Liebe Leser,

Schriftsteller sind seltsame Wesen, die zumeist im stillen Kämmerlein sitzen und hier ihre rätselhaften Launen der Kreativität ausleben. In der Regel sieht man, so malt man sich das gerne aus, nur die Werke selbst, die sie in die Öffentlichkeit bringen. Die Verfasser hingegen sind mythische, unsichtbare Wesenheiten, wie weiland das Orakel von Delphi…

Natürlich ist dieses Bild wie viele dieser Art schematisch und zumeist unzutreffend. In einem Punkt, auf mich selbst bezogen, kann ich aber ganz gewiss versichern: ich gehöre nicht zu den „unsichtbaren E-Book-Autoren“, sondern bin durchaus aus Fleisch und Blut und gern bereit, über mich und meine Geschichten mit meinen Lesern zu plaudern. Nachdem nun schon sechs meiner E-Books publiziert wurden, das letzte von mehr als 1.700 Lesern begierig aufgesogen, könnte ich mir denken, dass ein gewisses Interesse daran besteht, mich auch mal „in Natura“ kennen zu lernen.

Diese Woche haben meine Leser aus dem Raum Braunschweig und Umgebung dazu Gelegenheit.

Ich habe am 29. Juni der Vorsitzenden des Fördervereins Phantastika Raum & Zeit e. V., Claudia Hagedorn, in einem kurzen Videointerview Rede und Antwort gestanden. Das Resultat wird in Bälde auf der Homepage www.sciencefiction.de anzusehen sein. Vorher aber, und wir reden hier vom 4. Juli 2013, also von übermorgen, gibt es tatsächlich die Gelegenheit, persönlich mit mir zu plaudern. Ich werde nämlich zu Gast auf dem Science Fiction Stammtisch Braunschweig sein.

Wo findet ihr ihn? Hier:

Im Café DIALOG am Rebenring in Braunschweig.

Der Stammtisch findet üblicherweise an jedem ersten Donnerstag im Monat statt und beginnt um 19 Uhr.

Wer also mal vorbeischauen möchte, entweder, um mit mir zu diskutieren oder um mehr über den Förderverein zu erfahren, der derzeit mit den Planungen für den nächsten SF-Con „Raum & Zeit Continuum III“ beschäftigt ist – er findet Anfang Mai 2014 statt – , der ist an diesem Abend herzlich willkommen.

Ich freue mich drauf.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

 

PS: Und ehe ich es vergesse – das nächste E-Book steht ja schon vor der Tür. Es heißt „Der Schiffbrüchige“ und erscheint am 6. Juli. Die Gratisdownloadtage sind der 11. und 12. Juli 2013.

Liebe Freunde des OSM,

der Monat März war turbulent in verschiedenster Hinsicht, und ich konnte darum nicht so kreativ sein, wie ich gerne gewollt hätte. Zwei unerwartete Todesfälle, jede Menge Komplikationen mit dem Jobcenter, eine phantastische historische Recherche zu dem 1935 verstorbenen Philosophen Willy Moog… das brachte meinen Zeitplan ebenso durcheinander wie zum Ende des Monats dann mein Besuch bei meinen Eltern, um deren Keller mit zu entrümpeln (vgl. dazu den Wochen-Blog 11 „Glücksfunde“).

Die Konsequenz bestand dann darin, mehrheitlich Geschichten abzuschreiben bzw. neu zu formatieren. Entsprechend fällt auch der heutige statistische Beitrag aus:

18Neu 28: Gefangen im Schreckenslabor

DSf 2: Das Oki-Stanwer-Netz (Abschrift)

Erläuterung: Unter dem Oki-Stanwer-Netz muss der Leser im KONFLIKT 22 „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“ (DSf, begonnen 1989, noch in Arbeit) den Geheimdienst Oki Stanwers, des Regenten von Daarcor vorstellen. Er setzt sich ausschließlich zusammen aus den loyalen Oki-Robotern, die in diesem KONFLIKT als Richter und Henker in einer Person fungieren.

(DSf 54: Der Biopsi-Kontakt)

18Neu 29: Voodoo-Zauber

DSf 26: Die Abwehrkreise (Abschrift)

DSf 3: Fluchtchance gleich null (Abschrift)

(E-Book 6: Der Schiffbrüchige)

(E-Book 7: Wenn der Sternenhammer fällt…)

DSf 24: Die Veskoy-Stele (Abschrift)

Erläuterung: Das Volk der Veskoy tauchte im KONFLIKT 21 „Oki Stanwer – Fürst von Leucienne“ (FvL, begonnen 1988, noch in Arbeit) erstmals auf… geradewegs aus dem Nichts. Gleich den Baumeistern vermochten diese monströsen Molluskenwesen, die in einer Atmosphäre aus modifiziertem Deuteriumwasserstoff lebten, mit der universellen Matrix umzugehen. Sie spielen im KONFLIKT 21 eine absolut zentrale Rolle.

Dummerweise liegt ihr Ursprung in KONFLIKT 22, also 5 Milliarden Jahre zeitstromaufwärts. Insofern sind die KONFLIKTE 21 und 22 auf bizarre Weise ineinander verschränkt. Das werde ich beizeiten klarer aufdröseln. Heutzutage weiß ich über dieses durchweg tragische Volk erheblich mehr als 1997, als ich die obige Episode schrieb, mit der ich ursprünglich begann, das Veskoy-Geheimnis durchleuchten zu wollen. Mehr zu ihnen schreibe ich euch also später.

DSf 27: TVESTHIL oder Das Blut der Matrix (Abschrift)

Erläuterung: Dies ist der Abschlussband des ersten Veskoy-Zyklus in der Serie, wo die kombinierte Expedition zwischen SYNDIKATS-GRALSJÄGERN und Rebellen des Bundes der Vier, die Oki Stanwers Sturz anstreben, in die Fundamente des Kosmos eindringen und hier „unten“ jählings in der Falle sitzen. Denn das Phänomen des TVESTHIL bringt ihnen langfristig den Tod – oder vielleicht auch jenes Wesen, das die weiße Matrix bewacht… eine anscheinend ewige Kreatur, die man nur den PROPHETEN nennt…

(E-Book-Times #1: Fanzine)

Der Oki Stanwer Mythos (OSM) in E-Book-Form – Artikel für das Garching-Conbuch

OSNEU 20: Der Kampf mit dem Ultraroboter (Neuformatierung)

OSNEU 21: Das Ende von OKISTAN (Neuformatierung)

OSNEU 22: Der Sporen-Stützpunkt (Neuformatierung)

OSNEU 23: Gegen Zomar und TOTAM (Neuformatierung)

OSNEU 24: Die Zombie-Truppe (Neuformatierung)

Blogartikel 12: Work in Progress, Part 3

Blogartikel 10: Was ist eigentlich der OSM?, Teil 3

(DSf 31: Die Pseudo-Okis)

Erläuterung: Ich hatte oben schon gesagt, dass Oki Stanwer sich im KONFLIKT 22 in der Galaxis Daarcor auf die Truppe der humanoiden Roboter, der Okis, stützt. Während die TVESTHIL-Expedition der Galaxisrebellen unterwegs ist, tauchen Wesen auf, die genau wie Okis aussehen, in Wahrheit aber Mimikrylarven der SYNDIKATS-GRALSJÄGER sind. Ihr Ziel ist der Mord an Oki Stanwer…

(TI 45: In den Dschungeln von Shaktalon)

Blogartikel 7: Das große Mysterium Twennars: Die Bebengrenze

(DSf 33: Ein schwarzer Tag für Daarcor)

(DSf 32: Mörder auf THALAMAT)

Erläuterung: THALAMAT ist in KONFLIKT 22 Oki Stanwers schwer bewachte Regierungswelt in der Galaxis Daarcor.

