt be­steht sie darin, dass ein MINEUR fremde Sonnensysteme exploriert, ganze pla­netare Ökosphären unterpflügt und anschließend damit beginnt, das Sonnen­system kurzerhand einzureißen. Dabei handelt es sich, wie die reptiloiden Allis den Yantihni erzählen könnten, weder um eine Art von Versehen noch um et­was, was man aufhalten kann, wenn man selbst am Leben bleiben möchte.

Wer einen aktiven MINEUR von nahem sieht, tut gut daran, schnellstens das Hasenpanier zu ergreifen, d. h. die rasche Flucht. Aber… wohlgemerkt gilt das nur für die Wesen, die auch tatsächlich wissen, womit sie es zu tun haben.

Die Yantihni sind arglos und ahnungslos.

Sie nehmen zwar an, dass diese gigantische Maschine, als die sie den MINEUR wahrnehmen, ursächlich für die Auslöschung der tassaiischen Spezies verant­wortlich zeichnet, und damit liegen sie vollkommen richtig (nun, fast richtig, aber bis ich diese Einschränkung erklären kann, wird noch ein Weilchen vergehen). Aber sonst tappen sie völlig im Dunkeln.

Und sie sind wider Erwarten fasziniert. Fasziniert von der schieren, überwälti­genden Größe des Objekts, das sie ansteuern und in dessen Innerem sie landen. Fasziniert von der unbegreiflichen technischen Perfektion, namentlich von der Automatisierung der komplexen, unüberschaubaren Fülle von Prozessen, deren Zeugen sie hier werden.

Bei ihrer weiteren Reise ins Innere der Maschine – das Thema von TI 9 „Ins In­nere der Maschine“ – ergibt sich immer stärker die Frage, warum jemand solch ein monströses Gebilde überhaupt erschaffen hat. Und die Frage, ob es davon wohl mehr als nur eins gibt (die GHANTUURON-Besatzungsmitglieder sind da gedanklich schon etwas weiter, ihr Leser auch, denn ihr wisst inzwischen min­destens von zweien solcher MINEURE… aber ich kann jetzt schon mit Blick auf TI 19 „TRANCRAN-4462“ sagen, dass es wirklich sehr viel mehr davon gibt).

Worüber sie sich, weil das an den Rand des Wahnsinns führt, noch keine Ge­danken gemacht haben, jedenfalls keine tiefschürfenden, das ist der Komplex der Herstellung.

Wie erschafft man solche Gebilde?

Ich meine, denkt mal selbst nach: auf der Oberfläche eines MINEURS sind Strukturen zu erkennen, die die Größe des Mount Everest besitzen. Gigantische Detailstrukturen, die unter ihrem eigenen Gewicht in sich zusammenstürzen müssten. Es ist offensichtlich, dass jenseits der massiven Oberflächenpanzerun­gen sehr viel Hohlraum enthalten sein muss. Und die Yantihni um Yuuricor und Vaniyaa sehen denn auch bald riesige Schluchtensysteme mit reduziertem at­mosphärischem Druck. Wir können auch die Existenz von gewaltigen Hallen­strukturen postulieren – ich habe davon schon einige gesehen, ihr werdet das später selbst noch erleben – , und abgesehen von strukturellen Integritätsgrün­den gibt es noch andere Notwendigkeiten für solche Hallen.

Denkt bei dieser Gelegenheit mal an den Planeten Vhentars Grab im Sonnen­system Sianlees Rast. Jüngst, als die GHANTUURON dort ankam und die Explo­ration des Systems vornahm, wurde offenbar, dass der Planet seines gesamten Ozeans und fast aller Vegetation beraubt worden war. Diese Materie muss ja ir­gendwo geblieben sein. Wenn man sich die schier unermesslichen Abgründe anschaut, durch die die Yantihni um Yuuricor geflogen sind (und sie haben ja nur einen kleinen Teil des MINEURS gesehen, das sollte man nicht vergessen), dann gewinnt man durchaus einen Eindruck davon, wie das wohl gehen mag, dass Millionen von Kubikkilometern Meerwasser geradewegs aufgeschlürft und gespeichert werden.

Wo bleibt wohl all diese Materie? Denn die Schluchten dieses MINEURS, der in den TI-Bänden 8-10 die zentrale Rolle spielt, sind ja erkennbar nicht vollkom­men gefüllt. Es drängt sich die Vermutung auf, dass die MINEURE eine Art von Rundkurs fliegen und zu einem definierten Ausgangspunkt zurückkehren, wo sie gewissermaßen ihre Fracht „löschen“. So, wie man ein Containerschiff leert, könnte man sagen.

Über die Frage, wie solche MINEURE erschaffen werden, lässt sich zum aktuel­len Zeitpunkt noch nicht allzu viel aussagen. Auch nicht über dieses seltsame Rubinmetall, das den Versuchen der yantihnischen Analyse beharrlich trotzt. Für all diese eigenartigen und beunruhigenden Fragen wird es Antworten ge­ben, doch manche sind noch recht fern. Ich kann an dieser Stelle jedoch schon versichern, dass das alles mit Magie oder dergleichen nichts zu tun hat, sondern mit hoch entwickelter Technik und Kenntnissen einer höchst fremdartigen Physik.

Außerdem darf ich schon vorsichtig andeuten, dass nicht nur die Troohns in ih­rem Terrorimperium solche riesigen Gebilde künstlicher Natur zu erschaffen fä­hig sind, die Gegenseite um Oki Stanwer und die Baumeister können das eben­falls, und sie haben das auch schon in vielfältiger Weise getan. Bei den Bau­meistern heißen derartige Gebilde „ZYNEEGHAR“, was in der ursprünglichen Baumeistersprache nur – quasi euphemistisch – „Bauwerk“ bedeutet. Die Baga­telle, wenn man hierbei von Konstruktionen von Mondgröße spricht, ist sofort offensichtlich.

Auch die Baumeister „zaubern“ nicht bei der Erschaffung dieser Objekte. Sie be­dienen sich einer extrem fortgeschrittenen Beherrschung physikalischer Grund­lagen, die uns zum Teil noch unbekannt sind, und im Zuge der Publikation des OSM werdet ihr nach und nach die Schleier dieser technischen Mysterien gelüf­tet sehen. Vorausgesetzt natürlich, ihr habt Interesse und bleibt hinreichend lange genug am Oki Stanwer Mythos dran. Schließlich sind das Sachverhalte, die nicht von heute auf morgen zu klären sein werden.

Yuuricor, Vaniyaa und den anderen Yantihni ihres Stoßtrupps, die unterwegs sind, einen – nennt es leichtsinnigen – Kontakt mit den Erbauern des MINEURS herzustellen, sind derlei Erkenntnisse fremd. Für sie übt die titanische Technik­kulisse ringsum Faszination und Schrecken zugleich aus. Und es ist ein bisschen vergleichbar der bewundernden Hypnose, in die der Naturliebhaber manchmal verfällt, wenn er einen farbenprächtigen Bildband über die urwüchsige Natur durchschaut, die hier wirkt: der Techniker Tholmaar und sein Robotologen-Ge­fährte Ollashon würden wahrscheinlich ihre linke Hand dafür geben, nur ein Stück mehr von dem begreifen zu können, was ringsum vor sich geht. Dadurch werden sie etwas betriebsblind, was die möglichen Gefahren angeht, in die Yuuricors leichtsinniger Vorstoß sie führt.

Und in TI 10 „Das Maschinenvolk“ könnt ihr jetzt lesen, worin dann das Fazit dieser Exkursion besteht. Mehr sei noch nicht verraten. Wir werden uns im Wo­chen-Blog 58, der am 13. April erscheint, noch etwas weiter mit diesem Thema befassen.

In der kommenden Woche setze ich erst einmal die kleine Reihe „Der OSM im Bild“ mit Teil 2 fort. Dort geht es dann um die Bilder, die ich selbst zum OSM ge­zeichnet habe und die ich im Laufe dieses Jahres sukzessive zum Inhalt einer zweiten Galerie auf meiner Homepage machen möchte. Lasst euch mal überra­schen, was da so auf euch zukommt…

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos und meiner E-Books,

wie versprochen ist es heute wieder soweit – das neue  E-Book „Das Maschinenvolk“ ist ab sofort im Handel und kann zum Preis von 0,99 Euro auf Amazon.de heruntergeladen werden. Mit diesem Band, Episode 10 der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“, schließt die so genannte „Sternenhammer-Trilogie“ ab… das heißt allerdings keineswegs, dass damit das Ende der Fahnenstange erreicht wäre, wie ihr euch vorstellen könnt, wenn ihr diese recht dramatische Geschichte gelesen habt.

Es bleiben ja noch eine Menge Fragen offen. Nennen wir ein paar an dieser Stelle, die euch in den folgenden Monaten noch beschäftigen könnten: Mit dem „Sternenhammer“ habt ihr einen ersten Blick in die Vernichtungsmaschinerie des Terrorimperiums der Troohns geworfen… aber da gibt es natürlich noch sehr viel mehr zu sehen, nicht zuletzt kann man sich fragen, welche Rolle die rätselhaften Shonta spielen, die ihr in der vorliegenden Episode erstmals zu sehen bekommt. Dann bleibt die Frage, was wohl aus dem Volk der Tassaier geworden ist. Ist es tatsächlich restlos ausgelöscht worden? Und wenn ja, aus welchem konkreten Grund? Und was ist mit den noch mysteriöseren Cestai, von denen der sterbende Schiffbrüchige namens Gwensh auf Hushhin erzählte (vgl. Bd. 5 „Wenn der Sternenhammer fällt…“)?

Die RHONSHAAR ist jedenfalls vor Ort an der Bebengrenze, und es kann mit Gewissheit angenommen werden, dass mehr von diesen Zusammenhängen in naher Zukunft erhellt wird. Gruseln ist durchaus angebracht.

