Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos,

die Dinge entwickeln sich wirklich nicht gut für die yantihnische Linguistin Va­niyaa, die zu ihrem steigenden Schrecken in ein Leben eingetaucht ist, das zu­nehmend zum Alptraum wird. Nicht genug damit, dass sie vor Monaten in die Gefangenschaft der so genannten „Herren des Imperiums“ geriet und daraus von den schwarzen Zwergenwesen aus dem Volk der Shonta gerettet wurde.

Dies geschah bekanntlich nicht aus Menschenfreundlichkeit, sondern aus rei­nem egozentrischem Eigennutz. Als Vaniyaa endlich die Kraft aufbringt, aus dem Abspalterhort zu flüchten, gerät sie freilich an eine weitere Shontagruppe, die ihr zwar wohlgesonnen ist und unter der Leitung des Revoluzzers Abenteu­rerherz steht… aber nach der Flucht über den Roten Abgrund schließt sich eine schier endlose Odyssee durch die gigantischen metallenen Eingeweide des „Sternenhammers“ an. Ziellos, offensichtlich.

Und dann erfolgt Vaniyaas rätselhafter physischer Zusammenbruch, der sie an den Rand des Todes führt – aus Gründen, die erst nach und nach offenbar wer­den. Gleichwohl versucht Vaniyaa hartnäckig, ihren Plan zu realisieren, weitere Mitglieder der RHON-2-Crew aus den „Sargkolonnen“ aufzuwecken… doch sie weiß noch nicht, was die Shonta rings um sie ahnen. Und sie kennt auch noch nicht das nahe Reiseziel des MINEURS – einen Ort namens TRANCRAN-4462, an dem alle Hoffnung enden soll…

Seid ab sofort dabei, wenn es daran geht, das vorläufige Ende von Vaniyaas Odyssee mitzuverfolgen, im ab heute zum Preis von 1,49 Euro auf Amazon-KDP erhältlichen neuen E-Book „TRANCRAN-4462“ von Uwe Lammers.

Der einmalige Gratisdownload ist am 13. Juli 2015 möglich.

Ich wünsche euch eine angenehme Lektüre.

Ansonsten sehen wir uns morgen wieder an dieser Stelle, wo ich in meinem Wochen-Blog in meine kreative Vita zurückblende und aus dem Jahr 2005 be­richten möchte.

Bis morgen dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Rezensions-Blog 14: Das Geheimnis von Shangri-La (3/E)

Posted Juli 1st, 2015 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

bei dem Namen Shangri-La befindet man sich irgendwie, wenn man auch nur einen Hauch Ahnung von historischer Relevanz dieses Begriffes hat, unweiger­lich im tiefen Asien, denkt an Menschen wie Heinrich Harrer oder auch an den Himalaya, an buddhistische Mönche und dergleichen… ja, und seit dem dritten „Mumien“-Film vermutlich unweigerlich auch an Yetis und schießwütige Schatz­sucher. Es mag ohne weiteres sein, dass dieser Film die Entstehung des vorlie­genden Buches beeinflusst hat. Clive Cusslers Erfolgsrezept – rätselhafte Ge­heimnisse der Vergangenheit mit Abenteuerhandlung zu verknüpfen – gerät ja unweigerlich früher oder später an die Grenzen… einfach deshalb, weil ihm die Mysterien der Vergangenheit ausgehen.

Nun haben wir also Shangri-La vor uns, ein legendäres Märchenreich in Asien, seit Jahrhunderten ähnlich verwunschen und verschollen wie das mythische At­lantis. Und wir haben Sam und Remi Fargo, die sympathischen Schatzjäger, die in ein neues Abenteuer hineinschlittern. Und das kommt folgendermaßen:

Das Geheimnis von Shangri-La1

(OT: The Kingdom)

von Clive Cussler & Grant Blackwood

Blanvalet 38069

480 Seiten, TB

München, November 2012

Aus dem Englischen von Michael Kubiak

ISBN 978-3-442-38069-5

Vor uns liegt das dritte Abenteuer des Schatzsucher-Ehepaars Sam und Remi Fargo. Nach „Das Gold von Sparta“ und „Das Erbe der Azteken“ ist damit die Tri­logie um die Schatzsucher, zu der Grant Blackwood wohl vertraglich verpflichtet worden ist, abgeschlossen. Glücklicherweise ist inzwischen klar, dass die Leser auch künftig nicht auf die Fargos werden verzichten müssen. Mit Thomas Perry wird ein neuer Autor die Fargo-Abenteuer wieder aufnehmen.2 Inwiefern sich sein Stil dann von dem Grant Blackwoods unterscheidet, wird zu ermitteln sein.

Doch kümmern wir uns heute um den vorliegenden Roman.

Irgendwo vor Jahrhunderten, so der Prolog „Ein vergessenes Land“, ist ein fer­nes Reich von einer Invasion bedroht. Dhakal ist dabei einer von hundertvierzig Wächtern, die einen Schatz in Sicherheit bringen sollen. Er befindet sich – viel­leicht – in einem hölzernen Kasten, den er auf seinem Reittier mit sich trägt. Aber jeder der Wächter trägt einen solchen Kasten bei sich, und ein jeder davon ist ein Meisterwerk der Holzkunst, eine Art früher Safe, der selbst dann, wenn er in die Hände seiner Feinde fiele, sie Tage oder gar Wochen aufhalten würde, ehe sie ihn zu öffnen verstünden (da es darin auch eine Möglichkeit gibt, bei unsachgemäßer Öffnung den Inhalt unwiderruflich zu zerstören).

Dhakal kann seinen Verfolgern zwar auf dramatische Weise entkommen, aber seine Spur verliert sich im Nebel der Zeiten.

Im Jahre 1677 machen wir im zweiten Prolog die Bekanntschaft mit zwei verwe­genen italienischen Luftschiffern, die es ins Grenzland von China verschlagen hat, wo sie unter der Fuchtel des Herrschers der Quing-Dynastie stehen. In sei­nem Auftrag soll Francesco Lana de Terzi aus Brescia seinen Traum von einem Vakuum-Luftschiff verwirklichen, das der chinesische Kaiser als Kriegsmaschine einzusetzen gedenkt. Aber beim Jungfernflug verschwindet das Luftschiff eben­falls spurlos und wird nie wieder gesehen.

Damit hat der Leser schon zwei Rätsel zu Beginn, die scheinbar keinerlei Verbin­dung miteinander besitzen, was natürlich ein Irrtum ist. Ein drittes Rätsel kommt gleich hinzu.

In der Gegenwart setzt dann die eigentliche Handlung ein und sorgt gleich für eine profunde Überraschung – denn im vergangenen Roman „Das Erbe der Az­teken“, der ja ein wenig schwach endete, wurde bekanntlich die Fährte zum Ur­sprung des Aztekenreiches im indonesischen Archipel entdeckt. Und genau hier beginnt die Geschichte. Die Fargos sind nämlich auch nach Monaten noch vor Ort und helfen Forschern dabei, diese Kultur genauer zu untersuchen. Das spricht dafür, dass Blackwood das Defizit am Ende des zweiten Romans deutlich gemerkt haben dürfte und hier ein wenig Kompensation betreibt. Gut so.

Leider bekommen sie hier Besuch von einer herben Chinesin namens Zhilan Hsu, die sie darum bittet, dass sie unverzüglich ihren Chef, Charles King, aufsu­chen. Da sich die Fargos aber nicht so einfach in der Gegend herumkommandie­ren lassen, gehen sie darauf zwar ein, allerdings mit ein paar Stunden Zeitdiffe­renz. Zu denken gibt ihnen, dass die Asiatin – bald von ihnen „Drachenlady“ ge­nannt – den Namen Frank Alton fallen gelassen hat.

Frank Alton ist ein alter Freund der Fargos, ein einstiger Polizeioffizier, der in­zwischen als Privatdetektiv arbeitet, und bei dessen Familie in den Staaten ist nichts davon bekannt, dass Alton irgendwelche Probleme haben könnte. Er hat dennoch welche – er hat sich nämlich von dem Milliardär Charles King engagie­ren lassen, um in Nepal der Spur seines Vaters Lewis King zu folgen. Das bekom­men die Fargos heraus, als sie die „Audienz“ bei dem Milliardär haben.

Zu dumm, dass sie sehr bald misstrauisch werden. Lewis King ist seit den 70er Jahren verschollen, und es hört sich sehr seltsam an, dass sein Sohn sich erst 40 Jahre später die Mühe macht, ihn zu suchen. Noch eigenartiger ist es dann, dass Lewis Kings Haus in den Staaten, das seit 40 Jahren leer steht, penibel sau­ber und sogar noch digital überwacht ist, als die Fargos ihm einen Besuch ab­statten. Außerdem mutmaßen sie inzwischen, dass Zhilan Hsu Kings Geliebte ist, was scheinbar nichts zur Sache tut (aber auch das erweist sich als Irrtum).