(18Neu 31: Der Verdammte)

(18Neu 32: Kampf am Todessee)

(DSf 4: Expedition der DIGANTEN)

Erläuterung: Die DIGANTEN sind ein Hilfsvolk Oki Stanwers in der Galaxis Daarcor. Es handelt sich dabei um Kegelwesen mit einem Kranz von Tentakeln. Sie bilden die Kaste der „Energietechniker“ Daarcors. In dieser Episode werden sie zu einer Nachbargalaxis gesandt, um sie genauer zu untersuchen.

(Glossar der Serie „Oki Stanwer“)

(Annalen-E-Book 1: In der Hölle)

(E-Book 10: Rätselhafte Retter)

(E-Book 12: Am Rand der Bebenzone)

Blogartikel 9: Wie ist das eigentlich mit dem Tod im OSM?

(Glossar der Serie „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“)

DSf 30: Ausbruch aus Arc (Abschrift)

OSNEU 25: Trainingslager der Hölle (Neuformatierung)

OSNEU 26: Die Sporen-Missionare (Neuformatierung)

OSNEU 27: Flucht vom Methanplaneten (Neuformatierung)

OSNEU 28: Die Oki-Stanwer-Brigade (Neuformatierung)

Erläuterung: Auch bei dieser Brigade handelt es sich, wiewohl im KONFLIKT 15 spielend, um Oki-Roboter, ganz so wie oben in KONFLIKT 22 auch. Diesmal ist dies aber die Frühform der Beschreibung. Die obigen Episoden entstanden in den frühen 80er Jahren.

OSNEU 29: Die Oki-Falle (Neuformatierung)

OSNEU 30: Das fremde Schiff (Neuformatierung)

(DKdO 18: Das schwarze Schiff)

(DKdO 30 (?): Alte Freunde)

Erläuterung: Das Fragezeichen dieser Episode erklärt sich dadurch, dass dieser Band Teil 1 des dritten Serienzyklus der Serie „Oki Stanwer – Der Kaiser der    Okis“, begonnen 2011, darstellt. Da aber Band 18 gerade den zweiten Band des zweiten Zyklus markiert und ich nicht sagen kann, wie lang dieser Zyklus wird, deshalb ist die Zahl „30“ mit Vorbehalt aufzufassen. Später kann es auch 32  oder 35 sein.

18Neu 30: In den Diensten des Bösen

(DKdO 16: Transfer in die Heimat)

(Glossar der Serie „Kampf gegen TOTAMS Dämonen und Schergen“)

(18Neu 33: Die Gründung des Stanwer-Teams)

Erläuterung: In den planetaren Ebenen des OSM – also im Kern in den KONFLIKTEN 13, 18, 23 und 28 – formiert sich um Oki Stanwer ein Team, gebildet durch die sieben Helfer des Lichts. Die Helfer des Lichts treten auch in den anderen Serien des OSM in Erscheinung, aber dort sind sie selten so konzentriert im Teamwork wie in den planetaren KONFLIKTEN. Dieses Team ist üblicherweise das so genannte „Stanwer-Team“.

(18Neu 34: LORDS OF TOTAM)

Erläuterung: Bei dem „LORDS OF TOTAM“ handelt es sich in KONFLIKT 18 „Kampf gegen TOTAMS Dämonen und Schergen“ um einen in London eröffneten Nachtclub, der für die Helfer des Lichts zur Falle wird. Mehr sei dazu noch nicht erklärt.

Tja, und damit war der Monat dann auch schon wieder vorbei… ihr seht, sehr viele Abschreib- und Neuformatierungsarbeiten, aber kaum viel Innovatives, vom Blog einmal abgesehen. Schauen wir mal, wie sich der Monat April entwickelt. Ihr lest beizeiten darüber.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

 

Liebe Freunde des OSM,

am 2. Juni befanden wir uns in meiner Biografie in der Zeit der Jahre 1988/1989, und ich berichtete davon, wie zu diesem Zeitpunkt Teile des Oki Stanwer Mythos sich vollendeten – in diesem Fall die Geschichte des 14. OSM-Universums, niedergelegt in KONFLIKT 14 oder der Serie „Oki Stanwer – Feldherr der Cranyaa“ (1983-1988), während kurze Zeit später gleich verrückt gewordenen Riesenpilzen jählings weitere OSM-Universen emporsprossen.

Es war in jeder Beziehung eine Zeit des Umbruchs. Ich beendete meine Ausbildung als Bürokaufmann und schickte mich – eher gezwungenermaßen – an, zumindest für die Zeit meines Zivildienstes an die Weser zu ziehen und die meiste Zeit fern von daheim zu sein. Zugleich begann die weltpolitische Lage in Europa auf eine abenteuerliche Weise zu bröckeln, wie man sich das wenige Jahre zuvor noch nicht hätte ausmalen können. Im Herbst 1989 sollten wir dann alle den Zerfall des einst als permanent gedachten „Eisernen Vorhangs“ erleben, mit allen positiven wie negativen Konsequenzen.

Und ja, auch das wirkte sich naturgemäß auf den OSM aus, so kurios das auf den ersten Blick wirken mag. Ganz konkret gilt das für die Serie, die am gleichen Tag zu entstehen begann, als „Feldherr der Cranyaa“ endete: das war, ich berichtete es kurz, die Serie „Oki Stanwer – Fürst von Leucienne“ (KONFLIKT 21). Diese Geschichte spielte zunächst in der Ringgalaxis Leucienne, und hier existierten zwei große Sternenreiche. In dem einen, im zentrumsnahen Bereich angesiedelten Imperium, eher ein loser Verbund von befreundeten Sternennationen, gaben die als arrogant und gefühlskalt bezeichneten humanoiden Sinarer den Ton an. Ungeachtet ihres Auftretens verfochten sie freiheitliche Werte und waren an friedlicher Entwicklung von Völkern interessiert, die sich in den Sonnensystemen Leuciennes zuhauf fanden.

Zu diesem Behuf hatten die Sinarer eine Organisation geschaffen, die man die Lyosh-Cevaan nannte, wenn man so will, eine Art UNO der Galaxis. Die Hauptaufgabe der Lyosh-Cevaan, deren Mitglieder sich aus vielen verschiedenen Völkern zusammensetzten, bestand in der Aufklärung der so genannten „Fürsten-Legende“. Die Sinarer sagten, einstmals habe es in Leucienne vor Urzeiten einen Sternenbund gegeben unter einem namentlich nicht bekannten „Fürsten“, und Reste dieser Zivilisation gab es wirklich überall, insbesondere so genannte „Fürsten-Stationen“. Dummerweise auch in den weiter außen gelegenen Regionen Leuciennes, in denen das Reich der bärenköpfigen Meshorer existierte… Wesen, die man eigentlich nur als sozialistische Betonköpfe bezeichnen kann.

Es ist leicht erkennbar, dass hier die Kalte Krieg-Situation Zentraleuropas gewissermaßen in den OSM eingesickert war. Aber während sich der reale Sozialismus in Europa zunehmend verabschiedete und neuen Strukturen Platz machte, entwickelte sich diese Serie nur sehr langsam weiter, mit der Konsequenz, dass die anfänglich gedachte Grundstruktur sich gewissermaßen selbst abschaffte… und Platz machte für eine andere Form von geheimem Netz, das die Wirklichkeit auf zunehmend haarsträubendere Weise zu durchwuchern begann.

Da ich aber bis Ende 1989 nur drei Episoden dieser Serie schreiben konnte, soll von dieser faszinierenden Welt später in chronologischer Folge weiter berichtet werden. Kehren wir jetzt zurück ins Jahr 1989.