Vernachlässigen sollte man aber auch nicht, dass es derzeit noch zwei andere Handlungsebenen in der Serie gibt: etwa das Schicksal der Angehörigen der GHANTUURON-Expedition, die wir in Band 7 „Rätselhafte Retter“ verlassen mussten. Zu ihnen kehren wir in ein paar Monaten zurück. Zunächst gilt es in den Bänden 11 und 12, dem Planeten Hushhin einen zweiten Besuch abzustatten. Da könnt ihr euch auf die nächste exzentrische Figur der Serie freuen – den Wissenschaftler Noshtoy von Shoylon… ich bin mal sehr gespannt, wie er bei euch ankommt.

Doch zurück zum vorliegenden Band: „Das Maschinenvolk“ ist am 17. März 2014 im Gratisdownload… falls jemand die Geduld hat, um so lange auf den Schluss des RHON-2-Abenteuers zu warten…

Ich wünsche euch jedenfalls ab sofort angenehmes Lesevergnügen.

Wir treffen uns ansonsten morgen wieder hier zu einer weiteren Folge meines Wochenblogs, diesmal erfahrt ihr etwas über „Gigantische Maschinen“… und wenn ihr da jetzt an den MINEUR denkt, in dem die aktuelle Handlung meines 15. E-Books spielt, liegt ihr vollkommen richtig.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

OSM-News: Neue OSM-Story erschienen!

Posted März 5th, 2014 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos,

auch jenseits meines E-Book-Programms geht natürlich die Arbeit am Oki Stanwer Mythos (OSM) und an seinen Veröffentlichungen weiter. Ich bin nach wie vor Mitarbeiter an einigen Fanzines, und jüngst bot ich der Redaktion des Fanzines EXTERRA des Science Fiction Clubs Universum (SFCU, www.sfcu.de) meine jüngste OSM-Geschichte „Die Intervention“ zur Veröffentlichung an.

Heute ist EXTERRA 63 bei mir eingetroffen, und darin findet sich der erste Teil der oben genannten Geschichte. Kurz zu ihrem Inhalt:

Der interessierte Leser findet sich im KONFLIKT 19 des Oki Stanwer Mythos wieder. Das bedeutet, er hält sich in der heimischen Galaxis Milchstraße auf, sogar noch genauer: auf dem irdischen Mond Luna. Man schreibt den 18. Juni des Jahres 2028. Die Chinesen und Russen erobern in konkurrierenden Mondmissionen den Erdtrabanten, nachdem sich die Europäer und Amerikaner weitestgehend aus der bemannten intersolaren Raumfahrt zurückgezogen haben.

Federführend für das chinesische Mondprogramm ist Dr. Lu Chen-Chuyang, der erstmals persönlich auf dem Mond weilt und hier den Krater Moretus nahe dem Südpol des Mondes untersucht. Leider widerfährt ihm dabei ein bedauerlicher Betriebsunfall, der unter normalen Umständen seinen sofortigen Tod zur Folge hätte. Aber er muss entdecken, dass im Krater Moretus etwas existiert, das ganz andere Pläne mit ihm hat – und mit der Zukunft der Menschheit…

Die Story „Die Intervention“ bringt einen Teil der Vorgeschichte des Romans „Ian und der Stein der Götter“, der Anfang Mai 2014 als zweiter Band der Reihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“ im E-Book publiziert werden wird. Wer also gern einen kleinen Wissensvorsprung erhaschen möchte und vielleicht auch ein im Januar preisgekröntes (Non-OSM-) Werk aus meiner „Feder“ als Bonus lesen möchte, sei ausdrücklich auf dieses Fanzine hingewiesen.

Bestellt werden kann EXTERRA 63 beim SFC UNIVERSUM, genauer: beim Redakteur Wolfgang Höfs unter der E-Mail-Adresse: exterra@sfcu.de. Es kostet inklusive Porto 3,00 Euro.

Mein eigenes nächstes E-Book, „Das Maschinenvolk“, erscheint im Laufe des 8. März 2014 zum üblichen Preis von 0,99 Euro auf Amazon.de.

Macht es gut – und viel Lesespaß, das wünscht euch mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

am 2. Februar versprach ich euch im vergangenen Teil dieser Serie, diesmal noch kurz etwas auf die OSM-Fragmente des Jahres 1995 einzugehen, an denen ich arbeitete bzw. die neu geschaffen wurden. Danach schwenken wir über ins Jahr 1996.

Ich erwähnte vielleicht schon, dass 1995 nicht so eben das erfolgreichste OS­M-Jahr vor dem Herrn war. Mit insgesamt nur gerade einmal 55 fertig geschriebe­nen Werken gehört es zu den schwächsten meiner Schreibzeit. Das heißt aber nicht, dass ich jenseits der OSM-Serien, über die ich kürzlich berichtete, müßig gewesen wäre.

Traditionell arbeitete ich weiter an der Romanumarbeitung des KONFLIKTS 13 „Oki Stanwer Horror“ (1982-1985), also dem Buch „DER CLOGGATH-KONFLIKT“. Außerdem begann ich im Mai mit der OSM-Story „Der Veteran“, die leider bis heute noch nicht beendet ist und in den Dunstkreis der GRALSJÄGER-Geschich­ten gehört, von denen ihr noch mehr zu hören bekommen werdet, besonders, wenn es um KONFLIKT 22 „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“ geht, den ich 1989 zu bearbeiten begann.

Im Juli entstand ein weiteres OSM-Fragment unter dem Titel „Ruhmeshalle“, dessen Struktur mir aber bis heute nicht so recht zusagt, so dass die Arbeiten daran nicht allzu weit gediehen sind. Wenn ich in diesem Jahr daran gehe, die alten Fragmente abzuschreiben, erhoffe ich mir von dieser Tätigkeit auch gewisse belebende Impulse, die mich vielleicht in den Stand versetzen, einige der Fragmente zu vollenden. Lasst euch überraschen, ob sich das bewahrheitet. Ihr werdet dann an dieser Stelle davon hören.

Im September entwickelte ich mit „Die Chaos-Lenker“ eine weitere fragmentari­sche OSM-Idee, die Gedanken des späteren KONFLIKTS 16 vorwegnahm… viel­leicht ist es auch darauf zurückzuführen, dass ich dieser Geschichte noch nicht weiter kam, wiewohl sie einige sehr bemerkenswerte Szenen aufweist. Es geht hier um ein Volk von Matrixfehlern, das von der Vernichtung bedroht ist, und einen GRALSJÄGER, der mit undurchsichtigen Zielen interveniert.

Tja, und dann war das Jahr 1995 schon passé. Es war nicht wirklich viel los, wie ich bereits erläuterte.

Das Jahr 1996 sah, wenn ich ehrlich sein soll, nicht sehr viel besser aus. Mit ins­gesamt 81 fertigen Werken machte es zwar mehr her, aber nur auf den ersten Blick. Ich war noch immer auf zu vielen Baustellen unterwegs, und manches da­von wurde in diesem Jahr dann auch kurzerhand eingestampft. Zum zweiten steckte ich mitten vor meinen Zwischenprüfungen an der Uni, die in diesem Sommer stattfanden, und ich sollte bald darauf mehrere lieb gewonnene Men­schen verlieren, was mich dann auch kreativ zurückwarf.

Das Jahr begann mit KONFLIKT 28 und der Episode 15: „Oki Stanwers Allein­gang“. Ein verwirrendes Abenteuer, das mich bis Ende des Jahres in eine völlig fremdartige Sphäre entrücken sollte (ich kam bis Band 19 „Königreich der MAS­KEN“). Nur kurz angedeutet: Oki Stanwer verlässt hier seine Gefährten um den griechischen Millionär Mikis Theodakis und macht sich mit dem im Jemen ge­fundenen Kristallschädel, der lautlos zu ihm spricht, auf den Weg nach Jerusa­lem, um die Grundfundamente von König Salomos Tempel zu suchen, was ihm mit Hilfe der LEGION CRUX auch gelingt – zu seinem Nachteil. Dort findet er nämlich ein Dimensionstor, das ihn verschlingt und geradewegs in TOTAMS Vor­hof katapultiert…

Daraufhin machte ich gedanklich einen Satz über 40 Milliarden Jahre in die Ver­gangenheit, um in KONFLIKT 20 „Oki und Cbalon – Das Ewigkeitsteam“ (1984-1997) zu landen, und zwar buchstäblich „in grauer Vorzeit“ (so auch der Titel des Bandes 84, mit dem ich startete (ich gelangte in diesem Jahr dann bis Band 93 „Die Mission der Sternenfeen“).

Im Februar 96 hüpfte ich weiter in den Universen, wieder zwanzig Milliarden Jahre in die Zukunft, hinein in den noch jungen KONFLIKT 24 „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“, wo ich mit Band 10 „Programmiertes Leben“ den Handlungs­pfad der tassinischen Forscher verfolgte, die durch ein so genanntes Transver­salen-Feld (vgl. dazu etwa auch meine Andeutungen im Blogartikel 46) auf eine verwüstete Welt und in ein von Grauhäutigen verwaltetes Reservat gelangt wa­ren. In dieser Serie kam ich bis Jahresende erfreulich weit voran, nämlich bis Band 18 „Im Reich des Todes“. Und ich lernte eine rätselhafte, künstliche Welt kennen, die man „Hohlringland“ nennt. Ein bizarres Ding, das ich bis heute noch nicht ganz durchschaut habe und das noch zahllose Geheimnisse birgt, die alle irgendwie mit TOTAM, den SIEBEN SIEGELN, den Totenköpfen und anderen Dingen zu tun haben.

Im März sprang ich erneut in ein älteres Universum, diesmal wieder über 40 Milliarden Jahre zurück in den KONFLIKT 16 „Oki Stanwer – Der Mann aus dem Nichts“ (1983-1998). Ihr mögt euch erinnern, dass ich kürzlich davon sprach, wie verwüstet diese Galaxis Milchstraße dort im 39. Jahrhundert war. Oki Stan­wer und die Galaxisrebellen suchten nun zwar nicht mehr nach der Welt der Entscheidung, der Baumeister-Ringwelt RANTALON, die hatten sie inzwischen gefunden, sie war aber durch Zeitgezeiten vollständig von der Außenwelt iso­liert.