Irgendetwas ist hier sehr faul, und Frank Alton, der spurlos verschwunden ist, scheint in höchster Lebensgefahr zu schweben. Und es muss rasch etwas unter­nommen werden – nur was?

Während das bewährte Team der Fargo-Helfer um Selma Wondrash damit be­ginnt, die Hintergründe des geheimnisvollen King-Clans aufzuhellen, folgen die Fargos selbst einem Hinweis, den ihnen ein Pergamentstück mit einer offen­sichtlich in altertümlichem Nepali abgefassten Text gegeben hat. Bei einem Be­such in Nepal machen sie dann auch die Bekanntschaft mit Russell und Marjo­rie King, den Zwillingskindern des Milliardärs, die dort dunklen Geschäften nachgehen und die Schatzsucher kontrollieren sollen.

Die Fargos lassen sich aber nicht kontrollieren – und ehe sie sich versehen, ste­cken sie genau aus diesem Grund im schönsten Schlamassel. An abenteuerli­chen Situationen gibt es dann wirklich keinen Mangel: ob es sich um das Erfor­schen eines lebensgefährlichen Höhlenlabyrinths handelt, ob sie beinahe in ei­ner Schlucht ertränkt werden oder auf einer schwer bewachten Insel zu landen haben, um einen steinernen Sarkophag in einem Totenlager aufzubrechen… Langeweile kommt in diesem Roman wirklich keine auf.

Bis sie aber verstehen, was sie wirklich suchen und was tatsächlich vor sich geht, dauert es schon eine ganze Weile. Doch das Glück ist mit den Tüchtigen, und so gelingt es den Fargos schließlich, all die verwirrenden Puzzleteile zu ver­binden – so wirre Dinge wie hölzerne Würfelkisten, goldene Diskusscheiben, italienische Luftschiffe, eine Nazi-Expedition in den Himalaja anno 1938 und schließlich… Shangri-La, ja. Denn um diesen legendären Ort geht es letzten En­des. Und um den Schatz, der dort verborgen ist, den Theurang.

Was der Theurang letztlich ist? Wo Shangri-La liegt? Und warum mit der Entde­ckung des Ortes beinahe die letzte Stunde der Fargos geschlagen hat? Nun, das sollte man besser selbst nachlesen, es lohnt sich…

Mit dem dritten Fargo-Abenteuer wird, ich deutete es oben schon an, die Zu­sammenarbeit zwischen Clive Cussler und Grant Blackwood beendet, was ich sehr schade finde. Es ist zwar, wenn man die Romane gelesen hat, durchaus nachvollziehbar, aber dennoch bedauerlich. Sie sind einfach nicht von der Ra­sanz der übrigen Cussler-Romane und Roman-Coautoren. Dafür sind sie aber einfach erfrischend anders, und die zum Teil ziemlich kniffligen Rätsel darin ma­chen wirklich Spaß.

Nachteilig ist dann besonders in diesem Roman, dass die Handlungslinie noch weiter zusammengeschnurrt wird. Im letzten Band fiel das schon nachteilig auf, hier ist es noch übler. Charles King kommt als Person eigentlich nur sehr sche­matisch herüber, auch nur sehr bedingt raffiniert, weite Strecken des Romans tritt er quasi gar nicht in Erscheinung, was dann die Spannung ziemlich herun­terschraubt. Die Fargos werden zwar wie üblich gut geschildert, aber Blackwood war wohl von Anfang an klar, dass dies sein letzter Roman der Serie werden würde, und das merkt man ihm dann leider an.

Das Titelbild ist wieder gezielte Irreführung, insbesondere der Handlungsstrang der Nazi-Expedition von 1938 wird quasi gar nicht verfolgt, und ein paar schöne Ansätze zum Verkomplizieren der Handlung werden strikt ignoriert (dass auch der Klappentext deutlich an der Realität vorbeigeht, merkt jeder, der den Ro­man gelesen hat, also lieber dort gar nicht so genau hinschauen). Da geht eine Menge Potenzial verloren. Am Ende fühlte ich mich fast ein wenig an „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ erinnert – wer den Film gesehen hat (wie Blackwood wahrscheinlich auch) und das Ende des Buches erreicht, wird das vermutlich verstehen können.

Gleichwohl bleibe ich dabei – es ist solide Unterhaltung, gewürzt mit dem Cha­rakteristikum der Fargo-Romane, eben den raffiniert verschlüsselten Geheim­nissen der Vergangenheit, die einen guten Schatzsucherroman nun mal ausma­chen. Und mal ehrlich – wer, der einen Schatz im Himalaja sucht, käme wohl auf den Gedanken, die Schlüssel dafür auf dem Balkan zu suchen? Aber genau so kommt es. Es bleibt nur schade, dass der Roman nicht 150 Seiten länger gewe­sen ist. Daraus hätte sich noch soviel mehr machen lassen…

© by Uwe Lammers, 2013

Nun, alles in allem hat diese Trilogie, deren Romane man durchaus unabhängig voneinander lesen kann – gemeinsam und in der richtigen Reihenfolge macht es aber mehr Spaß – einiges an Lesevergnügen zu bieten. Und wer sich bislang vielleicht durch die rabaukenhafte Brutalität besonders der frühen NUMA-Ro­mane Cusslers von diesen Werken abschrecken ließ, tut eventuell gut daran, nun doch mal einen Blick hinein zu werfen.

Außerdem gehen die Abenteuer der Fargos ja weiter. Zwei weitere Romane sind in Zusammenarbeit mit Thomas Perry bereits erschienen, der erste auch schon gelesen und von mir rezensiert… in ein paar Monaten könnt ihr das an dieser Stelle nachlesen, versprochen.

In der kommenden Woche an dieser Stelle kommen wir zu einem anderen mei­ner Lieblingsautoren der jüngsten Zeit, nämlich zu dem Briten Peter F. Hamil­ton. Er hat nicht nur eine ganze Menge Science Fiction-Geschichten geschrie­ben, sondern auch eine Menge wirklich guten Stoff. Lasst euch mal überra­schen, wo ich anfange (jedenfalls definitiv an einer anderen Stelle, als ihr jetzt sicherlich denkt)… Und wenn ihr zwischendrin Langeweile habt, schaut doch einfach am Sonntag in meinen regulären Wochen-Blog hinein, der freilich auf meinen Oki Stanwer Mythos (OSM) zentriert ist.

Ich freue mich darüber.

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

1 Auf dem Titelbild falsch „Shangri La“ geschrieben. Im Roman selbst ist es dann richtig.

2 Der erste Roman dieser vermutlich ebenfalls mindestens dreiteiligen Serie ist „Das fünfte Grab des Königs“, der im Dezember 2013 erscheint.

Liebe Freunde des OSM,

der gerade vergangene Monat März 2015 war einigermaßen durchwachsen, was meine Möglichkeiten anging, am OSM zu schreiben. Wie immer gab es da­für unterschiedliche Gründe. Einer der gewichtigsten lag in einem wichtigen Event, der mich am 21. März und in den folgenden Tagen beanspruchte – die Rede ist vom DortCon 2015 – , und es schlossen sich Tage der Erkältung an, die mich derzeit immer noch erschöpfen… da bin ich nicht in Topform.

Strukturell ist zu sagen, dass ich nach wie vor kurz vor Band 1750 des OSM ste­he, also einer numerischen Schwelle im Schreibprozess, das hält weiterhin auf. Dafür konnte ich in recht rascher Folge die Texte dreier E-Books fertigstellen. Es ist zwar so, dass sie aktuell nur mit gebremster Geschwindigkeit ans Licht der Öffentlichkeit gelangen, weil ich in akuten Finanzierungsschwierigkeiten stecke, doch hoffe ich, dass dieser Engpass, bis diese Zeilen veröffentlicht werden, schon etwas gelindert worden ist.

Folgendes ließ sich realisieren bzw. weiter bearbeiten (die in Arbeit befindlichen Texte stehen wie üblich in Klammern):

(Glossar der Serie „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“)

Blogartikel 117: Work in Progress, Part 27

(OSM-Wiki)

(NK 54: Tödliche Entscheidung)

14Neu 25: Höllenflug nach Wukarin

(Lexikon der Serie „Oki Stanwer – Der Neutralkrieger“)

(14Neu 27: Die Ruinenwelt)

(14Neu 26: Das Traum-Inferno)

E-Book 25: TRANCRAN-4462

E-Book 24: Vaniyaa und die Shonta

E-Book 23: Zurück zu den Sargkolonnen

(E-Book 27: Auf Götterpfaden)

Abenteuer im Oki Stanwer Mythos (OSM) – Artikel für das Garching-Conbuch 2015

Erläuterung: Schon im Conbuch 2013 für den Garching-Con befand sich ein sol­cher Artikel. Dieser hier, ergänzt um ein Autorenfoto und strukturell an den von 2013 anschließend, gibt einen Ausblick auf das zweite Halbjahr 2015 und das Frühjahr 2016 für die Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI) und wird im September 2015 erscheinen. Ob ich den Text irgendwann auch auf die Home­page bringen werde…? Das ist schwer zu sagen, Freunde. Vielleicht, wenn viel Nachfrage danach besteht. Aktuell kann ich das aber noch nicht absehen.