Hier sah ich mich, als ich nach Hameln überwechselte und mich hier allmählich einlebte, mit der verwirrenden Situation konfrontiert, folgende Serien vor mir zu haben, an denen noch zu schreiben war:

KONFLIKT 9: „Der Kaiser der Okis“ (Anfang 1989 bei Band 11, heute als Proto-OSM-9-Ebene eingestuft und abgebrochen)

KONFLIKT 12: „Oki Stanwer – Bezwinger des Chaos“ (Anfang 1989 bei Band 25)

KONFLIKT 16: „Oki Stanwer – Der Mann aus dem Nichts“ (Anfang 1989 bei Band 19)

KONFLIKT 20: „Oki und Cbalon – Das Ewigkeitsteam“ (Anfang 1989 bei Band 29)

KONFLIKT 23: „Oki Stanwer – Der Dämonenjäger“ (Anfang 1989 bei Band 2)

Hinzu kamen im Herbst 1989, wie erwähnt:

KONFLIKT 21: „Oki Stanwer – Fürst von Leucienne“ (Ende 1989 bei Band 2)

KONFLIKT 22: „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“ (Ende 1989 bei Band 2)

Während ich den KONFLIKT 18 „Kampf gegen TOTAMS Dämonen und Schergen“ vor Antritt meines Zivildienstes noch hatte abschließen können, konzentrierte ich mich nun besonders auf zwei Serien, nämlich jene, die am weitesten vorangeschritten waren. Die Endauswertung dieses Jahres, das mit 77 geschriebenen und vollendeten Werken wieder vergleichsweise bescheiden aussah, zeigt, dass die Strategie erfolgreich war. Am Jahresende befand sich KONFLIKT 12 mit „TOTAMS Botschaft“ auf Band 44, und KONFLIKT 20 mit dem Band „Das Totenheer“ auf Band 38.

KONFLIKT 20 zehrte einwandfrei von der Tatsache, dass ich schon 1987 mit dem Romanzyklus um den englischen Piloten Edward Norden begonnen hatte, der in dem Roman „Odyssee in Arc“ in die Baumeistergalaxis Arc verschlagen wurde und sich hier der Untergrundorganisation der Kristallrebellen gegen den so genannten Herrscher von Arc anschloss, der relativ bald danach als Dämon Holkaxoon von TOTAM entlarvt wurde. Holkaxoon war in jenem Paralleluniversum, in dem der schließlich sechsteilige Romanzyklus spielt, die „Edward-Norden-Saga“ (ENS), einer der legendären „Statthalter der MACHT“, und die MACHT, das konnte man in KONFLIKT 20 erleben, war jene diktatorische Wesenheit, die Oki Stanwers Antagonist ebendort darstellte.

Da Arc also auch in KONFLIKT 20 eine wichtige Handlungsebene bildete, befruchteten sich beide Zyklen gegenseitig, die ENS und der KONFLIKT 20. Etwas Ähnliches geschah zu meiner nicht geringen Überraschung dort, wo ich es gar nicht erwartet hätte, nämlich in KONFLIKT 12 „Oki Stanwer – Bezwinger des Chaos“ (BdC).

Ohne zu viel von der dortigen Handlung vorab zu verraten, dazu wird später noch ausführlicher zu kommen sein, kann ich so viel schon sagen: der Hauptschauplatz der frühen BdC-Episoden war der Halo der legendären Grünen Galaxis Bytharg. Hier lebte im Vorfeld der Galaxis das echsenhafte Volk der Tasvaner, das aus Gründen, die es selbst nicht recht verstand, Mittel und Wege suchte, nach Bytharg zu gelangen. Ein in jeder nur erdenklichen Weise törichter Weg, wie man später konstatieren musste… aber als ich Bytharg in dieser Zeit erstmals bereiste, wusste ich es ja selbst nicht besser.

Gewiss: schon in der Frühzeit der Serie, im Sommer 1987, war mir binnen weniger Episoden klar geworden, dass Bytharg eine alte Galaxis war, voll von Legenden, voll auch von Ruinenwelten und sich erbittert befehdenden Völkern, unter denen drei besonders herausragten: die silberhäutigen Yesvaa, deren Ursprung unklar war, die bärengestaltigen Sargoy und schließlich die unheimlichen, schier omnipotenten Gestaltwandler aus dem vielgestaltigen Volk der Berinnyer. Alle drei Spezies waren in Todfeindschaften und furchtbare Kriege verstrickt, die an jenem Tag in einen brüchigen, quasistabilen Zustand übergingen, als die Statthalter der Macht CROSSATH Bytharg erreichten, die Erb-Kriege beendeten und sowohl die Berinnyer wie die Sargoy gnadenlos unterjochten.

Der Hass all dieser Völker schwelte unter der Oberfläche weiter, und just zu dem Zeitpunkt, als mit dem Tasvaner Sketahr unvermittelt der erste Helfer des Lichts in Bytharg erschien, begann die Vernichtungsuhr wieder zu ticken.

Die Berinnyer, seit ewigen Zeiten unterjocht, aber nicht gebrochen, hatten zwei Volksheroen zu ihren Untergrundhelden erkoren: einmal Salketh-en-torion, und auf der anderen Seite den mysteriösen, nebelhaften Volksbefreier. Beide nutzten die Macht der Gestaltwandler, um eine Revolution auszulösen, die CROSSATH auslöschen sollte… der Volksbefreier nutzte dazu eine Waffe, wie ich sie noch nie gesehen hatte: eine mondgroße Zeitmaschine namens SCHREIN. Ein Bauwerk der verschollenen Rasse der Baumeister.

Und all dies begann in immer turbulenteren Wirbeln von düsteren Geheimnissen, während ich in Hameln saß, schuftete und in meinem Geist die verzweifelten, oftmals völlig ratlosen Helden wider Willen begleitete, die aus dem Halo von Bytharg in die Tiefen des Universums vordrangen, getrieben von schicksalshaften Kräften… ich bereiste die Einszone in der Galaxis Koopen, von anderen Kirrongar genannt, wo der Bezwinger des Chaos selbst dem Tag des Kampfs entgegenschlief, Oki Stanwer höchst selbst. Ich stürzte mit Tasvanern hinab in die labyrinthischen Abgründe der unterkosmischen Niveaus, um das „Reich hinter dem Universum“ zu finden. Ich fand die erotischen Sternenfeen und ihr finsteres Gegenstück, das im Auftrag TOTAMS Leben auslöschte. Ich fand die Spuren des intriganten Riesen Soffrol, lernte eine nach der anderen die mörderischen Larven der Dämonenwaffen kennen, die in Bytharg das Sagen hatten…

Es war eine wirklich wilde Zeit, die wesentlich davon lebte, dass ich überall bekannte Gesichter wiedersah: Allis, sowohl in KONFLIKT 20 in der Galaxis Arc daheim wie auch in der ENS, aber eben auch in KONFLIKT 12 die Eroberungslegionen von Koopen, die Bytharg mit dem erklärten Ziel attackierten, CROSSATH niederzuringen…

Fürwahr, Chaos, wohin man auch nur sehen konnte. Und Oki Stanwer, der „Bezwinger des Chaos“, sollte also mit all diesen grässlichen Wirrnissen aufräumen? Nun, dachte ich schaudernd, als das Jahr 1989 sich dem Ende zuneigte, die Mauer fiel und die Trabant-Wagen ratternd in Kolonnen auch durch Hameln tuckerten, wenn schon die reale Welt verrückt spielt, warum soll es wohl im OSM anders sein?

Als ich diese Gedanken dachte, meine lieben Freunde, da hielt ich das Jahr 1989 noch für ein durchweg chaotisches. Was WIRKLICHES Chaos und den wahren kreativen Malstrom darstellte,das sollte ich aber erst 1990 erleben. Und dazu kommen wir dann im nächsten Abschnitt dieser Serie. Da werden uns dann wohl ein Weilchen aufhalten.

Lasst euch überraschen, was da wohl geschah.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos,

mit großer Faszination und Freude habe ich im Laufe der zurückliegenden zwei Wochen die beeindruckende Steigerung der Besucherzahlen auf meiner Homepage registriert. Gestern ist die Schwelle von 1000  Besuchern auf der Seite seit dem 1. Juni überschritten worden, was im Schnitt pro Tag eine Besucherfrequenz von mehr als 50 Personen ausmacht. Das ist eine tolle Entdeckung, die mich sehr freut.

Wenn man bedenkt, dass die Seite erst seit Januar 2013 online ist, finde ich es bemerkenswert, wie oft sie inzwischen besucht wird.