Nun tauchte vielmehr in Band 72 „TOTAMS Emissär“ auf, die EXEKUTIVE TO­TAMS, der Dämonenschlächter, und er bot Oki Stanwer seinen Hauptfeind auf dem Silbertablett an: die Dämonenwaffe GOLEM alias der GALAXIENBEZWIN­GER, der die Galaxis ins Chaos gestürzt hatte. Diese Offerte führte Oki und seine Freunde direkt ins Zentrum von GOLEMS Imperium und hatte schließlich zur Folge, dass sie in den Sog einer verheerenden Zeitwaffe GOLEMS gerieten und über Milliarden Jahre in die Vergangenheit geschleudert wurden.

In der Gegenwart eskalierte derweil die Auseinandersetzung mit dem ebenfalls gestörten Matrixfehler-Robotervolk der All-Hüter. Als ich mit Band 83 „Das Ende der All-Hüter“ im Oktober 1996 diese Serie verließ, war das Chaos wirklich komplett.

Im April dieses Jahres hüpfte ich einmal mehr zwischen den Universen des OSM hin und her, diesmal moderate 15 Milliarden Jahre in die Zukunft in KONFLIKT 19 „Oki Stanwer – Der Missionar“, die ja nach wie vor sehr bescheiden vor sich hindümpelte. Sie hatte nach fünf Schreibjahren jetzt gerade mal Band 6 „Stromabwärts“ erreicht, und dabei blieb es dann auch. Hier kam ich gar nicht vom Fleck.

Oh, ich entdecke gerade, dass ich mich oben geirrt habe. Ich machte während der Schreibarbeit an KONFLIKT 16 einen Sprung und schrieb im Mai/Juni die Bände 84-86 vor, was nicht verblüfft – das sind Oki Stanwers Zeitabenteuer in der tiefen Vergangenheit, einer Zeit, in der das KONFLIKT-Universum 16 reali­siert wird und die Naturgesetze weithin ausgehebelt sind. Hier stoßen die Ge­strandeten dann mit den Baumeistern zusammen, wie Band 86 schon vom Titel her sagt: „Baumeister-Kontakt“. Und dieser Kontakt hatte natürlich Auswirkun­gen auf die Handlungsgegenwart der Serie, und wie!

Am 28. August beendete ich dann die überraschend aufgetauchte Story „Trüm­merfeld der Götter“, bei der mir rasch klar wurde, dass sie in KONFLIKT 19 spie­len musste. Da warf ich einen ersten Blick in eine rätselhafte Hohlwelt, von der ich allerdings noch nicht wusste, dass sie die Baumeister-Bezeichnung QUAN­GOOR-8810 tragen würde. Das sollte ich erst etwas später herausbekommen, und ihr solltet euch diese Bezeichnung gut merken, das ist ein ziemlich grausi­ger Handlungsschauplatz, der noch elementare Bedeutung bekommen sollte, sehr viel später.

Wie ich schon andeutete – 1996 war nicht eben ein sehr viel glorreicheres Jahr als 1995. Serienabschlüsse kamen nicht vor, schienen auch nicht in naher Zu­kunft bevorzustehen (darin sollte ich mich täuschen), und viele der vollendeten Werke dieses Jahres waren Gedichte.

Ach ja, und es gab ein seltsames Werk, das im November in Rekordzeit von we­nigen Tagen auf mehr als 200 Seiten Umfang geradezu explodierte: der Roman „Justine und Maximilian“, ein erotisch-phantastischer Roman regelrecht obses­siver Natur, der mich ziemlich beunruhigte, aber völlig unaufhaltsam war. Er steht vollkommen singulär in der Gegend herum, und mir war damals definitiv nicht klar, dass er eine erste Woge eines Phänomens war, das mich in den kom­menden Jahren fast völlig wegschwemmen sollte.

Ich hatte den Archipel noch nicht einmal gesichtet. Aber davon wird in Bälde die Rede sein. Im kommenden Teil dieser Serie werde ich mich dann aber erst einmal um die Nachlese von 1996 im biografischen Sinn kümmern und sodann um das Jahr 1997.

Bis bald, mit Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

das Jahr rast wirklich so dahin, und ehe man sich versieht, ist es schon wieder Jahresende, in diesem aktuellen Fall schreiben wir den 1. Dezember 2013, wenn ich diese Zeilen formuliere, und es ist echt nicht mehr viel vom Jahr 2013 übrig. Das ist aber auf der anderen Seite auch gut so, denn wie ich schon mal bemerkt habe, fasse ich ein Jahresende nicht als beunruhigend auf, es ist vielmehr ein Fenster für das kommende Jahr, so dass ich dann auf einen weiten neuen Hori­zont blicken kann, der sich Monat für Monat mit neuen Werken oder aktuali­sierten alten Werken bevölkert.

In diesem vorletzten Monat des Jahres 2013 entwickelte sich das Schreiben aus vielen verschiedenen Gründen sehr langsam und blieb über den gesamten Zeit­raum nur mäßig. Ich habe mit Abstand die wenigsten Seiten im gesamten Jahr geschrieben, nach der monatlichen Statistik betrachtet. Was für Gründe waren das, die mich aufhielten, im OSM voranzukommen? Zuerst ist hier natürlich der Schulungskursus des Jobcenters zu nennen, der mich beruflich voran brachte, kreativ aber zwei Wochen vollkommen blockierte. Da konnte ich von Glück re­den, wenn ich am Tag zehn Seiten kreativ zum Schreiben kam… was grundsätz­lich am unteren Saum dessen ist, was ich normalerweise so gern leisten möch­te.

Dann warfen mich gesundheitliche Sorgen von Angehörigen ordentlich mental über den Haufen und lenkten mich sehr grundlegend ab. Und schließlich gab es eine weitere Ursache für stagnierendes Schreiben, die definitiv im OSM lag. Sie sah folgendermaßen aus:

Im November 2013 näherte ich mich unaufhaltsam dem OSM-Band 1675. Ich weiß inzwischen, welcher Band das sein wird, und ich arbeite daran… teilweise. Denn er entstammt dem KONFLIKT 19, an dem ich nicht vorrangig schreibe. Das, was demgegenüber Priorität genoss, war KONFLIKT 2, weil ich für die E-Books natürlich noch ein wenig Vorsprung herausarbeiten wollte. So war am 10. November das E-Book 12 „Am Rand der Bebenzone“ fertig gestellt worden, der Textkorpus für das E-Book 13 „Ins Innere der Maschine“ wurde ebenfalls vollendet (da der präzise Vorschautext auf die Nr. 14 noch fehlt, ist es noch nicht als vollständig eingetragen), und nun befand ich mich im Abschlussband der Trilogie, Band 14 „Das Maschinenvolk“.

Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass das einigermaßen kompliziert ist, zwei Werke gleichen Ranges direkt Kopf an Kopf liegen zu haben und quasi parallel zu schreiben. Im Zweifelsfall führt das dazu, dass man nichts von diesen Dingen tut, sondern andere Angelegenheiten weiter bearbeitet. Was ich auch tat – mir gelang es im Monat November, die Serienabschrift des KONFLIKTS 21 „Oki Stan­wer – Fürst von Leucienne“ zu vollenden und mit den im Oktober 2012 begon­nenen Abschriftarbeiten an KONFLIKT 24 „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“ zu beginnen.

Aber solange ich natürlich den OSM-Band 1675 nicht fertig habe, bin ich gewissermaßen mental blockiert, was weitere kommentierte Abschriften angeht, etwa aus KONFLIKT 14 „Oki Stanwer – Feldherr der Cranyaa“ (1983-1988) oder aus KONFLIKT 18 „Kampf gegen TOTAMS Dämonen und Schergen“ (1984-1989).

Als Summe aus diesem rivalisierenden Gedankenchaos kristallisierte sich dann schließlich dies als kreatives Ergebnis für den November 2013 heraus:

Blogartikel 47: Work in Progress, Part 11

(Glossar der Serie „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“)

Blogartikel 50: Logbuch des Autors 4: Kontrafaktische Welten im OSM, Novem­ber 2013

14Neu 5: Die Sonnenhölle

DSf 15: Zentrum der Macht (Abschrift)

DSf 16: Oki Stanwer, der Tyrann (Abschrift)

DSf 17: Vagabund der Sterne (Abschrift)

Erläuterung: Dies ist wohl mit Abstand der bagatellisierendste Titel einer OS­M-Episode überhaupt, muss ich heute sagen. Als ich ihn 1994 schrieb, war mir das so klar noch nicht. Heute aber weiß ich, dass die hier auftretende Titelfigur ein zutiefst monströses Wesen ist, das bis heute im OSM sein Unwesen treibt. Merkt euch seinen Namen gut, Freunde, er wird euch über den Weg laufen – In­ciil, einer der legendären GRALSJÄGER, und womöglich nur noch übertroffen von seinem monströsen Weggefährten Jaal, einem gewissenlosen Massenmör­der… soweit ich das bis heute weiß. Denn die Biografie dieser beiden Wesen liegt zum guten Teil noch im Dunkel des Ungewissen, und bekanntlich kann sich die Beurteilung einer Person ändern, wenn man ihre Vita genauer in Augen­schein genommen hat. Bislang ist das noch nicht geschehen…

(NK 55: Geheimnisse der Mörder)

Erläuterung: Sagen euch die „Mörder“ noch etwas? Wir werden beizeiten auf sie zurückkommen. Es handelt sich dabei um ein weiteres humanoides Volk im OSM, das in unterschiedlichen Universen in Erscheinung tritt. Beispielsweise eben auch hier, im KONFLIKT 24 „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“.