(Ziel – Liquidation – OSM-Story)

(Kämpfer gegen den Tod – OSM-Roman (Abschrift))

Beam-Blog 9

Blogartikel 115: „Was ist eigentlich der OSM?“, Teil 27

Glossar der Story „Die Intervention“

(18Neu 67: Der COMMANDER)

(18Neu 69: Hinab ins Flammenlabyrinth)

Blogartikel 129: Aus den Annalen der Ewigkeit – alt und neu (VII)

Blogartikel 113: Illustratorenprobleme – Von der Schwierigkeit, Bilder aus dem Kopf aufs Papier zu bringen

Erläuterung: Dieser Artikel entstand sozusagen aus aktuellem Anlass. Hoffent­lich hat sich das Problem bis zum Erscheinen dieser Zeilen erledigt, aber derzeit habe ich echte Schwierigkeiten, das Cover für TI 18 zu organisieren. Und solan­ge kann ich euch das E-Book natürlich nicht zugänglich machen… ich arbeite dran, suche aber nach wie vor talentierte und risikofreudige Künstler, die beim OSM-Projekt mitmachen wollen. Wenn ihr wen wisst… gebt mir Bescheid!

Blogartikel 119: Der OSM im Bild, Teil 7

12Neu 29: Aufstand in Pholyar

Der Oki Stanwer Mythos: Ein ambitioniertes E-Book-Projekt – Artikel für das Conbuch der „1. Perry Rhodan-Tage Osnabrück“ (Mai 2015)

Erläuterung: Das hier war ein Schnellschuss, und ebenso wie der obige Artikel für das Garching-Conbuch ist er primär als Marketingprodukt zu verstehen. Dies entstand allerdings in Form einer ausgesprochenen Steilvorlage – der Förder­verein Phantastika Raum & Zeit e. V. ist auf dem Con mit einem Programmpunkt vertreten, und ich wurde gebeten, etwas über den Förderverein zu schreiben, weil, wie der Veranstalter sagte, „noch Material für das Conbuch gesucht“ wer­de… also wurde ich dann, nachdem ich diese Aufgabe mit Bravour gemeistert hatte, initiativ und fragte nach, ob Interesse an einem OSM-Artikel besteht. Kurz gesagt: ja, und flugs war der Artikel fertig und in Osnabrück.

Blogartikel 122: „Was ist eigentlich der OSM?“, Teil 28

(E-Book 28: Hinter der Raumzeitwand)

Blogartikel 126: Der OSM im Bild, Teil 8

(12Neu 30: Allianz der Versklavten)

(12Neu 32: Totensektor Maran-Ghaal)

Tja, Freunde, und dann war der Monat um. Viel fertig stellen konnte ich echt nicht, sehen wir mal von Blogartikeln ab… vielleicht wird’s im April 2015 besser. Ihr werdet es mitbekommen. In der nächsten Woche taucht ihr wieder in meine kreative Vita ein, und zwar ins Jahr 2005. Nicht verpassen, Freunde!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Rezensions-Blog 13: Gegenschlag

Posted Juni 24th, 2015 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

heute gehen wir mal mit diesem Roman durch die Hölle, die unserer Welt glücklicherweise erspart geblieben ist. Gerade deshalb aber bin ich der Auffas­sung, hieran eine Besonderheit von phantastischer Literatur – dieser Roman ist nicht als solche etikettiert, gehört aber, wie ihr schnell erkennen werdet, den­noch in dieses Genre – herausarbeiten zu können. Wie ich kürzlich schon er­wähnt habe, ist phantastische Literatur manchmal geeignet, Dinge darzustellen oder politisch-wissenschaftliche Theorien zu durchdenken, die man in realiter manchmal weder aussprechen noch handfest erproben kann.

Wie probt man beispielsweise einen nuklearen Dritten Weltkrieg, der die Welt in Schutt und Asche legt? Es empfiehlt sich nicht, das in der Wirklichkeit auszu­probieren. Auf dem Papier funktioniert das mitunter durchaus, selbst wenn na­türlich alles Spekulation bleibt. Die Warnfunktion ist dabei weiterhin intakt und vermag nicht nur politische Signale in die Friedensbewegung zu senden, son­dern gegebenenfalls auch in politisch verantwortliche Kreise.

Dummerweise hat gerade dieses Buch eine Achillesferse, weswegen ich eine Le­seeinschränkung aussprechen musste. Aber schaut euch das besser selbst an:

Gegenschlag

(OT: Arc Light)

von Eric L. Harry

Heyne 13441

736 Seiten, TB

Januar 2002, 9.95 Euro

Übersetzt von Heiner Friedlich

Das zwanzigste Jahrhundert ist ja nun wahrlich an Alpträumen, die Wirklichkeit wurden, nicht gerade arm, und häufig nahmen diese Alpträume die Gestalt von Kriegen an. Wenn nun jemand Anwalt ist und Experte für Militärfragen, zudem auch, wie der Autor des vorliegenden Buches, mit einer aus Moskau stammen­den Russin verheiratet ist und dort zum Teil studiert hat, und wenn dieser Autor sich vornimmt, unter die Schriftsteller zu gehen, was liegt dann nahe? Über einen Krieg zu schreiben, den es nie gegeben hat: den Dritten Weltkrieg, in dem Russland und Amerika in ein nukleares Desaster verstrickt werden.

Und schon sind wir mitten in der Phantastik.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts (der Roman wurde 1994 in den Staaten veröf­fentlicht) befinden sich Russland und China im Krieg. Die beiden Staaten sind in Fernost ineinander verkeilt, die Lage ist prekär, aber scheinbar stabil. Diese An­sicht täuscht.

Als chinesische Armeen überraschend damit beginnen, Korea zu überrollen, entschließt sich die russische Führung unter General Rasow dazu, Peking mit ei­nem nuklearen Schlagabtausch in Fernost vor vollendete Tatsachen zu stellen und informiert davon vorab die amerikanische Regierung. Doch wie General Thomas in Washington Rasow richtig sagt, geht dabei etwas schief. Er ahnt frei­lich nicht, dass das Sicherheitsleck der eigene Präsident ist.

Präsident Livingstone, zutiefst friedfertig, ist entsetzt von der Vorstellung, dass womöglich Millionen von arglos scheinenden Chinesen der nuklearen Vernich­tung ausgesetzt sind – er lässt Peking vom bevorstehenden russischen Angriff in Kenntnis setzen und löst damit eine Kaskade schrecklicher Ereignisse aus.

Denn in Russlands fernem Osten gibt es den russischen Befehlshaber Zorin, der einen tiefen Hass gegen Amerika hegt. Als er sehen muss, wie seine Untergebe­nen im chinesischen Konterschlag zugrunde gehen, putscht er sich an die Macht und befiehlt das Abfeuern einer Salve nuklearer Missiles auf die amerikanische Landmasse. Millionen Menschen finden den Tod, das Chaos regiert.

Zwar kann in der Folge General Rasow wieder die Gewalt in Moskau überneh­men und Zorin inhaftieren, aber der Schaden ist angerichtet, und die Folgen sind unermesslich: die ganze amerikanische Nation brennt voller Hass, die Medien schreien nach russischem Blut, der Senat will den Kopf von Präsident Li­vingstone, und ehe sie alle verstehen, was geschieht, marschieren Zehntausen­de von amerikanischen GIs in die osteuropäischen und fernöstlichen Gebiete des einstigen sowjetischen Reiches ein. Das erklärte Ziel: Rache an den Moskau­er Befehlshabern, Kampf bis zur bedingungslosen Kapitulation.

Wenn da nicht nur noch die Unterseeboote wären, in deren Silos der millionen­fache Tod lauert. Es ist nur ein einziger Schritt bis zur Apokalypse, und der Fuß schwebt bereits in der Luft…

Man kann über diesen Roman sagen, was man möchte, Eric L. Harry hat es ge­schafft, das Szenario eines potentiellen Dritten Weltkrieges auf sehr interessan­te Weise darzustellen, selbst wenn ich gestehen muss, dass mich das militäri­sche Gebabbel auf den letzten zweihundertfünfzig Seiten doch zum Teil sehr ge­nervt hat. Indem er geschickt Haupthandlungsträger (auf der amerikanischen Seite) auswählt, schafft er es, sowohl die präsidiale Ebene zu präsentieren (über Präsident Livingstone und seinen Berater Greg Lambert) als auch die der einfa­chen Soldaten (über den eigentlich untalentierten David Chandler, der unver­mittelt an die Spitze der militärischen Kolonne auf dem Marsch nach Moskau katapultiert wird und das Grauen des Krieges hautnah miterlebt) und der einfa­chen Zivilisten (anhand von Chandlers Frau Melissa, die unmittelbar in der Kata­strophe ihr Baby zur Welt bringt). Man erhält also weitaus mehr als den übli­chen „Militärroman“ um die letzte aller Schlachten.