Besonders freut es mich dann, wenn Leser mir Kommentare wie diesen zukommen lassen: „Bookmarked!! I like your website!“ Das wärmt dann mein Herz schön. Da ist jemand schwer begeistert von meinen Beiträgen, und das ist ein schöner Stimulus für mein Engagement.

Auch Fragen wie diese tauchen dann unweigerlich auf: „Is it a paid out topic or did you personalize it by yourself?“

Ich denke, derartige Fragen kommen auf, weil ich mit solch beharrlicher, konstanter Energie Woche für Woche meine Wochen-Blogeinträge auf die Homepage stelle und unermüdlich außerdem dabei bin, E-Books zu publizieren. Als ich obige Frage jüngst las, musste ich schmunzeln. Drum hier also die Antwort:

Nein, es handelt sich nicht um eine bezahlte Tätigkeit, die ich dabei vollführe, sondern das ist tatsächlich alles Produkt meiner privaten Leidenschaft für meine kreative Arbeit an meinem Lebenswerk, dem Oki Stanwer Mythos (OSM). Das tue ich im Wesentlichen für mich selbst, aber dann natürlich auch für euch, die ihr neugierige Gäste seid und in meine Gedanken eintauchen könnt. Und über meine Gedanken erschließen sich euch die kreativen Universen des OSM. Alles recht gemächlich, zugegeben, aber ich verspreche, ich werde konsequent und konstant dabei bleiben.

Da derzeit eine weitergehende Werbeaktion läuft – ihr könnt gern die Kenntnis meiner Homepage in anderen Ländern verbreiten und weitere Neugierige auf diese Seite locken – , gehe ich davon aus, dass sich die Besucherzahl nach wie vor im Aufwind befindet. In Bälde werde ich auch weitere Aktualisierungen der „OSM-Wiki“ vornehmen und zudem langfristig versuchen, eine Titelbildgalerie meiner E-Books hier zu realisieren, damit die Textlastigkeit der Homepage ein wenig relativiert werden kann. Doch das ist eine Aufgabe, die braucht sicherlich noch ein paar Monate… und ich bin nicht die Person, die euch das Blaue vom Himmel herab verspricht und es letztlich dann nicht hält. Das wäre unsolide.

Deshalb folgt auf diesen außerplanmäßigen Blogartikel erst wieder einer am 23. Juni. Dann könnt ihr weiter in meine Biografie und die Entwicklungsgeschichte des Oki Stanwer Mythos abtauchen mit dem Teil 5 der Artikelreihe „Was ist eigentlich der OSM?“. Diesmal wird das Jahr 1989 thematisiert.

Wenn ihr neugierig geworden seid – schaut doch dann einfach herein!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Wochen-Blog 15: Der Tod im Reich der Yantihni

Posted Juni 16th, 2013 by Uwe Lammers

Liebe Leser des Oki Stanwer Mythos,

schon einmal vor sechs Wochen haben wir an dieser Stelle das Thema des Todes betrachtet, damals aber aufgehängt an einem realen Todesfall und eher generalisierend, bezogen auf den gesamten Oki Stanwer Mythos (OSM). Heute wollen wir uns an TI 1 „Das Erbe der Forscherin“ erinnern und die Frage ein wenig genauer betrachten, wie das wohl mit dem Thema des Todes im Volk der Yantihni ist.

Das Volk der Yantihni ist schon seit sehr langer Zeit seiner kriegerischen Ursprünge entwachsen, wie ich im Wochen-Blog 5 berichtet habe, das hing wesentlich mit dem Erstarken des so genannten Quin-Kultes zusammen, der bislang in der Serie eine stiefmütterliche Behandlung erfahren hat. Das wird sich beizeiten gründlich ändern, doch darum soll es heute noch nicht gehen. Da über die Frühzeit der Yantihni (noch) wenig bekannt ist, beziehen sich meine unten stehenden Worte auf die Kultur der relativen Handlungsgegenwart, also etwa die Zeit kurz vor der Entdeckung des Yolaan-Antriebes und die Praxis danach.

In der fraglos turbulenten Zeit nach dem Erlöschen der Nationalstaaten auf der Heimatwelt Rilecohr – also etwa fünf bis sechs Jahrhunderte vor der Handlungsgegenwart – lag das Monopol der Gedenkkultur in den Händen der Priester des Quin-Kultes, und ich nehme mal stark an, dass das heute in noch intensiverem Maße der Fall sein dürfte. Hier können wir eine ähnliche Situation annehmen wie in einer hochritualisierten irdischen Gesellschaft, wobei ich vermute, dass der Quin-Kult mangels Konkurrenz das Monopol hält. Ob es so etwas wie säkulare Begräbnisinstitutionen gibt, kann derzeit nur vermutet werden.

Der Quin-Kult geht generell davon aus, dass das Leben ursächlich auf den Sonnengott Quin zurückgeht, der seit Urzeiten durch die weiße Sonne Yinihr, das Zentralgestirn des Yinihr-Systems, dargestellt wird. Früher wurde jeder Quin-Tempel und jedes Quin-Kloster mit großen Wandfresken geschmückt, auf denen zentral die lodernde Sonne zu sehen war, das Sinnbild des Sonnengottes Quin.

Bevor in den letzten Jahrhunderten die technischen Möglichkeiten der so genannten „Energetisierung“ entwickelt wurden, ganz sicher unter starker Einbeziehung der Quin-Priesterschaft, pflegten die Yantihni, ihre Toten dem reinigenden und „göttlichen“ Element des Feuers zu übergeben. Dies war notwendig die am ehesten dem himmlischen Feuer entsprechende Form der Ehrung der Verstorbenen. Denn die Quin-Priester begriffen das yantihnische Leben als eine Form von Lehen – Quin hatte es den Lebenden geliehen, und er besaß ein fundamentales Recht, es am Ende des Daseins wieder zurückzufordern.

Damit verbunden war allerdings, wenigstens in der jüngeren Vergangenheit, ein ideologischer Interpretationswechsel. Während es in den feudalen Jahrtausenden der yantihnischen Kultur üblich war, in diesem „Rückfordern“ des Leibes nach dem Tod (= Verbrennung) einen analogen Akt zu den Besitzansprüchen von Adeligen an ihre Leibeigenen zu sehen, ließ sich diese Sicht natürlich nicht mehr aufrechterhalten, nachdem die Demokratisierung der Gesellschaft die Adelsprivilegien abgeschafft hatte. Nun machten die Denker des Quin-Kultes den Gedanken hoffähig, dass der Gott Quin den Verstorbenen ja nach  ihrem Ableben auch etwas schenken würde: nämlich ein Leben nach dem Tode, das wahlweise darin bestünde, auf die Jenseitsarche zu gehen und Quin selbst auf seiner ewigen Reise zu begleiten – oder aber (das ist die geläufigere Vorstellung) durch das Verbrennen des Leibes direkt in sein himmlisches Domizil einzugehen, in den Sonnengarten.

Dort, so glauben streng gläubige Yantihni, dort irgendwo im Innern der Sonne Yinihr, existiert ein jenseitiger, himmlischer Ort, an dem Quin selbst seinen gläubigen Kindern eine vollendete Version ihres leiblichen Körpers wiederschenken wird, diesmal jedoch bar jedes Gebrechens von Alter und Krankheit, ein ewiger Körper in endloser Jugend… der gerechte Lohn für ein gottgefälliges Leben.

Ihr seht, die Parallelen zum irdischen Christentum sind durchaus gegeben.

Als die yantihnischen Wissenschaftler schließlich die Möglichkeit entwickelten, die in Forscherkreisen als etwas „primitiv“ verschriene Verbrennungspraxis zu modernisieren, indem die Energetisierung erfunden wurde, trat nur bedingt ein Wandel in den Ansichten ein.