(NK 1: Auf der Spur der Legende)

(E-Book 13: Ins Innere der Maschine)

(DM 53: Fluchtziel Koloron)

Erläuterung: Das ist der oben erwähnte Band 1675 des OSM, mit dem ich der­zeit schwanger gehe und der mich ein wenig am Weiterarbeiten sonst behin­dert… dabei ist das gar keine uninteressante Geschichte…

DSf 18: Kosmische Waffenhändler (Abschrift)

(E-Book 14: Das Maschinenvolk)

(OSM-Wiki)

DSf 19: Sternenmythen (Abschrift)

Erläuterung: Dieser Titel ist ein wenig vollmundig für den Inhalt, der letztlich da­bei herauskam. Das lag in der Natur der Sache – es geht um das legendäre Reich von Veskoy… und ich verstand 1994 davon wirklich noch GAR NICHTS. Wie also darüber schreiben? Schwierig. Also schwafelte ich munter drauflos. In der Überarbeitung wird später nahezu alles geändert werden müssen…

E-Book 12: Am Rand der Bebenzone

Blogartikel 44: Der OSM im Bild, Teil 1

(18Neu 47: Das Totenkopf-Kloster)

(18Neu 48: Heiligtum der Skelette)

(18Neu 49: Horror in Wales)

(E-Book-Glossar)

Erläuterung: Hiermit ist eine neue Einrichtung gemeint, die als Arbeitsinstru­ment für mich gedacht ist. Ich habe in den OSM-E-Books bekanntlich ein Glossar der wichtigsten Begriffe eingerichtet. Es kommen aber mehr Begriffe in einer Episode vor, die ich letztlich in die OSM-Wiki überführen möchte. Um diese Be­griffe vorab zu klären und zu erläutern, wurde das so genannte „E-Boo­k-Glossar“ eingerichtet. Die hier gewissermaßen „ausgelagerten“ Begriffe werde ich im Jahr 2014 in die Wiki integrieren. Dort stehen sowieso noch Renovie­rungsarbeiten an, für die ich nun jemanden gefunden habe, der Kenntnisse im Einrichten von Wikis besitzt.

Blogartikel 49: „Premiere!“ oder Was alles passieren kann, während man an TI 9 schreibt

Horrorsturm – OSM-Fragment (kommentiert)

Erläuterung: Diese Eintragung könnte ebenfalls für Verwirrung sorgen, ich ent­wirre also vorsorglich – normalerweise steht ein Fragment immer in Klammern (), um anzuzeigen, dass es eben nicht fertig ist. Dieses Fragment tut das nicht. Der Grund ist der, dass es nicht weiter geschrieben werden wird. Ich habe es ab­geschrieben und umfassend kommentiert, und in dieser Form wird es verblei­ben, da es dem Handlungsstrom des KONFLIKTS 15 „Oki Stanwer“ (1981-1984) widerspricht und somit ein totes paralleles Stück des Handlungsstroms darstellt.

Es wird noch mehr solche Eintragungen im Laufe der folgenden Jahre geben, auch wenn es natürlich mein vorrangiges Anliegen sein muss, vorliegende Frag­mente zu vollenden. Manchmal lässt sich das einfach nicht realisieren.

(Aus den Annalen der Ewigkeit 3: Heiligtum der Shonta – OSM-Story)

Erläuterung: Diese Geschichte, die die Handlung von TI 10 weiterführt, könnt ihr euch schon mal vormerken. Sie stammt ursprünglich aus dem Jahr 2004, als ich auch die Abenteuer der Yantihni von der RHONSHAAR schrieb, und sie wird als dritter Band der „Annalen“ in naher Zukunft publiziert werden. Einen Termin nenne ich aber besser noch nicht, obwohl ich ein Planungsdatum im Kopf habe…

Ergänzung vom 23. Februar 2014: Ihr werdet 2014 feststellen, dass dies inzwischen „Annalen 4“ ist. Begründung folgt beizeiten noch.

(Aus den Annalen der Ewigkeit 2: Ian und der Stein der Götter – OSM-Roman)

Erläuterung: Hierzu kann ich Genaueres sagen, obwohl die Überarbeitung noch nicht abgeschlossen ist. Dieser Roman, dessen Titelbild schon vorhanden ist, wird Anfang Mai 2014 veröffentlicht werden und euch einen kleinen Einblick in das irdische Sonnensystem des frühen 21. Jahrhunderts im KONFLIKT 19 „Oki St­anwer – Der Missionar“ geben. Besser lernt ihr aber eine Welt namens „Swamp“ kennen, die spätere Kolonisten mit dem Namen „Dawson“ versehen werden… eine ähnlich unscheinbare Welt wie die Wasserwelt Höolyt im KON­FLIKT 21 „Oki Stanwer – Fürst von Leucienne“ – und noch sehr viel tückischer, leider. Dawson ist die Hölle, aber wer dort einmal gelandet ist, für den gibt es in den allermeisten Fällen keine Möglichkeit zur Rückkehr…

Tja, meine Freunde, und das war es dann leider auch schon wieder. Mehr gibt es aus diesem Monat nicht zu berichten – und ich fürchte ein wenig, dass sich das im Dezember in ähnlicher Weise fortsetzen könnte. Warum? Nun, ein paar Stichworte zur Orientierung: Geburtstage, Weihnachten, gesundheitliche Pro­bleme bei Verwandten, Weihnachts-Stammtische… der Monat ist jetzt schon rappelvoll mit Terminen, und das intensiviert sich eher noch. Und ein Verlänge­rungsantrag auf ALG II will leider auch noch gestellt sein.

Einziger Trost: das rege Interesse am OSM wächst stetig. Mehr als 3.200 Besu­cher auf der Homepage in diesem Monat, deutlich mehr als 100 verkaufte E-Books… das ist dann Anlass zu ungebrochenem Optimismus. Bleibt mir gewo­gen, meine Freunde, unterstützt mein E-Book-Projekt durch Mundpropaganda und Käufe… dann mache ich gern weiter und öffne euch weiterhin die Welten des OSM.

Bis in einer Woche – und alles Gute bis dahin, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

es ist ein wenig schwer, zu glauben, dass ich tatsächlich schon fünfzig Wochen lang an diesem Blog schreibe, also fast ein ganzes Jahr lang. Das im Februar be­gonnene Experiment, meine Werke allgemein und weltweit für Leser zugänglich zu machen, hat sich schön entwickelt, und monatliche Besucherzahlen von mehr als 2000 zeigen, dass reges Interesse an diesen Beiträgen besteht. Das freut und ehrt mich.

Für den „Jubiläumsbeitrag“, der vermutlich ein wenig länger ausfallen wird als üblich – dem Anlass durchaus angemessen – , habe ich ein Thema ausgewählt, das mich seit neuestem wieder bewegt. Es geht um „Kontrafaktik“. Wer mit dem Fremdwort auf den ersten Blick nichts anfangen kann, dem helfe ich gern ein wenig nach:

Kontrafaktik ist die Lehre von Ereignisabläufen, die im Widerspruch zu den rea­len Gegebenheiten steht. Üblicherweise bezieht man die Kontrafaktik auf alter­native Zeitabläufe, und so soll das auch hier verstanden werden. Wir beschäfti­gen uns, wenn wir mit der Kontrafaktik zu tun haben, mit der legendären Frage „Was wäre, wenn…?“, von denen die vielleicht prominenteste (weil vermeintlich wichtigste, das indes ist ein Irrtum), die Frage ist „Was wäre, wenn die Nazis den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätten?“

In Wahrheit müsste man nämlich sagen, dass es viel elementarer wäre, sich zu überlegen, in was für einem Jahrhundert wir wohl leben würden, wenn der Ers­te Weltkrieg nicht stattgefunden hätte. Wären wir dann immer noch in einem deutschen Kaiserreich Untertanen Seiner Majestät? Das ist eher zu bezweifeln. Es ist allerdings auch sehr unwahrscheinlich, dass wir uns, wenn obige histori­sche Abzweigung Realität geworden wäre, in einer Welt befänden, in der es sol­che Staaten wie Israel, Syrien, die moderne Türkei oder ein kommunistisches China gäbe.

Der Erste Weltkrieg hat das zwanzigste Jahrhundert in einer Weise geprägt, die auch bis ins einundzwanzigste nahtlos fortwirkt. Und wenn man dort die Wei­chen anders gestellt hätte, sähe unsere Zivilisation grundlegend anders aus. Ich wage allerdings keine Prognose, ob zum Besseren oder zum Schlechteren.

In diesen Kontext verirrte ich mich kürzlich wieder, als ich zur Vorbereitung mei­nes Seminars „Philosophische Texte zum Ersten Weltkrieg“ das wirklich sehr empfehlenswerte, scharfsinnige und spannende Buch „Die Zimmermann-Depe­sche“ von Barbara Tuchman las (die Lektüre dauert noch an – Nachtrag vom Februar 2014: Das ist inzwischen natürlich Vergangenheit, aber im November 2013, als ich diese Zeilen schrieb, entsprachen sie der Realität. Das Buch ist noch toller als angenommen!).

Nein, nein, sie fabuliert hier nicht von einer kontrafaktischen Kaiserreichsge­schichte des 20. Jahrhunderts, nicht, dass ihr was Falsches erwartet, wenn ihr das Buch aufschlagt… sie hält sich strikt an die Fakten. Aber es gibt da einen Handlungsstrang, der so abenteuerlich ist, dass er geradewegs dazu einlädt, sich Gedanken über einen kontrafaktischen Roman in der Tradition eines Clive Cussler zu machen. Ich habe eine Entwurfsskizze unter dem Stichwort „Die Ja­pan-Mexiko-Connection“ niedergelegt. Ich halte das für ein lohnendes Non-OS­M-Projekt der Zukunft.

Worum es darin genau geht? Ach, ich deute es nur an: es hat etwas zu tun mit der japanischen Geheimdiplomatie, einen Stützpunkt in Mexiko in der Zeit di­rekt vor dem Ersten Weltkrieg zu errichten, eine japanisch-mexikanische Armee aufzustellen und gegen die Vereinigten Staaten zu marschieren… Hirngespinst und Phantasterei? Beinahe, möchte ich sagen. Die Abzweigung in diese Welt wurde nur recht knapp verfehlt, und wer mehr wissen möchte, sollte das oben angegebene Buch lesen. Es ist tatsächlich, wie die Saturday Review schrieb, „vergleichbar einem Thriller von Eric Ambler“.