Der interessierte Leser erhält einen manchmal wirklich quälenden Einblick dar­in, wie sehr die unvermittelte Lage eines Krieges das gesamte zivile und politi­sche Leben erst zum Stillstand zwingt und dann in ein völlig anderes Fahrwasser als bisher drängt, wie Stress, Vorahnungen, nicht deckungsgleiche Prognosen und Hysterie tödliche Fehlentscheidungen zur Folge haben können. Das alles bringt Harry insbesondere in den spannungsgeladenen Krisensituationen äu­ßerst plausibel herüber, worin die unbestreitbare Stärke des Romans liegt. Man nimmt ihm die Handlungsweise der Personen in den meisten Fällen ab.

Leider hat dieses Werk auch erkennbare Mängel.

Während die amerikanische Seite zum Teil ausgesprochen gut dargestellt wird, wie erwähnt, fällt bedrückend auf, wie amorph die Gegenseite bleibt. Beson­ders schlimm ist es bei der Landung der amerikanischen Truppen auf der Halb­insel Kamtschatka im Fernen Osten, wo bisweilen jeder einzelne Angehörige ei­nes Platoon-Trupps mit persönlichen Eigenheiten beschrieben wird, man mithin auch jeden einzelnen Verlust schmerzhaft deutlich zu spüren bekommt. Auf der Gegenseite hat man dagegen nur amorphe, namenlose, nur gelegentlich durch flackernde Bilder („junge, blonde Russen, die mit Angst in den Augen voran­stürmten“) erhellte Menschenmengen, die unterschiedslos in die Luft gesprengt oder durch Maschinengewehrfeuer niedergemetzelt werden. Hier darf dem Leser elend werden.

Wenn man als kritischer Leser jedoch ehrlich ist, muss man konstatieren, dass man außer der russischen obersten Militärführung nahezu überhaupt nieman­den mit Namen kennenlernt und dass ein paralleler Blick aus dem russischen Blickwinkel völlig unterbleibt. Das erzeugt gegen Ende des Buches eine wirklich unangenehme Atmosphäre der Voreingenommenheit, ja, der Künstlichkeit. Der Autor ist Amerikaner, gut. Er beschreibt die amerikanische Sichtweise. Gut. Aber dem kritischen Leser ist das erkennbar nicht genug, weil er spürt, dass das russische Volk sehr deutlich unter dem Krieg mindestens ebenso schlimm leidet wie das amerikanische. Und diese Parteilichkeit muss man dem sonst so elo­quenten Harry übel nehmen.

Zugegeben, der Roman ist lesbar. Ebenso zugegeben, die Wahl der Personen ist nützlich und hilfreich, eine breite Schicht von Betroffenen darzustellen. Zugleich aber ist der oben genannte Mangel nicht durch eine Auswahl ähnlicher russi­scher Protagonisten ergänzt worden (die Frau des Diplomaten Pawel Filipow, die in Amerika zurückbleibt und Opfer radioaktiven Fallouts wird, zählt hier wirklich nicht). Das Volk Russlands erhält keine Stimme und wird, wie so oft, auf die Rolle des stumm Leidenden zurückgeworfen. Das ist für das Buch wirklich ein großer Verlust.

Deshalb – und weil meines Erachtens grob fahrlässig mit den Gefahren der Ra­dioaktivität umgegangen wird – würde ich das Buch nur mit starken Ein­schränkungen empfehlen wollen.

© by Uwe Lammers, 2005

Das Schöne an gelesenen Romanen, deren Schwachstellen man erkannt hat, besteht darin, dass eine derartige Rezension eine Steilvorlage für bessere Nach­folgeromane darstellt. Das ist wie im realen Leben: wenn man einen Fehler er­kannt hat, auch solch einer, den andere begangen haben, dann kann man das beim nächsten Mal ändern. Ich selbst trage mich zwar nicht mit dem Gedanken, einen Roman über den Dritten Weltkrieg zu schreiben, aber ich gebe zu, es gibt im Oki Stanwer Mythos (OSM) durchaus gewisse Welten und Ereignislinien, die ähnliche Desaster beschreiben. Darum empfinde ich es ja auch, wiewohl ich Krieg als Mittel politischer Auseinandersetzungen strikt ablehne, als durchaus nützlich, manchmal auch solche furchtbaren Werke zu lesen. Man lernt daraus. Lieben muss man sie nicht.

In der kommenden Woche gehen wir es wieder behaglicher an und verfolgen die dritte Suche des Schatzsucher-Ehepaars Sam und Remi Fargo. Seid doch ein­fach wieder mit an Bord, Freunde.

Bis dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos,

ich fürchte, im Verlauf der letzten anderthalb Wochen habt ihr verschiedentlich schon gemerkt, dass manchmal über Stunden oder sogar Tage meine Homepage nicht zu erreichen war. Ein Leser fragte mich ein wenig nervös, ob da jetzt je­mand „den Stecker gezogen“ habe.

Das ist glücklicherweise nicht der Fall. Ich hielt, weil ich selbst nur schwer Zu­gang erhielt, Rücksprache mit meinem Webmaster Holger, der mich darüber auf­klärte, dass das Problem offensichtlich bei dem Server liegt, auf dem die Home­page lokalisiert ist. Wir hatten schon seit einiger Zeit gelegentlich derartige Komplikationen, aber noch nie so massiv.

Die Quintessenz daraus ist, dass die Homepage in Bälde auf einen anderen Ser­ver umziehen wird. Wir „migrieren“, wie das in der Fachsprache heißt. Ich hoffe sehr, dass die gegenwärtigen Zugangsprobleme dann der Vergangenheit angehö­ren. Drückt uns mal die Daumen, dass bis spätestens Mitte Juli alle Umzugs­komplikationen erledigt sind.

Bis dahin bitte ich euch in der Hinsicht um etwas Geduld.

Es kann natürlich auch zu Verzögerungen kommen, was meine auf der Amazon Author-Central-Seite bzw. bei dem Internetnewsletter ESPost angekündigten Blogartikel angeht. Aber, großes Indianerehrenwort, das wird alles so schnell als möglich nachgeliefert! Die weitaus meisten Beiträge sind ja auch schon fertig, so dass allein der ungehinderte Zugang zur Homepage die termingerechte Liefe­rung für eure hungrigen Augen verhindert.

Bleibt also geduldig und haltet mir die Treue, Freunde. Techniksabotage ist et­was, wogegen ich grundsätzlich machtlos bin.

Ach ja, und falls ich es zwischenzeitlich aus den obigen Gründen nicht schaffen sollte, Ankündigungen neuer E-Books vorzunehmen… dann schaut einfach am ersten Samstag im Juli auf Amazon.de, am 15. Juli auf www.beam-ebooks, und eventuell HEUTE auf XinXii. Mein Plan ist jedenfalls, heute das nächste E-Book dort zu veröffentlichen, und ich denke, das sollte klappen.

Was übrigens den aktuellen Stand des Oki Stanwer Mythos angeht… wie ich jüngst schon erwähnte (hm, weiß aber nicht, ob der Blogbeitrag jetzt für euch schon zu lesen war…), so habe ich ja die „Schallmauer“ von Band 1750 durch­brochen. Heute früh schloss ich OSM 1754 (!) ab, das ist Band 20 der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI), den ihr Anfang September 2015 erwerben könnt. Da geht es mit dem Technikforscher Noshtoy von Shoylon wei­ter, ich setze also die Handlungslinie von TI 12 „Sternenlegenden“ (2014) fort.

Neugierde darauf lohnt sich, denke ich.

Danke für eure Aufmerksamkeit, Freunde!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde des OSM,

ihr merkt schon an der schelmischen Überschrift, dass es heuer mal wieder et­was unernst auf diesem Blog zugeht. Und wer dies schon anhand des Titels grinsend vermutet, hat vollkommen Recht.

Schon verschiedentlich nahm ich euch mit auf amüsante Exkursion in die unver­öffentlichten Tiefen staubiger OSM-Manuskripte, und was haben wir da nicht alles schon entdeckt. Zuletzt kümmerten wir uns vor 10 Wochen um die so ge­nannte „Kindergartenzeit“ des OSM anno 1983/84. Jetzt machen wir mal einen kleinen Sprung vorwärts oder rückwärts, je nachdem, welches temporale Be­zugssystem wir zugrundelegen möchte.