Die Energetisierung ist ein Prozess, bei dem ein zuvor technisch dehydrierter Yantihnileib unter Einbeziehung eines hyperenergetischen Atomisierungsverfahrens in eine gepulste Energielanze verwandelt wird. Prinzipiell könnte man auf diese Weise schlicht Energie erzeugen, und mit anderen Basisstoffen wird das auch durchaus im industriellen Maßstab getan. Doch der Energetisierungsdom, der in der Planetenhauptstadt Tarvidd geschaffen wurde, ist ein monumentales technisches Bauwerk, das mehr als fünfzehn Jahre Planungs- und Arbeitszeit erforderte, von den jährlichen Wartungen einmal ganz zu schweigen. Es war, könnte man sagen, eigentlich ein ideologisches Projekt, das höchstwahrscheinlich von den Befürwortern des Quin-Kultes und seiner Priesterschaft vorangetrieben worden ist.

Der Grund dafür, dass dieses Bauwerk, das ihr in Band 1 der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ in Aktion sehen konntet, überhaupt geschaffen wurde, hat zu tun mit dem fundamentalen Bedeutungsverlust des Quin-Kultes in der Gegenwart. Es wurde schon in den Blog-Artikeln darauf hingewiesen, dass die Yantihni heutzutage in der Mehrheit nicht mehr sonderlich gläubig sind. Die weitaus meisten Yantihni sind aufgeklärte, modern denkende Wesen, die auf Urlaub zu Siedlungswelten ihres Reiches fliegen, für die moderne Technik und Raumfahrt ganz selbstverständliche Bestandteile ihres Daseins sind. Der Quin-Kult und jene Mitglieder des Volkes, die ihr Leben lang zurückgezogen und unter weitgehender Meidung technischen Fortschritts ihr Dasein in Klöstern zubringen, all dies ist für den säkularen Yantihni wenig reizvoll und gilt als etwas verschroben.

Allein auf dem Feld der Gedenkkultur konnte der Quin-Kult darum sein Monopol wahren, und was war besser, als sich wenigstens in Maßen an dem offenbar unvermeidbaren technischen Fortschritt zu beteiligen? Es wurde darum zugelassen, dass die prominentesten Klöster Kommunikationsanschlüsse an die moderne Zivilisation erhielten. Die großen Wandfresken wurden in vielen reichen Klöstern durch phantastische Vollkörperhologramme der Sonne Yinihr ersetzt, oft in einem ummauerten, zentralen Hof Tag und Nacht lodernd. Und progressive Quin-Priester forcierten auch finanziell die Entwicklung des Energetisierungsdomes.

Denn die Energetisierung, das sollte man sich vergegenwärtigen, ist gewissermaßen eine Schnittstelle zwischen der Moderne und der Tradition. Während die Majorität der Yantihni nach wie vor das Feuerbegräbnis, organisiert von den Quin-Priestern, vollzieht und im Anschluss daran der Toten in den so genannten Erinnerungshöfen gedenkt – so etwas wie unsere Friedhöfe gibt es nicht, das ist nicht Teil der yantihnischen Mentalität – , währenddessen werden verdiente Yantihni „geadelt“ durch die Energetisierung.

Ökonomisch mag die Praxis der recht selten realisierten Energetisierung, die allein hoch angesehenen Verstorbenen zuteil wird wie etwa der Sternenforscherin Sianlee, unrentabel sein. Aber das ist nicht der entscheidende Punkt. Die Energetisierung ist eine ideologische Sache. Der Quin-Kult demonstriert so, dass er in der Gegenwart angekommen ist, und er kann sogar ein unschlagbares Argument ins Feld führen, um diese höchstwahrscheinlich unrentable Praxis beizubehalten: die Seele der solcherart „Heimgeschickten“ geht direkt in die Sonne Yinihr ein, direkt in Quins „Sonnengarten“. Kann es eine höhere, reinere Form des Gottesdienstes geben?

Naturwissenschaftler der Yantihni, die nie eine Spur einer „Seele“ gefunden haben, betonen zwar, dass diese Ansicht pure Ideologie ist und dass der energetische Funken, der Yinihr schließlich erreicht, absolut nichts mehr vom Verstorbenen enthält, aber wir wissen ja, Religion argumentierte noch nie strikt rational. Die Quin-Priesterschaft ficht dieses Argument darum nicht an. Und wer weiß… vielleicht enthält ja die Religion der Yantihni doch eine Spur Wahrheitsgehalt?

Ihr werdet es beizeiten erfahren.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde meiner E-Books,

es ist guter Brauch, seit ich im Februar 2013 mit meinen E-Books an die Öffentlichkeit getreten bin, nach dem jeweiligen Ablaufen der Gratisdownloadtage an dieser Stelle den Endstand bekannt zu geben, also allgemein zugänglich zu machen, wie viele Leser das neue E-Book so interessant fanden, dass sie es sich heruntergeladen haben.

Ich muss an dieser Stelle echt ein großes Dankeschön sagen: das E-Book „Im Zug“ hat ein wirklich phantastisches Interesse gefunden, was mich sehr freut.

1.706 Leser haben entweder schon das Vergnügen gehabt, die Geschichte zu lesen oder können sie in Bälde verschlingen… das ist absoluter Rekord unter den sechs bisher publizierten E-Books aus meiner „Feder“.

Nochmals vielen, vielen Dank für diesen tollen Zuspruch!!

Ich wünsche euch viel Lesefreude mit dem Werk. Die Geschichte lohnt sich in der Tat außerordentlich, zumal sie ein essentielles Thema behandelt, das jeden von uns angeht (Leser, die die Lektüre schon beendet haben, wissen mehr). Wenn euch das E-Book gefallen hat, wäre es schön, wenn ihr das auf Amazon kommentiert, womit ihr weitere Neugierige aufmerksam machen würdet. Ich denke, dieses Werk kann vielen Menschen in einer schwierigen Lebenssituation Trost und Halt zu spenden, darum wäre weitere Verbreitung sehr wünschenswert.

Mein nächstes E-Book, „Der Schiffbrüchige“, erscheint am 6. Juli 2013 auf Amazon.de. Es handelt sich dabei um den vierten Teil der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ und bringt euch in Kontakt mit gleich zwei Alienvölkern, einmal den archaischen Hushhinern und dann einem Volk, das Tassaier genannt wird. Wie ich schon in meinen Wochen-Blogs andeutete: von nun an beschleunigt sich das Handlungstempo in der TI-Serie. Interessierte Leser werden das entdecken.

Im Wochen-Blog am kommenden Sonntag geht es dann übrigens ebenfalls wieder um die Yantihni, das derzeitige Hauptvolk meiner eben erwähnten Serie. Diesmal erfahrt ihr mehr über „den Tod im Reich der Yantihni“… mehr dazu im Wochen-Blog am 16. Juni 2013.

Bis dann, meine Freunde!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Leser,

ich bin total begeistert über euren enormen Zuspruch, den mein neues E-Book „Im Zug“ findet. Bereits am zweiten Tag des Gratis-Downloads hat dieses Werk die „magische Grenze“ von 1000 Downloads überschritten. Und noch immer herrscht, wie ich sehen kann, reges Interesse… das ist wunderschön, Freunde! Ich glaube, mit dem Thema dieses E-Books habe ich tatsächlich so etwas wie einen Nerv getroffen, der in sehr vielen Lesern vibriert.

Wer das E-Book inzwischen gelesen hat, wird auch begreifen, was ich damit andeuten möchte. Den Neugierigen, die sich noch nicht zum Gratisdownload entschlossen haben, möchte ich hier natürlich nicht verraten, wohin die Geschichte letztlich steuert und was das Rätsel ist, dem sich die arme Helen Edwards in dem gespenstischen, rasenden Zug ausgesetzt sieht. Aber ich will hier für alle, die es schon gelesen haben und noch lesen wollen, einen Tipp geben.

Vor einer Reihe von Jahren schrieb mir einmal ein Freund, dem ich eine Geschichte für einen Wettbewerb einreichte – ich meine, es handelte sich bei ihm um Arno Behrend vom Science Fiction Club Deutschland – , zu der nämlichen Geschichte (nein, nicht „Im Zug“, das war weit früher), sie gehöre zu der seltenen Sorte von Stories, die beim zweiten Lesen gewinnen.