So stecke ich also derzeit (Anfang November 2013) parallel in meinen histori­schen Texten zum Ersten Weltkrieg UND in kontrafaktischen Welten fest. Aber so kann ich den Bogen schlagen zum OSM.

Auch im Oki Stanwer Mythos gibt es parallele Welten, alternative Zeitentwürfe. Da ich eure Geduld nicht überstrapazieren möchte und ihr natürlich diese Wer­ke nicht kennt, da sie zumeist noch nicht mal aus der reinen Schreibmaschinenfassung in ein digitales Format übertragen wurden, ganz zu schweigen davon, dass sie auch nicht in gescheit lesbare und genießbare Form überarbeitet wurden, und somit derzeit unzugänglich sind, deshalb werde ich mich auf ein paar wenige Fälle be­schränken und ein bisschen den Leseappetit auf die Zukunft schüren.

Die alternative Zukunft des OSM begann schon recht früh, und sie ist sozusagen OSM-endemisch. Das heißt folgendes: als ich die zeitigen OSM-Serien entwi­ckelte, kam ich ein wenig aus dem Tritt, weil ich es unvermittelt mit mehreren, offenbar parallelen Wirklichkeiten der irdischen Zukunft zu tun hatte (vgl. dazu meine Blogeinträge der Reihe „Was ist eigentlich der OSM?“). Da gab es die Erde des Jahres 2123 (KONFLIKT 13 „Oki Stanwer Horror“ (1982-1985)), aber auch die Erde des Jahres 2092 (KONFLIKT 17 „Drohung aus dem All“ (1983-1986)).

In der einen Welt des KONFLIKTS 17 beherrschte die Menschheit ein kleines Sternenreich, in der des KONFLIKTS 13 war sie nicht mal zur Raumfahrt imstan­de. Wie ihr heute wisst, löste sich der Knoten, indem ich herausfand, dass es sich dabei um zwei verschiedene, zeitlich aufeinander folgende Universen han­delte (was mich dann mit dem Problem der Matrixfehler konfrontierte, das ich hier und heute nicht vertiefen werde, das ist unseren Kosmologie-Lektionen vorbehalten).

Von dieser Art der Schein-Kontrafaktik rede ich heute also nicht weiter. Wirklich in alternative Universen eingedrungen war ich kurz darauf. Ich bin derzeit gera­de dabei, die Episoden des KONFLIKTS 12 „Oki Stanwer – Bezwinger des Chaos“ (1987-1993) abzuschreiben, und ich kann nur sagen: das ist echt ein gordischer Knoten von beispielloser Komplexität. Da den Überblick zu behalten, ist wirklich knifflig.

Warum?

Vordergründig geht es dort ja darum, dass die kleine Nation der Tasvaner in der Kleingalaxis Pholyar im Halo von Bytharg davon träumt, die Grüne Galaxis By­tharg mit Langstreckenschiffen zu erreichen. Was den Tasvanern dabei nicht klar ist, ist freilich folgendes: sie sind Zeitsiedler. Sie stammen vom Volk der Allis ab (ja, wer da als Leser der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI) jetzt aufhorcht, tut das mit Recht, das ist genau das Volk, an das ihr jetzt denkt!), und sie wurden von Oki Stanwer und den Baumeistern über Zeitreise­portale in die Vergangenheit des Universums geschickt, um hier eine autonome Nation zu erschaffen, dort in der Sicherheit von Pholyar heranzuwachsen und schließlich Oki Stanwer und seinen Allis in der Galaxis Koopen als Streitkräfte zur Verfügung zu stehen.

Dumm ist nur, dass die Situation sich anders entwickelt. Die Tasvaner vergessen ihre Vergangenheit, und dann werden sie auch noch – wie übrigens zahlreiche andere Zeitsiedlerkolonien im Umfeld von Bytharg auch – von den Streitkräften des Bösen kurzerhand untergepflügt, oder wenigstens beinahe.

Noch schwieriger: Oki Stanwer verlässt sich nicht allein darauf, sondern schickt auch zwei seiner besten Freunde in die Vergangenheit. Sowohl Klivies Kleines als auch Salketh-en-torion sollen versuchen, die gestaltwandelnden Berinnyer, die Sklaven des Großreichs Bytharg, gegen TOTAM und die Macht CROSSATH aufzustacheln. Kleines´ Mission ist schon fehlgeschlagen. Salketh soll versuchen, ihn von seinem Versuch nun abzuhalten… und was sich daraus entwickelt, ist Chaos.

Noch schlimmer: auch eine Dämonenwaffe von TOTAM, die in der Zukunft in die Enge getrieben worden ist, nutzt die Möglichkeit dieser Zeitportale und flüchtet inkognito in die Vergangenheit. Es gibt sie dort also dann quasi zwei­mal, und das führt zu schrecklichen Verwirrungen.

Und so weiter und so fort… es wird eine sehr anspruchsvolle Aufgabe werden, all diese Handlungsstränge bei der Abschrift zu entwirren und zutreffend zu kommentieren. Aber das wird in ein paar Jahren für euch sicherlich ein span­nendes Leseabenteuer werden.

Ebenso nutzte der KONFLIKT 23 „Oki Stanwer – Der Dämonenjäger“ (1988-1994) das Potential der Kontrafaktik. Das geht schon mit der Ausgangssituation los. Die Erde, auf der Oki Stanwer erscheint, ist eine nukleare Wüste. Man schreibt das Jahr 2021, und die Erde ist seit einem globalen Atomkrieg im Jahre 1904 zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Russisch-Chinesi­schen Block fast vollständig zerstört. Es gibt nur einige wenige Enklaven, die un­ter magischen Schutzschilden liegen. Dort leben die Menschen unter der rigi­den Kontrolle der Dämonenwaffen von TOTAM.

Moment, mögt ihr sagen – ein Nuklearkrieg im Jahre 1904? Aber da hatte doch noch niemand eine Ahnung von Nuklearwaffen… und recht habt ihr. Im Verlau­fe der Serie kommt recht bald heraus, dass dieser Waffengang in einer Welt, die dafür noch gar nicht reif war, gezielt von auswärtigen Mächten forciert wurde, namentlich von einer Macht, die sich HTT nennt.

Oki Stanwer braucht die Hilfe eines Temporal-ZYNEEGHARS der Baumeister, um mittels einer (leider ebenfalls perfiden) Zeitreise herauszufinden, dass dieser Kürzel „High-Technology-Transfers“ heißt. Das ist ein weltumspannender Waf­fenkonzern in einer parallelen Welt des 28. Jahrhunderts, der über die Zeitrei­semöglichkeit gebietet und dabei ist, die Kontrolle über ein ganzes Bündel von parallelen Erden des „Multizeit-KONFLIKTS“ (so der Beiname des KONFLIKTS 23) zu verschaffen.

Und das sind dann wirklich reinrassige Parallelwelten. Auf einer davon schreibt man das Jahr 1531, und als beispielsweise Klivies Kleines dort eine Reise nach Europa unternimmt, landet er im realen Mittelalter… mit ebenso realen „Rei­tern der Apokalypse“, Raubrittern, Marodeuren und technisch hochgerüsteten, subversiven Geheimagenten von HTT, die das Ende dieser Zivilisation anstre­ben.

In einer anderen Welt dieses KONFLIKTS schreibt man das Jahr 1956. Und dort tobt noch immer der Zweite Weltkrieg. Die Nazis sind nach wie vor auf dem Kontinent an der Macht, Hitler ist ins Exil vertrieben und durch Martin Bormann ersetzt worden… und die Totenkopf-SS des Reiches besteht tatsächlich aus To­tenköpfen, den monströsen Hilfstruppen TOTAMS, die offensichtlich der Kon­trolle entlaufen sind.

Die Kontrafaktik allein dieser beiden Beispiele, die ich aufgezeigt habe, hat da­mals meine Kreativität in unglaublicher Weise befeuert, und zwar lange, bevor ich begann, Geschichte zu studieren. Wenn man erst einmal begonnen hat, zu verstehen, dass selbst arrivierte Historiker der Verlockung nicht widerstehen können, kontrafaktische Gedankenspuren zu entwickeln und ihnen zumindest partiell zu folgen – lest mal einschlägige historische Standardwerke, ihr werdet diesen Einfluss an vielen Stellen entdecken – , dann kann man sich vielleicht auch mit dem Gedanken anfreunden, dass dies nicht gar so abseitig ist, wie viel­leicht zunächst gedacht.

In Wahrheit, und da spreche ich jetzt mit dem Historiker Alexander Demandt, der Ähnliches in seinem beeindruckenden Werk „Ungeschehene Geschichte“ schrieb, in Wahrheit schärft das Denken in Alternativen nämlich unser Urteils­bewusstsein. Wir lernen auf diese Weise, die Bedeutung der realen Entschei­dungssituationen klarer zu erfassen und, indem wir die Vergangenheit in Ge­danken Revue passieren zu lassen, zugleich analoge Situationen der Gegenwart und nahen Zukunft zu erahnen und hier vielleicht die richtigen Entscheidungen zu treffen. Insofern ist Kontrafaktik nicht eine müßige Spinnerei, wie man vielleicht denken könnte. Es ist eine Übung in Möglichkeiten, das unseren Verstand flexibel hält. Und für uns Phantasten stellt Kontrafaktik zugleich eine profunde Möglichkeit dar, Geschichte und Fiktion in einer intelligenten und sehr anspruchsvollen Mischung dem Leser darzubieten.

Denn machen wir uns nichts vor: Kontrafaktische Geschichten sind sehr ambi­tioniert. Wir wenden uns als Verfasser sowohl an die Phantasten, die mögli­cherweise von Geschichte wenig Ahnung haben als auch an die historisch Gebil­deten, die vom Faktenaspekt eine Menge Ahnung besitzen. Beide Seiten wollen präzise unterhalten werden. Und, ich weiß das von mir selbst, da ich beide For­men beinhalte, den Historiker ebenso wie den phantastischen Literaten, Histori­ker können verdammte Erbsenzähler sein. Wenn die Fakten nicht stimmen und die Hypothesen eher flüchtig durchdacht sind, fallen die Kritiken leicht gnaden­los aus.