Vorwärts, wenn wir in unserer Kalenderfolge bleiben wollen. Dann schreiben wir zur Abfassung der unten zitierten Episode den Januar 1989. Ansonsten müs­sen wir uns im Zeitstrom „abwärts“ bewegen, vom vorherigen KONFLIKT 15 „Oki Stanwer“ (wo ich mich im Wochen-Blog 110 aufhielt) zum KONFLIKT 12 des OSM, also in die Serie „Oki Stanwer – Bezwinger des Chaos“ (1987-1993). OSM-Temporaldistanz also minus rund 15 Milliarden Handlungsjahre.

Wir befinden uns in der Grünen Galaxis Bytharg, im tasvanischen Reich, das stets als Referenzchronologie herangezogen wurde, weil dort die Serienhand­lung begann, befinden wir uns im Jahre 89 GTS, also dem Jahr 89 nach dem „Großen Technischen Sprung“. Und mitten im schönsten Durcheinander. Die meisten Protagonisten ahnen glücklicherweise nichts von der sehr grässlichen Zukunft, die ihnen bald bevorsteht. Aber in diesem Band 25 der Serie kündigt sich das alles an.

Der Leser findet sich in dieser Episode 25 mit dem Titel „TAVASIN“ (OSM-Band 588) im legendären Totensektor von Maran-Ghaal wieder. Milliarden von Ge­staltwandlern, die ihr verschiedentlich schon unter dem Volksnamen Berinnyer kennen lernen durftet (etwa in dem Roman „Ian und der Stein der Götter“), werden hier von einem Statthalter des Schreckens geknechtet, dem namensge­benden TAVASIN.

TAVASIN ist eine der sechzehn Dämonenwaffen von TOTAM, und dieses Wesen residiert im so genannten SCHLOSS, einer schwer bewaffneten und gut gesi­cherten Raumstation, 42 Lichtjahre vom nächsten Planeten namens Threlogha entfernt. Kein Berinnyer kann dieses Domizil erreichen.

Aber es gibt Hoffnung: ein schattenhaftes Wesen, das sich „Volksbefreier“ nennt und das vor Jahrhunderten schon seine Wiederkunft im Krisenfall ver­sprochen hat, erscheint und macht sich tatsächlich auf den Weg ins SCHLOSS, um TAVASIN zu konfrontieren. Nahezu eine Selbstmordmission.

Um die Aufmerksamkeit des Statthalters abzulenken, befiehlt er seinen berinnyischen Anhängern vom „Schutzbund des Volksbefreiers“, ein Attentat auf einen Diplomaten des Volks der Sargoy zu inszenieren. Die Sargoy und die Be­rinnyer sind seit ewigen Zeiten Todfeinde, und seitdem die Sargoy die Dämo­nenwaffen auf ihrer Seite haben, knechten sie die Berinnyer.

Der Botschafter der Sargoy, ein Kerl namens Nissyl-Yaa, residiert auf Threlogha, und während der Volksbefreier von dort aufbricht, um das SCHLOSS zu errei­chen, fällt der Botschafter einem ziemlich infamen (und von mir 1989 sehr schlecht durchdachten) Attentat zum Opfer. Dies ist dann der katastrophale Auftakt für den monströsen „Letzten Krieg“, der Bytharg in die Hölle verwan­delt, aber das kann zu diesem Zeitpunkt noch niemand wirklich absehen.

Während ich diese Episode abschrieb, um eine digitale Fassung zu besitzen, stieß ich auf zwei köstliche Stellen, die ich euch nicht vorenthalten mag und die ich vor Monaten auch schon umgehend mit Fußnoten kommentierte. Eine be­zieht sich auf den Volksbefreier und TAVASIN, die andere auf einen Anschlag, der im Gefolge des Nissyl-Yaa-Attentats auf Threlogha geschieht. Lauscht ein­fach mal:

Dann löste er [der Volksbefreier] sich in Luft auf und sagte aus dem Nichts: „Sorge dafür, dass hier unten Aufruhr herrscht. Ich werde dir Bescheid geben.“

In Wahrheit hatte er das gar nicht vor, denn er hatte mit TAVASIN ein altes Huhn zu rupfen…“

Woraufhin ich prustend als Fußnote kommentierte: „Na, das wäre echt ein Schmankerl von der Front der Inhaltsfehler des OSM, das ich dann in dem Blog ausführen könnte: Munteres Hühnerrupfen Seite an Seite mit einer Dämonen­waffe von TOTAM, am besten in einer Großküche… zum Brüllen! Völlig abstruse Metapher. Dringend in der Überarbeitung vermeiden.“

Ihr merkt, es gibt schon echt groteske Wortfehlleistungen. In dieser sehr hastig geschriebenen und von Action übersättigten Episode, die leider im Um­kehrschluss nahezu JEDE Bildhaftigkeit vermissen lässt, kommt so etwas ständig vor, allerdings nicht so dermaßen heftig.

Nehmen wir die zweite Szene:

Die Sargoy, also die bärengestaltigen Besatzer von Threlogha, gehen natürlich in ihren stark sicherheitsgeschützten Büros auch so etwas wie Alltagsarbeit nach, und Kollegengespräche gibt es, wie in irdischen Büros eben auch. Ein solches Gespräch eskaliert gleich darauf gründlich, aber nicht wegen der Wortmeldun­gen:

Na, Yaarvin-Thoo, alles in bester Ordnung mit deinen drei Kindern?“, fragte der Botschaftsangehörige der Botschaft in der Äquatorialsiedlung Hinjyoral freund­lich, als sein Kollege hereinkam.

Alles bestens“, sagte der Sargoy.

Dann schrie die Alarmanlage plötzlich!

Sie hatte im Innern des Sargoy eine metallische Masse entdeckt, die einer Waffe entsprach…“

Dass das natürlich kein Sargoy ist, der da zu Besuch kommt, sondern ein Ge­staltwandler in Maske eines Sargoy, und dass er diese tatsächliche Waffe zu ei­nem blutrünstigen Anschlag nutzt, wird binnen weniger Zeilen evident und führt zu einem ziemlichen Massaker. Aber ich fürchte, wenn ich diese Stelle so beließe, würde ich euch zum Prusten vor Gelächter bringen. So, wie ich am Prusten war, als ich die Stelle abschrieb und kommentierte.

Mögt ihr den Kommentar lesen? Bitte, hier kommt er:

Aua! Aua! Es tut mir weh! Alarm! Alarm!“… oder wie jetzt? Eine „schreiende“ Alarmanlage ist höchstens eins, nämlich zum Schreien komisch, weil ein eindeu­tiger Missgriff. Eine Stilblüte, von denen es in dieser Zeit nur so wimmelt. Mir entgleisen ständig Beschreibungen, und das hier ist dann wieder so ein Fall. Weia…

Gemeint war natürlich ein durchdringender Signalton der Alarmanlage. Aber ich habe mir schon in weiteren Kommentaren klar gemacht, dass dieser Anschlag definitiv nicht auf diese dramatische Weise vonstatten gehen kann. Wenn ihr beizeiten diese Passage später mal im E-Book zu lesen bekommt, was selbstver­ständlich geplant ist, dann sieht sie vollkommen anders aus, versprochen.

Wie kommen solche Fehlleistungen zustande? Das ist eigentlich recht einfach. Im Jahre 1989 war ich in der Serie „Oki Stanwer – Bezwinger des Chaos“ echt auf der Überholspur unterwegs, das ging in allen Bereichen der Serie so, und ich glaube, es war unvermeidlich, dass ich 1989/90 von Band 25 der Serie bis Band 79 (!) gelangte. Was definitiv noch nicht mal in der Nähe des Serienendes war, denn die Serie bekam insgesamt 128 Episoden. Da brannte echt die Luft, und das fing wirklich schon zu diesem frühen Zeitpunkt an.

Es gab zahlreiche Schauplätze der Serienhandlung. Wenn ihr Leser meiner aktu­ell im E-Book veröffentlichten Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI) seid, wisst ihr schon, was das bedeutet. Da gibt es ja auch schon diverse Schau­plätze: die GHANTUURON-Handlungsebene, die RHONSHAAR-Ebene, die Hush­hin-Wissenschaftler, die Shonta und Vaniyaa… ihr wisst, wovon ich spreche.