Dies ist ein tolles Kompliment gewesen… und ich bin ganz der Überzeugung, wenn ihr „Im Zug“ mit ein wenig Distanz noch ein weiteres Mal lest, diesmal sozusagen mit offenen Augen und der Kenntnis, was all die Rätsel eigentlich bedeuten, dann werdet ihr diese Ansicht teilen: auch „Im Zug“ ist eine Geschichte, die bei der zweiten Lektüre deutlich noch mehr Schauder auslöst. Vor allen Dingen werdet ihr dann schon sehr früh entdecken, wann der Albtraum der armen Historikerin eigentlich in Wahrheit begonnen hat…

Ich wünsche euch auch weiterhin viel Lesevergnügen – und wenn euch die Geschichte gefallen hat, gebt doch einfach eine Wertung oder einen Kommentar über Amazon.de ab und empfehlt das E-Book weiter. Ich danke euch vielmals!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Wochen-Blog 14: OSM-Kosmologie, Lektion 1 – TOTAM

Posted Juni 9th, 2013 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des Oki Stanwer-Mythos,

ich habe das schon verschiedentlich angedeutet, dass der OSM sich an manchen Stellen gründlich von gängigen Space Operas unterscheidet, und aus gegebenem Anlass ist es heute Zeit, darüber ein kleines bisschen zu erzählen. Ihr merkt aber schon an der Nummerierung oben, dass auch dies eine umfangreichere Erörterung werden wird, die ich wegen der seitenmäßigen Limitierung der Wochen-Blogartikel auf eine ganze Reihe von Etappen verteilen möchte. Damit habe ich durchaus nicht vor, garstig zu sein oder Zeilen zu schinden… der Hintergrund ist vielmehr ein ganz durchsichtiger:

Der OSM entwickelt sich derzeit anhand der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI) recht gemächlich. Da wir dort in der kosmischen Provinz gestartet sind, pirschen wir uns wirklich recht langsam an die eigentlich interessanten Regionen des OSM heran, und vieles, was ich darum über den kosmologischen Hintergrund des OSM berichten könnte, käme für den Leser vermutlich viel zu zeitig. Die „Kosmologie-Lektionen“, wie ich das ironisch tituliert habe, werden darum in ziemlichem Abstand voneinander an dieser Stelle erscheinen, am sinnvollsten immer dann, wenn es einen präzisen Grund dafür gibt. Sie sind dann beim aktuellen Kenntnisstand des Oki Stanwer Mythos in der Öffentlichkeit eher als Merkpfeile zu verstehen, die auf Fragenkomplexe hinweisen, die beizeiten eingehender erörtert werden, wenn dafür weiteres Material vorliegt.

Einiges davon wird notwendigerweise die Frage nach der feinstofflichen Seele betreffen (das wurde bereits im Wochen-Blog 9 Anfang Mai angedeutet), einen weiteren wesentlichen Punkt nimmt die schon früh erwähnte „kosmologische Täuschung“ ein (Wochen-Blog 2).

Und heute schauen wir uns aus gegebenem Anlass ein weiteres kritisches Feld der OSM-Kosmologie an. Am 4. Juni 2013 ging der erste Roman der Reihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“ online, also der Roman „In der Hölle“.

Dieses Werk schildert die gespenstische Geschichte einer Gruppe von Bewohnern des INSEL-Imperiums der Baumeister, die von einer unbegreiflichen Macht aus ihrem Lebensumfeld herausgerissen werden und sich auf einer schwarzen, unheimlichen Welt wiederfinden, die sich erst im Laufe der Handlung als jener legendäre Ort entpuppt, den die OSM-Leser in den kommenden Jahren noch besser kennen lernen werden: TOTAM, die Welt des Bösen.

TOTAM ist eine rätselhafte Welt, wie die Besucher schnell feststellen, und die dortigen Naturgesetze sind äußerst schleierhaft. Messgeräte, die dorthin mit transferiert werden, verlieren ihre Funktionsfähigkeit, so dass die Verschlagenen sich auf ihre Sinne verlassen müssen, um zumindest einige rudimentäre Informationen zu erlangen. Doch alles, was ihnen ihre Sinne melden, scheint verkehrt zu sein: gibt es dort so etwas wie Temperatur? Niemand kann sich dessen sicher sein. Wasser existiert offenkundig nicht. Durst aber ebenso wenig. Nahrungszufuhr ist nicht mehr erforderlich. Gleichzeitig ist aber auch die Stabilität der Dinge so eine Sache…

Stabilität scheint etwas zu sein, was auf TOTAM ebenfalls die Gültigkeit eingebüßt hat. Die Entführten verändern sich physisch, doch gilt das auch für die Umgebung. Felsen – wenn das Felsen ist – neigt dazu, lautlos und kalt zu zerfließen. Materie ändert Farbe und Konsistenz.

Doch, TOTAM ist ein äußerst rätselhafter Ort, voller Schrecken, die man nicht begreifen kann. Wer immer den Roman „In der Hölle“ gelesen hat und diesen Aussagen vollkommen zustimmen kann, den kann ich beruhigen: er ist mit dieser Ansicht wirklich nicht alleine. Auch die gottgleichen Baumeister, Oki Stanwers Helfer, sind ganz derselben Auffassung. Doch was bei uns nur Verunsicherung und Bestürzung auslöst, das versetzt diese Wesen in Panik.

Die Baumeister nehmen für sich in Anspruch, alle Rätsel des Universums zu kennen und aufklären zu können. Für diese äonenalten Wesen gibt es buchstäblich nichts im Kosmos, was sie nicht verstehen können (über die Gründe dafür sprechen wir später, sie gehören ebenfalls in die Rubrik Kosmologie, allerdings ist es dafür zweckmäßig, das Auftauchen der ersten Baumeister in der Handlung von TI oder in anderen Geschichten abzuwarten, ehe ich hierzu mehr verrate). Es gibt nur eine Ausnahme: TOTAM.

Oberflächlich betrachtet, könnte man sagen, ist TOTAM einfach eine schwarze, lebensfeindliche Welt ohne eigenes Leben, ohne Zivilisation. Und solcherart aussehende schwarze Planeten gibt es natürlich im Universum Milliarden… zu dumm nur, dass die oberflächliche Betrachtung in jederlei Weise trügt, in einer geradezu atemberaubenden Weise trügt. Das müssen schon die dorthin Entführten schnell herausfinden: dieser Planet MUSS über eine Art von intelligentem Leben verfügen, wie anders ließe sich sonst die Art ihrer Entführung erklären?

Doch wo mag dieses Leben daheim sein, von dem die Sieben Lichtmächte und die Baumeister behaupten, es sei das Böse schlechthin, das nur und ausschließlich zerstörerische Absichten gegenüber dem baryonischen Universum hegt? Die Gestrandeten entdecken schnell, dass sie ihre bisherigen Vorstellungen von fremdem Leben auf TOTAM vergessen können. Es gibt keine Städte, es existiert keinerlei Vegetation, und so etwas wie eine Bewachung der Entführten gibt es auch nicht. Als sie schließlich begreifen, was das Leben auf TOTAM wirklich darstellt, ist der Schock entsetzlich. Man sollte hierzu den Roman konsultieren.

Die Baumeister haben derweil eine Ahnung gewonnen, was TOTAM vermutlich sein könnte, aber sicher sind sie sich nicht. Sie haben lediglich bizarre Mutmaßungen, die aus noch rätselhafteren Messergebnissen resultieren. Halten wir dafür ein paar Details fest:

TOTAM ist der einzige Trabant einer grünen Sonne, der man später den Namen GRANAT geben wird.

TOTAM ist offensichtlich eine vegetationslose Welt, die aber über Atmosphäre verfügt. Später sollen weitere Besucher entdecken, dass es offensichtlich völlig nebensächlich ist, ob man Sauerstoff, Stickstoff oder andere Gase atmet – alle Wesen können sich auf der Oberfläche TOTAMS ohne jede Art von Schutzmontur bewegen.