Schaue darum niemand verächtlich oder herablassend auf kontrafaktische Ge­schichten herab – wenn die Verfasser Kenntnis und Stil besitzen, sind sie eine großartige Unterhaltung. Ich hoffe, dass ich selbst dazu imstande sein werde, die kontrafaktischen Geschichten, die ich im Laufe der letzten knapp 30 Jahre im OSM verfasst habe, beizeiten in ansprechender Form an euch weiterzuge­ben. Aktuell ist das nur ein optimistischer Wunsch.

Aber ihr könnt dabei sein und den kritischen Schleifstein bilden, wenn es soweit ist. Ihr erfahrt das dann hier an dieser Stelle.

Natürlich gibt es noch viel zu diesem Thema zu sagen, aber für heute soll das erst mal wieder hinreichen. Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit, hoffe, euch gut unterhalten zu haben und verlasse euch in der Erwartung, dass ihr nächste Woche wieder hereinschaut, wenn ich euch etwas über die kreativen Taten des Monats November 2013 erzähle.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Stand für das E-Book „Ins Innere der Maschine“ ermittelt!

Posted Februar 12th, 2014 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos, liebe Freunde meiner E-Books allgemein,

wie es so gute Sitte bei mir ist, möchte ich heute außerhalb der Reihe der üblichen Wochen-Blogartikel mal wieder bekannt geben, wie sich das neueste E-Book aus dem Hause Lammers so geschlagen hat. Es handelt sich dabei, wie ihr wisst, um das Werk „Ins Innere der Maschine“. Ich möchte nicht sagen, es sei eine problematische Geschichte, denn es hat mir großes Vergnügen bereitet, sie zu schreiben, sowohl einst im Jahre 2004, als ich noch lange nicht an eine Veröffentlichung dachte, als auch jetzt, wo ich sie überarbeitete, damit sie lesbar wurde. Aber rein strukturell birgt diese Episode zwei Tücken, die ich jetzt erwähnen darf… und nein, sie brauchen weitere Neugierige nicht davon abzuhalten, sie zu lesen. Ihr werdet das gleich verstehen.

„Ins Innere der Maschine“ ist Teil des 2. OSM-Kosmos, also der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI), und zwar Teil 9 der Serie. Bei seriellen Werken ist es immer für Leser, die zufällig über einen bestimmten Teil stolpern, hier also Teil 9, ein wenig knifflig, in die Handlung hineinzukommen. Das gilt besonders, wenn man hier TI 8 „Am Rand der Bebenzone“ nicht kennt. Denn das führt uns direkt in die zweite Tücke der Episode: es ist Teil 2 einer Trilogie.

Trilogien sind immer ein wenig undankbar für Schriftsteller oder auch Filmemacher. Viele von euch mögen sich an den zweiten Teil der „Matrix“-Trilogie erinnern: ein Film, der mittendrin anfing und kein rechtes Ende hatte. Unangenehm für denjenigen, der einfach so reinstolpert. Man versteht quasi gar nichts. Ähnlich wäre es sicherlich auch manchen Zuschauern im Fall von „Fluch der Karibik II“ ergangen, wobei man hier den Machern um Jerry Bruckheimer zugestehen muss, dass sie es schafften, dem Film mit dem Untergang der Black Pearl und dem Tode von Jack Sparrow (ja, ja, ich weiß schon: Captain Jack Sparrow! Bitte um Verzeihung!) einen Schluss zu geben, der das traditionelle Schwächemoment eines zweiten Teils einer Trilogie aufhob.

TI 9 „Ins Innere der Maschine“ ist das vielleicht nicht so ganz gelungen. Aber seht es positiv: erstens wartet ihr nur noch einen Monat bis zum Schluss der Trilogie und nicht, wie im Falle mancher Filmtrilogien, ein ganzes Jahr. Und zum anderen steht ihr ja auch mit TI 9 und 10 „Das Maschinenvolk“ erst ganz am Beginn der rasanter werdenden TI-Abenteuer.

Wie hat sich TI 9 nun geschlagen? Nun, es gab 304 Leser bisher, die sich neugierig auf den zweiten Teil der Trilogie gestürzt haben. Und ich könnte mir gut vorstellen, dass das beim kommenden Band noch interessanter werden wird. Immerhin lernt ihr dort ein rätselhaftes Volk kennen, das insbesondere im Rahmen der TI-Serie noch eine Menge Bedeutung bekommen wird. Und dieses „Maschinenvolk“ hat ein paar sehr eigenartige… ja, Marotten wäre vielleicht zu hart gesagt… aber einige Besonderheiten, die euch noch verblüffen werden.

TI 10, das könnt ihr euch schon in den Kalender eintragen, kommt am 8. März 2014 in den Amazon-Shop. Und in diesem Band geht dann wirklich auf allen Ebenen die Post ab… mehr sei heute noch nicht verraten.

Ansonsten schlage ich vor, schaut doch einfach mal wieder am kommenden Sonntag hier vorbei. Dann geht mein Jubiläums-Blogartikel Nr. 50 online mit dem schönen Titel: „Logbuch des Autors 4: Kontrafaktische Welten im OSM“. Ich denke, das ist ein spannendes Thema.

Bis dann – mit Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

das kam jetzt alles etwas unerwartet für mich. Ihr werdet diese Zeilen hier erst Anfang Februar 2014 lesen, aber zugetragen hat sich das alles im späten No­vember 2013. Lasst mich einen Moment die Gedanken sammeln und ausholen…

Ich arbeite seit Ende 2012 an der E-Book-Bearbeitung der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI), und inzwischen war die Reihe am dramatischen Band 9 der Serie. Mit „Ins Innere der Maschine“ blickt ihr in den Furcht einflö­ßenden metallenen Abgrund der Vernichtungsmaschinerie des Terrorimperi­ums, und im Gegensatz zu euch Lesern wissen die wissbegierigen, arglosen Yan­tihni nicht wirklich, womit sie es hier zu tun haben. Entsprechend erschreckend fällt diese Geschichte auch aus, über die ich hier noch nichts Näheres verraten möchte. Den Höhepunkt der dramatischen Geschehnisse um den Vorstoß des Piloten Yuuricor und seiner Crew erlebt ihr dann im März mit TI 10 „Das Ma­schinenvolk“.

Während ich an diesem Werk arbeitete, wurde ich – aktuell noch arbeitslos und auf ALG II angewiesen – in einen Kursus des Jobcenters geschickt, der „Vermark­tungsstrategien für Akademiker“ etikettiert war. Eine zweiwöchige Form von Crashkurs, in dem ich nicht nur etwas über aktuelles Aussehen von Bewerbun­gen, den modernen Arbeitsmarkt und neue Jobsuchportale vermittelt bekam (dafür hätte man wohl kaum zwei Wochen gebraucht), sondern es ging hier auch um Simulation von Übungen aus Assessment-Centern, mit denen ich bis­lang nur dem Namen nach zu tun gehabt hatte.

Tja, und die Schlussübung bestand dann aus einer Selbstpräsentation. Da ich mich in so etwas immer schwer tue und auch in Vorträgen eher dazu neige, ein wenig fahrig zu werden, wenn ich mich nicht an einem stringenten Skript fest­halten kann, hatte ich vor dieser Präsentation gehörigen Bammel. Das würde wohl jedem so gehen.

Der Vorteil bestand darin, dass ich die insgesamt 15 Kursteilnehmer inzwischen recht gut kannte, sie unheimlich mochte und auch mit der Dozentin ausgezeich­net klarkam. Die Hemmschwelle war also dementsprechend niedrig. Und ich wurde sogar noch ermutigt, ein Projekt zu wählen, „das ich voll und ganz ver­treten“ könne.

Damit wurde mir in den letzten Tagen des Kurses zunehmend klar, was ich prä­sentieren würde: mich selbst als E-Book-Autor und das E-Book-Projekt an sich als eigenes Werk. Ungewohnt, natürlich… aber zugleich begriff ich das als eine gute Chance, mich auf die 2014er-Präsentation vorzubereiten, die unbedingt auf mich zukommen würde, nämlich auf dem Convention Raum & Zeit Continu­um III Anfang Mai 2014.

Auf diesem vom Förderverein Phantastika Raum & Zeit e. V. veranstalteten Event werde ich bekanntlich eine Lesung aus meinen E-Books vortragen und habe dann außerdem vor, einiges darüber zu erzählen, wie mein erstes Jahr als E-Book-Autor verlaufen ist. Besonders ist dann darüber zu berichten, ob sich meine Erwartungen erfüllt haben und wie ich mir den Zu­kunftsverlauf vorstelle. Jeder einzelne meiner inzwischen schon sehr zahlrei­chen Leser ist dazu natürlich herzlich eingeladen.

Vorab über die Programmpunkte informieren könnt ihr euch vergleichsweise mühelos auf der Homepage des Fördervereins unter www.sciencefiction.de oder jeden ersten Donnerstag im Monat um 19 Uhr auf dem SF-Stammtisch im Café DIALOG am Rebenring in Braunschweig. Auch hier sind Gäste jederzeit will­kommen, man muss kein Mitglied im Förderverein sein. Und ja, auch Fanta­sy-Fans sind da durchaus willkommen.

Zurück zum 22. November 2013, an dem meine Präsentation stattfand.

Ich stellte hocherfreut fest, dass es mir wirklich ausgezeichnet leicht fiel, ein vierteiliges Konzept aus dem Ärmel zu schütteln, das folgende Punkte umfasste:

  1. Selbstvorstellung

  2. Vorstellung des E-Book-Projekts in seinen bisherigen Dimensionen; Erläu­terung, wie es überhaupt entstanden war

  3. Zukünftige Planungen des Projekts

  4. Lesung der Story „Edgars Sorgen“, die das Zentrum meiner zweiten An­thologie für 2014 sein soll

Diese Konzeption wurde umso einfacher, als ich gewissermaßen aus dem Vollen schöpfen konnte – inzwischen waren 11 E-Books konzipiert und publiziert, mit der TI 9-Geschichte existierten nun drei weitere, noch nicht veröffentlichte E-Books, kurz zuvor hatte ich bereits die Titelbilder der nächsten Coverstaffel erhalten, so dass alle Titelbildmotive bis Sommer 2014 vorlagen. Ich erstellte zudem noch zwei Statistiken über die Gesamtdownloadzahlen der zehn E-Books bis Ende Ok­tober und über die Besucherzahlen auf meiner Homepage (bis zu diesem Zeit­punkt gut 12.000, Tendenz: weiter deutlich steigend).