In KONFLIKT 12 war das alles sehr viel dramatischer. In der Kleingalaxis Pholyar hatte es schon in Band 1 (!) eine Invasion gegeben, kurz darauf mit einer aktiv werdenden Untergrund-Opposition, eine legendäre Gestalt namens Salketh-en-torion war aufgetaucht, um die in Bytharg unterjochten Berinnyer zu befreien, die Lichtmacht-Truppen der Allis (!) unterwanderten Bytharg, um den Angriff der Allianz des Lichts auf die Herrscher von Bytharg vorzubereiten, es gab Ster­nenfeen im Einsatz, Helfer des Lichts, die kreuz und quer durch die Gegend schossen, eine tasvanische Expedition zur 22 Millionen Lichtjahre entfernten Heimatgalaxis der Allis, Koopen, Zeitreisende, geheimnisvolle Mimikrywesen, die ebenfalls mitmischten… überall nur Chaos. Und jetzt der beginnende Krieg der Gestaltwandler.

Wahrlich, Freunde, im Vergleich zu DIESER Serie ist TI derzeit noch ein freundli­cher Sonntagsausflug. Was allerdings, daraus mache ich auch kein Geheimnis, in Bälde aufhören wird.

Doch davon zu erzählen, ist hier weder Raum noch Zeit. Das mache ich an ande­rer Stelle ausführlicher. Für heute möchte ich die neckische Fehlerlese wieder beenden und nur noch darauf hinweisen, dass in einer Woche an dieser Stelle wieder die Rubrik „Work in Progress“ zu ihrem Recht kommt. Dann könnt ihr euch anschauen, wie sich der Oki Stanwer Mythos im Monat März 2015 entwickelt hat.

Ich würde mich freuen, wenn ihr wieder reinschaut.

Bis dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Rezensions-Blog 12: Die griechische Zeitung

Posted Juni 17th, 2015 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

Griechenland… Griechenland und noch mal Griechenland… wir kennen das aus den Nachrichten heutzutage zur Genüge, und die meisten Leser dieser Kolumne mögen jetzt vielleicht lange Gesichter ziehen und meinen: Oh Gott, jetzt kommt uns der Uwe auch noch mit Griechenland? Das kann doch nicht sein Ernst sein! Wir schalten doch schon beim Radio und Fernsehen ab, wenn es um das Thema geht… ja, Freunde, das mag sein. Aber hier haben wir etwas anderes vor uns. Hier geht es um das ALTE Griechenland.

Bedenkt bitte, falls ihr mich nur als Autor des Oki Stanwer Mythos (OSM) im Kopf haben solltet, dass ich von der Ausbildung her Historiker bin, und eine große Leidenschaft, die sich auch in meiner Lektüre ausdrückt, gilt den antiken Hochkulturen. Da kann man natürlich die Griechen nicht auslassen, das werdet ihr verstehen. Es wird darüber im Laufe der kommenden Jahre sicherlich noch das eine oder andere faszinierende Buch zum Vorstellen geben. Heute fangen wir mal mit einer Aufwärmübung in der Hinsicht an.

Wie schaut das aus? Nun, eben so, wie pfiffige Historiker sich bemühen, die griechische Antike in Form eines Jugendbuches aufzuziehen. Und, noch witzi­ger, in Form einer antiken ZEITUNG. Als ich dieses Buch entdeckte, fand ich den Ansatz wirklich bemerkenswert und durchaus reizvoll. Ein Crossover zwischen sachlicher Informationsvermittlung einerseits und lockerer Zeitungslektüre an­dererseits, und das alles auf die Lesergruppe von Jugendlichen zugeschnitten… das lag jenseits des mir sonst zugänglichen Mainstreams, und ich stürzte mich neugierig in das vom Kinderbuchverlag Luzern veröffentlichte kleine Abenteuer.

Um es vorwegzunehmen: bereut habe ich das nicht. Wenn man bereit ist, histo­rische Abstriche zu machen und sich mit dem Witz der Darstellung anzufreun­den bereit ist, erwartet den Leser ein wirklich kurzweiliges Lesevergnügen, in das man sogar seine eigenen Kinder – oder eben auch die Kinder von Freunden, Verwandten und Bekannten einbeziehen kann, wenn man selbst keine besitzt.

Die griechische Zeitung

(OT: The Greek News)

von Anton Powell und Philip Steele

Kinderbuchverlag (kbv) Luzern

36 Seiten, gebunden, 1998

Übersetzt von Christa Holtei

Was wisst ihr von Griechenland? Das ist jetzt eine Frage an Nichthistoriker, okay?

Akropolis. Alexander der Große. Zeus. Olle Tempel, vielleicht habt ihr noch was von den Perserkriegen in der Schule mitbekommen und von so einem Typen, der so dumm war, lieber Gift zu schlucken, anstatt das Weite zu suchen. Wie war doch noch sein Name…? Ach ja, Sokrates.

Aber einen Zusammenhang zwischen all dem herzustellen, das dürfte schon kniffliger sein. Es ist halt wie meist mit Geschichte: man hat so ein Flickwerk von Informationen im Kopf, die mehr verwirren als erhellen. In diese unausge­gorenen Gedanken greift dieses Buch hilfreich ein.

Die griechische Zeitung“ bemüht sich, allgemeinverständlich, unterhaltsam und sehr kurzweilig – kein Beitrag ist länger als anderthalb Seiten – die Ge­schichte des antiken Griechenland zwischen 800 vor Christus und 300 vor Chris­tus aufzuarbeiten. Im Gegensatz zu anderen Werken dieser Reihe (etwa „Die ägyptische Zeitung“ oder „Die Entdecker-Zeitung“) gelingt das sogar recht or­dentlich. Der zeitliche Rahmen ist halbwegs überschaubar, und es gibt viiiiel Quellenmaterial, inklusive Bildquellen.

Mehrere schöne Karten machen sowohl die Binnengliederung Griechenlands wie die Struktur des Mittelmeeres und des späteren Alexanderreiches plastisch erkennbar. Der Bereich „Inland“ der Zeitung ist chronologisch aufgebaut und führt bis hin zum Ende des Alexanderreiches. Damit endet freilich – vor der Zeit, wie Althistoriker kritisieren mögen – jene Epoche, die hier als „griechisch“ ein­gestuft wird. Die Diadochenreiche werden also nicht mehr beleuchtet.

Dafür fehlt freilich auch der Platz. Es gilt doch schließlich, noch ein wenig auf andere Themen zu kommen. Als da wären:

  • Die vergnügliche Umfrage, was ein idealer Grieche ist.

  • Tipps, wie man ein guter Redner wird.

  • Kriegsausbildung und -technik von Kindesbeinen an.

  • Ein ausführlicher Exkurs zu Sparta.

  • Handel, Politik und Alltagsleben.

  • Olympische Spiele, Sklavenhandel und Frauenrechte.

  • Was tun, wenn einem die Götter zürnen? Und welche Götter gibt es über­haupt?

  • Theater und Arztkunst.

  • Wie verhält man sich auf einem Fest?

Und vieles mehr… schön bebildert und durchaus an vielen Stellen humorvoll an­ekdotisch gewürzt, erweist sich dieses Buch als bisweilen amüsante Fundgrube, die auch das mehrfache Durchblättern, Schmunzeln und Lernen lohnend macht.

Gewiss – der Fachhistoriker hätte daran einiges auszusetzen. Aber die Heraus­geber sind ja nicht völlig unkundig. Es gibt zum Schluss beispielsweise den hilf­reichen Hinweis, dass die Datumsangaben, die durchgängig mit „vor Christus“ versehen wurden, streng genommen unzutreffend sind, denn „die Griechen hatten eine andere Zeitrechnung“.

Das gilt auch für die Länder, die auf Karten Erwähnung finden. „Gold aus der Türkei“, heißt es so an einer Stelle oder „Teppiche aus Tunesien“. Der Historiker wird sich auch daran stoßen. Die Herausgeber und Übersetzer merken am Schluss deshalb an: „In diesem Buch werden viele Ländernamen so benutzt, wie wir sie heute kennen… Die antiken Griechen hatten andere Ländernamen.“

Natürlich wäre es schön gewesen, die nun auch noch zu erfahren. Aber verges­sen wir nicht, dass es sich um ein Kinderbuch handelt. Wenn der Leser oder die Leserin über dieses Buch hinaus noch neugierig geworden sein sollte, und das ist durchaus möglich, dann kann dies ja der Dorn sein, der die Neugierde an­spornt.

Wer nun Griechenland eher mit Troja, dem Trojanischen Krieg, Heinrich Schlie­mann und ähnlichem in Verbindung bringt, der wird wohl warten müssen, bis der Verlag in dieser Reihe auch noch eine „mykenische Zeitung“ herausbringt. Denn bekanntlich – für uns althistorisch Versierte – ist diese Zeit vor 800 vor Christus anzusiedeln. Und auch, wer erfahren möchte, wie die Römer schließlich die griechischen Poleis vereinnahmten oder wie es sich nun genau mit dem Grund für den Aufstand der griechischen Städte in Kleinasien gegen die Perser verhielt, wird hier vergebens schürfen. Dies sind die Grenzen der „griechischen Zeitung“. Auch merkt man diese Grenzen bei einer Illustration zu einer Sklavenauktion, wo eine Sklavin im hochgeschlossenen Kleid versteigert wird… eine äußerst unwahrscheinliche Sache. Aber wir wissen ja, dass im heutigen Amerika das Darstellen nackter weiblicher Brüste schon skandalträchtig ist. Zu erkennen, dass sogar Kinderbücher diesbezüglich zensiert werden, ist freilich ein wenig ernüchternd.