TOTAM verfügt nicht über so etwas wie einen glutflüssigen Kern oder gar Plattentektonik. Dennoch ist die Oberfläche TOTAMS auf geradezu abenteuerliche Weise wandelbar, was die nach TOTAM Verschlagenen in bescheidenem Ausmaß entdecken können.

Und schließlich sind auf TOTAM die Begriffe von Leben und Tod offenkundig austauschbar, wie der „tote“ Troohn Trugribb, dessen Bekanntschaft die Technos machen, belegt.

Nun könnte man sich als Leser natürlich folgendes sagen: Wenn TOTAM der einzige Trabant einer grünen Sonne ist – ein nun wirklich alles andere als übliches Energiespektrum bei einem Stern – , dann sollte es doch mit dem Teufel zugehen, wenn man TOTAM nicht flugs auf diese Weise ausfindig machen und gegebenenfalls auch ausschalten sollte. Prinzipiell ist dieser Gedanke gut… er hat nur einen verwirrenden Pferdefuß: selbst die besten Messgeräte der Baumeister, die das Universum seit Millionen von Jahren durchmustern, sind außerstande, Granat ausfindig zu machen. TOTAMS Heimatgestirn ist so unsichtbar wie nur irgend möglich.

Der Grund dafür, das kommt aber erst erheblich später im OSM zutage, liegt in einer Besonderheit, die physikalisch ebenfalls unerklärlich scheint: wenn ein intelligentes Wesen zum Himmel blickt, ist es problemlos imstande, Granat zu sehen. Versucht man indes, denselben Anblick mit Hilfe von Teleskopen zu erzielen, bleibt der Bildschirm leer. Es ist also offensichtlich so, dass es eines intelligenten Bewusstseins bedarf, um zu sehen, was man sehen will.

Rätselhaft? Natürlich. Aber durchaus nicht unerklärlich, wenn man weiter in die Tiefen der OSM-Kosmologie eindringt. Und auch vieles, was im OSM gern als „Magie“ bezeichnet wird, ist alles andere als dies. Genau genommen handelt es sich bei all diesen Mysterien um die konsequente Anwendung von physikalischen Grundsätzen eines anderen Universums.

Und dieses Universum heißt TOTAM.

Wie ich DAS jetzt meine? Nun, meine Freunde, um das zu ergründen, solltet ihr dem OSM weiter folgen. Das ist nur die Spitze der Überraschungen, die euch hier noch erwarten. Und ja, „In der Hölle“ ist eine gute Möglichkeit, den nächsten Schritt zu wagen.

Mehr dazu sei in Bälde gesagt.

In diesem Sinne – Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Neue E-Books von Uwe Lammers – JETZT am Start!

Posted Juni 5th, 2013 by Uwe Lammers

Liebe Leser,

eigentlich sollte es ja erst am 8. Juni weitergehen mit der Publikation meiner neuen E-Books, aber ihr kennt das sicherlich… manchmal geht es einfach schneller. Falls ihr also schon länger neugierig auf neuen Lesestoff von mir gewartet habt – hier kommt er:

Zwei neue E-Books gehen heute auf Amazon.de an den Start.

„In der Hölle“ erzählt von der jähen, mysteriösen Entführung einer Gruppe von ganz normalen Bürgern der INSEL, des Baumeister-Imperiums im OSM-KONFLIKT 4 (die Serie erscheint in absehbarer Zeit ebenfalls als E-Book unter dem Titel „Oki Stanwer – Der Insel-Regent“, aber dieser Roman gibt schon mal einen ersten Vorausblick darauf). Sie finden sich wieder auf einer schwarzen Welt unter monströser grüner Sonne. Doch es dauert eine Weile, ehe sie erfahren, wo sie gelandet sind: auf TOTAM, der Welt des Bösen, also des finsteren Antagonisten Oki Stanwers und der Baumeister, direkt im Herzen des Oki Stanwer Mythos. Und was ihnen widerfährt, ist fürwahr beispiellos…

Dieses E-Book ist zugleich der erste Band der losen Reihe „Aus den Annalen der Ewigkeit“, die parallel zu den OSM-Serien nach und nach erscheinen wird, voraussichtlich mit einem Band pro Jahr. Hier findet ihr flankierende Erzählungen und Romane aus unterschiedlichen Universen des OSM, die euch neue, faszinierende Welten erschließen, mit bizarren Charakteren und kosmischen Mysterien bekannt machen.

„Im Zug“, so der Titel des zweiten E-Books, das ab heute zu kaufen sein wird, spielt, wie der Titel schon sagt, in einem Zug… er rast durch die Nacht in den Norden Englands, und als die Protagonistin, die Historikern Helen Edwards, aus einem kurzen Schlummer hochschreckt, findet sie sich in einem Alptraum sondergleichen wieder, der gleichwohl einen sehr guten Grund hat. Der Zug scheint völlig leer zu sein, die Uhr ist stehengeblieben… irgendetwas ist schrecklich verkehrt. Nur was? Und will sie das tatsächlich erfahren?

Mehr dazu könnt ihr herausfinden, wenn ihr euch mit ihr auf die Reise begebt.

Ich wünsche angenehme Lektüre und angenehmes Gruseln, vielleicht auch ein paar sehr metaphysische, tiefe Erkenntnisse.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

ich ließ euch am 12. Mai im Wochen-Blog 10 an einem kribbeligen Punkt meiner Biografie zurück, nämlich am 30. Januar 1988. Das war der Tag, an dem der KONFLIKT 14 „Oki Stanwer – Feldherr der Cranyaa“ (1983-1988) endete und buchstäblich am selben Tag der KONFLIKT 21 „Oki Stanwer – Fürst von Leucienne“ aus der Taufe gehoben wurde. Zudem erwähnte ich im letzten Wochen-Blog dieser Serie, dass ich auch biografisch an einem heiklen Wendepunkt meines Lebens angekommen war.

Im Frühjahr 1988 nahte das Ende meiner Bürokaufmanns-Ausbildung, und unmittelbar darauf sollte ich mich dann beim Kreiswehrersatzamt melden zwecks Bundeswehrzeit. Etwas, worauf ich als pazifistisch eingestellter Zeitgenosse wirklich so gar keine Lust hatte. Folgerichtig legte ich Berufung ein und konnte unter tatkräftiger Hilfe erreichen, vom Wehrdienst freigestellt und stattdessen zum Zivildienst verpflichtet zu werden. Allerdings gelang es mir nicht, diesen Zivildienst in unmittelbarer Nähe meines Elternhauses abzuleisten, sondern das Bundesamt für den Zivildienst verschob mich gewissermaßen nach Hameln an der Weser, wo ich Dienst in einer Jugendherberge machte…

Warum ich das so ausführlich erzähle? Weil Hameln für meine kreative Entwicklung und namentlich für den OSM von essentieller Bedeutung war. Doch ich rudere noch mal ein paar Monate zurück, um nicht zu hastig vorzugehen:

Auch Anfang 1988 arbeitete ich natürlich an mehreren Serien des OSM parallel, ganz wie heute auch. Und während der KONFLIKT 14 abgeschlossen wurde, begann im KONFLIKT 18 „Kampf gegen TOTAMS Dämonen und Schergen“ (1984-1989) ein extrem dramatischer Abschnitt der Serie. Mit Band 83: „Der Schrei des Orakels“ startete im Februar 1988 die so genannte „Invasion der Zeitschatten“ – vorangegangen war, aber das deute ich nur an, um die Sachlage nicht komplizierter zu gestalten, als sie es in Wahrheit ist, eine Zeitmanipulation Oki Stanwers, die zu einer Zerstörung einer schrecklichen Parallelwelt geführt hatte. Die Konsequenz bestand in der erwähnten Invasion der Erde… der KONFLIKT entgleiste in einen bisher nicht gekannten Alptraum. Er hielt mich wirkungsvoll von vielen anderen Serien fern, an denen ich auch hätte schreiben können.

Eine dramatische Zeit, kann ich nur sagen.