Nun, und ich konnte eine schöne Titelbildgalerie an die Tafel heften und hatte damit genügend Eyecatcher, wie man heutzutage neudeutsch zu sagen pflegt, und als Bonusmaterial brachte ich die Titelbilder der E-Books „Die Katze, die die Sonne stahl“ und „Beide Seiten der Medaille und andere phantastische Geschichten“. Und allein das Katzen-Cover brachte mir den schönen Kommen­tar einer Teilnehmerin ein, sie würde allein das Titelbild schon sehr neugierig auf die Geschichte machen.

Die Folge war, dass ich wirklich vor der Klasse stehen konnte und munter und sehr überzeugend mein E-Book-Projekt zu „vermarkten“ imstande war. Es machte durchaus Spaß, und das ist eigentlich ein wenig überraschend für mich gewesen. Ich empfinde mich – und das kam auch während eines Persönlich­keitstests, der ebenfalls Teil des Kurses war, recht klar heraus, als einen eher ein zurück­haltenden, introvertierten Menschen, der im Grunde nur dann aus sich stärker her­ausgeht, wenn es um etwas geht, von dem er wirklich sehr viel versteht. Zu­gleich bin ich aber auch eine Person, die normalerweise nicht eben viel von Überredung hält. Ich neige nicht dazu, Menschen zwingend von etwas überzeu­gen zu wollen, derlei Ambitionen sind mir eher fremd. Insofern ist dieser Blog – und gelegentliche Vorträge, natürlich – so ziemlich das Äußerste, was ich in die­ser Hinsicht sonst tue.

Als „Premiere“ für das Vorstellen des E-Book-Projekts und damit als Vorübung auf die analoge Vorstellung auf dem Con war diese Veranstaltung aber eine schöne Sache. Das anschließend gegebene Feedback machte mir klar, dass ich noch deutlicher auf Akzentuierung achten sollte, nicht zu schnell reden und möglichst Blickkontakt mit dem gesamten Publikum suchen sollte… das sind so Kleinigkeiten, durch die ich mich selbst leicht aus dem Konzept bringen lasse. Aber das ist natürlich nun nichts, woran nicht gearbeitet werden könnte.

Ich kann, abschließend gesagt, nur betonen, dass solche Möglichkeiten zur Selbstpräsentation unbedingt wahrgenommen werden sollten, sobald sie sich einem Schriftsteller bieten, der noch nicht völlig sicher ist, wie er auf das Publi­kum wirkt. Man kann dadurch schön lernen, dass etwa das Publikum nicht zur Spezies der bissigen Tiere gehört, dass negatives Feedback eher selten ist und zumeist die Zuhörer schon fasziniert sind, wenn überhaupt klar wird, dass da je­mand ist, der GESCHICHTEN liest, die er sich SELBST ausgedacht hat.

Das ist immer – für die Zuhörer, die über derlei Fähigkeiten meist nicht verfügen – so etwas wie ein kleines Wunder und zudem ein starker Bonus, der die Zuhö­rerschaft sowieso von vornherein schon für den Autor einnimmt.

Ich habe diese Chance wahrgenommen und genossen, ja.

Das hing natürlich auch mit dem phantastischen Publikum zusammen, dem an dieser Stelle sehr zu danken ist. Es würde mich sehr freuen, wenn wir uns, bei Interesse, mal wie­dersehen und nicht vollkommen aus den Augen verlieren. Ich weiß, dass ihr neugierig darauf seid, wie das E-Book-Projekt voranschreitet und sich entwi­ckelt… und ich sage euch, ihr habt alle noch gar keine Vorstellung davon, was euch in der nahen Zukunft erwartet. Da liegen phantastische Lesestunden vor euch – vorausgesetzt natürlich, dass ich im Laufe des Jahres 2014 durch neugie­rige Leser, die meine E-Books kaufen, dahin komme, dass ich mindestens meine monatlichen Kosten decken kann. Aktuell ist das noch nicht der Fall… und wie ich schon mal betont habe – als ALG II-Bezieher ist mein Eigenkapital doch lei­der sehr begrenzt.

Das soll dann für heute als kleiner Ausflug in das Reich des vorgestellten OSM reichen. In der nächsten Woche findet ihr an dieser Stelle das „Logbuch des Au­tors 4“ vor, und dann geht es um kontrafaktische Welten im OSM. Damit habe ich euch neugierig genug gemacht.

Bis nächste Woche, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

vor drei Wochen ließ ich euch an dieser Stelle vermutlich in ziemlicher Konfusi­on zurück und mit einem Problem, das sich von dem derzeit als E-Book zu le­senden OSM ziemlich weit entfernt hat – mit der Entdeckung nämlich, dass sich im Jahre 1994, vor knapp zwanzig Jahren also, das Grundkonzept des Oki Stan­wer Mythos durch die Entwicklungen im KONFLIKT 23 „Oki Stanwer – Der Dä­monenjäger“ (1988-1994) gründlich verändert hatte.

Der „alte OSM“ war passé, es begann nun eine Epoche, die ich den „modernen OSM“ nennen möchte. Und da wir es bei diesem Gesamtwerk mit einer Ge­schichte zu tun haben, die in a-chronologischer Folge geschrieben wird, bedeu­tet das zur allgemeinen Verwirrung, dass nämlich gerade das nicht eintritt, was man vielleicht naiv denken möchte. Ich kleide es in folgende Worte: wenn, könntet ihr euch ja vorstellen, im KONFLIKT 23 die alte Ordnung des OSM um­gestürzt wird, bezieht sich das moderne OSM-Konzept allein auf das, was da­nach kommt.

Leider falsch, und zwar völlig falsch.

Wer so denkt, nimmt ebenfalls schlicht an, dass ich den OSM chronologisch schreibe, von Ebene 1 beginnend und bis (eines fernen Tages, vielleicht) KONFLIKT 32 voranschreitend.

In Wahrheit arbeite ich ja an vielen Serien parallel, die chronologisch ziemlich verschieden im Gesamtkonzept einsortiert sind. KONFLIKT 2 etwa, die Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI), die ihr vielleicht im E-Book-Format lest – sie wird jetzt gerade richtig spannend, wie ich meine – , liegt zwar hand­lungschronologisch tief im „alten“ OSM. Sie hat aber erst 2003 begonnen, über­haupt ausgearbeitet zu werden… und damit gehört sie natürlich gedanklich in den „modernen“ OSM. So verhält es sich auch mit KONFLIKT 4 „Oki Stanwer – Der Insel-Regent“ (IR), mit KONFLIKT 7 „Oki Stanwer – Held der Hohlwelt“ (HdH) und mit KONFLIKT 9 „Oki Stanwer – Der Kaiser der Okis“ (DKdO).

Behaltet diese Gedanken also im Hinterkopf, wir kehren nun tatsächlich zurück ins Jahr 1995. Der KONFLIKT 23 war Vergangenheit, mein Kopf völlig wirr ange­füllt mit unmöglichen Möglichkeiten, und es gab viele Serien, die in Bearbeitung waren… und eine neue, die ich direkt am 5. Juni 1994 begonnen hatte, nämlich den Einstieg in das Chaos des ersten Netzuniversums: KONFLIKT 24, also „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“ (NK).

In dieser Serie kam ich, wie überhaupt im gesamten OSM, in dem Jahr 1995 nicht sonderlich vom Fleck. Das hatte mehrere Gründe. Einer lag natürlich dar­in, dass ich in Braunschweig zu studieren begonnen hatte, was mich eine Men­ge Zeit und Energie kostete, namentlich in den ersten beiden Semestern (also bis Spätsommer 1995). Zum anderen musste ich nebenher jobben, um mir das Studium zu finanzieren. Die Folge war: kreative Ebbe im OSM und insgesamt. Im ganzen Jahr entstanden lediglich 55 fertige Werke, viele davon Gedichte. Zum Vergleich: so etwas schaffe ich heute in zwei Monaten…

Begonnen wurde das Jahr mit KONFLIKT 20 „Oki und Cbalon – Das Ewigkeits­team“, wo ich in die gespenstische Galaxis Feuerrad aufbrach und unbegreifli­che Schattenkrieger kennen lernte, die mir noch nie über den Weg gelaufen wa­ren. Es gab hier Dunkelwelten und einen Schatz zu heben, von dem ich schon vor langer Zeit in KONFLIKT 18 „Kampf gegen TOTAMS Dämonen und Schergen“ (1984-1989) gehört hatte: die Dämonenzepter. Bis Jahresende gelangte ich an Band 83 dieser Serie („Zentrum des Rotraums“), wo ein weiterer „alter Bekann­ter“ des OSM in Erscheinung trat – der Totenkopf-Prophet.

Fürwahr, eine illustre Serie, die auch mit Band 83 keinerlei Anstalten machte, sich dem Ende zu nähern.

Im Februar fuhr ich mit NK 7 „Werber des Lichts“ fort, die Wirren in der Galaxis Bool zu beschreiben. Und da lief mir das nächste bekannte Volk über den Weg: diesmal die würfelgestaltigen Masork, die mir bald auch in KONFLIKT 22 „Oki St­anwer – Der Schattenfürst“ (DSf) begegnen sollten.