Ausgesprochen kundig und gefällig sind jedoch die meisten restlichen Illustra­tionen, und das Register am Schluss des Bandes ist ausgezeichnet zum gezielten Nachschlagen. Alles in allem handelt es sich daher um eine solide Arbeit, die Neugierde und Fragen weckt und meiner Ansicht nach durchaus geeignet ist, in Kindern das Interesse an der Geschichte wachzurufen.

© by Uwe Lammers, 2005

Appetit geweckt? Ich hoffe doch sehr… zwar kann man das Buch höchstwahr­scheinlich nur noch antiquarisch finden, aber ich bin der Auffassung, dass sich das durchaus lohnen dürfte. In der nächsten Woche ist dann wieder Schluss mit lustig, dann geht es etwas härter zur Sache. Inwiefern? Schaut einfach kom­menden Mittwoch wieder rein, dann wisst ihr Bescheid.

Bis dann, meine Freunde!

Euer Uwe.

Liebe Freunde des Oki Stanwer Mythos,

wie ihr vielleicht schon auf der Website des Fördervereins Phantastika Raum & Zeit e.V., www.sciencefiction.de, mitbekommen habt, habe ich heute entschlos­sen Neuland betreten, was die Veröffentlichung meiner E-Books angeht. Kon­kret, und das sagt ja der Titel des Blogeintrags schon, der so überraschend auf meiner Homepage zu lesen steht, handelt es sich um XinXii, wo ich ab sofort meine E-Books ebenfalls an interessierte Leser vermitteln lasse.

Natürlich muss sich das alles erst einspielen, und momentan ist diese Umgebung für mich ein wenig ungewohnt, da können durchaus Fehler vorkommen… doch bin ich zuversichtlich, dass ich mich hieran genauso gut gewöhnen kann wie einst im Frühjahr 2013 an das Publizieren meiner Geschichten über Amazon.de und im Sommer 2014 auf www.beam-ebooks.

Ihr merkt, das braucht einfach alles ein wenig Zeit.

Es hat auch gedauert, bis ich die Amazon-Author-Central-Seite als Marketingin­strument entdeckte. Das hatte unter anderem mit privaten Turbulenzen, mehre­ren Todesfällen und dergleichen zu tun, die ich parallel dazu verdauen musste. Ich hoffe sehr, dass sich der Herbst 2015 schöner entwickelt und bin da guter Dinge.

Die Geschichte startet hier also wieder gewissermaßen bei Null, also mit dem ersten Band der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI). Wieder ein­mal lernt ihr die Sternenforscherin Nayeen kennen und ihre verehrte und leider gerade verstorbene Mentorin Sianlee… und ihr Geheimnis eben, das den nächs­ten Entwicklungssprung des yantihnischen Volkes auslöst und die Raumfahrer der Yantihni zu ganz neuen Ufern trägt. Ein bisschen so wie in meinem eigenen Fall heute, und insofern überaus passend.

Die hier publizierten E-Books werden zum Preis von 1,49 Euro zu erwerben sein, ausgenommen jene, die jetzt schon deutlich mehr kosten – also beispiels­weise die „Annalen“-Romane. Da wird sich der Preis ebenso an den Preisen auf Beam und Amazon orientieren wie bei den Storysammlungen, die in naher Zu­kunft natürlich auch einen „Relaunch“ auf XinXii erleben werden. Das ist aber noch Zukunftsmusik.

Ich freue mich, auf diese Weise weitere Leserschichten zu erreichen und hoffe, ihr werdet angenehm unterhalten. Macht euch auf die Reise in den Oki Stanwer Mythos – es lohnt sich!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

Liebe Freunde meiner E-Books,

es hat leider eine Weile gedauert, bis ich finanziell genug angespart hatte, um mir und euch dieses Vergnügen leisten zu können und den Band 8 der Serie „Oki Stanwer und das Terrorimperium“ (TI) nun auch im EPUB-Format vorle­gen zu können. Als das E-Book vor tatsächlich bereits anderthalb Jahren – im Januar 2014 – als MOBI-Datei das Licht der Welt erblickte, da konnte noch nie­mand wissen (mich ausgenommen), dass ihr hierin auf die Reise der RHONSHAAR an die Bebengrenze und ins Reich der Tassaier mitgenommen werden würdet.

In diesem Band 8 der Serie begann eine Odyssee, die die treuen Leser bis jetzt in Atem hält und mit solchen Personen wie Vaniyaa und Völkern wie den Shonta zu tun hat. Da wird auch noch im Jahre 2016 einiges nachkommen, das kann ich jetzt schon versprechen.

Wer der Serie bislang nur im EPUB-Format folgt, wird ab sofort eine weitere Lücke der Lektüre schließen können und der zweiten großen Expedition des yantihnischen Volkes zu folgen imstande sein.

Das EPUB TI 8 „Am Rand der Bebenzone“ ist ab sofort auf www.beam-ebooks.de erhältlich zum Preis von nur 1,49 Euro.

Ich wünsche angenehme Lektüre!

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.

PS: Sorry, dass diese Meldung nicht zeitig erscheinen konnte… es gab da ein paar technische Probleme, die mich selbst behinderten.

Wochen-Blog 119: Der OSM im Bild, Teil 7

Posted Juni 14th, 2015 by Uwe Lammers

Liebe Freunde des OSM,

ja, ich weiß, es sind schon wieder siebzehn Wochen ins Land gestrichen, seit ich diese Rubrik das letzte Mal verfolgt habe. Aber seht es mal von dieser Warte aus – ich möchte euch ja nicht nur eine Aneinanderreihung vielteiliger Blog-Subserien bieten, sondern euch zwischendrin auch noch zu anderen Gefilden mitnehmen. Und für einen regelmäßig geführten Blog liegt die Würze gerade darin, Abwechslung zu bieten.

Der Blog bietet außerdem die bequeme Möglichkeit, wenn ihr ein wenig Lange­weile habt und Zeit dazu, chronologisch durch die einzelnen Einträge zu „zap­pen“ und so bei Bedarf die Linearität wieder herzustellen, die in der rein chrono­logischen Reihung fehlt. D. h., wenn ihr „Der OSM im Bild“ als zusammenhän­genden Text lesen wollt, dann blättert ihr halt der Reihe nach die Blogartikel 44, 54, 65, 77, 93 und 102 auf… und voilà, schon seid ihr wieder up to date.

Also weiter im Programm, der Platz ist wie immer begrenzt.

Am 15. Februar 2015 hielt ich nach dem Erreichen des Titelbildes 9 der Serie „Oki Stanwer – Feldherr der Cranyaa“ (FdC) (1983-1988) inne. Aber ich sagte vorher schon, Lars Vollbrecht habe noch eine Reihe Neuschaffungen von Titel­bildern gemäß meiner kopierten Vorlagen realisiert. So geht es denn auch wei­ter.

Band 10 der Serie, „Unbekannter aus Sternentiefen“ konfrontiert den Leser und die Cranyaa im Halo der Galaxis Hun’arc mit einer kristallenen Raumfes­tung, die von einem verhängnisvollen schwarzen Schleier wolkenartiger Struk­tur eingehüllt wird. Im Zuge dieser Episode stellt sich heraus, dass die Kristall­festung die Lichtfestung OREOC darstellt, das kampfkräftige Vehikel für den ebenfalls kristallinen Helfer des Lichts Klivies Kleines. Er wird, und das ist dann dieser finstere Schleier, gleich nach seinem Auftauchen vom Dämon Ormun von TOTAM attackiert. Die Aktivierung der automatischen, primärenergetischen Ab­wehr OREOCS kann den Dämon aber vertreiben, so kommt dann der Kontakt mit den Cranyaa zustande.

Das Cover zeigt im Zentrum die Lichtfestung OREOC recht schön mit ihren weit ausladenden Kristallzinnen, an deren Spitzen gleißende Lichtblitze zu erkennen sind. Auch der schwarze Schleier – vor dem Hintergrund der s/w-Zeichnung grau schraffiert realisiert, ist deutlich zu erkennen. Unten rechts sieht man den Bug eines Wabenraumschiffs der Cranyaa. Solide Arbeit des Jahres 1987.

In der nächsten Episode, Band 11 der Serie mit dem Eigentitel „Tod auf Vo’hoccl“, wird der Handlungsstrang fortgesetzt. Kurz zum Inhalt: Klivies Kleines hat sich den Rapport des Cranyaa Kama-Ke angehört. Kama-Ke überbrachte, wie erinnerlich, die Erinnerungen des Orakels Slek-Im, der ersten Helferin des Lichts, die jüngst Opfer eines Angriffs durch TOTAMS Dämonen wurde.