Parallel zu diesen Ereignissen trieb ich nach 1988 den KONFLIKT 12 voran, „Oki Stanwer – Bezwinger des Chaos“ (1987-1993), in den ich ein Jahr zuvor gestartet war. Bis zum Ende des Jahres kam ich hier allerdings lediglich bis Band 24: „Das Berinnyer-Komplott“. Der wahre Feuerrausch, in dieser Serie voranzukommen, überwältigte mich dann 1989 und 1990, und dafür ist es eben essentiell, die Hameln-Erfahrung meines Zivildienstes anzusprechen.

Mit insgesamt nur 92 fertig gestellten Werken, zumeist OSM-Episoden oder auch Gedichte, blieb dieses Jahr deutlich hinter meinen Erwartungen zurück, aber daran waren dann auch einige Turbulenzen des Herzens schuld, die ich hier nicht thematisieren möchte. Faktum bleibt jedenfalls, dass dieses Jahr nicht zu den schreibstärksten meines Lebens gehörte. Einzig KGTDUS ragt aus diesem Durchschnitt heraus. Hier kam ich bis auf Band 102 „Das Magma-Reich“, womit ich ins Reich der legendären SIEBEN SIEGEL VON TOTAM vorstieß. Ich sagte nicht umsonst, dass man sich die SIEGEL stets gut merken sollte. Beizeiten werde ich zu ihnen speziell mehr aussagen. Dies hier ist ja nur eine Art „erster Crashkurs“.

Ebenfalls zu den im Jahre 1988 noch bearbeiteten Serien zählte KONFLIKT 20 „Oki und Cbalon – Das Ewigkeitsteam“ (1984-1997), hier erreichte ich immerhin bis Dezember Bd. 28: „Welt der Grabmäler“, wo ich mit einer unheimlichen Gestalt konfrontiert wurde, dem Totenkopf-Propheten. Er sollte mir im kommenden Jahr wieder begegnen und meine Seite seither nicht mehr verlassen…

Ach ja, und ehe ich es vergesse: am 1. August 1988 tauchte die nächste OSM-Welt in meinem Blickfeld auf, nämlich KONFLIKT 23 „Oki Stanwer – Der Dämonenjäger“ (DDj, 1988-1994). Auch für diese absolut zentrale OSM-Serie sollte sich Hameln als Nährboden entpuppen, wie ich es vorher für unmöglich gehalten hatte. Mehr als die erste Episode, „Das transsylvanische Abenteuer“, konnte ich noch nicht schreiben, nicht in diesem Jahr.

Der Grund dafür lag offensichtlich auf der Hand: thematisch ist KONFLIKT 23 ebenso wie KONFLIKT 18 ein planetarer KONFLIKT, und gewisse Handlungslinien werden aus KONFLIKT 18 in KONFLIKT 23, so unterschiedlich die Serien auch sein mögen, fortgesetzt. Und da ich nun mal mit KONFLIKT 18 „Kampf gegen TOTAMS Dämonen und Schergen“ noch nicht fertig war, fehlte hier sowohl die Energie wie die Kenntnis, um KONFLIKT 23 richtig zu fundieren. Das änderte sich dann erst Ende Februar 1989, als ich mit Band 114 „Entscheidung in der Knochendimension“ unmittelbar vor Antritt meines Zivildienstes (1. März 1989) die Serie abschließen konnte. Die letzten Zeilen an KGTDUS 114 wurden am 19. Februar geschrieben. Und es ist kein Zufall, dass die nächsten drei OSM-Werke dann dem KONFLIKT 23 entstammten (die Episoden 3-5).

Dennoch… das Umsiedeln nach Hameln war dann eine gründliche Umstellung. Ich bezog eine Dachkammer in der Jugendherberge, hatte sehr wenig freie Zeit und war gezwungen, aus Gifhorn eine ganze Reihe von Briefordnern und Geschichtenordnern zu transferieren, ganz zu schweigen von Lektüre. Außerdem war ich ja nominell nach wie vor Clubleiter des Weird Fiction Clubs LOVECRAFTS ERBEN, der 1983 von mir gegründet worden war, und in dem so – heute – illustre Leute wie Frank Festa, Michael Breuer, Malte Schulz-Sembten und Kai Meyer (ja, DER Kai Meyer, genau) Mitglied waren, seit einiger Zeit auch Guido Latz (genau, DER Guido Latz).

Während meine Zivildienstzeit begann, merkte ich deutlich, dass das alles meine Kräfte überstieg, und rational beschloss ich darum, die Leitung des Clubs an Guido Latz zu übergeben. Zunächst war das bis Herbst 1990 geplant, dann würde ich aller Voraussicht nach mit dem Zivildienst fertig sein (damals noch eine Angelegenheit von 24 Monaten, ist vielleicht anzumerken). Ich plante sowieso, weil ich zu der Zeit häufig in Köln zu Gast war, bei dem ERBEN und Brieffreund Michael Breuer, im Kölner Raum Arbeit zu suchen und mich räumlich dorthin zu orientieren.

Ansonsten konzentrierte ich mich darauf, im OSM weiter voranzukommen. Mit den KONFLIKTEN 12 und 23 hatte ich da ja reichlich zu tun, außerdem gab es noch den oben erwähnten KONFLIKT 20, der ebenfalls noch in den Kinderschuhen steckte… und dann gab es zahlreiche Storyprojekte, an denen ich werkelte, viele davon gehörten ebenfalls zum OSM. Aber da ich halt zeitlich sehr eingespannt war, kam ich nur recht langsam vom Fleck. Und ich entfernte mich zudem mehr und mehr von Lovecraft und driftete immer stärker in den Bereich der SF zurück. Die Folgen dieser Entwicklung waren mir zu dem Zeitpunkt nicht klar, die wurden erst 1990 deutlicher.

Aber ehe ich mir über diese Veränderungen Gedanken machen konnte – es geht hier ja primär um den OSM und nicht um solche Dinge wie Mike Cole oder den Collaborations-Roman Wendekreis des Blutes, den ich mit meiner Brieffreundin Sylvia Seelert zu schreiben begann (nie vollendet) – also, ehe es soweit kommen konnte, kam mein Geburtstag: 17. Oktober 1989.

Ich verbrachte diesen Tag in Hameln… und ob ihr es glaubt oder nicht: an diesem Abend entstand eine weitere OSM-Ebene, nämlich KONFLIKT 22 „Oki Stanwer – Der Schattenfürst“ (DSf, in Arbeit seit 1989). Die Prämisse war einfach nur grässlich: Oki Stanwer materialisiert in der Galaxis Daarcor, in der er ein Friedensreich aus den vorhandenen Völkern schmieden soll, damit sie TOTAMS Attacken besser standhalten können. Fünfzig Jahre später erscheint dann der erste Helfer des Lichts, Klivies Kleines, und er muss voller Entsetzen erkennen, dass Daarcor von einem Tyrannen regiert wird. Sein Name? OKI STANWER…! Folgerichtig hieß die erste Episode auch: „Die Tyrannen-Galaxis“. Was für Schrecken diese Welt für mich bereithalten sollte, vermochte ich mir damals nicht vorzustellen.

Und um 1989 das Chaos noch vollständiger zu machen, passierte mir etwas sehr ähnliches am 22. November desselben Jahres – ob das in Hameln geschah, was ich für realistisch halte, oder ob ich da auf Urlaub in Gifhorn war, kann ich nicht mehr sagen. Aber egal, wo ich mich befand… an diesem Abend stürzte ich in eine neue Welt des OSM ab, fand mich in der sonnigen Ägäis wieder und barg „Asche aus Wasser“. So hieß der erste Band der nächsten neuen OSM-Serie „Oki Stanwer – Der Siegeljäger“, an der ich heute noch schreibe. Es war der KONFLIKT 28.

Doch mehr aus diesem chaotischen Jahr 1989 berichte ich dann in der nächsten Etappe dieser Rubrik „Was ist eigentlich der Oki Stanwer Mythos (OSM)?“, und dann stürzen wir uns in die Grüne Galaxis Bytharg und zu den Berinnyern, den legendären Gestaltwandlern des OSM. Demnächst in diesem Blog.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.