Im März stolperte ich in die chaotische Milchstraße des 39. Jahrhunderts irdi­scher Zeitrechnung – richtig, in KONFLIKT 16 „Oki Stanwer – Der Mann aus dem Nichts“ (DMadN). Hier war Oki Stanwer in Band 59 „Report des Horrors“ dabei, sich im Chaos der Galaxis zurechtzufinden, die vor Jahrzehnten durch den An­griff des GALAXIENBEZWINGERS politisch völlig in Unordnung geraten war. Hier traf er – für mich im April 1995 – endlich auch auf seinen inzwischen erwachsenen Sohn Marconius Stanwer, inzwischen Leiter der Galaxisrebellen. Und hier merkte ich allmählich ziemlich deutlich den Einfluss des modernen OSM-Konzepts.

Warum? Nun, weil ich Marconius schon lange kannte. Er war in KONFLIKT 18, den ich sechs Jahre vorher abgeschlossen hatte, bereits – als Matrixfehler – ums Leben gekommen. Wann er aber nun genau geboren worden war, das er­lebte ich erst 1995 mit. Nicht wirklich verblüffend für mich, denn KONFLIKT 16 spielt ja 10 Milliarden Jahre VOR KONFLIKT 18. Dass ich diesen KONFLIKT 16 freilich erst drei Jahre später, also 1998, beenden sollte, mag für manchen Le­ser, der klare Chronologie erwartet, die Verwirrung vollständig machen. Aber glaubt mir, so funktionierte der OSM schon immer. Er war nur graduell kompli­zierter geworden.

Im Mai und Juni desselben Jahres 1995 brach ich dann schließlich wieder in die verstörenden Niederungen des KONFLIKTS 22 auf, wo – wie ich neulich erwähn­te (Blogartikel 45) – das Herz des SYNDIKATS schlug, jenes Reiches der negati­ven GRALSJÄGER, die über die Grenzen der untergehenden Universen hinweg vorwärts und rückwärts in der Zeit unterwegs sind und Raubzüge durchführen, Kriege führen, Waffenhandel und Intrigen exportieren. Und ich entdeckte in DSf 21: „Schwarzes Herz Veley“ eine ganze, monströse Kleingalaxis, die sich auf un­begreifliche Weise in einen Makroorganismus verwandelt hatte. Einen Makro­organismus, der in seinem Zentrum einen Gefangenen enthielt – den Planeten TOTAM.

Na klasse, dachte ich mir, was ist DAS denn nun schon wieder? Ich erhielt keine Aufklärung.

Stattdessen rutschte ich bei KONFLIKT 16 immer weiter in verwirrende Sachver­halte hinein. Ich klärte im August ein Zeitparadoxon auf, stieß auf die Angehöri­gen einer DIGANTISCHEN Kriegsflotte – die DIGANTEN sind Kegelwesen, die ur­sprünglich in KONFLIKT 14 „Oki Stanwer – Feldherr der Cranyaa“ (FdC) (1983-1988) aufgetaucht sind; inzwischen waren sie mir auch als Energietechniker in der Galaxis Daarcor in KONFLIKT 22 untergekommen… nun, und hier waren sie also auch noch… Und ich machte die recht beunruhigende Entdeckung, dass die Bediensteten der Sieben Lichtmächte auch in diesem KONFLIKT nicht so funk­tionierten, wie sie sollten.

Man muss dazu zwei Dinge wissen: die Lichtmächte setzen üblicherweise auf künstliche Lebensformen, die sie schematisch herstellen und schließlich mittels einer starken Primärenergieaufladung mit einem quasi-biologischen Lebensfun­ken erfüllen. Solche Wesen nennt man regulär Grauhäutige, und diese Wesen tickten in KONFLIKT 18 bekanntlich vollkommen aus und wollten am Ende sogar Oki Stanwer umbringen (was ihnen glücklicherweise misslang).

In KONFLIKT 16 nun bedienten sich die Lichtmächte ähnlicher Kreaturen, der so genannten CROMOS, die unter anderem ursprünglich als Bewachungsmann­schaft der Kegelwelten dienen sollten. Die Kegelwelten wiederum waren ein Entropie-Frühwarnsystem, das in der Milchstraße des KONFLIKTS 16 von Anfang an nicht richtig funktionierte. Und als Oki Stanwer nun nach seinem 40-Jahre-Zeitsprung aus der Galaxis Kirrongar zurückkehrte, musste er entdecken, dass die CROMOS sogar noch wahnsinniger geworden waren, als es die Grauhäuti­gen jemals gewesen sind. Und sie hatten eine Kriegsflotte gehortet, die imstan­de war, alle Reiche der Galaxis in Schutt und Asche zu legen.

Aber sie und den Befehlen der Lichtmächte gehorchen? Oki Stanwer gar? Nie und nimmer. Also waren sie eine ziemlich üble und fast unbesiegbare Bedro­hung. Es sei denn, man konnte patente Hilfe gegen sie finden, etwa bei den Baumeistern…

Chaos pur? Ja. Aber sehr faszinierend und vollkommen unvorhersehbar. So we­nig OSM ich in diesem Jahr auch schreiben konnte, die Handlungsfäden, an de­nen ich mich entlanghangeln konnte, waren wirklich überall von beeindrucken­der Komplexität.

Ich vermute, es erübrigt sich die Bemerkung, dass nichts von all diesen Werken bis heute das Licht der Öffentlichkeit erblickt hat, nicht wahr? Aber deshalb sitzt ihr ja mit dieser Artikelreihe in meinem Blog in der ersten Reihe der Loge und könnt hier bereits ein paar Andeutungen auf kommende Lesesensationen be­kommen. Denn über kurz oder lang plane ich schon (steigende interessierte Le­serzahlen vorausgesetzt, weil mir andernfalls der finanzielle Atem ausgehen wird, und zwar könnte das in diesem Jahr 2014 schon der Fall sein), all diese Ge­schichten nach und nach zugänglich zu machen. Es hilft also mir wie euch, wenn ihr ein wenig Werbung für meine Werke macht – ich baue da auf euch!

Ansonsten kann man sagen, das Jahr 1995 war so eine Art Übergangsphase. Vielleicht war es ganz ge­schickt, dass ich in diesen 12 Monaten nicht allzu weit kam mit dem Weiter­schreiben am OSM, denn so hatte ich ein wenig Gelegenheit, mich an die neuen Gedankenpfade im modernen OSM zu gewöhnen. Wirklich wirksam wur­de das, was ich 1994 mit dem neuen OSM-Konzept angestoßen hatte, erst in den beiden Folgejahren.

In Folge 14 dieser Serie werde ich am 2. März noch mal kurz auf die ganzen be­gonnenen OSM-Projekte dieses Jahres 1995 eingehen und mich dann in den turbulenten Hexenkessel des Jahres 1996 stürzen. Und bald danach nähern wir uns sowieso einem Augenblick (1997), in dem meine Welt gründlich umgestülpt wurde und ich mich für eine ganze Reihe von Jahren ziemlich weit – wenn auch nicht vollständig – vom OSM entfernte. Aber ehe ich etwas über das Konzept des Archipels erzähle, werdet ihr euch noch eine Reihe von Wochen gedulden müssen.

Nächste Woche an dieser Stelle werde ich weiter über die Entwicklungen in der TI-Serie referieren. Also, bleibt dran, Freunde!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Das neue E-Book ist da: „Ins Innere der Maschine“

Posted Februar 1st, 2014 by Uwe Lammers

Liebe Freunde meiner E-Books im Allgemeinen und des Oki Stanwer Mythos im Speziellen,

es ist wieder mal soweit, dieses Mal ungewöhnlich früh im Monat, nämlich am Monatsersten. Das neue E-Book „Ins Innere der Maschine“ ist soeben auf Amazon.de veröffentlicht worden und steht ab sofort zum Download bereit. Der Preis beträgt wie üblich 0,99 Euro.

Worum geht es darin?

Die Leser, die schon länger meinem E-Book-Programm folgen, warten womöglich schon nägelkauend auf diese Geschichte. Immerhin handelt es sich dabei um Teil 2 der „Sternenhammer“-Trilogie, die im Januar 2014 ihren Anfang nahm. Wer noch nicht dabei war, sei kurz auf den aktuellen Stand gebracht:

Vor mehreren Monaten stürzte im Reich der humanoiden Yantihni völlig unvermittelt eine Raumkapsel aus den Tiefen der Galaxis Twennar ab und schlug auf dem Wüstenplaneten Hushhin auf (vgl. dazu die TI-Bände 4 „Der Schiffbrüchige“ und 5 „Wenn der Sternenhammer fällt…“ aus dem vergangenen Jahr).

Der darin befindliche Alien, der Tassaier Gwensh, verstarb bald darauf, konnte jedoch einen schrecklichen Bericht und zugleich Hilferuf loswerden: seine Heimat werde von einer mondgroßen Vernichtungsmaschine geradezu verdaut, dem so genannten „Sternenhammer“, und seine Zivilisation sei dem Untergang geweiht. Er hatte allerdings kein Bildmaterial bei sich. Niemand konnte sagen, was an diesem Bericht der Wahrheit entsprach.

Die yantihnische Regierung war gleichwohl so alarmiert, dass das zweite Langstreckenforschungsschiff, die RHONSHAAR, auf den Weg in Gwenshs Heimat, das Xoor’con-System an der so genannten „Bebenzone“ gesandt wurde. Die Raumfahrer sollten herausbekommen, was an diesem Bericht Wahrheit und was vielleicht Fieberphantasie gewesen sein mochte (vgl. dazu TI 8 „Am Rand der Bebenzone“, Januar 2014).

Zu dumm: die entsandte Besatzung des Beiboots RHON-2 unter dem Piloten Yuuricor stellte schockiert fest, dass Gwensh die lautere Wahrheit gesprochen hatte. Es gab diesen „Sternenhammer“ tatsächlich… und er war sogar noch vor Ort!

Im vorliegenden E-Book wird beschrieben, wie die Yantihni-Forscher sich tatsächlich diesem monströsen Gebilde nähern und was sie vorfinden, als sie in sein Inneres vordringen.

Und ja, es darf gegruselt werden.

Ich wünsche euch angenehme Unterhaltung bei der Lektüre – der Teil 3 dieses Abenteuers erscheint dann Anfang März unter dem Titel „Das Maschinenvolk“. Aber was das genau ist, verrate ich heute natürlich noch nicht…

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.