Durch diese Informationen kann Kleines OREOC ins Zentrum der Galaxis Hun’arc steuern, in das Herz des geheimen Imperiums der Dämonenwaffe Rookax. Sein Ziel: Zerschlagung des feindlichen Machtpotentials. Sein erster Anlaufpunkt ist der Planet Vo’hoccl, wo das Volk der Mogolker lebt. Dies scheint das schwächs­te Glied in der Kette zu sein.

Doch als Kleines eintrifft, ist Vo’hoccl eine Leichenwüste. Das beschädigte Cranyaa-Expeditionsschiff LUHMEN hat den Ausbruch aus der Sonnenhölle geschafft und Rache genommen. Daraufhin ging Rookax zur Strategie des minimierten Ri­sikos über und hat das Volk der Mogolker ermordet. Kleines nimmt nun seiner­seits für diesen Massenmord Rache.

Das Cover, das Lars zeichnete, ist geprägt von atemberaubender Dramatik: brennende Gebäude, dichte, schwarze Rauchwolken, ein abgeschossenes Teil­segment des Cranyaa-Schiffes LUHMEN, tote Mogolker… völlige Verwüstung, mit klarem, kräftigem schwarzen Strich gestaltet. Das Bild beeindruckt mich auch nach mehr als 25 Jahren enorm. Ich hoffe sehr, dass ich es euch beizeiten mal in einer zweiten Galerie auf der Homepage zeigen darf.

Fortsetzung in Teil 12 der Serie mit dem Titel „DÜSTERWELT“. Nach dem Unter­gang des Volkes der Mogolker wendet sich Klivies Kleines mit seinen Gefährten Kama-Ke, Olom-Ra und Lasa-On zu einem weiteren Stützpunkt der Dämonen­waffe Rookax, nämlich zu jener Welt, auf der er einstmals seinen Aufstieg be­gann. Das ist die Vulkanwelt, die man als „Düsterwelt“ bezeichnet.

Hier haben die Genforscher aus dem Volk der Soogrer die Tsoffags entwickelt, und hier wird ein Stoßtruppunternehmen durchgeführt. Die drei Cranyaa tref­fen dabei auf den Soogrer-Wissenschaftler Goonex in einem geheimen Labor und werden von weiteren genetischen Züchtungen, so genannten Nuusen, an­gegriffen.

Das Titelbild zeigt nun den arbeitenden Goonex unten rechts im Bild. Über ihm verlaufen finstere Rohrleitungen, im Hintergrund ist ein bogenförmiges Portal zu erkennen. Von links schlängelt sich eine Phalanx aus Tentakeln heran… das war allerdings Lars´ freie Erfindung, denn die Nuusen haben definitiv keine Ten­takel. Durch den starken Einsatz schwarzer, intensiver Schraffur wirkt das Bild außerordentlich düster, was sehr gut mit dem Titel und der in der Episode herr­schenden Atmosphäre harmoniert.

In Band 13 (Eigentitel: „Die Todessonne“) eskalieren die Ereignisse auf dramati­sche Weise. Das Landeunternehmen der Cranyaa erleidet Schiffbruch. Klivies Kleines schickt sowohl den von Rookax´ paramentalem Einfluss befreiten Soog­rer Goonex als auch die Cranyaa zurück in den Orbit, wo OREOC wartet… doch ihm selbst gelingt die Flucht nicht.

OREOC ist aus unerfindlichen Gründen so fehlgeschaltet, dass er auf die Düster­welt eine planetenzerstörende Waffe loslässt und so den Planeten in eine neue Sonne verwandelt. Klivies Kleines scheint dabei umzukommen. Und, schlimmer noch: Rookax lässt die soogrerischen Kampfeinheiten nun massiert Jagd auf die Lichtfestung machen. Das ganze Unternehmen gerät in eine fatale Schieflage.

Das Cover, das Lars dazu entwarf, ist konzeptionell faszinierend. Der Hinter­grund ist wieder ganz schwarz, aber im Zentrum der Darstellung befindet sich eine auf der flachen Seite liegende Ellipse, die offensichtlich einen großen Bild­schirm darstellt. Darin erkennt man einerseits die Düsterwelt in finsterem Glanz wie eine schwarze Bowlingkugel. Rechts davon ist deutlich sichtbar OREOC – hier fälschlich immer noch in schwarze Schleier gehüllt (der Dämon Ormun, der diese Erscheinung ja auslöste, ist längst vertrieben worden). Links von dem Pla­neten explodiert gerade ein Soogrer-Kampfschiff, weitere sind in der Darstel­lung zu sehen.

Im Vordergrund und am unteren Bildrand erkennt man außerdem einen Soog­rer gewissermaßen „von hinten“ vor einem Rund aus Schaltelementen. Offen­sichtlich suggeriert die Bildperspektive darum einen Blick in die Kommandokan­zel eines angreifenden Soogrer-Schiffes. Das ist eine faszinierende Variation meines eigenen Covers, das ich im Dezember 1983 entwarf. Dort hatte ich mich völlig auf die Außensicht kapriziert und rechts oben im Bild die explodierende „Düsterwelt“ gezeichnet, direkt darunter die in heftigem Gefecht stehende Lichtfestung OREOC, und ringsum ein ganzes Geschwader von Tropfenschiffen der Soogrer. Faszinierend ist auch dabei, dass in der Bildschirmdarstellung der Weltraum weiß gelassen wird. Das macht die Zeichnung äußerst beeindru­ckend.

Indem Lars nun die personelle Innenperspektive herstellte, hat er deutlich mehr Dramatik in das Bild gepackt. Hat mir sehr gefallen, diese Darstellung. Über­haupt entwickelte er immer mehr Elan und Ehrgeiz, die Inhalte der Episoden zu treffen und sie zum Teil raffiniert umzugestalten. Ein klarer Gewinn für die visu­ellen Effekte der Serie. Auch deshalb würde ich die Bilder gern der Allgemein­heit zeigen. Ich arbeite daran, den Künstler zu überreden, Freunde…

Ein Cover möchte ich noch in aller Kürze beschreiben, dann ist der Raum für heute erschöpft: Band 14 der Serie, „Die Geburt der Todeswelt“, war der letzte FdC-Band, den ich 1983 noch schrieb, kurz vor Silvester. Hier beschrieb ich die Erfüllung des Schicksals des Kunstvolkes der Tsoffags – eine Mission, die selbst ihr Erschaffer Rookax nicht vorhergesehen hatte.

TOTAM, die Welt des Bösen, hatte Rookax mit einer großen Menge TOTAM-Energie überladen. Einen Großteil dieser Energie transferierte Rookax später nach Erschaffung der Tsoffags in diese organischen Gespinste, die die verhee­renden silbernen Schollenschiffe „bemannten“. Doch nun erging an die Tsoffags der Ruf, sich an dem Punkt des Cranyaa-Reiches zu versammeln, wo die alte Brutwelt Sayliih (Bd. 6) vernichtet worden war und anstelle des Planeten eine Art von Raumzeittunnel entstand. Indem die Tsoffag-Schiffe dort hineinflogen und die TOTAM-Energie wieder abstrahlten, zerstörten sie sich unweigerlich selbst, stabilisierten aber so auch plangemäß den Tunnel, durch den TOTAM aus dem untergegangenen KONFLIKT-Universum 13 in den neuen Kosmos gelangen konnte.

Sowohl mein Cover als auch das von Lars zeigt im Zentrum den immer finsterer werdenden Tunnel des Universentransmitters, und man sieht bei Lars von allen Seiten die Schollenschiffe einfliegen, die auf einen Punkt nahe dem rechten un­teren Bildrand zurasen. Die Darstellung ist, im Vergleich zu den vorherigen Bil­dern, recht kontrastarm und fast spartanisch zu nennen, aber die Strichführung ist gleichwohl beeindruckend. Er bewies hiermit, dass er höchst unterschiedliche Stile des Zeichnens virtuos beherrschte, und das würde man später auch in einer Galerie deutlich sehen können.

Mit den nächsten Titelbildern, in denen die Handlung dann wieder zu OREOC und dem weiteren Kampf im Reich des Rookax umblendet, befasse ich mich im nächsten Teil dieser Artikelserie.

In der kommenden Woche gibt es erst mal wieder was Vergnügliches zu lesen. Ich entdeckte jüngst eine neue Reihe von ulkigen Fehlern und nehme euch dann mit ins „Chaos in Bytharg“. Ich glaube, das wird ganz unterhaltsam – das solltet ihr euch nicht entgehen lassen.

Bis dann, mit

Oki Stanwers Gruß,

euer Uwe.